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StartseiteKonzertdokument der WocheVon der Satire bis zur Groteske01.04.2018

Musik im StummfilmkinoVon der Satire bis zur Groteske

Schief und unkoordiniert wie ein Hobby-Orchester sollten sie klingen - einige Kompositionen von Mozart und Hindemith. Die Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin boten für ihr Kammerkonzert im "Delphi" ein betont schräges Programm.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Der Hornist Dániel Ember und seine Kollegen des Rundfunksinfonie-Orchesters Berlin spielen in einem Konzert.  (Bettina Stöß)
Der Hornist Dániel Ember und seine Kollegen des Rundfunksinfonie-Orchesters Berlin. (Bettina Stöß)

"Ich möchte mit diesem Konzert dem Publikum einfach Spaß machen, dass sie sich zurücklehnen und die Musik genießen", so beschrieb Dániel Ember, der Solo-Hornist des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, das von ihm und seinen Kollegen zusammengestellte Kammerkonzert. Spaß hatten sicher auch Wolfgang Amadeus Mozart oder Paul Hindemith, als sie ihre satirisch bissigen und an musikalischen Bildern überaus reichen Persiflagen auf Dorfmusikanten oder Kurkapellen schrieben. Doch Francis Poulencs Sonate, Luciano Berios "Call" oder die "Casbah of Tetouan" des 1960 geborenen US-Amerikaners Kerry Turner sind ebenso voller ironischer Zitate und witziger musikalischer Anspielungen. Und das alles in einem ehemaligen Stummfilmkino - wahrlich ein Abend zum Schmunzeln.

Luciano Berio
"Call" (St. Louis Fanfare) für Blechbläserquintett

Kerry Turner
"Casbah of Tetouan" für fünf Hörner

Francis Poulenc
Sonate für Horn, Trompete und Posaune

Wolfgang Amadeus Mozart
"Ein musikalischer Spaß", Sextett für zwei Violinen, Viola, Kontrabass und zwei Hörner KV 522

Paul Hindemith
"Ouvertüre zum ‚Fliegenden Holländer, wie sie eine schlechte Kurkapelle morgens um 7 am Brunnen vom Blatt spielt" für Streichquartett

Leonard Bernstein
"Dance Suite" für Blechbläserquintett

Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin

Aufnahme vom 22.3.2018 aus dem ehemaligen Stummfilmkino "Delphi", Berlin

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