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StartseiteZwischentöneDer Essayist Daniel Schreiber27.01.2019

Musik und Fragen zur PersonDer Essayist Daniel Schreiber

Eines Tages bekamen die Eltern des Grundschülers Daniel Schreiber einen Brief. Seine Lehrerin, stand darin, habe bereits einen Platz in einem Kinderheim für ihn arrangiert. Noch heute ist er seinen Eltern dankbar, „die durch jede verfügbare Instanz des DDR-Staates gingen, um erfolgreich zu verhindern, was eigentlich nicht mehr zu verhindern war.”

Im Gespräch mit Tanja Runow

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Autor und Journalist Daniel Schreiber (Olaf Becker)
Autor und Journalist Daniel Schreiber (Olaf Becker)

Daniel Schreiber, 1977 in Mecklenburg-Vorpommern geboren, machte aufgrund seiner sich früh abzeichnenden Homosexualität dramatische und teils institutionalisierte Ausgrenzungserfahrungen. Später studierte er in Berlin und New York, arbeitete als Übersetzer, Autor und Kunstkritiker für internationale Magazine. Und jobbte nebenher in New York als private chef.

Schlagartig bekannt wurde Schreiber 2007 mit seiner Susan-Sontag-Biografie "Geist und Glamour". Und mit zwei Essaybänden, die kurz darauf folgten. Darin setzte er sich unter anderem mit dem gesellschaftlich tabuisierten Thema Alkoholismus auseinander und offenbarte seine eigene Abhängigkeit ("Nüchtern" 2014).

Von aktueller Relevanz ist auch der zweite Titel, "Zuhause" (2017), der sich kritisch mit dem Heimatbegriff auseinandersetzt. Ein Zuhause allerdings fällt einem nicht in den Schoß, man muss es sich erarbeiten.

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