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StartseiteMusikjournal"Das Kreative im Alltag ist für uns das Wichtigste"07.10.2019

Musiker-Duo Igudesman & Joo"Das Kreative im Alltag ist für uns das Wichtigste"

Jede Minute, jeder Tag lasse sich durch Kreativität verbessern, sagten der Geiger Aleksey Igudesman und der Pianist Hyung-ki Joo im Dlf. Dadurch könne man das Leben verschönern und sogar die Welt retten. Das gelte nicht allein für Musiker und Künstler, sondern für alle Menschen.

Aleksey Igudesman und Pianist Hyung-ki Joo im Gespräch mit Marie König

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Die Musiker Aleksey Igudesman (l., Geige) und Richard Hyung-ki Joo (Piano) scherzen am Mittwoch (02.06.2010) bei einem Pressetermin in Berlin vor einem Mauerteil. (picture alliance / Xamax)
Lieben alle Arten von Musik und sehen sich auch als Humoristen: Aleksey Igudesman und Richard Hyung-ki Joo (picture alliance / Xamax)

Wir sind Humoristen, sagen Aleksey Igudesman und Hyung-Ki Joo von sich selbst:

"Wir kommen von der Musik, wir lieben alle Arten von Musik und wir machen sehr viel theatralisch und humoristisch auf der Bühne" - so beschreiben sie ihre Arbeit.

Spielen als Element des Lernens

In ihrem neuen Buch "Rette die Welt. Wie du deine Kreativität weckst" ginge es vor allem um Kreativität - eine humoristische Aufforderung an die Leser, kreativ mit dem ganzen Leben umzugehen. "Das Kreative im Alltag" sei für die beiden Musiker dabei besonders wichtig: "Wie man jeden Tag, jede Minute des Lebens durch eine kreative Vorgehensweise, durch eine kreative Lebenseinstellung verbessern, verschönern kann, für sich selber, für andere Personen - und dadurch die Welt retten kann."

Wichtig sei für Igudesman und Joo auch das Spielerische: "Wir glauben an Spielen." Als Musiker spielten sie Instrumente, doch sei das Spielen auch ein zentraler Bestandteil des Lernens - gerade für Kinder.

Daher hätten sie im Buch Spiele versteckt - manchmal banale, manchmal tiefsinnige, die "einen Dinge hinterfragen lassen". So solle das Buch Spaß machen und gleichzeitig könnten die Leser vielleicht auch etwas daraus lernen.

Dialog statt Monolog: aktives Zuhören

Musik lehre die Menschen beispielsweise die Fähigkeit des Zuhörens: "Wenn wir besser einander zuhören, können wir Probleme lösen und die Welt retten", zeigen sich Igudesman und Joo überzeugt. Gerade durch ein besseres und aktiveres Zuhören könne die Kommunikation verbessert werden. Viele Unterhaltungen seien oft Monologe und keine Dialoge. Um das zu ändern sei es wichtig, Fragen zu stellen.

Jede Person verfüge über Kreativität, könne und solle kreativ sein - insofern sei die Unterscheidung zwischen Künstlern und anderen Menschen gar nicht so groß, meinten die Musiker. Die Menschen definierten sich zu sehr über ihre Berufe. Wenn aber jeder Mensch seine Stimme erhebe und kreativ werde, könne auch jeder Mensch dazu beitragen, politische und andere Konflikte zu lösen: "Wir wollen die Leute inspirieren, sich selber ihre Meinung zu bilden, zuhören zu lernen und kreativ im Alltag zu sein".

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