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Musikerin Miss PlatnumZurück zum Start

Auf dem Album „The Opera“ lässt Miss Platnum den Balkanpop hinter sich und holt Produzent Bazzazian an Bord. „Ich wollte die Herangehensweise ans Musikmachen ändern“, sagte die Musikerin im Deutschlandfunk. Ein Gespräch über Neuanfänge, Autotune und rumänische Wölfe.

Miss Platnum im Corsogespräch mit Christoph Reimann

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Die Sängerin Miss Platnum steht beim Benefiz-Konzert "Peace x Peace" zugunsten von Kriegs- und Flüchtlingskindern 2017 auf der Waldbühne in Berlin. (picture-alliance/dpa/Jörg Carstensen)
Auf dem neuen Album "The Opera" zeigt Miss Platnum, was ihre Stimme kann - auch mit Autotune (picture-alliance/dpa/Jörg Carstensen)
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 "Ich hatte angefangen, Demos komplett alleine zu machen, also auch die Beats zu produzieren", sagte Miss Platnum im Deutschlandfunk. Dies sei neu für sie gewesen. Doch sie sei eine Künstlerin, die immer wieder nach Neuanfängen suche. "Ich wollte die Herangehensweise ans Musikmachen ändern."

Dass das neue Album "The Opera" mit dem Produzenten Bazzazian entstehen sollte, sei schon früh klar gewesen. Nur habe Miss Platnum anfangs gezögert, ihm ihre Demos zu schicken. 

"Ich bewundere Bazzazian für seine Art und Weise, wie er mit Beats umgeht, im Speziellen auch mit Drums", so die Musikerin. Ihre eigenen Beats habe sie zunächst für nicht vorzeigbar gehalten. "Deshalb war da immer so eine Barriere, ihm das sofort zu schicken." Die Musikerin und der Produzent hätten sich bei gemeinsamen Arbeiten am Haftbefehl-Album "Russisch Roulette" kennengelernt.

Weg sind die Balkan-Beats

"Früher wurde ich manchmal als Rapperin bezeichnet", sagte Miss Platnum im Deutschlandfunk. Das habe sie immer verwundert, da sie sich in erster Linie als Sängerin verstehe. Auf dem neuen Album "The Opera" zeige sie stärker als zuvor, was ihre Stimme leisten könne. Den Autotune-Effekt halte sie für ein wichtiges stilistisches Mittel.

Mit dem Balkanpop früherer Alben habe "The Opera" nicht mehr viel zu tun. Man werde schnell auf eine Rolle festgelegt, kritisierte Miss Platnum.

Zwischen Bären und Wölfen

Textlich seien die neuen Songs auch von ihrer frühen Kindheit inspiriert. Zwar habe sie kaum eine Erinnerung an jene Zeit, die sie mit ihrer Familie auf einer rumänischen Wetterstation verbracht habe. "Da waren außer unserer Familie nur noch eine andere Familie und ansonsten einfach sehr viele Bären und Wölfe." Aber Miss Platnum vermutet, dass aus der Einsamkeit, die sie damals gespürt habe, der Impuls entstanden sei, Fantasiewelten zu erschaffen. Insbesondere die Texte des neuen Albums zeugten von diesen fantastischen Welten.

Auf Tour werde Miss Platnum zunächst nicht gehen. Grund dafür sei die bevorstehende Geburt ihres Kindes.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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