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Myanmar100 Millionen Jahre alte Biene in Bernstein entdeckt

27.05.2018, Brandenburg, Sieversdorf: Eine Biene sucht nach Nektar auf einer Kornblume. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB | Verwendung weltweit (dpa-Zentralbild)
Biene auf Kornblume: Ein Fossilienfund in Myanmar beweist, dass schon vor 100 Millionen Jahren die Insekten Pollen einsammelten. (dpa-Zentralbild)

Bienen haben schon vor 100 Millionen Jahren Pollen gesammelt.

Das beweist der Fund eines Bernstein-Fossils in Myanmar in Südostasien. Es ist etwa 35 Millionen Jahre älter als bisherige Funde. Die Forschenden der Oregon State University in den USA, die die Biene untersucht haben, entdeckten am Fossil kleine Haare mit Blütenstaub. Der tief sitzende Antennenansatz und Teile der Flügelstruktur erinnern dagegen eher an Wespen. Die Forschenden schließen daraus, dass sich vor 100 Millionen Jahren der Übergang von fleischfressenden Wespen zu vegetarisch lebenden Bienen vollzogen hat. Die Biene war mit ihrem relativ kleinen Körper offenbar bestens an die damaligen Pflanzen in Myanmar angepasst.

An ihrem Körper wurden auch fünf Käferlarven gefunden - Parasiten, die in Blüten sitzen und sich dann an vorbeikommende Bienen heften. Von da können sie ins Nest der Biene gelangen, um sich an den Larven und deren Futter zu bedienen. Die Forschenden schließen nicht aus, dass die fünf Käfer der Grund waren, warum die Biene aus Versehen ins Harz geflogen ist.