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Myanmar-KonfliktBotschaft in London sperrt eigenen Vertreter aus

Demonstranten in Myanmar gehen mit erhobenen Fäusten und Plakaten eine Straße entlang. (Handout / FACEBOOK / AFP)
In Myanmar gehen seit Monaten die Menschen auf die Straße, um gegen die Militärregierung zu protestieren. (Handout / FACEBOOK / AFP)

In London ist dem myanmarischen Botschafter in Großbritannien der Zutritt zu seinem eigenen Dienstgebäude verwehrt worden.

Wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete, wurde Kyaw Zwar Minn von seinem Militärattaché unterrichtet, dass er nicht länger die Interessen Myanmars vertreten dürfe. Der Attaché habe auf Anweisung der Militärregierung gehandelt, hieß es weiter.

Kyaw Zwar Minn hatte sich als Gegner des Militärputsches von Anfang Februar positioniert. Der Diplomat forderte die Freilassung der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi. In Myanmar gehen landesweit seit Wochen zahlreiche Menschen auf die Straße, um gegen die Militärregierung zu protestieren. Schätzungen zufolge sind bei den Ausschreitungen mehr als 580 Menschen getötet worden.

Diese Nachricht wurde am 08.04.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.