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Nach Antisemitismus-VorwürfenStadt Aalst gibt Auszeichnung ihres Karnevals als Weltkulturerbe zurück

Das Foto zeigt den Karnevalsumzug in Aalst in Belgien im Jahr 2017. (AFP / Belga / Maeterlinck)
Die Stadt Aalst in Belgien verzichtet auf die Auszeichnung als Weltkulturerbe. (AFP / Belga / Maeterlinck)

Die belgische Stadt Aalst gibt die Auszeichnung ihres Karnevals als Weltkulturerbe zurück.

Hintergrund sind Vorwürfe von Rassismus und Antisemitismus. Bürgermeister Christoph D'Haese erklärte, man habe genug von den "grotesken Beschwerden" und lasse den Karneval darum aus der Liste streichen. Er kam damit einer Entscheidung der UNESCO zuvor. Sie hatte bereits in Erwägung gezogen, den Aalster Karneval auf der kommenden Sitzung Mitte des Monats aus dem Weltkulturerbe herauszunehmen.

Die Kontroverse dauert schon seit dem Frühjahr. Damals verteidigte D'Haese einen Festwagen des Umzugs, auf dem in einer stereotypen Darstellung orthodoxe Juden mit Hakennasen auf Geldsäcken stehen, von Ratten umgeben. Das judenfeindliche Motiv führte zu Kritik bei der UNESCO, der EU und bei jüdischen Organisationen. Damals erklärte die Stadtverwaltung, es gehöre zum Ritual der "Grenzüberschreitung" beim Aalster Karneval, dass über alles gelacht werden dürfe.

Der Aalster Karneval war seit 2010 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.