Brandmauer beibehalten?
Nach Aussage von Albig: SPD diskutiert über Umgang mit AfD

In der SPD gibt es eine Diskussion über den Umgang mit der AfD.

    Bärbel Bas und Lars Klingbeil heben gemeinsam mit Betina Kern von Omas gegen Rechts ein Schild hoch mit der Aufschrift: "AfD-Verbot prüfen!"
    Auf ihrem Parteitag im Juni 2025 sprachen sich die Delegierten für die Vorbereitung eines AfD-Verbotsverfahrens aus . (picture alliance / dts-Agentur )
    Ausgelöst wurde diese von Schleswig-Holsteins früherem Ministerpräsidenten Albig. Er hatte den Sozialdemokraten empfohlen, sich auch auf von der AfD tolerierte Minderheitsregierungen einzulassen. Albig sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die deutsche Brandmauerdebatte verkenne, dass sich hinter der Mauer auch ehemalige Wählerinnen und Wähler der SPD befänden. Die dürfe man nicht einmauern. Man müsse ihnen vielmehr Wege zurück über die Mauer bauen, betonte Albig.
    Kritik an dessen Aussagen kam von mehreren SPD-Landesverbänden, etwa aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Der Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, Ott, sagte der "Bild"-Zeitung, alles daran sei falsch und verheerend. Der Feind stehe rechts. Auch der frühere Bundeskanzler Scholz rief erneut dazu auf, die sogenannte Brandmauer zur AfD beizubehalten und die Partei von der Macht fernzuhalten. Auf dem SPD-Parteitag im Juni vergangenen Jahres hatten die Delegierten die Vorbereitung eines Verbotsantrags gegen die AfD beschlossen.
    Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.