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Nach Bergkarabach-KonfliktArmenien will militärische Zusammenarbeit mit Russland ausbauen

Der armenische Präsident Nikol Paschinjan (Kay Nietfeld / dpa)
Der armenische Präsident Nikol Paschinjan (Kay Nietfeld / dpa)

Armeniens Präsident Paschinjan hat sich nach der Waffenruhe in der Kaukasus-Region Berg-Karabach für eine engere militärische Zusammenarbeit mit Russland ausgesprochen.

Sein Land befinde sich in einer schwierigen Lage und benötige mehr Kooperationen auf dem Gebiet des Militärs und der Technik, sagte Paschinjan bei einem Treffen mit dem russischen Verteidigungsminister Schoigu in der armenischen Hauptstadt Eriwan. Paschinjan steht seit dem Waffenstillstandsabkommen mit Aserbaidschan unter innenpolitischem Druck. Auf Demonstrationen wurde er als "Verräter" beschimpft. Armenien und Aserbaidschan hatten vor zwei Wochen unter russischer Vermittlung nach schweren Kämpfen um Berg-Karabach einen Waffenstillstand geschlossen. Die Vereinbarung sieht allerdings große Gebietsverluste für Armenien vor.

Berg-Karabach hatte während des Zerfalls der Sowjetunion einseitig seine Unabhängigkeit erklärt. Die Region wird bis heute international nicht anerkannt und gilt völkerrechtlich als Teil Aserbaidschans. Sie wird aber mehrheitlich von Armeniern bewohnt.

Diese Nachricht wurde am 21.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.