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Nach BombendrohungenLinke fordert Maßnahmenplan zum Schutz von Moscheen vor rechter Gewalt

09.07.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Polizisten stehen vor der Zentralmoschee. Die Moschee war nach einer Drohmail am Dienstag geräumt und durchsucht worden. Foto: Marius Becker/dpa | Verwendung weltweit (dpa)
In der letzten Zeit häuften sich Bombendrohungen gegen Moscheen (Archivbild) (dpa)

Die Partei Die Linke in Nordrhein-Westfalen fordert einen Maßnahmenplan zum Schutz von Moscheen vor rechter Gewalt.

Nach mehreren Bombendrohungen gegen islamische Einrichtungen müsse die schwarz-gelbe Landesregierung handeln, teilte die Partei mit. Die Politik müsse zudem das Problem des antimuslimischen Rassismus ernst nehmen und Aufklärungsarbeit dazu beginnen. Eine Sprecherin des Landesinnenministeriums sagte dem Evangelischen Pressedienst, Drohungen gegen Moscheen würden von der Polizei ernst genommen. Sie schütze religiöse Einrichtungen je nach der jeweiligen Gefährdungslage. Hierzu würden laufend Informationen erhoben und Maßnahmen zum Schutz angepasst.

Der Islamverband Ditib rief die Gesellschaft auf, Farbe zu bekennen und ein Zeichen gegen Gewalt und Hetze zu setzen. Der Zentralrat der Muslime betonte, man sei besorgt wegen der anhaltenden islamfeindlichen Stimmung im Land. Der Verband erneuerte seine Forderungen nach mehr Polizeischutz für Moscheen.

Am Mittwoch und Donnerstag hatten Moscheen in Unna, Hagen, Essen und Bielefeld über E-Mails Bombendrohungen erhalten. In allen vier Fällen wurden der Polizei zufolge die Gebäude mit Spürhunden durchsucht, dabei wurde nichts Verdächtiges entdeckt. Die Hintergründe sind noch unklar. In Marl hatten zuvor Unbekannte offenbar ein alevitisches Gemeindehaus beschossen. Im vergangenen Jahr hatte es eine Reihe von Bombendrohungen gegen Moscheen gegeben.