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Nach dem Anschlag von BerlinÖffentliche Fahndung nach Anis Amri

Der Fahndungsaufruf des BKA zeigt Fotos des Tunesiers Anis Amri, der am 19.12.2016 den Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin verübt hat. (dpa-news / Bundeskriminalamt)
Der Fahndungsaufruf des BKA zeigt Fotos des Tunesiers Anis Amri, der am 19.12.2016 den Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin verübt hat. (dpa-news / Bundeskriminalamt)

Er soll den Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gesteuert und zwölf Menschen getötet haben: Anis Amri, der im Sommer 2015 als Asylbewerber nach Deutschland kam. Zwei Tage nach dem Anschlag wird nun öffentlich nach dem Tunesier gefahndet. Unter Beobachtung stand er früher schon.

Von März bis September dieses Jahres hatte die Berliner Justiz bereits den nun zur Fahndung Ausgeschriebenen observieren lassen. Bei den Ermittlungen sei es um Informationen gegangen, wonach Amri einen Einbruch plane, um sich dabei Mittel für den Kauf automatischer Waffen zu beschaffen - "möglicherweise, um damit später mit noch zu gewinnenden Mittätern einen Anschlag zu begehen", erklärte die Generalstaatsanwaltschaft. Der Verdacht habe sich aber nicht erhärtet.

Zuvor hatte die Generalbundesanwalt den 24-Jährigen zur öffentlichen Fahndung ausgeschrieben. In dem Aufruf heißt es auch, der Gesuchte könnte gewalttätig und bewaffnet sein. Für Hinweise ist eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt. Der Generalbundesanwalt mahnt aber auch zur Vorsicht: "Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!"

Amri ist als islamistischer Gefährder bekannt. Er sei 1,78 Meter groß, wiege circa 75 Kilo, habe schwarze Haare und braune Augen. Wer den Gesuchten sieht, soll die Polizei benachrichtigen.

Ausweisdokument gefunden

Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger hatte zuvor mitgeteilt, gegen den Tunesier sei schon vor dem Anschlag wegen des Verdachts auf Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Straftat ermittelt worden. Nach übereinstimmenden Berichten fand die Polizei in dem Lastwagen, der in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt gerast war, ein Ausweisdokument mit einer Duldungsbescheinigung.

Jäger betonte, eigentlich hätte der Tunesier, dessen Asylantrag abgelehnt wurde, schon abgeschoben werden sollen. Wegen fehlender Ausweispapiere sei das aber nicht geschehen. Die neuen Dokumente seien heute eingetroffen.

Bei dem Anschlag waren zwölf Menschen getötet und fast 50 verletzt worden. In CDU und CSU wird nun darüber diskutiert, die Sicherheitsgesetze noch einmal zu verschärfen.

(jcs/bor/tj)

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