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StartseiteHintergrundNach der Waffenruhe23.06.2008

Nach der Waffenruhe

Eindrücke aus Gaza ein Jahr nach der Machtübernahme der Hamas

Als am vergangen Donnerstagmorgen die zwischen Israel und der Hamas ausgehandelte Waffenruhe in Kraft tritt, bleibt es entlang der beiden Seiten des Grenzzaunes still. Die Palästinenser atmen auf: Für sie war das vergangene Jahr das wohl härteste und schlimmste in ihrer Geschichte.

Von Clemens Verenkotte

Die Menschen im Gazastreifen sind körperlich und psychisch erschöpft.  (AP)
Die Menschen im Gazastreifen sind körperlich und psychisch erschöpft. (AP)
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Gaza-Stadt, Dienstagnachmittag der vergangenen Woche, es ist der 17. Juni. Dr. Mahmoud Zahar, Mitbegründer der Hamas und einflussreichster politischer Kopf der Bewegung im Küstenstreifen, sitzt zusammen mit einem Vertrauten vor einigen eiligst zusammengerufenen Journalisten und verkündet - ein Jahr nach der gewaltsamen Ausschaltung der konkurrierenden Fatah - dass alle bewaffneten Organisationen einer Waffenruhe mit Israel zugestimmt hätten:

"Alle Fraktionen haben sich unmittelbar vor dieser Erklärung noch einmal zusammengesetzt. Alle kennen die Details und die Bedingungen dieses Abkommens. Alle begrüßen es und deshalb wird es auch gemeinsam mit allen Fraktionen gelingen, es umzusetzen, weil es alle akzeptieren."

Sechs Monate solle die Waffenruhe zunächst andauern, die Forderungen der Hamas seien im Verlauf der mehrwöchigen, oftmals vom kompletten Zusammenbruch bedrohten Verhandlungen in Kairo von der Gegenseite erfüllt worden, sagt Zahar mit Genugtuung in der Stimme: Aufhebung der Belagerung, die Israel seit einem Jahr über den gesamten Gaza-Streifen und dessen 1,5 Millionen Einwohner kollektiv verhängt hat, Öffnung der Grenzübergänge für Waren und Personen - und schließlich, so der Hamas-Anführer, dessen zwei von vier Söhnen innerhalb von fünf Jahren durch israelische Raketen getötet worden sind: Einstellung der, wie Zahar betont, "Aggression gegen unser Volk." -

Einen Tag vor Inkrafttreten der Waffenruhe bestätigt Israels Verteidigungsminister Ehud Barak - der innerhalb der fragilen Regierungskoalition die treibende Kraft für die Annahme des Hamas-Angebots gewesen sein soll - dass man grünes Licht geben werde, aber auch sehr wachsam sei:

"Die Möglichkeit eine Beruhigung zu erreichen, wird gegenwärtig untersucht. Es ist noch zu früh, diese Beruhigung zu verkünden und selbst wenn sie eintritt, ist nicht klar, wie lange sie halten wird. Dass muss ausprobiert werden. Die Armee ist auf alles vorbereitet, aber es ist wichtig, die Chance zu nutzen, den Ortschaften rund um den Gaza-Streifen Ruhe zu bringen."

Regierungschef Ehud Olmert, der seit dem Bekannt werden der jüngsten Korruptionsvorwürfe vor einem Monat um sein politisches Überleben kämpft, wird heftig kritisiert - auch und gerade aus dem eigenen Lager, wie etwa von seinem Transportminister, dem ehemaligen Generalstabchef Mofaz, schließlich geht es schon um die Zeit nach Olmert, um die Parteiwahlen für dessen Nachfolge. Der Ministerpräsident habe der Hamas einen riesigen Sieg geschenkt - doch Olmert verteidigt den Deal mit der Hamas:

"Wir haben keine Illusionen. Das, was man eine Beruhigung nennt, ist zerbrechlich und vermutlich kurzlebig. Die Hamas und die anderen Terrororganisationen, die unter deren Kommando agieren, haben sich nicht gewandelt und sind nicht zu Friedensanhänger geworden."

Als am Donnerstagmorgen, um 6 Uhr, wie vereinbart die Waffenruhe in Kraft tritt - bleibt es entlang der beiden Seiten des Grenzzaunes still. Aufatmen bei den Palästinensern im Küstenstreifen, für die das vergangene Jahr das wohl härteste und schlimmste in ihrer Geschichte war:

"Wir hoffen, dass die Ruhe andauert und dass sie uns nicht betrügen, denn jedes Mal, wenn sie einer Waffenruhe zustimmen, schlagen sie uns anschließend, mit Attentaten, Artilleriefeuer und dem Töten der Menschen hier. Ist dies nicht eine Schande für die Jungen, und Alten und die Frauen, ist es nicht unfair?"

"Als ein Palästinenser, der unter dieser Belagerung seit mehr als einem Jahr gelebt hat, bin ich ganz ehrlich sehr optimistisch, was das Waffenruhe-Abkommen zwischen Israel und der Hamas angeht. Und ich sehe, dass die Chancen dieser Ruhe von der palästinensischen Einheit zwischen den verschiedenen Fraktionen und dem zionistischen Gebiet beruht."

Zaki Alhaddad sitzt in seinem Elektrowarengeschäft in Gaza-Stadt und schaut Fernsehen - eher desinteressiert verfolgt die Aktienkurse der Börse von Katar, die am unteren Bildschirmrand eingeblendet werden, während im Hauptprogramm eine der zahllosen arabischen Soup-Operas vor sich hin plätschert.

"Meines Erachtens ist das die schlimmste Phase, die das palästinensische Volk in seiner Geschichte durchgemacht hat."

Als vor einem Jahr, am 14. Juni 2007 - seinem Geburtstag übrigens, wie er später hinzufügen wird - die Hamas mit ihren Einheiten binnen kürzester Zeit den desorientierten, bewaffneten Fatah-Getreuen von Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas den Garaus machte - da hatte Zaki Alhaddad für seinen Elektroladen gerade einen großen Liefervertrag abgeschlossen, der für die Existenz des Familienbetriebs von großer Bedeutung gewesen sei:

"Zum Beispiel haben wir vor dem 14. Juni Verträge für viel Geld mit Unternehmen in Südostasien abgeschlossen, über Geschäfte in Israel, wohin wir das Geld überwiesen und die Verträge juristisch und formal abgeschlossen haben. Wir standen nach dem 14. Juni ohne Ware da, ohne die Möglichkeit, das, was wir bereits bezahlt haben, zurückzubekommen."

Unmittelbar nach der Machtübernahme der Hamas im Gaza-Streifen verhängte Israel ein kompletten Waren-, Dienstleistungs- und Personenembargo gegen das nunmehr "feindliche Gebilde" genannte palästinensische Gebiet. Die israelischen Zollbehörden, vor allem die im israelischen Hafen Ashdod, über den ein Großteil der palästinensischen Ein- und Ausfuhr abgewickelt wurde, erhielten die Anweisung, die gesamten Importe in den Küstenstreifen zu stornieren, gleichermaßen keine Ausfuhren mehr nach Israel hineinlassen. Selbst die in den Zollcomputern registrierten Kundendaten sollten gelöscht werden. Die Folgen für Zakis Kleinunternehmen waren verhängnisvoll:

"Unsere Ware, die wir importieren wollten, steht seit einem Jahr, seit dem 14. Juni in Containern in Ashdod - und wir sind dazu verpflichtet, Gebühren für die Lagerung der Ware zu zahlen. Können Sie sich das vorstellen? Wir haben Verträge abgeschlossen, Geld bezahlt, unsere Ware ist angekommen, und wir sitzen da, und bezahlen nur für die Lagerung in Ashdod."

Einer seiner Brüder habe das Glück, so formuliert der Geschäftsinhaber, mit einer Ausländerin verheiratet zu sein, mit einer Ukrainerin - die säßen bereits auf gepackten Koffern und könnten dann, mit ihren ukrainischen Pässen, den Gaza-Streifen verlassen, sobald die Grenzen aufgemacht werden sollten. - Die Hamas, so sagt Zaki abschließend, habe sich in eine Sackgasse manövriert, denn das Leben hier im Gaza-Streifen sei für die Menschen einfach nicht mehr länger zu ertragen gewesen. Ihre Macht werde die Hamas nicht abgeben - das könne er sich nicht vorstellen. Aber eines hätte er sich auch nicht am 14. Juni 2007 vorstellen können. Dass die Blockade solange andauern würde:

"Psychisch ist das natürlich als Familienvater eine belastende Situation, der Ängste vor der Zukunft hat, der um seine Existenzgrundlage bangt. Geschweige denn Menschen, die längst ihre Existenzgrundlage und Einkommen verloren haben. Natürlich ist das belastend, und das macht die soziale und gesellschaftliche Atmosphäre noch schwieriger; auch psychisch gesehen."

Es ist ein ruhiger Samstagnachmittag in Gaza-Stadt. Die Lautsprecher verstärkten Rufe der Muezzin dringen durch die offenen Wohnzimmerfenster - ebben nach einer Weile wieder ab und überlassen dann den übrigen Lauten eines ruhigen Tages das Feld. Viele Menschen haben sich heute auf den Weg zum Strand gemacht, der einzig möglichen Freizeitbetätigung. Frauen steigen in voller Bekleidung in die Fluten, ungeachtet der Tatsache, dass hier jeden Tag Zehntausende von Abwasserlitern ungeklärt in Meer fließen. - In einer Querstraße zum Strand trifft sich die sehr übersichtliche Oberschicht von Gaza im "Roots" zum späten Mittagessen. Das vorbildlich geführte Restaurant, das über einen gepflegten Innenhofgarten verfügt, ist klimagekühlt - eine echte Rarität im Gaza-Streifen. Basil Nasser gehört hier zu den Stammgästen, der 42jährige Palästinenser hat einen der begehrtesten Jobs im Gaza-Streifen, er ist der Zweite Mann bei der UNDP, bei dem Entwicklungshilfeprogramm der Vereinten Nationen, einem der letzten verbliebenen Arbeitgeber im verarmten Küstenstreifen. Basil sitzt auf gepackten Koffern - und will mit seinen sechs Kindern und der Ehefrau nur noch raus. Vor allem wegen der Kinder und der beständigen Angst um deren Leben hätten seine Frau und er den Entschluss bereits vor drei Jahren getroffen:

"Es gab keine Sicherheit - fast überhaupt nicht. Ich machte mir sehr große Sorgen über meine Kinder, wenn sie zur Schule gingen oder von der Schule zurückkamen, oder wenn sie einkaufen gingen. Manchmal, als wir in unserer Wohnung waren, gab es sehr heftige Schießereien in unserer Gegend. Die Kinder hatten Angst - und ich dachte mir, mich nach einer Lösung umzusehen."

Basil Nasser ist erschöpft, nicht allein wegen des Abschiedsfestes, das die UN für ihn am Vorabend gegeben hat - nein, es gibt fast niemanden im Gaza-Streifen, der nicht vollkommen körperlich wie psychisch erledigt ist - einfach nicht mehr kann:

"Es hat meines Erachtens einen Punkt erreicht, an dem es genug ist - für den Gaza-Streifen und für die Menschen im Gaza-Streifen."

Sechs seiner Familienmitglieder von Basil Nasser sind in den vergangenen acht Jahren, seit Ausbruch der Zweiten Intifada, des palästinensischen Aufstandes gegen die Besatzung, von israelischen Streitkräften getötet worden - sein heimatliches Beit Hanon im Norden des Gaza-Streifens gehört wegen der unmittelbaren Nähe zur israelischen Grenzstadt Sderot zu den bevorzugten Gebieten der palästinensischen Extremisten, um von dort aus ihre Kassam-Raketen und Mörser abzufeuern. Seiner Entscheidung, jetzt nach Kanada auszuwandern, habe er die folgende Einschätzung der politischen Lage zu Grunde gelegt, sagt der UNPD-Offizielle:

"Gaza wird vielleicht vom israelisch-palästinensischen Konflikt in den nächsten Jahren abgekoppelt werden. Es wird in der Westbank einige harte Tage geben, aber für den Gaza-Streifen könnten die Hamas, die Fatah und die Israelis davon überzeugt werden: Gebt den Menschen in Gaza einfach mal eine Ruhepause! Sie haben genug, und es ist an der Zeit, denen eine Pause einzuräumen. Die Israelis sind nicht hier, lasst uns daran arbeiten, die Grenzübergänge zu öffnen, verbessert die Lebensbedingungen der Menschen und wartet mal ab, was mit Palästina, der Westbank, Jerusalem etc. passieren wird."

So wie Basil denken viele der so genannten "moderaten" Palästinenser im Gaza-Streifen - sie sehen für sich und ihre Familien keine Zukunft mehr in ihrer Heimat. Einer jüngsten Umfrage zufolge wollen 43 Prozent der Erwachsenen im Küstenstreifen auswandern. Diese Zahl sei nicht einmal so hoch wie es zunächst den Anschein habe, argumentiert Basil Nasser und betont, man müsse die Anzahl der auswanderungswilligen Palästinenser mit den Realitäten im Gaza-Streifen vergleichen:

"Wenn die Arbeitslosenquote bei den Erwerbstätigen in Gaza bei 50, 55 Prozent liegt, wenn 70 Prozent der Menschen in Gaza unter der Armutsgrenze leben, mit einer sehr bedrückenden Zukunft - die Leute wissen nicht, was ihnen zu stoßen wird, und zwar morgen - nicht in zehn Jahren! Die Jobangebote sind in diesen Tagen sehr rar. 90 Prozent der Universitätsabsolventen verlassen die Hochschulen und gehen nach Hause, nur mit dem Stückchen Papier, mit keiner Möglichkeit, hier einen gescheiten Job zu finden."

Der feine, weißliche Schleifstaub ist fast undurchdringlich - drei Arbeiter stehen mit Atemschutzmasken in einem rechteckigen, 250 Quadratmeter großen Raum und schneiden Natursteinplatten zu. Es dürfte wohl eine der wenigen Baustellen im Gaza-Streifen sein, auf der gearbeitet wird - und es ist zugleich die Ambitionierteste: Hier soll das erste palästinensische Nationalmuseum Gazas entstehen - ausschließlich privat finanziert von dem Bauunternehmer Jawdat al Kodori:

"Glauben Sie es oder nicht: Wir haben hier mit diesem Projekt am 1. März angefangen. Alles. Und wir haben das Ziel - wie die Europäer welche setzen - am 1. Juli fertig zu sein. Maximal. Trotz der Materialknappheit."

Schulklassen sollen hierher kommen, um die jahrtausende alte Geschichte Gazas kennen zu lernen, hofft der umtriebige Unternehmer, der direkt am nördlichen Strand von Gaza-Stadt, neben dem seit Jahren verwaisten 5 Sterne Mövenpickhotel nicht allein sein Museum baut, sondern auch ein großzügiges Restaurant und Hotel.

Der Bauunternehmer lädt den ausländischen Journalisten zu sich nach Hause ein - die Fahrt in seinem grünen Land Rover V 8, mit beige farbenen Ledersitzen von der Baustelle zu seiner Residenz beträgt nur zwei, drei Minuten. Ob er mal eine Frage stellen dürfe, beginnt der Gastgeber noch im Wageninneren? Ja, sicherlich. "Dann geben Sie mir mal eine Antwort auf die Frage, warum der Westen schweigt? Warum Amerika schweigt? Warum Europa schweigt, warum Deutschland schweigt?" bricht es aus dem wohlhabenden Unternehmer heraus. Niemand traue es sich, Israel für die einjährige Belagerung des Gaza-Streifens zur Rechenschaft zu ziehen, oder zumindest zu kritisieren. Niemand. Es seien unglaubliche Vermögenswerte im Gaza-Streifen durch diese Abriegelung mit Zustimmung des Westens vernichtet worden.

"Ich habe hier in Gaza zwei andere Fabriken. Wir haben null Einkommen. Wir haben nichts zu tun. Lassen Sie mich Ihnen sagen: Vor dem 25. Januar 2006 hatte ich 350 Arbeiter in Gaza. Und jetzt habe ich nur noch 30."

Auch auf die Regierung von Salem Fayyad im nicht allein geographisch weit entfernten Ramallah ist der Unternehmer nicht gut zu sprechen: Fayyad und Mahmud Abbas habe er vor der Blockade immer wieder gesprochen, sie hätten seinen Rat gesucht - doch dass die Fatah von Abbas aus seiner Sicht nichts, aber auch gar nichts in den vergangenen 12 Monaten unternommen hätte, um gegen die Abriegelung zu protestieren - das hätte er Fayyad und Abbas nicht vergessen! Was er denn von der Berliner Konferenz halte, die sich morgen - einen Tag lang - über den Aufbau von Sicherheitsstrukturen in der besetzten Westbank unterhalte? Jawdat al Kodori muss an sich halten, um nicht zu explodieren:

"Ich würde so froh sein, wenn ich eine Chance hätte, um mit irgendjemanden darüber zu sprechen, wie wir leiden und welche Probleme wir haben. Um Ihnen die Wahrheit zu sagen: Diese Konferenz kommt mir so komisch vor, weil die Definition des palästinensischen Volkes ist nicht geklärt. In vielen Ländern, wie bei den Amerikanern und leider auch den Europäern, lautet die Definition des palästinensischen Volkes, dass Gaza nicht Teil des palästinensischen Volkes ist."

Als der palästinensische Ministerpräsident Fayyad vor wenigen Tagen gegenüber der Europäischen Union in einer schriftlichen Note vor einer Vertiefung der Beziehungen der EU zu Israel gewarnt habe, hätte Fayyad vier Gründe für seinen Protest angeführt, ärgert sich noch heute der Bauunternehmer al Kodori: Den Siedlungsbau, die Straßensperren, die Gefangenenfrage und Ost-Jerusalem. Mit keinem Wort aber - und das würde niemand hier Fayyad und der Fatah verzeihen - hätte der palästinensische Regierungschef das Wort "GAZA" erwähnt. Mit keinem Wort. Für die sind wir Luft, so der palästinensische Geschäftsmann abschließend:

"Wir haben keine Hoffnung auf eine andere politische Partei. Das macht uns sehr traurig. Die Belagerung von Gaza ist eine kollektive Bestrafung für die Menschen in Gaza. Ich habe viele Leute in Ramallah getroffen, die sagten, aah, okay, Ihr habt Hamas gewählt und Ihr seid für Eure Stimmabgabe verantwortlich. Ich habe erwidert: Das stimmt überhaupt nicht. Aus zwei Gründen: Erstens - Die Leute in der Westbank haben zu einem höheren Prozentsatz Hamas gewählt als die in Gaza; Gaza hat mehr für Präsident Abbas gestimmt als Ramallah. Wenn man also jemanden bestrafen will, für die Wahl von Hamas, dann muss Ramallah und die Westbank bestraft werden - und nicht Gaza."

In einem Winkel seines von Palmen, dunkelblau blühenden Artischocken-Stauden, sorgsam zurecht geschnittenen Bouganville-Büschen, von Zierpflaumenbäumen gesäumten Gartens hat der Unternehmer einen großen Taubenschlag - hierher kommt er in diesen Tagen, Wochen und Monaten, die er den Gaza-Streifen nicht hat verlassen dürfen und erfreut sich daran, dass er zumindest seine Tauben aus ihrem Käfig lassen kann - wohl wissend, dass sie bald wieder zurückkehren werden.

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