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Nach Freispruch von Reporter ÖnderogluTürkische Justiz legt Berufung ein

Erol Önderoglu von der Organisation "Reporter ohne Grenzen" vor dem Gerichtsgebäude in Istanbul (Archiv). (OZAN KOSE / AFP)
Berufung gegen Freispruch des Journalisten Erol Önderoglu von der Organisation "Reporter ohne Grenzen". (OZAN KOSE / AFP)

Die türkische Staatsanwaltschaft hat Berufung gegen den Freispruch des Vertreters von "Reporter ohne Grenzen" in der Türkei, Erol Önderoglu, eingelegt.

Önderoglu und zwei Mitangeklagte waren im Juli vom Vorwurf der Terrorpropaganda freigesprochen worden. Sie hatten 2016 die später geschlossene prokurdische Zeitung "Özgür Gündem" unterstützt.

"Wir sind bestürzt, wie sich die Staatsanwaltschaft auf Erol Önderoglu eingeschossen hat - wider jede Vernunft", erklärte der Geschäftsführer von "Reporter ohne Grenzen", Christian Mihr. Der Freispruch sei eine "seltene Demonstration von gesundem Menschenverstand" und ein Hoffnungsschimmer für viele Journalisten gewesen. Durch die Wiederaufnahme des Verfahrens sendeten die Behörden ein "beunruhigendes Signal" aus.

Bei einer Verurteilung drohen Önderoglu mehr als 14 Jahre Haft.