Die Nachrichten
Die Nachrichten

Nach Idar-ObersteinOberbürgermeister warnen vor Radikalisierung der Gesellschaft

Burkhard Jung (SPD) Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Präsident des Deutschen Städtetags während eines Interviews in der Halle des Neuen Rathauses in Leipzig, 04.03.2021  (IMAGO / foto-leipzig.de)
Burkhard Jung (SPD) Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Präsident des Deutschen Städtetags (IMAGO / foto-leipzig.de)

Nach der tödlichen Attacke von Idar-Oberstein haben mehrere Stadtoberhäupter vor einer zunehmenden Radikalisierung der Gesellschaft gewarnt.

Der Präsident des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister von Leipzig, Jung, sagte dem "Tagesspiegel", man erlebe eine Verrohung wie man sie bisher nicht gekannt habe. Diese habe 2015 mit der Flüchtlingsdebatte begonnen und sich in der Pandemie fortgesetzt. Er verwies darauf, dass die zunehmende Radikalisierung Menschen wie ihn vor Ort besonders betreffe. Die Augsburger Oberbürgermeisterin Weber betonte, wenn es hart auf hart komme, fühle sie sich ausgeliefert. Wenn sie Anzeige erstatte, würden die Verfahren oft eingestellt. Der Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder, Wilke, sagte, er mache sich ernsthafte Sorgen um die Fähigkeit der Gesellschaft, in den nächsten Jahren die notwendigen Diskussionen respektvoll zu führen.

Vor einer Woche hatte ein Mann in Idar-Oberstein einem Tankstellen-Mitarbeiter in den Kopf geschossen. Der Tat soll ein Streit um die coronabedingte Maskenpflicht vorausgegangen sein.

Diese Nachricht wurde am 25.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.