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Nach Kritik an PersonalieAuswärtiges Amt lässt Religionsprojekt ruhen

Die Vertreter der Islam-Verbände Ahmed Bouraada (Zentralrat der Marokkaner in Deutschland), Nurhan Soykan (Zentralrat der Muslime in Deutschland), Bekir Altas (Islamrat), Zekeriya Altug (Dittip), Seyfi Ögütlü (Verband der Islamischen Kulturzentren), Mehmed Jakubovic (Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland) und Abdullah Uwe Wagishauser (Ahmadiyya, l-r)) sitzen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der großen Islamverbände in Deutschland zu den Terroranschlägen von Paris auf dem Podium. (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
An Nurhan Soykan (zweite von links) entzündete sich die Kritik (hier mit Vertretern anderer Islam-Verbände) (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)

Das Auswärtige Amt lässt sein Projekt "Religion und Außenpolitik" vorerst ruhen.

Hintergrund ist die umstrittene Berufung der stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime, Soykan, als Beraterin für das Team. Man nehme die Kritik daran sehr ernst, sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin. Nun wolle man zunächst einen Beratungsprozess etwa mit religiösen Verbänden und Vereinen beginnen. Ziel sei es, das Projekt so auszugestalten, dass es wieder eine breite Unterstützung in Politik und Gesellschaft erhalte. Soykan wird vorgeworfen, früher antisemitische und islamistische Positionen unterstützt und sich später nicht eindeutig davon distanziert zu haben.

Das Projekt "Religion und Außenpolitik" im Auswärtigen Amt gibt es seit 2016. Als Berater berufen waren bisher auch der freikirchliche Pastor Peter Jörgensen und der angehende Rabbiner Markus Feldhake.