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Nach Tod von FlüchtlingenErmittlungen gegen Regierungschef von Malta

Robert Abela winkt seinen Anhängern (AFP/Matthew Mirabelli)
Robert Abela, maltesischer Regierungchef, im Januar (Archivbild) (AFP/Matthew Mirabelli)

Die Justiz von Malta ermittelt gegen Mininsterpräsident Abela wegen Totschlags.

Dem Regierungschef und mehreren Armeevertretern wird vorgeworfen, für den Tod von mindestens fünf Menschen verantwortlich zu sein, die mit einem Flüchtlingsboot auf dem Weg von Libyen nach Italien vor der maltesischen Küste in Seenot geraten waren. Die Menschen ertranken. Sieben weitere Insassen des Bootes gelten weiterhin als vermisst. An Bord sollen etwa 55 Menschen gewesen sein. Die maltesische Bürgerrechtsorganisation Repubblika hatte neben Ministerpräsident Abela und dem Armeechef auch die Besatzung eines Patrouillenbootes der maltesischen Küstenwache angezeigt. Die Einsatzkräfte sollen den Motor des Flüchtlingsbootes funktionsuntüchtig gemacht und das Boot dazu genötigt haben, wieder nach Libyen zurückzukehren.

Diese Nachricht wurde am 19.04.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.