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Nach Tod von Präsident DébyAlbert Pahimi Padacké zum Interims-Ministerpräsidenten ernannt

Der Präsident des Tschad, Idriss Deby, nimmt an einem EU-Afrika-Treffens im Elysee Palast in Paris teil. (AFP / Ludovic Marin)
Präsident Idriss Déby war vor gut einer Woche unerwartet gestorben. (AFP / Ludovic Marin)

Im Tschad ist nach dem Tod von Präsident Déby dessen ehemaliger Ministerpräsident Padacké zum Chef der Übergangsregierung ernannt worden.

Padacké hatte bei der Präsidentschaftswahl in dem afrikanischen Land Anfang April gegen Deby verloren. Dieser war vor einer Woche bei einem Truppenbesuch von Rebellen getötet worden. Seitdem hat ein Militärrat mit Débys Sohn an der Spitze die Macht übernommen. Dieser hat demokratische Wahlen in 18 Monaten angekündigt. Gleichzeitig verbot er Demonstrationen der Opposition, die von einem Militärputsch spricht.

Die Afrikanische Union äußerte ihre Besorgnis über die Machtübernahme durch das Militär. Vertreter der US-Regierung bezeichneten die Nominierung Padackés zum Ministerpräsidenten des Tschad als ersten Schritt in die richtige Richtung.

Diese Nachricht wurde am 27.04.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.