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Nach Trump-SiegSteinmeier befürchtet schwierigere Beziehungen zu USA

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) kommt am 12.04.2016 zu einem Treffen der OSZE-Troika in die Villa Borsig in Berlin. Foto: Gregor Fischer/dpaFotograf:Gregor Fischer (picture alliance / dpa / Gregor Fischer)
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (picture alliance / dpa / Gregor Fischer)

Bundesaußenminister Steinmeier hat nach Trumps Wahlsieg die Bedeutung der transatlantischen Beziehung unterstrichen.

Das Verhältnis zu den USA sei so etwas wie das Fundament des Westens und dürfe keinen Schaden nehmen, sagte der SPD-Politiker in Berlin. Man müsse sich aber darauf einstellen, dass die amerikanische Außenpolitik in Zukunft weniger vorhersehbar sein werde. Der CDU-Außenpolitiker Röttgen sprach von einer Warnung für Europa. Man habe die Radikalität unterschätzt, mit der Wähler bereit seien, aus einer dramatischen persönlichen Situation die Konsequenzen zu ziehen, sagte Röttgen im Deutschlandfunk. Nach Einschätzung des Linken-Politikers Gysi kann der Wahlsieg Trumps den Populisten weltweit Aufschwung verleihen. Ähnlich äußerte sich Grünen-Chef Özdemir. EU-Parlamentspräsident Schulz sagte, als gewählter Präsident habe Trump Respekt verdient. Doch müsse Trump auch Europa respektieren. EU-Ratspräsident Tusk und Kommissionschef Juncker sprachen sich für ein rasches Gipfeltreffen mit Trump aus. Nato-Generalsekretär Stoltenberg forderte, die USA müssten weiter eine Führungsrolle in dem Verteidigungsbündnis einnehmen. Russlands Präsident Putin äußerte die Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit mit Trump.