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Nach UmsturzversuchUSA bestreiten jegliche Beteiligung

US-Außenminister John Kerry auf der Konferenz der Anti-IS-Koalition in Rom. (picture alliance / dpa / Angelo Carconi)
US-Außenminister John Kerry (picture alliance / dpa / Angelo Carconi)

US-Außenminister Kerry verwahrt sich energisch gegen Behauptungen, die Vereinigten Staaten seien in den gescheiterten Putschversuch in der Türkei involviert.

Ein Sprecher Kerrys erklärte in Washington, der Minister habe gegenüber seinem türkischen Amtskollegen Cavosoglu deutlich gemacht, dass öffentliche Andeutungen über jedwede Beteiligung der USA völlig falsch und schädlich für die bilateralen Beziehungen seien. Zugleich habe Kerry die Türkei aufgerufen, bei der Aufarbeitung des Putschversuchs Recht und Gesetz zu respektieren. Der türkische Präsident Erdogan hatte zuvor von den USA die Auslieferung des islamischen Predigers Gülen verlangt. Erdogan macht ihn und dessen Anhänger für den Umsturzversuch von Teilen des Militärs verantwortlich. Gülen wies jegliche Verantwortung zurück.

Amnesty International warnte vor einer Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei. Das Land habe sich vereint, um die Rechte gegen eine vermeintliche Junta zu verteidigen, sagte der Türkei-Experte der Menschenrechtsorganisation, Gardner. Eine Wiedereinführung der Todesstrafe würde dies zunichte machen. Erdogan hatte das in einer Rede angedeutet.