ÄrmelkanalNach Untergang eines Flüchtlingsbootes telefonieren Macron und Johnson

Nach dem Untergang eines Flüchtlingsbootes im Ärmelkanal mit 31 Toten haben Frankreichs Präsident Macron und der britische Premierminister Johnson miteinander telefoniert.

25.11.2021

Großbritannien, Dover: Eine Gruppe von mutmaßlichen Migranten überquert den Ärmelkanal in einem kleinen Boot in Richtung Dover. Die Zahl der Flüchtenden über den Ärmelkanal zwischen Frankreich und Großbritannien hat im Juni ein neues Rekordhoch erreicht.
Rekordzahl an Flüchtenden überquerte im Juni 2021 den Ärmelkanal (Archivbild). (Gareth Fuller/PA Wire/dpa)
Man sei sich einig gewesen, dass alles getan werden müsse, um solche Überfahrten von Frankreich nach Großbritannien zu verhindern, hieß es. Macron hatte zuvor eine Krisensitzung auf europäischer Ebene gefordert. Er werde nicht zulassen, dass der Ärmelkanal sich in einen Friedhof verwandele und Schleuser Menschenleben in Gefahr brächten. Er forderte, die Mittel der EU-Grenzschutzagentur Frontex unverzüglich zu erhöhen, um die Außengrenzen der Europäischen Union besser zu schützen.
Das Unglück hatte sich vor der Küste westlich von Calais ereignet. Nach Angaben des französischen Innenministers Darmanin sind unter den Toten fünf Frauen und ein kleines Mädchen. Zwei weitere Menschen, die auf dem Boot waren, konnten schwerverletzt geborgen werden. Vier mutmaßliche Schleuser wurden festgenommen.
Diese Nachricht wurde am 25.11.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.