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Nachschub zur ISSTransport-Kapsel nimmt erstmals Abkürzung

Die die Internationale Raumstation (ISS)  (Nasa)
Die Raumstation ISS (Nasa)

Ein russischer Weltraumfrachter hat erstmals auf einer stark verkürzten Flugbahn Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht.

Die Transport-Kapsel brauchte vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan nur rund dreieinhalb Stunden für die Strecke. Die Verkürzung der Flugzeit wurde möglich, weil sich die Kapsel der 400 Kilometer über der Erde schwebenden ISS in einem anderen Winkel näherte. So konnte sie die Station bereits nach zwei Erdumrundungen erreichen. Auf der klassischen Flugbahn ist das erst nach zwei Tagen und 34 Erdumrundungen möglich. Seit 2013 gab es bereits eine auf sechs Stunden und vier Erdumrundungen reduzierte Flugbahn.

Das jetzt getestete Verfahren eines Kurzflugs von dreieinhalb Stunden könnte künftig auch mit bemannten Raumschiffen durchgeführt werden. Dafür ist nach Angaben des Raketenbaukonzerns Energija aber zunächst noch ein weiterer unbemannter Test nötig.

Diese Nachricht wurde am 14.07.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.