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NahostHeinrich-Böll-Stiftung sieht Versagen der Palästinenserführung

Bettina Marx, Leiterin der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah (Stephan Roehl)
Bettina Marx, Leiterin der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramallah (Stephan Roehl)

Das Abkommen zwischen Israel, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigt aus Sicht der Heinrich-Böll-Stiftung ein komplettes Versagen der palästinensischen Führung.

Diese habe die Vereinbarung nicht verhindert und noch nicht einmal davon gewusst, sagte die Leiterin des Büros der grünen-nahen Stiftung in Ramallah, Marx, im Deutschlandfunk. Sie betonte, die Tatsache, dass die arabischen Staaten keine Kontakte mit Israel gehabt hätten, sei die letzte Spielkarte der Palästinenser gewesen, die sie im Nahost-Konflikt im Ärmel gehabt hätten. Dass es der Palästinenserführung nicht gelungen sei, das Abkommen zu vereiteln, werde radikale Kräfte wie die Hamas stärken. Das Büro von Palästinenserpräsident Abbas teilte mit, das Hauptproblem im Nahen Osten liege nicht zwischen den Staaten, die das Abkommen geschlossen hätten. Frieden werde nicht erreicht, solange den Palästinensern kein eigener Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt zugestanden werde.

Diese Nachricht wurde am 16.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.