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Nahost-KonfliktDeutschland befürwortet Beobachtermission der UNO in Gaza

Zerstörung in Gaza (afp / Thomas Coex)
Zerstörung in Gaza (afp / Thomas Coex)

Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen eine Beobachtermission der Vereinten Nationen für den Gazastreifen initiieren. Der Entwurf für eine entsprechende Resolution soll dem UN-Sicherheitsrat vorliegen. Die Resolution beinhaltet angeblich auch eine Grenzöffnung zum Gazastreifen.

In der Resolution wird ein sofortiger und dauerhafter Waffenstillstand gefordert. Außerdem sprechen sich die drei Staaten für eine Grenzöffnung zum Gazastreifen aus - bei gleichzeitiger Kontrolle des Warenverkehrs, um eine Aufrüstung der radikal-islamischen Hamas zu verhindern. Das Papier beinhaltet auch Sicherheitsgarantien für Israel. Die EU bietet an, sich im Rahmen der Resolution stärker in Gaza zu engagieren. Beobachtern zufolge wäre Israel durchaus aufgeschlossen gegenüber der Resolution. 

Neue Angriffe Israels auf den Gazastreifen

Die israelische Luftwaffe setzte gestern und heute ihre Angriffe in dem palästinensischen Gebiet am Mittelmeer fort. Insgesamt starben nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan am Donnerstag 38 Menschen, gab es erneut Meldungen von vier Toten. Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben mehr als 40 Ziele im Gazastreifen an.

Israel hatte seine Luftangriffe im Gazastreifen am Dienstag wieder aufgenommen, nachdem eine bis zur Nacht zum Mittwoch befristete Feuerpause durch Raketenangriffe aus dem Küstengebiet gebrochen worden war. Militante Palästinenser schossen seit Mitternacht über 80 Raketen auf Israel ab. Israel brach zudem die Friedensgespräche in Kairo ab.

Hamas gibt sich nach Tötung von Führern kämpferisch

Ziel der israelischen Luftschläge wurden auch Anführer der radikal-islamischen Hamas. Am frühen Donnerstagmorgen starben bei einem solchen Angriff in Rafah drei hochrangige Militärchefs der Hamas: Mohammed Abu Schimala, Raed al-Attar und Mohammed Barhum. Bei Twitter bestätigte das israelische Militär die gezielte Tötung von zwei der Männer:

Später tötete die israelische Armee ein ranghohes Mitglied des Islamischen Dschihad. Der Mann sei in einem Gebäude getroffen worden, aus dem zuvor Raketen auf Israel abgefeuert worden seien, teilte das Militär mit. 

Der militärische Arm der Hamas, die Kassam-Brigaden, gaben sich kämpferisch: "Die Tötung unserer Führer wird uns nicht schwächen", hieß es in einer Mitteilung. Die drei Führer hätten ihr Blut für ihr Volk geopfert. Israels Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte, die drei getöteten Hamas-Führer seien verantwortlich für "schwere Angriffe auf Zivilisten und Soldaten". Sie seien auch an der Entführung des Soldaten Gilad Schalit im Jahr 2006 beteiligt gewesen. Die Hamas richtete zudem elf Männer hin, die sie der Kollaboration mit Israel verdächtigte.

Israel beruft 10.000 Reservisten ein

Israel bereitet sich unterdessen auf eine erneute Verschärfung des Gaza-Krieges vor und beruft 10.000 Reservisten ein. Die erneute Mobilisierung wurde als Warnsignal gedeutet, dass eine neue Bodenoffensive Israels bevorstehen könnte. Als Israel zwischen dem 17. Juli und dem 3. August mit Bodentruppen in den Gazastreifen schickte, waren 82.000 Reservisten einberufen worden.

Die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der israelischen Angriffe am 8. Juli stieg nach palästinensischen Angaben auf mehr als 2080. Zudem seien mehr als 10.000 Menschen verletzt worden. Auf israelischer Seite kamen 64 Soldaten und drei Zivilisten ums Leben, Hunderte wurden verletzt.

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