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StartseiteSternzeitMark Kelly und die Politiker-Astronauten 09.07.2020

NASA-Veteran kandidiert für US-SenatMark Kelly und die Politiker-Astronauten

Viermal hat Mark Kelly mit einem Space Shuttle die Internationale Raumstation besucht – zuletzt im Jahr 2011. Bei den Wahlen in den USA Anfang November bewirbt er sich in Arizona um einen Sitz im Senat. Mark Kelly wäre bei weitem nicht der erste Ex-Astronaut, der eine politische Karriere einschlägt.

Von Dirk Lorenzen

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Mark und Scott (rechts) Kelly im Johnson Space Center (NASA) (NASA/Robert Markowitz)
Mark Kelly (links) mit seinem Zwillingsbruder (NASA/Robert Markowitz)

Schon John Glenn, der erste Amerikaner in der Erdumlaufbahn, gehörte 25 Jahre dem Senat an. Während seiner letzten Amtszeit kehrte er im Alter von 77 Jahren mit einer Raumfähre ins All zurück. Spötter sprachen vom ersten Weltraumtouristen.

Der spätere Senator John Glenn beim Einstieg in die Raumkapsel Friendship 7  (NASA)Der spätere Senator John Glenn beim Einstieg in die Raumkapsel Friendship 7 (NASA)

Jack Schmitt, der als bisher letzter Mensch den Mond betreten hat, war lange Jahre Senator von New Mexico. Jack Swigert, der beim Unglück von Apollo dreizehn die berühmten Worte "Houston, we've had a problem" zur Erde gefunkt hat, wurde später ins Repräsentantenhaus gewählt. Allerdings starb er noch vor der Vereidigung. Jake Garn war 1985 der erste Politiker im All. Der Senator aus Utah saß einem Komitee zur Bewilligung von Mitteln für die NASA vor. Man kann sich denken, warum er fliegen durfte. Anfang 1986 reiste Bill Nelson ins All, in dessen Wahlkreis die "Weltraumküste" Floridas liegt.

Bisher hat nur ein Mensch die Politik an den Nagel gehängt und ist Berufsraumfahrer geworden: Der Russe Juri Baturin diente Boris Jelzin als Sicherheitsberater. Als er nach seinem Flug zur Raumstation MIR seine politischen Ämter verlor, trat er in das Kosmonautencorps ein – und flog 2001 zur ISS.

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