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Nato-GipfelBundeskanzlerin Merkel wirbt für strategische Neuausrichtung

Bundeskanzlerin Merkel mit Maske (Pool AP/Francisco Seco)
Bundeskanzlerin Merkel vor dem Nato-Gipfel (Pool AP/Francisco Seco)

In Brüssel beraten derzeit die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten über eine Neuausrichtung des Verteidigungsbündnisses.

Die Nato soll dadurch besser und schneller auf aktuelle Herausforderungen reagieren können, wie etwa auf die Spannungen mit Russland und China. Das strategische Konzept mit dem Namen "Nato 2030" soll so vorbereitet werden, dass es auf dem Gipfel im kommenden Jahr angenommen werden kann. Das bestätigte auch Bundeskanzlerin Merkel. Sie sprach sich erneut für das neue Konzept aus und nannte Russland und China als die größten Herausforderungen für die Nato. Gerade mit Blick auf Russland müsse sich das Bündnis gegen Desinformationskampagnen wappnen, von denen auch Deutschland betroffen sei. Ähnlich hatten sich vor dem Treffen auch andere Staats- und Regierungschefs wie der britische Premierminister Johnson geäußert. US-Präsident Biden versicherte den europäischen Ländern, dass sie sich auf den Beistand der USA verlassen könnten. Frankreichs Präsident Macron rief Europa auf, in dem Bündnis eine stärkere Rolle einzunehmen. Er traf sich vor den Beratungen in Brüssel mit dem türkischen Präsidenten Erdogan. Aus dem Elyséepalast hieß es anschließend, es gebe den Willen, bei Streitthemen wie den Kriegen in Libyen oder Syrien Fortschritte zu machen.

Diese Nachricht wurde am 14.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.