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Negativpreis"Goldener Windbeutel" geht an Kinder-Tomatensauce von Zwergenwiese

Nahaufnahme des Preises in Form eines goldfarbenen Windbeutels, aus dem weiße Sahne quillt. (Fredrik von Erichsen / dpa)
Der "Goldene Windbeutel" der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch. (Fredrik von Erichsen / dpa)

Der Negativpreis "Goldener Windbeutel" der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch geht in diesem Jahr an eine Tomatensoße für Kinder.

Das Produkt des Bio-Herstellers "Zwergenwiese" enthält nach Angaben von Foodwatch mehr als doppelt so viel Zucker wie die meisten Erwachsenen-Versionen, nämlich elf Gramm pro 100 Gramm Sauce. Mehr als 53 Prozent der knapp 70.000 Verbraucherinnen und Verbraucher, die online bei der Abstimmung mitmachten, wählten die Bio-Tomatensauce deshalb zur "dreistesten Werbelüge des Jahres". Foodwatch erklärte dazu, Zwergenwiese sollte sich an die Empfehlungen von Kinderärzten halten und Saucen, die als Produkte für Minderjährige beworben würden, völlig ohne Zuckerzusatz produzieren.

Als erster Hersteller überhaupt habe Zwergenwiese den Negativpreis akzeptiert und sogar eine Rezepturänderung angekündigt, berichtet Foodwatch weiter. Das Unternehmen mit Sitz im schleswig-holsteinischen Silberstedt kündigte an, auch die anderen Kinderlebensmittel im Sortiment auf den Prüfstand zu stellen. Foodwatch will dies genau beobachten.

Auf dem zweiten Platz der Abstimmung landete mit rund 26 Prozent der Stimmen der Drink "Yakult", an dem Foodwatch kritisiert, dass behauptete gesundheitliche Effekte nicht wissenschaftlich belegt seien. Platz drei belegt ein Karottensaft für Babys von Hipp, der in neuer Verpackung fast doppelt so viel kostet wie bisher. Die Organisation verlieh den "Goldenen Windbeutel" zum neunten Mal.