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StartseiteSternzeitDas Ende der Iridium-Blitze25.10.2018

Neubau der KommunikationssatellitenDas Ende der Iridium-Blitze

In knapp 800 Kilometer Höhe kreisen mehr als 60 Satelliten des Iridium-Netzes um die Erde. Sie ermöglichen Telefon- und Datenverbindungen zu nahezu jedem Punkt der Erde. Und sie sorgen für ein hübsches Himmelsschauspiel - noch.

Von Dirk Lorenzen

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Iridium-Satellit im All (Zeichnung). (Iridium)
Ein Iridium-Satellit der neuen Generation im All (Iridium)
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Immer wieder kommt es zu einem Iridium-Blitz. Denn die Satelliten der ersten Generation haben flache Reflektoren aus Aluminium, die etwa zwei Quadratmeter groß sind. Sie wirken wie Spiegel, die das Sonnenlicht in einem sehr schmalen Kegel auf die Erdoberfläche lenken.

Passt alles perfekt zusammen, dann sehen Beobachter beim Überflug eines Iridium-Satelliten einen extrem hellen Lichtblitz am Himmel, einen Iridium-Flare.

Der Satellit taucht zunächst aus dem Dunkeln auf und wird für etwa dreißig Sekunden etwas heller. Dann plötzlich leuchtet er für fünf bis zehn Sekunden äußerst hell, zum Teil viel intensiver als die Venus! Die stärksten Iridium-Flares sind sogar am Tageshimmel zu erkennen.

Die Iridium-Satelliten ermöglichen Kommunikation an jedem Ort der Erde (Iridium)Die Iridium-Satelliten ermöglichen Kommunikation an jedem Ort der Erde (Iridium)

Doch inzwischen häufen sich die Enttäuschungen: So manch angekündigter Iridium-Blitz ist ausgeblieben. Das liegt nicht an einer schlechten Berechnung der Satellitenüberflüge.

Vielmehr werden inzwischen die alten Satelliten zum Absturz gebracht. Der neue Iridium-Typ aber verfügt nicht mehr über die großen reflektierenden Flächen.

Der Austausch läuft auf Hochtouren, allein in diesem Jahr gehen rund dreißig neue Satelliten in Betrieb. Die Iridium-Blitze werden immer seltener – und in einigen Jahren ist es mit diesem Himmelsschauspiel vorbei.

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