Donnerstag, 03.12.2020
 
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Neue Aufnahmen aus dem DLFBig Data

Unbeschränkte Verfügbarkeit von Klangmaterial ist im digitalen Zeitalter ganz selbstverständlich. Was sind die Konsequenzen? In seinem im Deutschlandfunk realisierten CD-Projekt "Big Data" spürt das Hamburger Decoder Ensemble dieser Frage nach. Fünf neue Werke geben sehr verschiedene Antworten.

Am Mikrofon: Egbert Hiller

Sechs Menschen stehen vor einem schwarzen Hintergrund. Ihre Körper und Gesichter sind verzerrt. Am besten sieht man die Farben ihrer Pullover: lila, rot, rosa, orange. (Lorin Strohm / Grafikgestaltung: Richard Stöhr)
Das Hamburger Decoder Ensemble im Remix-Fieber (Lorin Strohm / Grafikgestaltung: Richard Stöhr)
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Phänomene der gegenwärtigen Mediengesellschaft aufzugreifen und zu verarbeiten, liegt für zeitgenössische Komponist*innen nahe. Vor allem in der jüngeren Generation, die in ihrem Alltag kaum mehr anderes kennt. Remix, Copy & Paste, Recycling und Sampling sind heute gängige Verfahren und unterstreichen den hohen Reiz, schon vorhandenes Material einzubeziehen und zu verwandeln.

Forschen und Experimentieren

So sehr die neuen Medien in künstlerisches Produzieren heute eingreifen - noch immer ist aber die individuelle Handschrift des Urhebers bzw. der Urheberin das letztlich Entscheidende. Die neuen Stücke von Brigitta Muntendorf, Ole Hübner, Stefan Prins, Matthias Kranebitter und Leopold Hurt, die das Decoder Ensemble in 2018 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal aufnahm, verkörpern das eindrucksvoll. Sie sind inzwischen auf CD beim Label Wergo erschienen. 

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang in unserer Mediathek.

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