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Neue Dlf-ProduktionManfred Trojahns Trakl-Quartett

Aufpeitschende Emotionen, Stillstand, Schroffheit und beinahe zärtliche Lyrismen – all dies bietet das zweite Streichquartett von Manfred Trojahn. Es entstand Ende der 1970er Jahre, als sich junge Komponisten in Deutschland zu einer "neuen Einfachheit" bekannten.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke | 14.09.2019

Der Komponist, Dirigent und Essayist Manfred Trojahn lächelt bei einer Pressekonferenz in die Kamera.
Immer an literarischem Material interessiert: der Komponist Manfred Trojahn (Mario Gentzel dpa)
Das zweite der vier Streichquartette von Manfred Trojahn ist ein groß angelegtes Stück auf Verse von Georg Trakl und es ist angereichert um Klarinette und Mezzosopran. Die Entstehung fiel in eine Zeit, in der der junge Tonsetzer nach seinem Studienabschluss einen eigenen musikalischen Ausdruck suchte. Dabei verarbeitete er Eindrücke von seinem einjährigen Aufenthalt in der Villa Massimo.
1980 wurde das Werk in Paris uraufgeführt. Im Mai 2018 nahm das Minguet Quartett zusammen mit Mezzosopranistin Tanja Ariane Baumgartner und dem Klarinettisten Thorsten Johanns Trojahns hoch expressives und "unökonomisch" ausgedehntes Opus im Deutschlandfunk Kammermusiksaal auf. Zeitnah wird die Produktion beim Label WERGO erscheinen.
Diese Sendung können Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang anhören.