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StartseiteAtelier neuer MusikTrio Accanto spielt Christian Wolff08.05.2021

Neue DLF-ProduktionTrio Accanto spielt Christian Wolff

Seine Partituren versteht der US-Avantgardist Christian Wolff als Vorschläge. Die Musiker wählen aus, was überhaupt gespielt werden soll, sie bestimmen das Tempo und manchmal auch die Tonhöhen. Das Trio Accanto hat eine Auswahl seiner Arbeiten im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielt.

Am Mikrofon: Hanno Ehrler

Vier Männer sitzen in einem sonst leeren Kinosaal. (Nicolas Hodges )
Betrachtet Komponisten und Interpreten als Partner: Christian Wolff 3.v.l. (Nicolas Hodges )
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Seit 1973 schreibt der US-Avantgardist Christian Wolff "Exercises". Sie sind Ausdruck seines experimentellen musikalischen Denkens und er versteht ihre Partituren nicht als strenge Vorschriften. 

Wolff möchte vielmehr, dass Komponist und Musiker zusammen über die endgültige Gestalt eines Stückes entscheiden - und Verantwortung dafür übernehmen. Eine Reihe dieser "Exercises" hat das Trio Accanto (Nic Hodges, Markus Weiß, Christian Dierstein) im vergangenen Jahr im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielt; sie werden beim Label Wergo erscheinen.

Christian Wolff, 1934 in Nizza geboren, ist der Sohn des Verlegerehepaars Helen und Kurt Wolff. Über Grete Sultan fand er zum Kreis um John Cage. Beeinflusst durch Cornelius Cardew engagierte er sich in den 1960er Jahren auch politisch. 

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