Neue DLF-ProduktionWerke von Ramón Gorigoitia und Natalia Solomonoff

Unmittelbar und energievoll klingt ihre Musik. Die Argentinierin Natalia Solomonoff und der Chilene Ramón Gorigoitia begeben sich mit ihr auf Spurensuche nach ihrer lateinamerikanischen Heimat wie nach sich selbst. Beider Komponieren birgt auch ein besonderes Verhältnis zu Deutschland.

Am Mikrofon: Yvonne Petitpierre | 31.07.2021

Porträt eines Mannes mit dunkelem Haar, runder Brille und Bart.
Komponist Ramón Gorigoitia organisierte Konzerte chilenischer Ensembles in Deutschland. (Nina Buttmann)
Fragen der Identität, der Gesellschaft, aber auch Kreisläufe der Natur und der Gestirne sind ihre Themen. Natalia Solomonoff und Ramón Gorigoitia gehören zur ersten Schüler-Generation jener lateinamerikanischen Avantgarde, die ein Ablösen von der Moderne Europas verlangt. Zugleich sind beide in ihrem Komponieren mit Deutschland verbunden.
Eine Frau mit schulterlangem Haar lächelt in die Kamera
Komponistin Natalia Solomonoff (Natalia Solomonoff)
Natalia Solomonoff, 1968 in Rosario geboren, Schülerin von Mariano Etkin und Jorge Horst, kam als Stipendiatin des DAAD zu Nicolaus A. Huber in Essen und zu Mathias Spahlinger in Freiburg. Ensembles wie Aventure und Reflektion k entdeckten hier ihre Musik. Die unter dem Titel "Tarjo" beim Label Ambitus verlegte CD enthält Werke Solomonoffs, die beim Festival "Provinzlärm" in Eckernförde erklangen.
Ramón Gorigoitia, geboren 1958 in Valparaiso, studierte in Chile bei Alejandro Guarello und in Köln bei Bojidar Dimov. Er lebt und arbeitet seit 1983 in Deutschland und hat hier Gastspiele lateinamerikanischer Ensembles initiiert, die der Deutschlandfunk dokumentierte. Aus diesen Mitschnitten resultiert auch seine bei Da Vinci Classics editierte Porträt-CD.