Sonntag, 03. Juli 2022

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Neue griechische Avantgarde
Lust am Experimentieren

Die Musikkultur Griechenlands ist ein Hybrid zwischen Ost und West. Auf der Landkarte der Neuen Musik liegt das Land an der äußeren Peripherie. Aber nicht alle Komponisten sind in die einschlägigen Zentren ausgewandert, um am zeitgenössischen westlichen Musikleben teilzunehmen.

Von Barbara Eckle | 04.08.2018

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Thessaloniki - Ort neuer Avantgardemusik (Barbara Eckle)
Die bekanntesten Innovatoren, Iannis Xenakis und Georges Aperghis, gingen jung nach Paris. Ein Zurück gab es aus politischen Gründen nicht. Solche Zwänge gelten heute nicht mehr. Aber noch immer gilt jedoch: Wer als Komponist nur in Griechenland bleibt, wird in den Hotspots der Neuen Musik kaum wahrgenommen.
In den 1990er Jahren haben Komponisten wie Dimitris Papageorgiou und Michalis Lapidakis nach Alternativen gesucht. Von Thessaloniki aus haben sie haben Achsen konstanten Austauschs geschlagen – nach Österreich, Deutschland, in die Vereinigten Staaten. Die Generation ihrer Schüler, darunter Zesses Seglias, Dimitris Maronidis oder Eleni Ralli, folgt ihnen darin. Und deren Lust an Experimenten und neuen Initiativen bremst selbst die große finanzielle Krise nicht aus.
Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang in unserer Mediathek.