Dienstag, 15.10.2019
 
Seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag
StartseiteAtelier neuer MusikSteffen Krebbers Artefakte und Attrappen11.05.2019

Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk KammermusiksaalSteffen Krebbers Artefakte und Attrappen

Die Exponate im Naturkundemuseum erwachen zum Leben: Reptilien, Vögel und wirbellose Kleintiere begeben sich auf eine Exkursion. So jedenfalls klingt es in Steffen Krebbers Kompositionen. Sie gleichen einer musikalischen Abbildung der Artenvielfalt kurioser Klangobjekte.

Am Mikrofon: Leonie Reineke

(Deutscher Musikrat)
Musiker, Komponist (2.v.r.) und Toningenieur im Deutschlandfunk Kammermusiksaal (Deutscher Musikrat)

Bevor er seine Laufbahn als Komponist einschlug, studierte Steffen Krebber (*1976) Soziologie und Ethnologie. Allerdings, so Krebber, habe ihn die methodische Strenge der Wissenschaft nie wirklich interessiert. Vielmehr waren es Nebenaspekte – wie die Narrative der Ethnologie – denen sein Interesse galt. Als Arbeitsweise, die ihn inspirierte, entdeckte er das assoziative Denken, das nicht-systematische Zusammenfügen von Ideen.

Post-Nature

Mit seinen ersten Stücken "Nichtsattrappen" sowie "Aufstieg und Fall außerweltlicher Flug- und Kriechtierattrappen" für kammermusikalische Besetzungen schuf er vielfach gebrochene musikalische Als-ob-Momente; klingende Situationen, die das "Scheinbare" abbilden. Auch in seinen späteren Kompositionen finden sich immer wieder Abbildung, Ähnlichkeit und Nachahmung thematisiert. Oft greift Krebber dabei auf bereits Vorhandenes zurück: von Renaissance-Motetten bis hin zu Computerspielumgebungen.

Im Deutschlandfunk Kammermusiksaal wurden einige dieser Arbeiten eingespielt und sind in der Reihe "Edition Zeitgenössische Musik" des Deutschen Musikrats auf CD erschienen.

Die Sendung können Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang anhören.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk