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StartseiteWissenschaft im BrennpunktÜber den Tabubruch am Embryo 13.03.2016

Neue Technik, neue Ethik Über den Tabubruch am Embryo

Eine britische Behörde erlaubt einer Forscherin, menschliche Embryonen zu manipulieren. Ein Tabubruch - der in der Öffentlichkeit erstaunlich wenig Beachtung erfährt.

Moderation: Christiane Knoll. Mit Beiträgen von Michael Lange

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Mikroskopische Aufnahme einer Eizelle im Acht-Zellen-Stadium: Klon eines menschlichen Embryos (imago/UPI Photo)
Mikroskopische Aufnahme einer Eizelle im Acht-Zellen-Stadium: Klon eines menschlichen Embryos (imago/UPI Photo)

Seit etwa 30 Jahren sind wir in der Lage, menschliches Erbgut zu verändern. Seitdem konnte der aufmerksame Beobachter mehrere Wellen von Euphorie ausmachen, meist begleitet von massiven Ängsten angesichts der Risiken. Würden wir bald Designer-Babys gebären, gesund, schön, intelligent? Nun: Bis heute gibt es sie nicht. Dafür eine neue Technik namens CRISPR-Cas, die Schnitte ins Erbgut so einfach, billig und präzise macht, dass selbst Genforscher ein Moratorium und eine öffentliche Diskussion dringend anmahnen.

Die Frage, die sich inzwischen stellt, ist eine andere: Ist es dafür nicht längst zu spät? Im April 2015 veröffentlichte eine chinesische Arbeitsgruppe Experimente mit menschlichen Embryonen. Jetzt soll es ähnliche Versuche auch in Europa geben: Eine britische Behörde hat sie Anfang Februar genehmigt. Noch geht es um Grundlagenforschung. Doch zum Designer-Baby ist es diesmal wirklich nicht mehr weit.

Christiane Knoll spricht in "Wissenschaft im Brennpunkt" mit Prof. Jennifer A. Dounda, amerikanische Biochemikerin und Molekularbiologin an der University of California, Berkeley. Sie entwickelte zusammen mit Emanuelle Charpentier die CRISPR-Cas Technik und gehört zu den prominenten Befürwortern eines Moratoriums.

Beiträge von Michael Lange:

  • Cut, paste, copy - Wie funktioniert die neue Genschere CRISPR-Cas 9?
  • Tabubruch am Embryo - Was Kathy Niakan vorhat und Großbritannien davon hält
  • Wer zieht die Grenze? - Über den Umgang mit den neuen Möglichkeiten

 

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