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Neues RegelwerkFIFA will Mutterschutz für schwangere Fußballerinnen festschreiben

Carli Lloyd (M) hält den WM-Pokal inmitten der jubelnden US-Spielerinnen. (dpa /Sebastian Gollnow)
Im Profi-Fußball der Frauen - hier die US-Spielerinnen nach dem WM-Sieg 2019 - soll es künftig bezahlten Mutterschutz geben. (dpa /Sebastian Gollnow)

Die FIFA hat einen weiteren Schritt für die Rechte von Frauen getan: Profi-Fußballerinnen sollen bald weltweit in bezahlten Mutterschutz gehen können.

Das sieht das neue Regelwerk vor, das der Fu�?ball-Weltverband veröffentlicht hat. Darin sind Mindeststandards formuliert, die in allen Ligen gelten sollen.

Geplant ist, dass die Spielerinnen mindestens 14 Wochen in Mutterschutz gehen können und dabei mindestens zwei Drittel ihres vertraglich festgelegten Gehalts bekommen. Während der Schwangerschaft soll eine Vertragskündigung nicht möglich sein. Die Vereinen sollen zudem die Wiedereingliederung von Spielerinnen nach der Schwangerschaft fördern.

Mutterschutz noch nicht rechtlich definiert

Die FIFA-Beauftragte Bareman sagte, man wolle, dass Frauen professionelle Fußballerinnen sein, aber gleichzeitig auch eine Familie haben könnten. Die Themen Mutterschutz und Arbeitsschutz seien im Weltverband bislang noch nicht rechtlich definiert gewesen. FIFA-Präsident Gianni Infantino betonte, der Frauenfußball nehme damit seine "nächste Entwicklungsstufe".

Diese Nachricht wurde am 21.11.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.