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NeurobiologieWie das Gehirn "wichtig" und "unwichtig" sortiert

Symbolbild Gehirn, Denken, Intelligenz (dpa / newscom / Novastock)
Schwingungen im Gehirn geben Signale, die für Entscheidungen notwendig sind. (dpa / newscom / Novastock)

Zwischen „wichtig" und „unwichtig" unterscheidet unser Gehirn durch Schwingung.

Es geht um Situationen, in denen viel los ist: in großen Menschenmengen, im Verkehr, im Großraumbüro. Unser Gehirn hat es dann mit vielen Reizen zu tun. Trotzdem handeln wir – in den meisten Fällen jedenfalls – zielgerichtet und sicher.
Neurobiologen der Universität Tübingen und der TU München haben in ihren Versuchen mit Rhesusaffen nun Hinweise darauf gefunden, wie das vonstatten geht. Sie fanden Schwankungen in der elektrischen Hirnaktivität der Affen, die zustande kommen, wenn sich tausende Nervenzellen gleichzeitig entladen. Man kann sich diese Schwankungen wie eine Wellenkurve vorstellen.

Wie die Forscher im Fachblatt Neuron schreiben, feuerten die Nervenzellen, die für die Übertragung der Störgeräusche zuständig waren, immer am Wellenkamm – diejenigen, die die relevanten Reize übertrugen, im Wellental. Das alles passierte nach Angaben der Forscher innerhalb eines engen Frequenzbereichs von vier bis zehn Schwingungen pro Sekunde. So können Informationen synchron übertragen und gleichzeitig sortiert werden.