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New YorkMuseum ehrt Gloria von Thurn und Taxis doch nicht

Gloria Fürstin von Thurn und Taxis (dpa / Armin Weigel)
Gloria von Thurn und Taxis (dpa / Armin Weigel)

Gloria von Thurn und Taxis wird doch nicht von einem New Yorker Museum für ihre Verdienste um die Kunst geehrt.

Das Museo del Barrio begründete die Entscheidung laut "New York Times" mit den öffentlich geäußerten konservativen Ansichten der Fürstin und mit ihrem engen Kontakt zum früheren Chefstrategen von US-Präsident Trump, Bannon.

Gloria von Thurn und Taxis hatte sich in der Vergangenheit abfällig über Menschen in Afrika geäußert. Sie engagiert sich außerdem in der katholischen Anti-Abtreibungsbewegung und hat sexuellen Missbrauch in der Kirche relativiert. Zudem ist sie eng mit Bannon befreundet und will mit ihm eine Sammlungsbewegung innerhalb der katholischen Kirche gründen, die sich gegen den als zu liberal wahrgenommen Papst Franziskus richtet.

Das Museum betonte, es wolle Menschen ehren, die die Gründungsprinzipien des Hauses hochhielten - Inklusion, Zivilrechte und Vielfalt. Man habe sich deshalb dazu entschieden, die Gloria von Thurn und Taxis bei der anstehenden Gala zum 50. Jubiläum des Ausstellungshauses nicht zu würdigen.

Die Fürstin, die sich schon lange in der Kunstwelt engagiert, reagierte betroffen. Sie sagte der "New York Times", sie sei enttäuscht, wie sehr die Gesellschaft gespalten sei und dass es keinen Raum für Toleranz zu geben scheine. Ihre konservativen religiösen Ansichten hätten keinen Einfluss auf ihre Offenheit gegenüber kultureller Vielfalt und Inklusion.