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Newsblog zu Covid-19+++ Coronavirus: Die Entwicklungen vom 21. April +++

Ein Kettenkarussell dreht sich am 26.09.2014 auf dem Oktoberfest in München (Bayern). (picture alliance / dpa / Felix Hörhager)
Ein Kettenkarussel auf dem Oktoberfest in München (picture alliance / dpa / Felix Hörhager)

In allen Bundesländern wurde inzwischen eine Maskenpflicht beschlossen oder angekündigt. In Deutschland gibt es erstmals eine klinische Impfstoff-Studie. Die USA stoppen wegen der Corona-Krise die Einwanderung. Die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog.

Unser Newsblog wird ständig aktualisiert. Dies ist ein Archivbeitrag. Zu den neuesten Entwicklungen:

Dienstag, 21. April

+++ Das Malaria-Medikament Hydroxychloroquin hat nach ersten Erkenntnissen von US-Forschern keinen positiven Effekt auf Patienten, die an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt sind. In einer Studie heißt es, die Einnahme des Medikaments habe die Wahrscheinlichkeit nicht verringert, an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden zu müssen. Bei den Patienten habe sich sogar eine deutlich höhere Sterberate ergeben.

+++ Auch in Hessen ist nun das Tragen eines Mund-/Nasenschutzes für Geschäfte und den öffentlichen Personen-Nahverkehr beschlossen worden. Dies teilte die Staatskanzlei in Wiesbaden mit. Ähnliche Regelungen werden in mehreren anderen Bundesländern eingeführt oder gelten dort bereits.

+++ Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts entfallen ein Drittel der deutschen Corona-Todesfälle auf Alten- und Pflegeheime sowie andere Betreuungseinrichtungen. Demnach erlagen 1.491 Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Infektion mit dem Coronavirus. Zudem hätten sich mehr als 5.800 Beschäftigte mit dem Erreger infiziert, 19 von ihnen starben.

+++ Bundeskanzlerin Merkel hat ihre gestrige Warnung vor zu schnellen und zu weitführenden Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen verteidigt. Es gehe ihr nicht darum, eine Debatte darüber zu unterbinden. Die Lockerungen dürften aber nicht dazu führen, dass die Infektionszahlen wieder hochschnellten. Merkel äußerte sich insbesondere besorgt wegen zu voller Fußgängerzonen.

+++ Berlin will ab dem 4. Mai Gottesdienste und Versammlungen im kleinen Rahmen mit bis zu 50 Personen wieder erlauben. Dies sei Bestandsteil der Eindämmungsverordnung, die der Senat beschlossen habe, teilte Kultursenator Lederer mit. Voraussetzung sei aber, dass die Hygienevorschriften und die Abstandsregel von 1,5 Metern eingehalten würden.

+++ Die Handball Bundesliga hat ihre Saison vorzeitig abgebrochen. Deutscher Meister ist der THW Kiel. Dies legte die Liga nach einer virtuellen Mitgliederversammlung fest. Zuvor hatten die 36 Erst- und Zweitligisten auf schriftlichem Wege über eine Fortsetzung der Spielzeit abgestimmt. Die erforderliche Dreiviertelmehrheit ist laut HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann "deutlich überschritten" worden.

+++ Ab Donnerstag gilt auch in Sachsen-Anhalt eine Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Personennahverkehr. Baden-Württemberg führt die Regelung ab Montag ein. Nach einhelliger Meinung von Experten trügen auch einfache Bedeckungen dazu bei, die Verbreitung des Virus zu hemmen, sagte Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) nach einer Kabinettssitzung in Stuttgart zur Begründung. Derzeit mehren sich die Forderungen nach bundeseinheitlichen Regeln. Für Hamburg kündigte der Erste Bürgermeister Tschentscher ebenfalls von Montag an eine Pflicht zu einem Mund-Nasen-Schutz im Einzelhandel, auf Wochenmärkten und im öffentlichen Nahverkehr an. Die bisherigen Empfehlungen zum Tragen von Masken gegen die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie hätten nicht ausreichend gefruchtet, sagte er.

+++ In Berlin muss ab kommender Woche ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, aber nur in öffentlichen Verkehrsmitteln. Das beschloss der Senat, wie mehrere Nachrichtenagenturen berichten. Hessen will das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Läden und im Nahverkehr einführen. Das solle vom Corona-Kabinett am morgen Abend so beschlossen werden, berichten mehrere Medien.

+++ Münchner Oktoberfest wird wegen Corona-Krise abgesagt. Das Risiko in Corona-Zeiten sei schlicht und einfach zu groß, sagte Bayerns Ministerpräsident Söder in München. Man könne auf dem Festgelände nicht genug Abstand halten, und auch das Tragen eines Mundschutzes sei dort keine Option. Auch verkleinerte Formen seien keine Alternative gewesen: "Die Wiesn findet richtig statt, gscheid oder gar nicht."

+++ Italien hat inzwischen mehr Beatmungsgeräte als Corona-Patienten auf Intensivstationen. Das sei ermutigend und gebe Kraft für die nächsten Schritte, sagte der Sonderkommissar für die Covid-19-Notlage, Arcuri. Derzeit seien es noch 2.500 Intensivpatienten, die wegen Corona-Infektionen behandelt würden.

+++ Das RKI sieht angesichts der Corona-Pandemie eine Rückkehr zu einem normalen Alltag in Deutschland noch in weiter Ferne. Das Virus sei nicht weg, sagte Vizepräsident Schaade in Berlin. Die Fallzahlen könnten immer noch steigen. Er äußerte sich skeptisch über mögliche routinemäßige Corona-Tests für Sportler in der Fußball-Bundesliga. Das wird zur Zeit diskutiert, um wieder Spiele stattfinden lassen zu können, wenn auch ohne Zuschauer. Strittig ist aber, ob genügend Kapazitäten zur Verfügung stehen.

+++ Die Steuereinnahmen in Deutschland sind nach Angaben des Bundesfinanzministeriums im März - verglichen zum Vorjahresmonat - um 1,8 Prozent auf knapp 70 Milliarden Euro gesunken. Es sei davon auszugehen, dass sich die Krise wegen des Steuerrechts erst mit Verzögerung noch deutlicher auswirke. Dies sei erst in den kommenden Monaten ersichtlich.

+++ Laut dem Robert Koch-Institut sind in Deutschland insgesamt 143.457 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das ist ein Plus von 1.785 im Vergleich zu den gestern veröffentlichten Daten. Weitere 194 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 4.598 Menschen an oder mit dem Virus gestorben. Genesen sind laut Internetseite des RKI rund 95.200 Menschen.

+++ Präsident Trump hat per Twitter angekündigt, keine Migration in die USA mehr zuzulassen. Angesichts der Attacke des "unsichtbaren Feinds" sowie wegen der Notwendigkeit, die Arbeitsplätze der "großartigen amerikanischen Bürger" zu schützen, werde er eine Verfügung unterzeichnen, um die Einwanderung in die Vereinigten Staaten zeitweise auszusetzen, schrieb er. Weitere Details nannte er nicht.

+++ Die Autovermietung Hertz Global entlässt rund 10.000 Mitarbeiter in ihrem Nordamerika-Geschäft. Die Kündigungen würden zum 14. April für gewerkschaftslose Mitarbeiter und zum 21. für gewerkschaftsorganisierte Arbeiter wirksam, teilt der US-Konzern mit. Man hoffe, so viele ehemalige Beschäftigte wie möglich wieder anzustellen, sobald sich die globale Reisenachfrage erhole. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steht Medienberichtenzufolge eine Abfindungssumme von 30 Millionen Dollar zur Verfügung. 

+++ Hongkong verlängert die Kontakt-Beschränkungen um weitere 14 Tage. Das gilt für öffentliche Versammlungen von mehr als vier Personen, für Spielzentren, Fitnessstudios, Kinos und andere Vergnügungsstätten sowie öffentliche Unterhaltungsmöglichkeiten. Ausländische Ankünfte am Flughafen sind auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Hongkong verzeichnet gestern erstmals seit Anfang März keine neuen Coronavirus-Fälle.

+++ Die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen fordern einen gleichberechtigten Zugang zu künftigen Medikamenten und Impfstoffen gegen das Coronavirus. In New York verabschiedete die UNO-Vollversammlung einstimmig eine entsprechende Resolution. Darin wird verlangt, dass Wirkstoffe in "gerechter, transparenter, gleichberechtigter und effizienter" Form allen Ländern mit entsprechendem Bedarf zur Verfügung gestellt werden sollten. Dies gelte insbesondere für die Entwicklungsländer.

+++ Die Meldungen bei Jugendämtern wegen Kindeswohlgefährdung sind nach Angaben des Kinderschutzbundes deutlich zurückgegangen. Als gute Nachricht in der Corana-Krise wertet das die Organisation aber nicht. Das dicke Ende könnte noch kommen, sagte der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Hilgers, der Düsseldorfer "Rheinischen Post".  Vor dem Shutdown seien etwa 60 Prozent dieser Meldungen von Schulen, Kitas und aus Kinderarztpraxen gekommen. Laut Hilgers sterben im Durchschnitt pro Woche in Deutschland drei Kinder aufgrund von Gewalt oder Vernachlässigung.


Unser Archiv:

Die Entwicklungen vom Montag, 20. April, lesen Sie hier: Newsblog zu Covid-19

Die Entwicklungen vom Sonntag, 19. April, lesen Sie hier: Newsblog zu Covid-19

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Die Entwicklungen von Freitag, 17. April, können Sie hier nachlesen: Newsblog zu Covid-19

Die Entwicklungen von Donnerstag, 16. April, können Sie hier nachlesen: Newsblog zu Covid-19

Die Entwicklungen von Mittwoch, 15. April, können Sie hier nachlesen: Newsblog zu Covid-19

Die Entwicklungen von Dienstag, 14. April, können Sie hier nachlesen: Newsblog zu Covid-19

Die Entwicklungen von Samstag, 11. April, bis Montag, 13. April, können Sie hier nachlesen: Newsblog zu Covid-19

Die Entwicklungen von Freitag, 10. April, können Sie hier nachlesen: Newsblog zu Covid-19

Die Entwicklungen von Donnerstag, 9. April, können Sie hier nachlesen: Newsblog zu Covid-19

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