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Newsblog zu Covid-19+++Coronavirus: Die Entwicklungen vom 9. April+++

Eine Krankenschwester legt auf der Isolierstation für Coronavirus-Behandlungen ihre Schutzkleidung an bevor sie ein Patientenzimmer betritt. (picture alliance/dpa-Zentralbild/ZB/Jens Büttner)
Eine Krankenschwester auf der Isolierstation für Coronavirus-Behandlungen (picture alliance/dpa-Zentralbild/ZB/Jens Büttner)

Die Zahl der Todesfälle durch Corona-Infektionen ist weltweit auf 90.000 gestiegen. Der britische Premier Johnson wurde von der Intensivstation entlassen. Die EU-Finanzminister haben sich auf ein Corona-Hilfspaket geeinigt. Die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog.

Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier in unserem Newsblog zum Coronavirus.

Donnerstag, 9. April

+++ Die Finanzminister der EU-Staaten haben sich in der Corona-Krise auf milliardenschwere Hilfen für gefährdete Staaten, Firmen und Jobs geeinigt. Der französische Finanzminister Le Maire sprach auf Twitter von einem exzellenten Kompromiss. 500 Milliarden Euro stünden sofort bereit. Bundesfinanzminister Scholz nannte die Einigung eine gute Botschaft. Der SPD-Politiker bestätigte, dass das Rettungspaket drei Punkte umfasst, nämlich Kredite der Förderbank EIB, ein europäisches Kurzarbeitergeld und vorsorgliche Kreditlinien aus dem Rettungsfonds ESM.

+++ Der britische Premierminister Boris Johnson ist von der Intensivstation entlassen worden. Er werde nun zunächst engmaschig überwacht, heißt es in einer Erklärung. Johnson sei sehr guter Dinge.

+++ Wegen der Corona-Pandemie hat Papst Franziskus zum Auftakt der österlichen Zeremonien eine Messe ohne Gläubige begangen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche erinnerte im Petersdom an Priester, Ärzte und Pfleger, die in der Corona-Krise Großes leisteten und von denen viele an der Infektionskrankheit gestorben seien. Die traditionelle Fußwaschung war wegen der Gesundheitsrisiken abgesagt worden. Auch andere Teile der Feier entfielen.

Papst Franziskus hält die Gründonnerstagsmesse im fast menschenleeren Petersdom.   (Alessandro Di Meo/ANSA/AP/dpa)Papst Franziskus hält die Gründonnerstagsmesse im fast menschenleeren Petersdom. (Alessandro Di Meo/ANSA/AP/dpa)

+++ Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben die Behörden in der Slowakei fünf Siedlungen der Roma-Minderheit mit insgesamt 6.000 Bewohnern abgeriegelt. Wie unserer Korrespondent berichtet, kontrollieren Polizei und Armee, dass niemand die betroffenen Siedlungen verlässt. Dort seien insgesamt 31 Personen positiv auf das Virus getestet worden. Viele Roma-Familien lebten auf engsten Raum, die hygienischen Bedingungen seien in vielen Vierteln schlecht. Der Europa-Abgeordnete und ehemalige Regierungsbeauftragte für die Belange der Roma, Pollák, fürchtet, dass sich das Virus in den Siedlungen schnell ausbreitet.

+++ Die weltweite Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus ist auf über 90.000 gestiegen. Die Zahl geht auf die Johns Hopkins Universität zurück. 

+++ Frankreich verdoppelt wegen der Corona-Krise sein Hilfspaket für die Wirtschaft. Finanzminister Le Maire sagte der Zeitung "Les Echos", mit den jetzt 100 Milliarden Euro solle der erwartete ökonomische Einbruch von sechs Prozent abgefedert werden. Es handele sich um die stärkste Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

+++ Im US-Bundesstaat New York sind mittlerweile mehr als 7060 Menschen durch das Coronavirus ums Leben gekommen. Innerhalb eines Tages wurden den Behörden fast 800 neue Todesfälle gemeldet - der höchste Anstieg seit Ausbruch der Pandemie.

+++ Gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es bislang keinen Impfstoff. Auch Medikamente, die gegen die von dem Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 helfen könnten, sind noch nicht hinreichend erforscht. Es gibt aber Ansätze für Behandlungsmöglichkeiten, und die ersten Versuche laufen.

+++ Die Generalsekretärin der UNO-Klimabehörde, Espinosa, warnt davor, dass die Corona-Krise die Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen den Klimawandel beeinträchtigen könnte. Sie sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", sie befürchte, dass einige Länder ihre Bemühungen zurückführen. Das sei leider abzusehen. Espinosa rief die Länder dazu auf, wie vereinbart gegen den Klimawandel vorzugehen. Das Coronavirus habe gezeigt, wie stark eine globale Krise die Weltgemeinschaft treffen könne. Man bekomme aber auch eine Vorstellung davon, was der Klimawandel als globale Krise in den nächsten Jahrzehnten zerstören könne.

+++ Das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommerns hat die österlichen Reisebeschränkungen für Einheimische außer Vollzug gesetzt. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Die Gründe für die Entscheidung im Eilverfahren sollen später veröffentlicht werden. Die Landesregierung hatte angeordnet, dass Tagesausflüge auf die Ostseeinseln, in die Gemeinden entlang der Ostseeküste, in die Stadt Waren an der Müritz sowie in weitere Gemeinden auch für Bürger Mecklenburg-Vorpommerns verboten seien.

Fußgänger spazieren in Schwedeneck entlang der Steilküste am Ostseestrand (picture alliance / dpa / Frank Molter)Blick von der Steilküste über den Strand von Schwedeneck (picture alliance / dpa / Frank Molter)

+++ Ungarn verlängert die seit knapp zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie auf unbegrenzte Zeit. Die Regierung werde die Aufrechterhaltung der Beschränkungen wöchentlich überprüfen, erklärte Ministerpräsident Viktor Orban am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite.

+++ Auf die Situation in den Frauenhäusern wirkt sich die Corona-Krise bislang sehr unterschiedlich aus. Es gebe Einrichtungen, bei denen sich deutlich mehr Frauen meldeten, sagte Sylvia Haller, Sprecherin der Zentralen Informationsstelle autonomer Frauenhäuser, dem Deutschlandfunk. Bei anderen seien die Anfragen eher zurückgegangen. Letzteres habe aber keineswegs mit einem einhergehenden Rückgang der Gewalt zu tun. Vielmehr hätten die Frauen durch die permanente Anwesenheit des Gewalttäters kaum mehr Gelegenheit, sich über Telefon oder über das Internet Hilfe zu holen.

+++ In den Vereinigten Staaten steigt wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Zahl der Arbeitslosen. Wie die US-Regierung mitteilte, stellten bis zum 4. April mehr als 16 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe. Die Gesuche gelten in den USA als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts. Die Zahlen deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Coronavirus-Krise hin.

Aufbau von Corona-Notaufnahmen vor dem Bellevue Hospital in New York City  (dpa/ picture alliance/ ZUMA Wire/ Ron Adar)Aufbau von Corona-Notaufnahmen vor dem Bellevue Hospital in New York City (dpa/ picture alliance/ ZUMA Wire/ Ron Adar)

+++ Auch Europa ist nach wie vor stark von der Ausbreitung des Virus betroffen. Wir haben eine Übersicht zusammengestellt, die wir ständig aktualisieren. 

+++ Im Streit der Euro-Finanzminister über Hilfen für von der Corona-Krise besonders stark getroffene Länder gibt es Signale einer Annäherung. Der niederländische Regierungschef Rutte sagt vor Beginn der Beratungen der Minister, eine Vereinbarung der Eurogruppe noch heute sei möglich. Sein Land wolle Solidarität mit dem Süden Europas zeigen. Zuletzt galt vor allem ein Streit zwischen den Niederlanden und Italien als Hindernis für eine Einigung.

+++ Bundeskanzlerin Merkel hat eine positive Zwischenbilanz der gesellschaftlichen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie gezogen. Es gebe einen Hoffnungsschimmer, sagte sie nach Angaben von Teilnehmern bei einer Videokonferenz der Unions-Fraktion im Bundestag. Der Maßstab des Handelns sei gewesen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Das sei bislang ganz gut gelungen. Leichtsinnig dürfe man nun aber nicht werden.

Fakt ist dennoch: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Menschen steigt in Deutschland weiter an. Die Dunkelziffer lässt sich allerdings nur schwer bestimmen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

+++ Die Untersuchung zur Corona-Ausbreitung in Heinsberg legt nach Einschätzung des Studienleiters Streeck eine Lockerung der verhängten Beschränkungen nahe. Die Pilotstudie zeige in einem Zwischenergebnis, dass mit einer Rücknahme von Auflagen bei gleichzeitiger Sicherung der Hygiene-Maßnahmen begonnen werden könne, sagt der Bonner Virologe in Düsseldorf. Streeck untersucht mit einem Forscherteam, wie sich das Virus im Kreis Heinsberg ausgebreitet hat. Ziel ist es unter anderem, Lösungsansätze für eine Reduzierung der umfangreichen Kontaktverbote zu liefern. In Heinsberg konnte von den Forschern bei 15 Prozent der Bürger eine Infektion nachgewiesen werden.

+++ Die Bundesregierung will eine langfristig stabile Produktion medizinischer Schutzausrüstung in Deutschland aufbauen. Wirtschaftsminister Altmaier sagte, man wolle Unternehmen insbesondere für die Produktion von Schutzmasken gewinnen. Derzeit würde noch 90 Prozent von ihnen in Asien produziert. Der deutsche Anteil solle künftig deutlich ausgebaut werden, zumal die globale Nachfrage für lange Zeit hoch bleiben werde. Daher wolle man die Investitionsbedinungen für interessierte Firmen verbessern und dafür sorgen, dass auch in Deutschland wettbewerbsfähig hergestellt werden könne, fügte der CDU-Politiker hinzu.

Zwei Männer in weißer Schutzkleidung hantieren in einem Werkraum mit Schutzmasken. (Friso Gentsch/dpa/POOL/dpa)Mitarbeiter der Zender Germany GmbH fertigen Schutzmasken an. (Friso Gentsch/dpa/POOL/dpa)

+++ Seit der Ausweitung des Kinderzuschlags sind fast 80.000 Anträge auf die Leistung eingegangen. Das teilte Bundesfamilienministerin Giffey mit. Die Mitarbeiter in den Familienkassen arbeiteten jetzt daran, dass die Familien die Unterstützung erhielten, sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Den Zuschlag bekommen Familien mit niedrigem Einkommen, das nur knapp über Hartz-IV-Niveau liegt. Abhängig von der Bedürftigkeit gibt es maximal 185 Euro pro Kind und Monat. Der Betrag wird monatlich gemeinsam mit dem Kindergeld überwiesen.

+++ Der Internationale Währungsfonds zeichnet ein düsteres Bild der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Seine Chefin Georgieva sagte vor Beginn der IWF-Frühjahrstagung, man gehe von einem katastrophalen Jahr aus. Es sei die schlimmste Wirtschaftskrise seit der Großen Depression der 1920er und 1930er Jahre zu erwarten. Nach Einschätzung des Währungsfonds dürfte in diesem Jahr 170 der 180 IWF-Mitgliedstaaten ein Rückgang des Pro-Kopf-Einkommens bevorstehen.

+++ In Bayern bleibt es beim Gottesdienstverbot an den Kar- und Ostertagen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte den Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die Corona-Verordnung der bayerischen Staatsregierung ab. Diese verbietet Versammlungen und Veranstaltungen in ganz Bayern, darunter auch Gottesdienste. Der Antragsteller, ein Münchner Anwalt, sah sich als gläubiger Katholik in der Freiheit seiner Religionsausübung verletzt. Das Gottesdienstverbot an Ostern war zuvor bereits durch Gerichtsentscheidungen in mehreren anderen Bundesländern bestätigt worden.

+++ Bundesgesundheitsminister Spahn hält erste Lockerungen der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie nach den Osterferien für möglich. Dafür müsse sich der positive Trend bei der Verlangsamung der Infektionszahlen aber noch verstetigen, sagte Spahn dem "Handelsblatt". Voraussetzung für mögliche Schritte in Richtung Normalität sei, dass sich die Bevölkerung auch über die Osterfeiertage an die Kontaktbeschränkungen halte. Der CDU-Politiker betonte, dass es bei Großveranstaltungen wie etwa Fußballspielen noch längere Zeit dauern werde, bis man zur Normalität zurückkehren könne.

+++ Die Einschränkungen in Deutschland zeigen offenbar die erwünschte Wirkung. Zu dem Schluss kommt das Max-Planck-Institut. Die Wissenschaftler vermuten, dass es noch zwei Wochen Kontaktsperre in Deutschland bedarf. Danach könnte eine Lockerung möglich sein, teilte das Team des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation mit. Die Gruppe arbeitet mit Modellrechnungen auf Grundlage der täglichen Fallzahlen. Eine ihrer Erkenntnise ist, dass die seit dem 22. März geltenden Maßnahmen die befürchtete weitere exponentielle Ausbreitung von Covid-19 verhindert hat.

+++ Am Flughafen Berlin Schönefeld sind die ersten Erntehelfer aus Rumänien angekommen. Wie eine Sprecherin mitteilte, werden im Laufe des Tages zwei weitere Flugzeuge mit Saisonkräften erwartet. Zudem werden am Nachmittag zwei weitere Maschinen in Düsseldorf erwartet. Die Menschen werden zunächst medizinisch untersucht, bevor sie ihre Arbeit in den landwirtschaftlichen Betrieben aufnehmen dürfen. Bundesinnenminister Seehofer und Agrarministerin Klöckner hatten sich in der vergangene Woche geeinigt, 80.000 ausländische Arbeiter unter strengen Auflagen nach Deutschland zu holen. Zuvor hatte der Deutsche Bauernverband davor gewarnt, dass vor allem die Spargelernte wegen Personalmangels nicht eingebracht werden könne. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gibt es europaweit Grenzschließungen, sodass die Erntehelfer vor allem aus den osteuropäischen Staaten nicht wie gewohnt nach Deutschland einreisen können.

+++ Bei einer möglichen Lockerung der Corona-Beschränkungen hofft der niedersächsische Regierungschef Weil auf ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer. Auch wenn die Zahl der Infektionen in den einzelnen Ländern verschieden hoch sei, könnten unterschiedliche Lösungen, etwa bei Schul-Öffnungen, nicht das Ziel sein, sagte Weil im ZDF. Die bislang geltenden Maßnahmen zeigten Wirkung, doch sei man noch lange nicht am Ziel. Niemand solle glauben, dass ab dem 20. April das gewohnte Leben wieder schlagartig beginnen könne.

+++ Wegen mutmaßlicher Betrügereien hat Nordrhein-Westfalen die Auszahlung der Soforthilfen an Solo-Selbständige und Kleinstbetriebe vorerst gestoppt. Wie die Staatskanzlei in Düsseldorf mitteilte, haben einige Betreiber auf Fake-Seiten mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese für kriminelle Machenschaften genutzt. Daraufhin habe das Land die Bezirksregierungen angewiesen, die weitere Auszahlung der Gelder auszusetzen. Allerdings können Kleinunternehmer und Selbstständige auch weiterhin ihre Anträge auf Soforthilfe stellen.

+++ Ein Spaziergangsforscher geht davon aus, dass der coronabedingte Wander- und Flanier-Trend auch nach der Krise anhält. Die Politik müsse darauf reagieren, forderte Weisshaar im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Momentan werde allen klar, dass Parks oft zu klein und die Wege für die Fußgänger zu eng seien. Das Fortbewegen zu Fuß müsse nicht zuletzt bei den zuständigen Kommunen einen größeren Stellenwert bekommen.

+++ Die Corona-Kontaktsperren bedeutet für viele Menschen in Europa, dass sie weitgehend alleine leben müssen. Das Statistikamt Eurostat weist darauf hin, dass die Größe der Haushalte in der EU in den vergangenen Jahren weiter gesunken ist. Der globale Trend gehe in Richtung Einzelhaushalt, alleinerziehende Mütter oder Väter und kinderlose Paare. In Deutschland, Finnland und Schweden sind schon fast 80 Prozent der Haushalte ohne Kinder. Die meisten Alleinerziehenden gibt es in Dänemark.

+++ Die indischen Behörden haben Dutzende Gegenden mit vielen Corona-Fällen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi und dem benachbarten indischen Staat Uttar Pradesh ausgemacht und abgeriegelt. Die Regierung teilte mit, den Betroffenen würden Lebensmittel und Medikamente vor die Tür geliefert. Sie dürften diese Gegenden nicht verlassen. Die neuen Corona-Fälle sind zwar über rund 40 Prozent der Bezirke von Indien verteilt, sie konzentrieren sich allerdings auf die dicht bevölkerten städtischen Zentren. Mumbai ist am stärksten betroffen. Für die 1,3 Milliarden Inder gelten für drei Wochen bis 14. April Ausgangsbeschränkungen.

+++ Die EZB-Chefin Lagarde hat die europäischen Staaten zu mehr Solidarität im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus aufgerufen. Die Regierungen müssten sich gegenseitig unterstützen, forderte Lagarde in einem Beitrag für mehrere Zeitungen. Eine Koordinierung von Finanz- und Geldpolitik sei der beste Weg, Industrie und Arbeitsplätze zu schützen. Die Finanzminister der Eurozone unternehmen heute einen weiteren Versuch, sich über milliardenschwere Finanzhilfen in der Corona-Krise zu einigen. Frankreich beharrt darauf, dass die EU-Staaten ohne Vorbedingungen Kredite vom europäischen Rettungsfonds ESM erhalten können. Dem Vernehmen nach lehnen die Niederlande eine Aufweichung der Kreditkonditionen strikt ab und stehen mit dieser Position allein da.

+++ Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat dagegen erklärt, dass in Europa Bereitschaft herrsche, die Stabilitätskriterien zu lockern, weil die Coronakrise unverschuldet über die Länder gekommen sei. Er sagte im Deutschlandfunk, alle europäischen Länder hätten in den vergangenen Jahren Fortschritte in ihrer Konsolidierungspolitik gemacht. Altmaier betonte, dass es bereits Regelungen gebe, die entsprechende Möglichkeiten vorsähen. Der Euro müsse eine stabile und verlässliche Währung bleiben.

+++ Die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, von Storch, hat die Forderung ihrer Fraktion, die Regelungen nach Ostern zu lockern, bekräftigt. Die Einschränkung der Bürgerrechte und der massive Einfluss auf die Wirtschaft müssten schnellstmöglich beendet werden, sagte sie im Deutschlandfunk.

+++ Die Corona-Beschränkungen sollten aus Sicht der EU-Kommission nur in kleinen, streng kontrollierten Schritten über einen Zeitraum von mehreren Monaten gelockert werden. Dies geht laut Deutscher Presse-Agentur aus dem Entwurf der sogenannten Exit-Strategie der Brüsseler Behörde hervor, die nächste Woche veröffentlicht werden soll. Voraussetzungen für ein Zurückführen der Maßnahmen müssten eine spürbare Verlangsamung der Ausbreitung des Virus und eine ausreichende Zahl von Krankenhausbetten sein. Die Kommission empfehle den Mitgleidsländern demnach, dass nicht die gesamte Bevölkerung zur gleichen Zeit wieder an den Arbeitsplatz gehen sollte. In Schulen etwa sollten Klassen verkleinert werden, damit die Kinder ausreichend Abstand halten könnten. Zudem gebe es den Vorschlag, den Einreisestopp in die Europäische Union bis zum 15. Mai zu verlängern.

+++ Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Das geht aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervor. Die meisten bekannten Infektionen gibt es in den USA, gefolgt von Spanien und Italien. 

+++ Der Deutsche Gewerkschaftsbund mahnt zur Vorsicht beim Wiederhochfahren der Wirtschaft. Dies müsse so erfolgen, dass ein neuer Pandemie-Ausbruch unterbleibe, sagte DGB-Vorstandsmitlied Körzell. Zugleich verwies er auf die Prognosen zur Erholung der Konjunktur im kommenden Jahr. Das mache Hoffnung.

+++ Die Bundesregierung will deutsche Hersteller von medizinischen Schutzmasken gegen das Coronavirus offenbar mit 40 Millionen Euro fördern. Das geht nach Medienberichtn aus einem Regierungsdokument hervor. Bis die deutsche Industrie dazu in der Lage sei, dürften aber Monate vergehen, da es einen Engpass bei der Herstellung eines für die Masken benötigten Spezialstoffs gebe.

+++ Das Bundeskabinett befasst sich heute in Berlin mit der Corona-Krise. Ein Thema dürfte erneut die Beschaffung von Schutzmaterial sein.

Mittwoch, 8. April

+++ Die Ausgangsbeschränkungen in Frankreich werden über den 15. April hinaus verlängert. Das bestätigte das Präsidialamt in Paris, ohne einen neuen Termin zu nennen. Präsident Macron werde sich am Montag mit einer Rede an die Bürger wenden, hieß es weiter.

Die schweizerische Regierung stellt eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Aussicht. Diese würden zwar um eine Woche bis zum 26. April verlängert, sagte Bundespräsidentin Sommaruga. Danach seien aber schrittweise Lockerungen möglich.

+++ Bund und Länder haben sich über die Umsetzung der neuen Quarantäne-Regeln für Einreisende verständigt. Um grenzüberschreitende Infektionsketten zu stoppen, hatte das Corona-Krisenkabinett am Montag beschlossen, für alle Einreisenden eine 14-tägige Quarantäne anzuordnen.

Bei Verstößen gegen die Quarantäne-Regeln drohen hohe Bußgelder. Wer etwa gegen das Gebot der häuslichen Absonderung verstößt, muss je nach dem Ausmaß der dadurch entstandenen Gefahren für die öffentliche Gesundheit zwischen 500 und 10.000 Euro Strafe zahlen.

+++ Die Moscheen in der Türkei bleiben auch im Fastenmonat Ramadan geschlossen. Das hat die Religionsbehörde in Ankara klargestellt.

Ein Arbeiter in Schutzkleidung und mit Mundschutz desinfiziert die historische Fatih-Moschee in Istanbul. (dpa / AP / Emrah Gurel)Die Fatih-Moschee in Istanbul wird desinfiziert. (dpa / AP / Emrah Gurel)

+++ In den USA breitet sich das Coronavirus unvermindert aus. Nach Angaben der Johns Hopkins Universität haben sich inzwischen mehr als 402.000 Menschen mit dem Erreger infiziert. 13.007 Patienten starben an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19. Mehr als 22.700 Personen gelten als genesen. Besonders angespannt ist die Lage im Bundesstaat New York. Dort gibt es bislang mehr als 6.250 Tote.

Alleine New York - die am schwersten betroffene Region der USA - hat nach Zählung der Nachrichtenagentur Reuters nun mehr Fälle als jeder Staat weltweit. Mit mehr als 149.000 bekannten Infektionen überhole New York Spanien. In den USA sind demnach mehr als 417.000 Fälle und 14.100 Tote registriert.

+++ Afroamerikaner sind überproportional stark von Covid-19 betroffen: Die US-Regierung hat eingeräumt, dass sie besonders häufig an den Folgen einer Coronavirus-Infektion leiden. Man sehe starke Anhaltspunkte dafür, sagte US-Präsident Trump. Es gibt bisher keine nationale Erhebung, aber Zahlen aus mehreren US-Städten sprechen eine deutliche Sprache.

+++ Bernie Sanders gibt die Präsidentschaftsbewerbung für die US-Demokraten auf. Damit läuft es auf den ehemaligen Vizepräsidenten Biden als Herausforderer von Präsident Trump heraus.

Der Senator Bernie Sanders spricht in einer Videobotschaft zu seinen Anhängern. (AFP / Bernie Sanders Presidential Camp)Bernie Sanders zieht sich aus dem US-Vorwahlkampf zurück. (AFP / Bernie Sanders Presidential Camp)

Gerade jetzt, in Zeiten, in denen die Corona-Krise das Land fest im Griff habe, beweise Trump seinen "Unwillen und seine Unfähigkeit", eine glaubwürdige Führung und auch die Arbeit zu übernehmen, die getan werden müsse, um die Menschen zu schützen, kritisierte Sanders. Auch aus diesem Grund habe er seinen aussichtslosen Wahlkampf nicht mit gutem Gewissen weiterführen können. Es gebe in diesen "schweren Stunden" wichtigere Aufgaben.

In einer Videobotschaft wies der Senator aus Vermont auch darauf hin, dass die Corona-Krise das US-amerikanische Gesundheitssystem in all seiner Absurdität entlarvt habe. Der Zusammenbruch der Wirtschaft habe dazu geführt, dass unzählige Menschen ihre Arbeit verloren hätten - und damit auch ihre Krankenversicherung.

+++ Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Johnson hat sich nach den Worten von Finanzminister Sunak verbessert. Der Regierungschef befinde sich weiter auf der Intensivstation des Londoner Krankenhauses St. Thomas, sagte Sunak. Er habe aber aufrecht im Bett gesessen und sich mit seinen Ärzten unterhalten. Der 55-jährige Johnson war am Sonntag ins Krankenhaus gekommen, zehn Tage nachdem bei ihm die Coronavirus-Krankheit Covid-19 diagnostiziert worden war. Am Montag wurde er auf die Intensivstation verlegt, als sein Zustand sich verschlechterte. Johnson sei mit Sauerstoff versorgt worden, habe aber kein Beatmungsgerät benötigt.

+++ Die Coronakrise bringt auch den "Welttag des Buches" am 23. April durcheinander. Zahlreiche geplante Veranstaltungen werden auf September verschoben, wie der Börsenverein des deutschen Buchhandels mitteilte. So soll die Aktion "Ich schenk dir eine Geschichte", zu der an Schulklassen Büchergutscheine verschenkt werden, am 20. September, dem Weltkindertag, stattfinden. Die Reihe "Verlagebesuchen", bei der Verlage ihre Türen für Besucher öffnen, wurde auf den 18. bis 21. September gelegt. Zum eigentlichen "Welttag des Buches" sind am 23. April Online- und Social-Media-Aktionen geplant.

+++ Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hat die EU-Kommission vorgeschlagen, den Einreisestopp in die Europäische Union bis zum 15. Mai zu verlängern. Ursprünglich war dies nur bis Mitte April vorgesehen. Die Entscheidung darüber treffe jedes Land selbst, erklärte ein Sprecher in Brüssel. Die Regelung, die auch in Deutschland gilt, betrifft alle nicht zwingend notwendigen Reisen.

+++ Die Bundesregierung legt ihre Kriterien für eine Lockerung der Kontaktsperren nicht vollständig offen. Vize-Regierungssprecherin Demmer betonte in Berlin, die Zeitspanne bis zur Verdopplung der Infektionszahlen sei nur einer von mehreren Parametern. Auf Nachfrage weigerte sie sich jedoch, weitere zu nennen. Bundeskanzlerin Merkel hatte als eine Voraussetzung für eine Lockerung die Verdopplung der Infektionszahlen in einer Spanne von 12 bis 14 Tagen genannt. Der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Kautz, sprach allgemein von einer Vielzahl von Kriterien, die zusammenwirken müssten.

+++ Die AfD-Fraktion im Bundestag hat sich dafür ausgesprochen, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft wegen der Corona-Pandemie schnellstmöglich aufzuheben. In einem Positionspapier der Fraktion heißt es, die Maßnahmen müssten nach dem Vorbild Österreichs ab dem 14. April gelockert werden. Sobald es gesundheitspolitisch zu vertreten sei, müssten sie ganz aufgehoben werden.

+++ Das Bundesverfassungsgericht hat einen Eilantrag gegen die in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie als unbegründet abgelehnt.

+++ Sprachforscherinnen der britischen Lancaster University suchen nach Alternativen zu der Kriegsrhethorik, die die Corona-Pandemie begleitet.

Denn im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Virus werde häufig auf Kriegsmetaphern zurückgegriffen, heißt es in einer Mitteilung der Universität. Sowohl der französische Präsident Macron als auch US-Präsident Trump hatten öffentlich erklärt, man stehe "im Krieg" gegen Corona. Häufig ist von einem "Kampf" gegen den Erreger die Rede. Pflegenden wird erklärt, sie arbeiteten an "vorderster Corona-Front".

+++ Die SPD-Fraktion im Bundestag ist nach den Worten ihres Vorsitzenden Mützenich bereit, wegen der enormen Kosten der Corona-Krise in diesem Jahr auf die eigentlich anstehende Diäten-Erhöhung zu verzichten.

10.12.2019, Berlin: Rolf Mützenich, Fraktionsvorsitzender der SPD im Bundestag, spricht zu Beginn der Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion zu den Medienvertretern.  (dpa / Kay Nietfeld)Rolf Mützenich (Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion) (dpa / Kay Nietfeld)

Es habe darüber bereits in der vergangenen Woche Gespräche unter den Fraktionen gegeben, sagte Mützenich in Berlin. Er sei zuversichtlich, dass eine gemeinsame Lösung zustandekomme. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios haben auch Linke, FDP und Grüne Zustimmung für die Pläne signalisiert, die Union sei noch zurückhaltend, aber gesprächsbereit, hieß es.

+++ Das Coronavirus breitet sich zunehmend auch in Afrika aus. Die Zahl der bestätigten Infektionen auf dem Kontinent sei auf mehr als 10.000 angestiegen, gab die Weltgesundheitsorganisation bekannt. Mehr als 500 Menschen seien bislang im Zusammenhang mit der Infektion gestorben. Mehrere afrikanische Regierungen stehen in der Kritik, Maßnahmen gegen die Pandmie mit zu drastischen Schritten durchzusetzen: Wo Sicherheitskräfte mit brutaler Gewalt die Einhaltung der Corona-Beschränkungen sichern.

+++ Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kühnert würde es akzeptieren, wegen der Corona-Krise ein Jahr lang nicht ins Fußball-Stadion gehen zu können. Das täte ihm und Millionen Fans natürlich sehr weh, sagte Kühnert dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Wenn sich die Ansteckungskurve des Coronavirus aber nicht so schnell abflachen ließe wie gehofft und die Entwicklung von Impfstoffen zu lange dauere, könne es dazu kommen. Die Gesundheit der Menschen sei wichtiger, betonte Kühnert.

+++ Der an Covid-19 erkrankte britische Premierminister Johnson muss auch nach seiner zweiten Nacht auf der Intensivstation zusätzlich mit Sauerstoff versorgt werden

+++ Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten wegen der Coronakrise eine schwerwiegende Rezession. In ihrem Frühjahrsgutachten für die Bundesregierung gehen die Ökonomen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen wird. Die Arbeitslosenquote werde 2020 auf bis zu 5,9 Prozent, die Zahl der Kurzarbeiter auf bis zu 2,4 Millionen steigen. Im kommenden Jahr werde sich die Wirtschaft aber erholen und um 5,8 Prozent wachsen.

+++ Weil sie wegen der Pandemie derzeit so wenig Reisekunden hat, baut die Lufthansa Passagiermaschinen zu Frachtjets um.

+++ Die Weltgesundheitsorganisation hat die Drohung von US-Präsident Trump kritisiert, die amerikanischen Beiträge für die WHO auszusetzen. Man befinde sich in der akuten Phase der Corona-Pandemie, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Kluge, in Genf. Deshalb sei es nicht die Zeit, die Finanzierung zu verringern.

+++ Das Bundeskabinett hat wegen der Corona-Krise Anreize für Bafög-Empfänger beschlossen, die sich in sogenannten systemrelevanten Bereichen engagieren. Nebeneinkünfte etwa in Gesundheitseinrichtungen oder in der Lebensmittelbranche sollten nicht mehr auf das Bafög angerechnet werden, hieß es in der Entscheidung. Für Wissenschaftler solle es ebenfalls Erleichterungen geben.

+++ Am Nachmittag beraten die EU-Entwicklungsminister in einer Videoschaltkonferenz über die Corona-Krise. In vielen Ländern Afrikas und Asiens werden die Ausgehverbote teils mit brutaler Gewalt durchgesetzt, auch werden Journalisten schikaniert. Wir geben einen Überblick über die Lage vor allem in den Armenvierteln.

+++Schulschließungen, Besuchsverbote in Pflegeheimen, Home-Office, Geldmangel: Bundespräsident Steinmeier hat in einer Videobotschaft die Belastungen für die Familien wegen der Corona-Krise hervorgehoben. 

+++ Eine App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten könnte nach Angaben der Entwickler noch in diesem Monat bereitgestellt werden. Das Mitglied des Digitalrates des Bundesregierung, Boos, sagte der Deutschen Presse-Agentur, er gehe von einem Starttermin zwischen dem 15. und dem 19. April aus. Mehr zur Nutzung von Apps im Kampf gegen das Coronavirus haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.

+++ Der Weg für ein staatliches Hilfspaket an den Tui-Konzern in der Corona-Krise ist frei. Mehrere Banken hätten ihre Zustimmung zu einem vom Bund zugesagten Kredit über 1,8 Milliarden Euro erklärt, teilte das Unternehmen in Hannover mit.

+++ Der Logistikkonzern Deutsche Post DHL will laut einem Medienbericht Kurzarbeit für rund 4.000 Mitarbeiter beantragen. Das berichtet die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Gewerkschaftskreise.

+++ Die Beratungen der EU-Finanzminister über europäische Corona-Hilfen sind ohne eine Einigung auf morgen vertagt worden. Der Streit über sogenannte Corona-Bonds konnte auch nach einer stundenlangen Video-Konferenz nicht beigelegt werden.

+++ Der Präsident des Robert Koch-Institus, Wieler, hat sich im Interview mit dem Deutschlandfunk vorsichtig optimistisch zur Entwicklung der Corona-Infektionen in Deutschland geäußert. Die derzeitigen Maßnahmen würden helfen - allerdings sei dies nur eine Momentaufnahme.

+++ Wegen des Mangels an Schutzkleidung hat die Bundesregierung eine Art Luftbrücke nach China eingerichtet. Das berichtet dpa unter Berufung auf das Bundesgesundheitsministerium. Täglich soll eine Maschine für 25 Tonnen Fracht nach Schanghai fliegen. 

+++ US-Präsident Trump hat der Weltgesundheitsorganisation damit gedroht, Beitragszahlungen seines Landes zu stoppen. Seine Regierung werde dies prüfen, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Zur Begründung erklärte er, die WHO habe in ihrer Reaktion auf die Ausbreitung des Corona-Virus eine "fehlerhafte Empfehlung" abgegeben. Unter anderem sei davon abgeraten worden, die Grenzen für Reisende aus China zu schließen. 

+++ Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet hat seine Vorstellungen für die Zeit einer stufenweisen Lockerung der Kontaktbeschränkungen erkennen lassen. Seiner Einschätzung nach könnten zunächst kleinere Läden wieder öffnen, sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger". In Bäckereien etwa werde der Sicherheitsabstand zwischen Kunden seiner Wahrnehmung nach fast überall eingehalten. 

+++ In der chinesischen Millionenstadt Wuhan ist die Ausgangssperre beendet. Zehntausende Menschen verließen innerhalb weniger Stunden die Stadt, wie lokale Medien berichteten. Wuhan war Mitte Januar abgeriegelt worden, nachdem sich das Coronavirus dort rasant ausgebreitet hatte.

+++ Lebensmittelkontrollen finden in Deutschland derzeit nur bedingt statt. Das berichtet die Funke Medien-Gruppe unter Berufung auf die Verbraucherschutz-Organisation Foodwatch. Weil die Laborkapazitäten für Corona-Proben gebraucht würden, seien demnach Routinekontrollen in Unternehmen sowie Probenanalysen größtenteils ausgesetzt. Zudem würden Lebensmittelkontrolleure in den Gesundheitsämtern aushelfen.


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