Die Nachrichten

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Newsblog zu Covid-19+++ Coronavirus: Die Entwicklungen vom 9. bis 10. April +++

Ein schwer kranker Covid-19-Patient wird am Mittwochnachmittag in Leipzig aufgenommen. Die insgesamt zwei Patienten, die nun auf der Intensivstation des Herzzentrums behandelt werden sollen, waren mit einer Maschine der italienischen Luftwaffe aus Bergamo nach Sachsen geflogen worden.  (ZB/ Hendrik Schmidt)
Ein schwer kranker Covid-19-Patient (ZB/ Hendrik Schmidt)

Weltweit sind bereits mehr als 100.000 Menschen an den Folgen der Corona-Pandemie gestorben. Die Weltgesundheitsorganisation warnt eindringlich vor einer zu raschen Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen in der Corona-Krise.

Freitag, 10. April

+++ Weltweit sind bereits mehr als 100.000 Menschen an den Folgen der Corona-Pandemie gestorben. Das geht aus Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervor. Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionsfälle lag demnach bei mehr als 1,6 Millionen. In den USA wurden in absoluten Zahlen bislang die meisten Infektionen gemeldet, gefolgt von Spanien und Italien.

+++ Die US-Unternehmen Apple und Google wollen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zusammenarbeiten. Dazu wollen sie nach eigenen Angaben in ihren Smartphone-Betriebssystemen die Voraussetzung dafür schaffen, dass Apps unter anderem von Gesundheitsbehören zur Nachverfolgung von Infektionen gut zusammenarbeiten. 

+++ Die Weltgesundheitsorganisation warnt eindringlich vor einer zu raschen Aufhebung der Eindämmungsmaßnahmen in der Corona-Krise. Man wolle genau wie jeder andere auch ein Ende der Beschränkungen, erklärte WHO-Chef Tedros in Genf. Eine vorschnelle Aufhebung der Maßnahmen könnte aber zu einem Wiederaufleben der Pandemie führen. Er arbeite mit den Staaten an Strategien dafür, wie Lockerungen schrittweise umgesetzt werden könnten.

+++ Die Innenminister der Niederlande und Nordrhein-Westfalens haben an die Bürgerinnen und Bürger appelliert, an Ostern nicht in das Nachbarland zu fahren. Man wolle gemeinsam die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen, erklärte der niederländische Minister Grapperhaus laut einer Mitteilung des Innenministeriums in Düsseldorf. Das gehe aber nur, wenn die deutschen Nachbarn über das Osterwochenende nicht zum Einkaufen oder an die See fahren würden.

Sonnenuntergang an der Nordseeküste  (picture alliance / Stephan Persch)Stille an der Nordseeküste (picture alliance / Stephan Persch)

+++ Großbritannien hat erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag durch das Coronavirus verzeichnet als Italien. Wie der britische Gesundheitsminister Hancock in London mitteilte, stieg die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der Infektionskrankheit um 980 auf insgesamt 8.958. Im Vereinigten Königreich gibt es derzeit mehr als 65.800 bestätigte Infektionen. Hanckock erklärte, der Gesundheitszustand von Premierminister Johnson habe sich weiter verbessert.

+++ Das Bundesverfassungsgericht lässt die wegen der Corona-Krise erlassenen Gottesdienstverbote vorerst zu. Die Karlsruher Richter sehen zwar einen überaus schwerwiegenden Eingriff in die Glaubensfreiheit. Dennoch habe der Schutz vor den Gefahren für Leib und Leben durch das Virus Vorrang. Wenn das Versammlungsverbot in Kirchen jetzt aufgehoben würde, drohe eine große Zahl von Infektionen und Erkrankungen, hieß es. Sie wiesen damit den Antrag eines Katholiken aus Hessen zurück, die dort gültige Regel vorläufig außer Vollzug zu setzen. Das Gericht stellte aber klar, dass für die Entscheidung auch die bisherige Befristung der Verordnung bis zum 19. April von Bedeutung gewesen sei. Im Falle einer Verlängerung müsse eine strenge Prüfung der Verhältnismäßigkeit erfolgen. Dies gelte auch für andere Religionsgemeinschaften.

Az: 1 BvQ 28/20

+++ Im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Corona-Krise werden von Experten eine Vielzahl von Fachbegriffen genannt. Nicht immer sind diese eingänglich. Wir erklären die wichtigsten.

+++ Papst Franziskus hat zum heutigen Karfreitag an die Leiden durch den Corona-Ausbruch erinnert. Er denke an die unzähligen Geschichten von Gekreuzigten in der aktuellen Pandemie, sagte er dem italienischen Sender Rai1. Ärzte, Pflegepersonal und Geistliche seien an der Front gestorben wie Soldaten, die ihr Leben für die Liebe hingegeben hätten. Er sei den Opfern der Pandemie und dem Leiden der Welt nahe, aber richte den Blick auf die Hoffnung, sagte Franziskus. Ostern ende immer mit der Auferstehung.

Papst Franziskus auf einem Stuhl sitzend (Getty Images / Giulio Origlia)Papst Franziskus (Getty Images / Giulio Origlia)

+++ Bundesaußenminister Maas hat sich für eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation als Konsequenz aus der Corona-Krise ausgesprochen und sich damit gegen US-Präsident Trump gestellt. Die WHO spiele eine unverzichtbare Rolle in dieser Pandemie. "Wir müssen sie jetzt stärken, unterstützen und sie dann für die Zukunft noch besser als bisher aufstellen", erklärte Maas in Berlin. 

+++ Berater der Bundesregierung machen laut einem Pressebericht die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen vom Einsatz von Atemschutzmasken abhängig. Die Öffnung weiterer Geschäfte hänge maßgeblich davon ab, wie viele Schutzmasken verfügbar seien, zitierte das Magazin "Spiegel" ein Mitglied der Forschergemeinschaft Leopoldina. Nur mit ausreichend Infektionsschutz könne die Rückkehr ins normale Leben gelingen.

+++ Die spanische Regierung empfiehlt allen Bürgern in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken zu tragen. Wie Gesundheitsminister Illa mitteilte, ist dies bei einer Sitzung des Ministerrats beschlossen worden. Gleichzeitig sollten andere Hygienemaßnahmen wie das Händewaschen nicht vernachlässigt werden, so Illa. Soweit möglich sollen ab kommender Woche Masken in U-Bahn-Stationen oder Bahnhöfen zugänglich gemacht werden.

Welche Masken es gibt, wer sie wirklich braucht und wie man Nachschub bekommt, beantworten wir hier.

+++ Das jüngste Corona-Todesopfer in Deutschland war bislang 26 Jahre alt, das älteste 105. Nach wie vor sterben aber an Covid-19 insbesondere ältere Menschen. Gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es bislang keinen Impfstoff. Auch Medikamente, die gegen die von dem Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 helfen könnten, sind noch nicht hinreichend erforscht. Es gibt aber Ansätze für Behandlungsmöglichkeiten, und die ersten Versuche laufen.

+++ Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert die Lockerung des Arbeitszeitgesetzes für Menschen in systemrelevanten Berufen in der Corona-Krise. Bereits heute arbeiteten viele Menschen am Limit, sagte DGB-Chef Hoffmann der "Augsburger Allgemeinen" zu der entsprechenden Verordnung von Bundesarbeitsminister Heil. Das betreffe etwa das Gesundheitswesen, den Lebensmitteleinzelhandel, die Rettungsdienste oder die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Gesundheit dieser Menschen gelte es zu schützen, gerade in Zeiten, in denen sie einen so wichtigen Job machten.

+++ Die Ausbreitung des Coronavirus hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit und die Bewegungsfreiheit von Menschen – auch die Wirtschaft ist stark betroffen. Die Bundesbank und auch der Internationale Währungsfonds gehen inzwischen von einer Rezession aus. Was bedeutet eine Rezession für Verbraucher, Unternehmen und deren Mitarbeitende?

Das Foto zeigt ein Containerschiff im Hafen von Valencia, Spanien. (picture alliance / Thomas Uhlemann / dpa-zentralbild)Aufgrund der Coronavirus-Krise droht eine Rezession, meinen Expertinnen und Experten. (picture alliance / Thomas Uhlemann / dpa-zentralbild)

+++ Christen in aller Welt haben am heutigen Karfreitag ohne sonst übliche Gottesdiente und Prozessionen an die Kreuzigung Jesu Christi erinnert. Im Innern der Grabeskirche in Jerusalem versammelte sich lediglich eine kleine Gruppe Geistlicher. Normalerweise kommen zahlreiche Pilger und Touristen in die Kirche an die Stelle, wo nach christlichem Glauben Jesus begraben wurde und auferstanden ist.

+++ Der Bischof von Hildesheim, Wilmer, sieht die Vielzahl von Internet-Gottesdiensten während der Corona-Krise skeptisch. Dieses viele Streamen sei ihm persönlich nicht ganz geheuer, sagte Wilmer im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Er finde es nicht gut, wenn jeder Pfarrer, jeder Priester aus irgendeiner kleinen Kapelle oder aus dem Wohnzimmer streame. Es habe in der Geschichte des Christentums immer wieder Zeiten gegeben, in denen Menschen nicht die Möglichkeit gehabt hätten, an einer Messe teilzunehmen oder die Kommunion zu empfangen. Deshalb sei aber nicht der Glaube zusammengebrochen.

+++ Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus in Deutschland niedrig. Das Robert Koch-Institut warnt aber davor, sich deshalb in Sicherheit zu wiegen. Wir erklären, warum die Angaben zu den Todesraten mit Vorsicht zu genießen sind und welche Hypothesen es für die niedrige Zahl in Deutschland gibt.

+++ Bundeskanzlerin Merkel sieht in dem europäischen Hilfspaket für die von der Corona-Pandemie besonders betroffenen EU-Staaten einen "wichtigen Meilenstein". Es handele sich um einen wichtigen Meilenstein für eine gemeinsame und solidarische europäische Antwort auf die Pandemie, teilte sie mit. Es werde nun für alle Mitgliedsstaaten möglich, den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit aufzunehmen. Merkel betonte, die Programme müssten so schnell wie möglich in Kraft gesetzt werden. Auch andere Politiker der Großen Koalition lobten das Hilfspaket.

+++ Auf dem von der Corona-Pandemie betroffenen französischen Flugzeugträger "Charles de Gaulle" sind inzwischen 50 Besatzungsmitglieder positiv auf das Virus getestet worden. Drei von ihnen wurden "vorsichtshalber" von Bord und in ein Krankenhaus gebracht.

+++ Seit Mitternacht sind in Deutschland verschärfte Bestimmungen für die Einreise in Kraft. Am Frankfurter Flughafen informiert die Bundespolizei seit dem frühen Morgen die Ankommenden. Unter anderem müssen sich zurückkehrende Bundesbürger in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben.

Die Reisenden mit Koffern sind von hinten und aus größerer Entfernung fotografiert. Es stehen auch Reisende ohne Schutzanzüge sowie Sicherheitspersonal mit Schutzmasken dort.  (AP / dpa / Michael Probst)Der Flughafen in Frankfurt am Main in der Corona-Krise: Fluggäste in Schutzanzügen stehen am 9.4.2020 vor der Sicherheitsschleuse. (AP / dpa / Michael Probst)

+++ Das europäische Corona-Hilfspaket für die besonders betroffenen EU-Staaten findet in der deutschen Politik Zustimmung.

+++ "Pflegeheime sind keine Gefängnisse!": Mit deutlichen Worten warnt die Deutsche Stiftung Patientenschutz davor, Heimbewohner von den geplanten Lockerungen in der Corona-Krise auszunehmen.

+++Der Deutsche Städte- und Gemeindebund befürwortet eine Sonderabgabe nach Vorbild des Solidaritätszuschlages, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise abzufedern.

+++ In Spanien schwächt sich der Anstieg bei den Todesfällen infolge einer Coronavirus-Infektion weiter ab. Ihre Zahl stieg um 605 auf 15.843, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. 

+++ Der britische Premierminister Boris Johnson wird nach Ansicht seines Vaters Stanley Johnson einige Zeit für die Genesung brauchen. Johnson war wegen einer Covid-19-Erkrankung drei Nächte auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses behandelt worden.

+++ Ein Fall in Japan zeigt, dass das neue Corona-Virus auch Hirnhautentzündungen hervorrufen kann - und dass es sich auch über den neuralen Weg verbreiten kann. 

+++ Jetzt ist auch in Litauen eine Mundschutzpflicht in Kraft getreten.

+++ Der SPD-Vorsitzende Walter-Borjans hat das EU-Hilfspaket in der Corona-Krise als einen "Lichtblick für Europa" bezeichnet. Er fordert aber zusätzliche Unterstützung für Italien und Spanien.

+++ In Nordrhein-Westfalen sollen die Corona-Soforthilfen für Kleinunternehmer nach Angaben der Landesregierung bald wieder ausgezahlt werden. Die Auszahlung war gestoppt worden, weil Kriminelle das Geld über gefälschte Antragsformulare auf ihre Konten umleiteten.   

+++ Die gestern vorgestellten Zwischenergebnisse der Studie zur Corona-Epidemie in Heinsberg sorgen für Dissens unter den Experten: Unter anderem der bekannte Virologe Drosten wirft seinem Bonner Kollegen Streeck eine mangelnde Aussagekraft der durchgeführten Test vor.

+++ "Achtung, Achtung, hier spricht die Polizei": In Nordrhein-Westfalen setzt die Polizei Drohnen ein, um die Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. Dabei werden die Menschen an beliebten Orten per Lautsprecher von den gesundheitlichen Risiken von allzu großer Nähe gewarnt.

+++ In den USA hat ein Gericht es abgelehnt, die Insassen eines Gefängnisses in Chicago mit vielen Corona-Infektionsfällen zu verlegen. Stattdessen wies der Richter die Aufseher an, mehr Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu unternehmen. In dem Gefängnis sind rund 450 Häftlinge und Wärter positiv getestet worden.

+++Der Jemen hat den ersten Coronavirus-Fall in dem Bürgerkriegsland gemeldet. Er sei in der östlichen Region Hadhramaut aufgetreten, teilt das nationale Notfallkomitee auf Twitter mit. Der Patient werde medizinisch versorgt, sein Zustand sei stabil. Die Vereinten Nationen hatten vor schweren Folgen eines Coronavirus-Ausbruchs im Jemen gewarnt. Millionen Menschen sind in dem Land, das ohnehin zu den ärmsten der Erde zählt, von Hunger bedroht und mussten vor den Kämpfen fliehen.

+++ Der UNO-Sicherheitsrat hat in einer Videokonferenz erstmals über die Coronavirus-Pandemie beraten. Das Gremium streitet allerdings noch darüber, ob es im Kampf gegen die Epidemie tätig werden soll. Vor allem die USA und China leisten dagegen Widerstand, wie Diplomaten berichten. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres macht sich indes dafür stark, dass der UN-Sicherheitsrat aktiv wird. Die Pandemie bedrohe Frieden und Sicherheit und könne soziale Unruhen und Gewalt auslösen, warnt er.

+++Im größten Gefängnis von Chicago sind rund 450 Häftlinge und Wärter positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Behörden mitteilen. Es ist einer der größten Ausbrüche der Epidemie an einem einzelnen Ort innerhalb der USA.

+++Der in Nordrhein-Westfalen aufgeflogene Betrug mit staatlichen Corona-Soforthilfen droht sich nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts auch bundesweit zu wiederholen. Das geht nach Informationen der Funke-Mediengruppe aus einem internen BKA-Papier hervor, das die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kriminalität in Deutschland analysiert. Darin warne das BKA, dass es durch die große Anzahl finanzieller Unterstützungsleistungen des Bundes und der Länder zu einem Anstieg von Betrugshandlungen kommen könne.

Donnerstag, 9. April

+++ Die Finanzminister der EU-Staaten haben sich in der Corona-Krise auf milliardenschwere Hilfen für gefährdete Staaten, Firmen und Jobs geeinigt. Der französische Finanzminister Le Maire sprach auf Twitter von einem exzellenten Kompromiss. 500 Milliarden Euro stünden sofort bereit. Bundesfinanzminister Scholz nannte die Einigung eine gute Botschaft. Der SPD-Politiker bestätigte, dass das Rettungspaket drei Punkte umfasst, nämlich Kredite der Förderbank EIB, ein europäisches Kurzarbeitergeld und vorsorgliche Kreditlinien aus dem Rettungsfonds ESM.

+++ Der britische Premierminister Boris Johnson ist von der Intensivstation entlassen worden. Er werde nun zunächst engmaschig überwacht, heißt es in einer Erklärung. Johnson sei sehr guter Dinge.

+++ Wegen der Corona-Pandemie hat Papst Franziskus zum Auftakt der österlichen Zeremonien eine Messe ohne Gläubige begangen. Das Oberhaupt der katholischen Kirche erinnerte im Petersdom an Priester, Ärzte und Pfleger, die in der Corona-Krise Großes leisteten und von denen viele an der Infektionskrankheit gestorben seien. Die traditionelle Fußwaschung war wegen der Gesundheitsrisiken abgesagt worden. Auch andere Teile der Feier entfielen.

Papst Franziskus hält die Gründonnerstagsmesse im fast menschenleeren Petersdom.   (Alessandro Di Meo/ANSA/AP/dpa)Papst Franziskus hält die Gründonnerstagsmesse im fast menschenleeren Petersdom. (Alessandro Di Meo/ANSA/AP/dpa)

+++ Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben die Behörden in der Slowakei fünf Siedlungen der Roma-Minderheit mit insgesamt 6.000 Bewohnern abgeriegelt. Wie unserer Korrespondent berichtet, kontrollieren Polizei und Armee, dass niemand die betroffenen Siedlungen verlässt. Dort seien insgesamt 31 Personen positiv auf das Virus getestet worden. Viele Roma-Familien lebten auf engsten Raum, die hygienischen Bedingungen seien in vielen Vierteln schlecht. Der Europa-Abgeordnete und ehemalige Regierungsbeauftragte für die Belange der Roma, Pollák, fürchtet, dass sich das Virus in den Siedlungen schnell ausbreitet.

+++ Die weltweite Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus ist auf über 90.000 gestiegen. Die Zahl geht auf die Johns Hopkins Universität zurück. 

+++ Frankreich verdoppelt wegen der Corona-Krise sein Hilfspaket für die Wirtschaft. Finanzminister Le Maire sagte der Zeitung "Les Echos", mit den jetzt 100 Milliarden Euro solle der erwartete ökonomische Einbruch von sechs Prozent abgefedert werden. Es handele sich um die stärkste Rezession seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

+++ Im US-Bundesstaat New York sind mittlerweile mehr als 7060 Menschen durch das Coronavirus ums Leben gekommen. Innerhalb eines Tages wurden den Behörden fast 800 neue Todesfälle gemeldet - der höchste Anstieg seit Ausbruch der Pandemie.

+++ Gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es bislang keinen Impfstoff. Auch Medikamente, die gegen die von dem Virus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 helfen könnten, sind noch nicht hinreichend erforscht. Es gibt aber Ansätze für Behandlungsmöglichkeiten, und die ersten Versuche laufen.

+++ Die Generalsekretärin der UNO-Klimabehörde, Espinosa, warnt davor, dass die Corona-Krise die Anstrengungen der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen den Klimawandel beeinträchtigen könnte. Sie sagte dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", sie befürchte, dass einige Länder ihre Bemühungen zurückführen. Das sei leider abzusehen. Espinosa rief die Länder dazu auf, wie vereinbart gegen den Klimawandel vorzugehen. Das Coronavirus habe gezeigt, wie stark eine globale Krise die Weltgemeinschaft treffen könne. Man bekomme aber auch eine Vorstellung davon, was der Klimawandel als globale Krise in den nächsten Jahrzehnten zerstören könne.

+++ Das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommerns hat die österlichen Reisebeschränkungen für Einheimische außer Vollzug gesetzt. Das teilte das Gericht am Donnerstag mit. Die Gründe für die Entscheidung im Eilverfahren sollen später veröffentlicht werden. Die Landesregierung hatte angeordnet, dass Tagesausflüge auf die Ostseeinseln, in die Gemeinden entlang der Ostseeküste, in die Stadt Waren an der Müritz sowie in weitere Gemeinden auch für Bürger Mecklenburg-Vorpommerns verboten seien.

Fußgänger spazieren in Schwedeneck entlang der Steilküste am Ostseestrand (picture alliance / dpa / Frank Molter)Blick von der Steilküste über den Strand von Schwedeneck (picture alliance / dpa / Frank Molter)

+++ Ungarn verlängert die seit knapp zwei Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie auf unbegrenzte Zeit. Die Regierung werde die Aufrechterhaltung der Beschränkungen wöchentlich überprüfen, erklärte Ministerpräsident Viktor Orban am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite.

+++ Auf die Situation in den Frauenhäusern wirkt sich die Corona-Krise bislang sehr unterschiedlich aus. Es gebe Einrichtungen, bei denen sich deutlich mehr Frauen meldeten, sagte Sylvia Haller, Sprecherin der Zentralen Informationsstelle autonomer Frauenhäuser, dem Deutschlandfunk. Bei anderen seien die Anfragen eher zurückgegangen. Letzteres habe aber keineswegs mit einem einhergehenden Rückgang der Gewalt zu tun. Vielmehr hätten die Frauen durch die permanente Anwesenheit des Gewalttäters kaum mehr Gelegenheit, sich über Telefon oder über das Internet Hilfe zu holen.

+++ In den Vereinigten Staaten steigt wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Zahl der Arbeitslosen. Wie die US-Regierung mitteilte, stellten bis zum 4. April mehr als 16 Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe. Die Gesuche gelten in den USA als Indikator für die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts. Die Zahlen deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Coronavirus-Krise hin.

Aufbau von Corona-Notaufnahmen vor dem Bellevue Hospital in New York City  (dpa/ picture alliance/ ZUMA Wire/ Ron Adar)Aufbau von Corona-Notaufnahmen vor dem Bellevue Hospital in New York City (dpa/ picture alliance/ ZUMA Wire/ Ron Adar)

+++ Auch Europa ist nach wie vor stark von der Ausbreitung des Virus betroffen. Wir haben eine Übersicht zusammengestellt, die wir ständig aktualisieren. 

+++ Im Streit der Euro-Finanzminister über Hilfen für von der Corona-Krise besonders stark getroffene Länder gibt es Signale einer Annäherung. Der niederländische Regierungschef Rutte sagt vor Beginn der Beratungen der Minister, eine Vereinbarung der Eurogruppe noch heute sei möglich. Sein Land wolle Solidarität mit dem Süden Europas zeigen. Zuletzt galt vor allem ein Streit zwischen den Niederlanden und Italien als Hindernis für eine Einigung.

+++ Bundeskanzlerin Merkel hat eine positive Zwischenbilanz der gesellschaftlichen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie gezogen. Es gebe einen Hoffnungsschimmer, sagte sie nach Angaben von Teilnehmern bei einer Videokonferenz der Unions-Fraktion im Bundestag. Der Maßstab des Handelns sei gewesen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Das sei bislang ganz gut gelungen. Leichtsinnig dürfe man nun aber nicht werden.

Fakt ist dennoch: Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infizierten Menschen steigt in Deutschland weiter an. Die Dunkelziffer lässt sich allerdings nur schwer bestimmen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

+++ Die Untersuchung zur Corona-Ausbreitung in Heinsberg legt nach Einschätzung des Studienleiters Streeck eine Lockerung der verhängten Beschränkungen nahe. Die Pilotstudie zeige in einem Zwischenergebnis, dass mit einer Rücknahme von Auflagen bei gleichzeitiger Sicherung der Hygiene-Maßnahmen begonnen werden könne, sagt der Bonner Virologe in Düsseldorf. Streeck untersucht mit einem Forscherteam, wie sich das Virus im Kreis Heinsberg ausgebreitet hat. Ziel ist es unter anderem, Lösungsansätze für eine Reduzierung der umfangreichen Kontaktverbote zu liefern. In Heinsberg konnte von den Forschern bei 15 Prozent der Bürger eine Infektion nachgewiesen werden.

+++ Die Bundesregierung will eine langfristig stabile Produktion medizinischer Schutzausrüstung in Deutschland aufbauen. Wirtschaftsminister Altmaier sagte, man wolle Unternehmen insbesondere für die Produktion von Schutzmasken gewinnen. Derzeit würde noch 90 Prozent von ihnen in Asien produziert. Der deutsche Anteil solle künftig deutlich ausgebaut werden, zumal die globale Nachfrage für lange Zeit hoch bleiben werde. Daher wolle man die Investitionsbedinungen für interessierte Firmen verbessern und dafür sorgen, dass auch in Deutschland wettbewerbsfähig hergestellt werden könne, fügte der CDU-Politiker hinzu.

Zwei Männer in weißer Schutzkleidung hantieren in einem Werkraum mit Schutzmasken. (Friso Gentsch/dpa/POOL/dpa)Mitarbeiter der Zender Germany GmbH fertigen Schutzmasken an. (Friso Gentsch/dpa/POOL/dpa)

+++ Seit der Ausweitung des Kinderzuschlags sind fast 80.000 Anträge auf die Leistung eingegangen. Das teilte Bundesfamilienministerin Giffey mit. Die Mitarbeiter in den Familienkassen arbeiteten jetzt daran, dass die Familien die Unterstützung erhielten, sagte die SPD-Politikerin in Berlin. Den Zuschlag bekommen Familien mit niedrigem Einkommen, das nur knapp über Hartz-IV-Niveau liegt. Abhängig von der Bedürftigkeit gibt es maximal 185 Euro pro Kind und Monat. Der Betrag wird monatlich gemeinsam mit dem Kindergeld überwiesen.

+++ Der Internationale Währungsfonds zeichnet ein düsteres Bild der weltwirtschaftlichen Entwicklung. Seine Chefin Georgieva sagte vor Beginn der IWF-Frühjahrstagung, man gehe von einem katastrophalen Jahr aus. Es sei die schlimmste Wirtschaftskrise seit der Großen Depression der 1920er und 1930er Jahre zu erwarten. Nach Einschätzung des Währungsfonds dürfte in diesem Jahr 170 der 180 IWF-Mitgliedstaaten ein Rückgang des Pro-Kopf-Einkommens bevorstehen.

+++ In Bayern bleibt es beim Gottesdienstverbot an den Kar- und Ostertagen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte den Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die Corona-Verordnung der bayerischen Staatsregierung ab. Diese verbietet Versammlungen und Veranstaltungen in ganz Bayern, darunter auch Gottesdienste. Der Antragsteller, ein Münchner Anwalt, sah sich als gläubiger Katholik in der Freiheit seiner Religionsausübung verletzt. Das Gottesdienstverbot an Ostern war zuvor bereits durch Gerichtsentscheidungen in mehreren anderen Bundesländern bestätigt worden.

+++ Bundesgesundheitsminister Spahn hält erste Lockerungen der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie nach den Osterferien für möglich. Dafür müsse sich der positive Trend bei der Verlangsamung der Infektionszahlen aber noch verstetigen, sagte Spahn dem "Handelsblatt". Voraussetzung für mögliche Schritte in Richtung Normalität sei, dass sich die Bevölkerung auch über die Osterfeiertage an die Kontaktbeschränkungen halte. Der CDU-Politiker betonte, dass es bei Großveranstaltungen wie etwa Fußballspielen noch längere Zeit dauern werde, bis man zur Normalität zurückkehren könne.

+++ Die Einschränkungen in Deutschland zeigen offenbar die erwünschte Wirkung. Zu dem Schluss kommt das Max-Planck-Institut. Die Wissenschaftler vermuten, dass es noch zwei Wochen Kontaktsperre in Deutschland bedarf. Danach könnte eine Lockerung möglich sein, teilte das Team des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation mit. Die Gruppe arbeitet mit Modellrechnungen auf Grundlage der täglichen Fallzahlen. Eine ihrer Erkenntnise ist, dass die seit dem 22. März geltenden Maßnahmen die befürchtete weitere exponentielle Ausbreitung von Covid-19 verhindert hat.

+++ Am Flughafen Berlin Schönefeld sind die ersten Erntehelfer aus Rumänien angekommen. Wie eine Sprecherin mitteilte, werden im Laufe des Tages zwei weitere Flugzeuge mit Saisonkräften erwartet. Zudem werden am Nachmittag zwei weitere Maschinen in Düsseldorf erwartet. Die Menschen werden zunächst medizinisch untersucht, bevor sie ihre Arbeit in den landwirtschaftlichen Betrieben aufnehmen dürfen. Bundesinnenminister Seehofer und Agrarministerin Klöckner hatten sich in der vergangene Woche geeinigt, 80.000 ausländische Arbeiter unter strengen Auflagen nach Deutschland zu holen. Zuvor hatte der Deutsche Bauernverband davor gewarnt, dass vor allem die Spargelernte wegen Personalmangels nicht eingebracht werden könne. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gibt es europaweit Grenzschließungen, sodass die Erntehelfer vor allem aus den osteuropäischen Staaten nicht wie gewohnt nach Deutschland einreisen können.

+++ Bei einer möglichen Lockerung der Corona-Beschränkungen hofft der niedersächsische Regierungschef Weil auf ein einheitliches Vorgehen der Bundesländer. Auch wenn die Zahl der Infektionen in den einzelnen Ländern verschieden hoch sei, könnten unterschiedliche Lösungen, etwa bei Schul-Öffnungen, nicht das Ziel sein, sagte Weil im ZDF. Die bislang geltenden Maßnahmen zeigten Wirkung, doch sei man noch lange nicht am Ziel. Niemand solle glauben, dass ab dem 20. April das gewohnte Leben wieder schlagartig beginnen könne.

+++ Wegen mutmaßlicher Betrügereien hat Nordrhein-Westfalen die Auszahlung der Soforthilfen an Solo-Selbständige und Kleinstbetriebe vorerst gestoppt. Wie die Staatskanzlei in Düsseldorf mitteilte, haben einige Betreiber auf Fake-Seiten mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese für kriminelle Machenschaften genutzt. Daraufhin habe das Land die Bezirksregierungen angewiesen, die weitere Auszahlung der Gelder auszusetzen. Allerdings können Kleinunternehmer und Selbstständige auch weiterhin ihre Anträge auf Soforthilfe stellen.

+++ Ein Spaziergangsforscher geht davon aus, dass der coronabedingte Wander- und Flanier-Trend auch nach der Krise anhält. Die Politik müsse darauf reagieren, forderte Weisshaar im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Momentan werde allen klar, dass Parks oft zu klein und die Wege für die Fußgänger zu eng seien. Das Fortbewegen zu Fuß müsse nicht zuletzt bei den zuständigen Kommunen einen größeren Stellenwert bekommen.

+++ Die Corona-Kontaktsperren bedeutet für viele Menschen in Europa, dass sie weitgehend alleine leben müssen. Das Statistikamt Eurostat weist darauf hin, dass die Größe der Haushalte in der EU in den vergangenen Jahren weiter gesunken ist. Der globale Trend gehe in Richtung Einzelhaushalt, alleinerziehende Mütter oder Väter und kinderlose Paare. In Deutschland, Finnland und Schweden sind schon fast 80 Prozent der Haushalte ohne Kinder. Die meisten Alleinerziehenden gibt es in Dänemark.

+++ Die indischen Behörden haben Dutzende Gegenden mit vielen Corona-Fällen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi und dem benachbarten indischen Staat Uttar Pradesh ausgemacht und abgeriegelt. Die Regierung teilte mit, den Betroffenen würden Lebensmittel und Medikamente vor die Tür geliefert. Sie dürften diese Gegenden nicht verlassen. Die neuen Corona-Fälle sind zwar über rund 40 Prozent der Bezirke von Indien verteilt, sie konzentrieren sich allerdings auf die dicht bevölkerten städtischen Zentren. Mumbai ist am stärksten betroffen. Für die 1,3 Milliarden Inder gelten für drei Wochen bis 14. April Ausgangsbeschränkungen.

+++ Die EZB-Chefin Lagarde hat die europäischen Staaten zu mehr Solidarität im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus aufgerufen. Die Regierungen müssten sich gegenseitig unterstützen, forderte Lagarde in einem Beitrag für mehrere Zeitungen. Eine Koordinierung von Finanz- und Geldpolitik sei der beste Weg, Industrie und Arbeitsplätze zu schützen. Die Finanzminister der Eurozone unternehmen heute einen weiteren Versuch, sich über milliardenschwere Finanzhilfen in der Corona-Krise zu einigen. Frankreich beharrt darauf, dass die EU-Staaten ohne Vorbedingungen Kredite vom europäischen Rettungsfonds ESM erhalten können. Dem Vernehmen nach lehnen die Niederlande eine Aufweichung der Kreditkonditionen strikt ab und stehen mit dieser Position allein da.

+++ Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat dagegen erklärt, dass in Europa Bereitschaft herrsche, die Stabilitätskriterien zu lockern, weil die Coronakrise unverschuldet über die Länder gekommen sei. Er sagte im Deutschlandfunk, alle europäischen Länder hätten in den vergangenen Jahren Fortschritte in ihrer Konsolidierungspolitik gemacht. Altmaier betonte, dass es bereits Regelungen gebe, die entsprechende Möglichkeiten vorsähen. Der Euro müsse eine stabile und verlässliche Währung bleiben.

+++ Die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, von Storch, hat die Forderung ihrer Fraktion, die Regelungen nach Ostern zu lockern, bekräftigt. Die Einschränkung der Bürgerrechte und der massive Einfluss auf die Wirtschaft müssten schnellstmöglich beendet werden, sagte sie im Deutschlandfunk.

+++ Die Corona-Beschränkungen sollten aus Sicht der EU-Kommission nur in kleinen, streng kontrollierten Schritten über einen Zeitraum von mehreren Monaten gelockert werden. Dies geht laut Deutscher Presse-Agentur aus dem Entwurf der sogenannten Exit-Strategie der Brüsseler Behörde hervor, die nächste Woche veröffentlicht werden soll. Voraussetzungen für ein Zurückführen der Maßnahmen müssten eine spürbare Verlangsamung der Ausbreitung des Virus und eine ausreichende Zahl von Krankenhausbetten sein. Die Kommission empfehle den Mitgleidsländern demnach, dass nicht die gesamte Bevölkerung zur gleichen Zeit wieder an den Arbeitsplatz gehen sollte. In Schulen etwa sollten Klassen verkleinert werden, damit die Kinder ausreichend Abstand halten könnten. Zudem gebe es den Vorschlag, den Einreisestopp in die Europäische Union bis zum 15. Mai zu verlängern.

+++ Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus hat die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Das geht aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervor. Die meisten bekannten Infektionen gibt es in den USA, gefolgt von Spanien und Italien. 

+++ Der Deutsche Gewerkschaftsbund mahnt zur Vorsicht beim Wiederhochfahren der Wirtschaft. Dies müsse so erfolgen, dass ein neuer Pandemie-Ausbruch unterbleibe, sagte DGB-Vorstandsmitlied Körzell. Zugleich verwies er auf die Prognosen zur Erholung der Konjunktur im kommenden Jahr. Das mache Hoffnung.

+++ Die Bundesregierung will deutsche Hersteller von medizinischen Schutzmasken gegen das Coronavirus offenbar mit 40 Millionen Euro fördern. Das geht nach Medienberichtn aus einem Regierungsdokument hervor. Bis die deutsche Industrie dazu in der Lage sei, dürften aber Monate vergehen, da es einen Engpass bei der Herstellung eines für die Masken benötigten Spezialstoffs gebe.

+++ Das Bundeskabinett befasst sich heute in Berlin mit der Corona-Krise. Ein Thema dürfte erneut die Beschaffung von Schutzmaterial sein.


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