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Newsblog zu Covid-19Coronavirus: Entwicklungen von Freitag, 13. März, bis Samstag, 14. März

Ein Mann mit Schutzkleidung und Mundschutz sitzt in einer Metrostation in Madrid auf einer Bank.  (picture alliance / Zuma Wire)
Ein Mann mit Schutzkleidung (picture alliance / Zuma Wire)

An dieser Stelle finden Sie unser Archiv zu den Entwicklungen in der Coronavirus-Krise vom 13. bis 14. März 2020.

Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier in unserem Newsblog.

Samstag - 14. März

+++ Spanien ruft wegen Coronavirus nationalen 15-tägigen Notstand aus. Die Bewegungsfreiheit der Menschen wird weitgehend eingeschränkt. Teil ist eine landesweite Ausgangssperre. Die Corona-Krise erfordere "außerordentliche Entscheidungen", sagte Ministerpräsident Sanchez. +++

+++ In Frankreich werden alle Cafés, Geschäfte, Restauraunts und Kinos geschlossen. Lediglich Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen seien von der Regelung ausgenommen, die ab Mitternacht in Kraft tritt. Hunderte "Gelbwesten" gehen trotz Coronavirus-Gefahr auf die Straße. +++

+++ Bundesregierung sieht keinen Anlass für Hamsterkäufe. "Die Lager sind so bestückt, dass keiner Angst haben muss, dass etwas ausgeht", sagt Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU). Auch Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner (CDU) betonte, in Deutschland gebe es aktuell keine Versorgungsengpässe. Sie appelliere daher an die Bürger, ihre Vorräte mit Bedacht, Augenmaß und umsichtig aufzustocken. Auch die Supermarkt-Kette Rewe erklärte, die Hersteller lieferten weiterhin und die Regale würden zügig nachgefüllt: "Es wäre nur sinnvoll, wenn die Leute, den Einkauf auf die Woche verteilen, und nicht nur Freitagnachmittag und Samstagmorgen einkaufen würden." Vielerorts war heute Mehl, Reis, Toilettenpapier und anderes ausverkauft. +++

+++ Auch Israel schließt Hotels, Restaurants, Theater und Einkaufszentren. Die Maßnahme soll ab Sonntag greifen. Offen bleiben sollen dagegen Apotheken, Supermärkte und Banken. +++

+++ Die Brandenburger Landesregierung steht nach eigenen Angaben in Verhandlungen mit Polen, um für weitere Personengruppen Ausnahmen von der geplanten Grenzschließung wegen des Coronavirus zu erreichen. Ausnahmeregelung sollten nicht nur für medizinisches und Pflegepersonal gelten, sondern auf alle im Grenzraum arbeitenden Menschen. Polen will die Grenze wegen der Corona-Krise ab morgen für Ausländer vorübergehend dichtmachen. +++

+++ Um eine Einschleppung des SarsCov2-Virus in die Gefängnisse zu verhindern, werden Neuzugänge in Mecklenburg-Vorpommern zunächst separat untergebracht. In den Vollzugsanstalten Bützow und Neustrelitz soll jeweils eine Aufnahmestationen eingerichtet werden. In den vier Haftanstalten des Landes sitzen laut Ministerium aktuell rund 1.100 Häftlinge ein. In Frankreich hat sich Berichten zufolge erstmals ein Häftling infiziert. Der 74-Jährige habe seit dem 8. März in einer Einzelzelle im Gefängnis Fresnes südlich von Paris gesessen und kam am Freitag nach dem Auftreten erster Symptome in ein Krankenhaus, wie die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine Sprecherin des Justizministeriums berichtete. +++

+++ Bundeskanzlerin Merkel hat die Bevölkerung zu besonderer Solidarität in der Coronavirus-Krise aufgerufen. Soziale Kontakte sollten nach Möglichkeit weitgehend eingestellt werden, wenn notwendig, bis hinein ins familiäre Umfeld, sagte sie in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft. Man helfe damit ganz konkret Älteren und Menschen mit Vorerkrankungen. Jeder könne mit seinem persönlichen Verhalten dazu beitragen, dass sich die Geschwindigkeit, in der Menschen infiziert würden, so verlangsame, dass das Gesundheitssystem nicht überfordert werde: +++

+++ In Italien ist die Zahl der Todesfälle nach Angaben der Behörden binnen 24 Stunden von 1.266 auf 1.441 gestiegen. Die Zahl der registrierten Infektionen stieg in diesem Zeitraum von 17.660 auf 21.157. +++

+++ Norwegen schließt ab Montagmorgen seine See- und Flughäfen. Norwegischen Staatsbürgern sei es erlaubt, ins Land zurückzukehren, teilt Ministerpräsidentin Solberg mit. Einen Plan für Ausgangssperren gebe es nicht. Die Regierung sei bereit, alles zu tun, um die Wirtschaft des Landes zu schützen. +++

+++ Berlin verbietet alle öffentlichen und nicht-öffentlichen Veranstaltungen ab 50 Personen. Die Verordnung gelte ab sofort, teilte ein Sprecher der Senatskanzlei mit. Kneipen, Bars, Kinos und Clubs sowie öffentliche und private Sportstätten müssen ab sofort schließen. Auch für Krankenhäuser und Pflegeheime gibt es strenge Regeln. +++

+++ Um Busfahrer vor Corona-Infektionen zu schützen, halten viele Verkehrsbetriebe in Nordrhein-Westfalen die Vordertüren von Linienbussen geschlossen. Fahrgäste sollen die hinteren Türen benutzen. Ein Ticketkauf beim Fahrer ist bis auf weiteres nicht möglich. Fahrscheinpflicht besteht aber weiterhin. Flatterbänder sorgten im Innenraum für einen Mindestabstand zum Fahrersitz, etwa in Dortmund und Essen. +++

+++ Der für Montag geplante Start der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grünen in Hamburg wird um zwei Wochen verschoben. Das teilten beide Parteien am Samstag in Hamburg mit. +++

+++ Vor dem Hintergrund geschlossener Schulen und Kitas baut der WDR nach eigenen Angaben seine Programmangebote für Kinder und Jugendliche aus. Ab kommendem Mittwoch wird Die Sendung mit der Maus einmal täglich gezeigt. +++

+++ In den USA hat Präsident Trump den 30-tägigen Einreisestopp für Reisende aus weiten Teilen Europas auf Großbritannien und Irland ausgeweitet. Amerikaner und Personen mit einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis (Green Card), die sich in diesen beiden Ländern aufhielten, dürften auch danach weiter in die USA einreisen. Sie müssten sich aber Tests unterziehen und sollten sich in eine 14-tägige Selbstquarantäne begeben. +++

Trump hat sich auf das Coronavirus testen lassen. Trump sagte bei einer Pressekonferenz, er habe sich dem Test unterzogen. Das Ergebnis liege aber erst in ein oder zwei Tagen vor. +++

+++ Musik hallt durch die menschenleeren Gassen wie bei einem Straßenfest: In Italien verabreden sich Menschen in diesen Tagen an Fenstern und auf Balkonen für gemeinsame Konzerte. Sie folgen Online-Aufrufen, ein Musikinstrument hervorzuholen oder einfach nur gegen die Einsamkeit anzusingen, damit das Land trotz Coronavirus-Ausgangssperre "für ein paar Minuten ein einziges großes Konzert ist": +++

oder

+++ Köln verbietet von Sonntag an alle Veranstaltungen. Das gelte zunächst bis einschließlich 10. April, sagte Stadtdirektor Keller. Das Verbot gelte auch für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften. Geschlossen würden auch alle Kinos und Theater und ebenso Discos, Clubs und Bars, die Musik und Tanzveranstaltungen anbieten. Ausgenommen seien Wochenmärkte, die der Nahversorgung dienten. Gestattet bleibe auch der Besuch von Restaurants und Gaststätten. Sie nähmen mit einem Essensangebot auch eine Versorgungsfunktion wahr. Der Kölner Dom ist ab Sonntag nur noch für Menschen geöffnet, die ihn zum Gebet aufsuchen möchten. +++

+++ Das Bundesgesundheitsministerium hat die Bevölkerung vor Falschnachrichten und Panikmache in der Corona-Krise gewarnt. Unter anderem über Audiobotschaften auf WhatsApp wird derzeit behauptet, die Bundesregierung kündige bald weitere massive Einschränkungen des öffentlichen Lebens an. Das stimme nicht, teilte eine Ministeriumssprecherin auf Twitter mit. +++

Auf WhatsApp und anderen Plattformen sorgt zudem eine Behauptung zum Coronavirus und zu Ibuprofen für Verunsicherung. In einer Sprachnachricht wird berichtet, dass das Schmerzmittel angeblich anfälliger für das Virus macht. Verwiesen wird dabei auf Forschungen der Uni Wien. Die weist das als Falschmeldung zurück. +++

+++ Lettland schließt ab Dienstag seine Grenzen für Ausländer. Zudem werden alle öffentlichen Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern verboten. Litauen macht seine Grenzen ab Montag zu. Russland schließt ab Mitternacht seine Grenzen zu Polen und Norwegen für Ausländer. +++

+++ Das Coronavirus hat sich inzwischen auf 17 der 20 Länder Lateinamerikas ausgebreitet. Zuletzt wurden in Venezuela, Guatemala und Uruguay erste Fälle bekannt. Nur in Nicaragua, El Salvador sowie im Karibikstaat Haiti wurden bislang keine Infektionen bestätigt, wie aus Angaben der Behörden der jeweiligen Länder sowie der Weltgesundheitsorganisation hervorgeht. +++

+++ Schutzausrüstung darf künftig nur noch mit Genehmigung aus Deutschland ausgeführt werden. Für den Export entsprechender Brillen, Atemmasken, Anzügen oder Handschuhen sei nun eine Erlaubnis beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einzuholen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium. +++

+++ Auch in Ägypten werden Schulen und Universitäten für zwei Wochen geschlossen. Die Regelung gilt ab Sonntag, wie das Präsidialamt mitteilt. Eine ähnliche Entscheidung traf der Senegal. +++

+++ In den Niederlanden ist die Zahl der bestätigten Infektion um 155 auf 959 gestiegen. Es gibt zwei weitere Tote. +++

+++ In Spanien ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um mehr als 1.500 auf 5.200 Fälle gestiegen. Die Regierung in Madrid plant Medienberichten zufolge erhebliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens. +++

+++ Nordrhein-Westfalen und Bayern beschränken Besuche in Alten- und Pflegeheimen zum Schutz der Bewohner.  +++

+++ Die Regierung in Österreich hat ein Maßnahmenpaket für die Unterstützung der Wirtschaft vorgestellt. Es umfasse ein Volumen von vier Milliarden Euro und sehe Zwischenfinanzierungen und Kreditgarantien für Unternehmen vor, erläuterte Bundeskanzler Kurz. Finanzminister Blümel ergänzte, die Regierung halte nicht länger am Ziel eines ausgeglichenen Haushalts fest. +++

+++ Auch in Mecklenburg-Vorpommern bleiben wegen der Coronavirus-Epidemie von Montag an Schulen und Kitas flächendeckend geschlossen. Das teilte Ministerpräsidentin Schwesig (SPD) am Rande einer Sondersitzung ihres Kabinetts in Schwerin mit. Die Landesregierung folgt damit den Entscheidungen anderer Bundesländer. Bis auf Sachsen und Brandenburg schließen damit alle Bundesländer flächendeckend die Schulen. In den meisten Ländern werden auch alle Kindertagesstätten geschlossen. Die Schließungen gelten in der Regel ab Montag, in Thüringen ab Dienstag. +++


In Sachsen wurde zunächst von Montag an die Schulpflicht aufgehoben. Lehrer, Schüler und Eltern sollen auf diese Weise Zeit bekommen, sich auf Schulschließungen vorzubereiten. Den genauen Zeitpunkt will die Landesregierung kommende Woche festlegen. Brandenburg setzt den regulären Schulunterricht von Mittwoch an vorerst aus. Der Schulbesuch ist damit weiter möglich, aber nicht mehr verpflichtend. +++

+++ Bundesinnenminister Seehofer hat die EU-Länder aufgefordert, sich bei Grenzkontrollen in Europa abzusprechen. Seehofer sagte in Berlin, der Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus erfordere Vorkehrungen. Die Europäische Union könne dabei aber nur erfolgreich sein, wenn die Mitgliedsstaaten sich untereinander abstimmten. +++

+++ Norwegen verschärft seine Sicherheitsvorkehrungen. Alle Einreisenden, die nicht aus Skandinavien kommen, werden direkt abgewiesen oder zu einer zweiwöchigen Quarantäne verpflichtet. Die Regierung in Oslo rief die eigenen Bürger dazu auf, im Land zu bleiben und Reisen zu verschieben. +++

+++ Die britische Regierung will kommende Woche Notfallregelungen beschließen, mit denen Massenveranstaltungen verboten werden können. Medienberichten zufolge könnten das Glastonbury-Musikfestival, das Tennisturnier in Wimbledon und das Grand-National-Pferderennen abgesagt werden. +++

+++ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat auf Twitter an alle Rückkehrer aus Italien, Österreich und der Schweiz appelliert, zunächst zwei Wochen zu Hause zu bleiben - auch wenn man keine Symptome zeigt. +++

+++ Das Robert-Koch-Institut hat seine Liste mit Coronavirus-Risikogebieten erweitert. Dazu zählen jetzt auch das österreichische Bundesland Tirol und Spaniens Hauptstadt Madrid. Dort ist die Ansteckungsgefahr nach Einschätzung der Fachleute besonders hoch. Bisher galt das für Italien, die Region Grand Est in Frankreich, den Iran und Teile von China und Südkorea. +++

+++ Der US-Kongress hat mit deutlicher Mehrheit ein milliardenschweres Hilfspaket für Familien gebilligt. Auf das Gesetz hatten sich zuvor die Demokraten im Repräsentantenhaus mit der Regierung von US-Präsident Trump verständigt. Anfang kommender Woche soll noch der US-Senat zustimmen. Trump hatte am Freitag wegen der Ausbreitung des Coronavirus in den USA einen nationalen Notstand ausgerufen. +++

+++ Alle Apple-Läden außerhalb Chinas bleiben bis zum 27. März geschlossen. Das kündigte Konzernchef Tim Cook an. +++

+++ In China bleibt die Zahl der Neuerkrankungen mit dem Coronavirus niedrig. Nach Angaben der Pekinger Gesundheitskommission wurden gestern elf neue Fälle nachgewiesen. Sieben der betroffenen Personen seien aus anderen Ländern in die Volksrepublik gekommen. Damit fiel den Angaben zufolge die Zahl der Virusinfektionen bei Reisenden aus dem Ausland erstmals höher aus als die der Ansteckungen durch Übertragungen im Inland. +++

+++ Die Einreisesperren der USA für Europäerinnen und Europäer sind in Kraft getreten. Nicht-US-Bürger, die sich in den vergangenen zwei Wochen in einem Schengen-Staat aufgehalten haben, dürfen nicht mehr in die USA einreisen. Die Maßnahme soll zunächst für einen Monat gelten. +++

+++ Die Brandenburger Landesregierung will heute gemeinsam mit den Kreisen, kreisfreien Städten, Krankenhäusern und Ärzten über weitere Maßnahmen gegen eine schnelle Ausbreitung des Coronavirus beraten. Bei dem Treffen in Potsdam wird es auch darum, wie das Aussetzen des regulären Unterrichts an den Schulen bis zum Ende der Osterferien organisiert werden kann. Lehrer sind weiter in der Schule, um freiwilligen Unterricht über das Internet anzubieten. Kinder von Ärzten, Schwestern oder Pflegern, von Eltern aus Behörden, Polizei und Feuerwehr sollen weiter zur Schule gehen können. Dafür sind Notfallpläne in Planung - auch für die Kita-Betreuung, die in bisheriger Form vorerst ausgesetzt wird. +++

Freitag - 13. März

+++ Bundeskanzlerin Merkel sieht die Bundesregierung finanziell gut gerüstet für den Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus. Bei einem Treffen mit Vertretern von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften im Kanzleramt bekräftigte sie nach Angaben der Regierung vom Abend, alles Notwendige zu tun, um die Lage zu stabilisieren. Sie sagte demnach, die Regierung habe in den letzten Jahren gut gewirtschaftet. Die finanziellen Reserven seien vorhanden. +++

+++ Die Stadt Nürnberg hat die Austragung des Länderspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am 31. März gegen Italien untersagt. Wie der DFB am Abend mitteilte, wegen der Coronavirus-Krise gelte dort ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen. Daher sei die Absage des Spiels unumgänglich. +++

+++ Präsident Trump hat für die USA den nationalen Notstand ausgerufen. Krankenhäuser sollten ihre Notfallpläne aktivieren, sagte er in Washington. Mit der Maßnahme würden weitere Bundesmittel in Höhe von bis zu 50 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 freigesetzt. Nach Angaben der nationalen Gesundheitsbehörde CDC wurden in den USA bislang mehr als 1.600 Covid-19-Fälle registriert. Die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher liegen. Seit Mitte Januar wurden in den USA weniger als 14.000 Tests durchgeführt. +++

+++ Dänemark schließt bis auf Weiteres seine Grenzen. Die Maßnahme gelte ab dem morgigen Samstag 12 Uhr, teilte die dänische Ministerpräsidentin Frederiksen in Kopenhagen mit. Auch Polen schließt von Sonntag an seine Grenzen für Ausländer. Polnische Staatsbürger, die ins Land zurückkehren, sollen für 14 Tage unter Quarantäne gestellt werden. +++

+++ Türkei stellt Flüge nach Deutschland ein. Ab morgen früh werde es auch keine Flugverbindungen mehr nach Österreich, Belgien, Dänemark, Frankreich, Norwegen, Spanien, Schweden und in die Niederlande geben, sagte der türkische Transportminister Turhan in Ankara. Die Maßnahme gelte bis zum 17. April. +++

+++ Italien verzeichnet den höchsten Anstieg der Zahl an Todesopfern innerhalb eines Tages seit Beginn der Zählungen: 250. Damit sind in Italien 1.266 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, wie der Zivilschutz in Rom mitteilte. Die Zahl der Infektionen stieg auf mehr als 17.600 - rund 2.500 mehr als am Vortag. +++

+++ Der Pianist Igor Levit gibt in Zeiten des Coronavirus Haus-Konzerte auf Twitter. Jeden Abend um 19.00 Uhr wolle er, wann immer er könne, per Livestream für sein Publikum spielen, kündigte der 33-Jährige an. "Bis wir uns alle wieder gemeinsam, real, nah beieinander versammeln und Kunst erleben können, so der Künstler. +++

+++ 160.000 Menschen haben die Oper "Carmen" im Gratis-Stream der Berliner Philharmoniker aus der Staatsoper Unter den Linden gesehen. Das teilte das Konzerthaus mit. Der Livestream wurde in Zusammenarbeit mit dem RBB realisiert. Die Philharmoniker stellen während der Schließung ihres Saals mehr als 600 Konzerte in ihrer "Digital Concert Hall" kostenlos als Streams zur Verfügung. +++

+++ In Berlin werden alle Clubs, Bars und Kneipen ab Mitte nächster Woche geschlossen. Bei der Gastronomie wolle man aber den Bereich aufrechterhalten, der mit einem Essensangebot der Versorgung diene, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Müller Freitag. Die rechtlichen Grundlagen für diesen Schritt sollten Dienstag beschlossen werden. Am 20. April wolle man die Situation wieder bewerten. Auch der öffentliche Nahverkehr in der Hauptstadt soll eingeschränkt werden. Stuttgart ordnete ebenfalls an, alle Bars und Klubs zu schließen, ebenso Museen, Kinos und Bäder. +++

+++ Die Bundesregierung ist nach Worten von Kanzlerin Merkel gewillt, alles zu tun, was notwendig sei, damit Deutschland möglichst gut durch diese Krise komme. Man werde "so agieren, wie wir es möglichst kraftvoll tun können", sagte sie. Die am Freitag vorgestellten Steuer- und Liquiditätshilfen zum Schutz von Unternehmen und Arbeitsplätzen seien in der Geschichte Deutschlands einzigartig. +++

+++ Der Bundesstaat Louisiana in den USA verschiebt die Vorwahlen der Demokraten und der Republikaner. Neuer Termin ist der 20. Juni. Die innerparteilichen Abstimmungen über den jeweiligen Präsidentschaftskandidaten waren eigentlich für den 4. April geplant. +++

+++ Bei Volkswagen gibt es einen ersten bestätigten Infektionsfall. Im VW-Werk Kassel ist ein Mitarbeiter der Verwaltung positiv auf den Erreger getestet worden. Der Mann sei von einer Reise zurückgekommen, ihm gehe es gut. Fünf Kontaktpersonen aus seiner Abteilung seien in häusliche Quarantäne geschickt worden. +++

+++ Nachbarschaftshilfe gefordert. Überall im Internet werden derzeit Aufrufe gestartet, sich unter Nachbarn zu unterstützen. Hilfe könnten vor allem bewegungseingeschränkte Menschen gebrauchen, sagt die Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, Gabriele Schlimper, im Deutschlandfunk. Jede Form von Hilfe sei besser als keine: aufeinanderzugehen und nachfragen, ob man beim Einkaufen etwas mitbringen solle. +++

+++ Griechenland schließt Gaststätten und Einkaufszentren. Supermärkte und Apotheken blieben geöffnet, teilte Gesundheitsminister Kikilias mit. Zuletzt war die Zahl der bestätigten Fälle auf 190 sprunghaft angestiegen. +++

+++ In Paris schließen mit dem Louvre und dem Moulin Rouge zwei der berühmtesten Touristenattraktionen der Stadt. Weitere Informationen, wie sich das Coronavirus auf das Reisen derzeit auswirkt, finden Sie hier. +++

+++ In Großbritannien ist die für Mai angesetzten Kommunalwahlen um ein Jahr verschoben worden. Das habe Premierminister Johnson entschieden, berichtet die BBC. +++

Jeremy Farrar, Direktor des Wellcome Trust. (AFP / Rodger Bosch )Jeremy Farrar, Direktor des Wellcome Trust. (AFP / Rodger Bosch )+++ "Wir haben es mit einem Jahrhundertereignis zu tun." Eindringlich hat einer der international führenden Virologen, Jeremy Farrar, Direktor des britischen Wellcome Trust, im Dlf vor der Coronavirus-Pandemie gewarnt: "Der beste Vergleich ist die Spanische Grippe von 1918." +++

+++ Schon am Wochenende keine Bundesliga mehr: Die Deutsche Fußball Liga stellt den Spielbetrieb wegen der Coronavirus-Pandemie ab sofort ein. Der für dieses Wochenende geplante Spieltag werde verlegt, teilte die DFL mit. +++

+++ Amerikanischen Medienberichten zufolge hat sich mit Brasiliens Präsident Bolsonaro der erste Staatschef mit dem Coronavirus infiziert. Vergangene Woche hatte sich Bolsonaro mit Donald Trump getroffen. Das Weiße Haus berief deshalb eine Dringlichkeitssitzung, heißt es. Um 20 Uhr (MEZ) will Trump eine Pressekonferenz geben. Bolsonaros Sohn wies die Darstellungen allerdings zurück. Sein Vater sei negativ getestet worden, erklärte er. +++

+++ Auch Sachsen-Anhalt schließt von Montag an die Schulen Kitas im Land. Die Regelung gelte bis zum 13. April, teilte die Landesregierung am Freitag in Magdeburg mit. Zuvor hatten viele andere Bundesländer ähnliche Maßnahmen angekündigt. Näheres zum Thema Schule und Kitas finden Sie hier. +++

+++ Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg hat die Bundeswehr um Notfallhilfe gebeten. Dabei gehe es um Laborkapazitäten, um zeitnah Ergebnisse zu bekommen, sagte eine Kreis-Sprecherin. Ob die Bundeswehr auf die Bitte schon reagiert hat, konnte die Sprecherin nicht sagen. +++

+++ Die Lufthansa will wegen der massiven Geschäftseinbußen in der Corona-Krise um staatliche Unterstützung bitten. Das teilte der Vorstandsvorsitzende Spohr in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter mit. Einem Konzernsprecher zufolge gibt es Gespräche mit der deutschen Regierung sowie mit Österreich, Belgien und der Schweiz. +++

+++ Freiberufliche Künstler und Kulturschaffende treffen die Absagen von Konzerten, Messen, Aufführungen in Theatern, Opern- und Konzerthäusern schwer. Im Internet haben sie eine Petition gestartet, mit der sie Hilfen fordern. Innerhalb von nur zwei Tagen wurde sie fast 80.000 Mal unterzeichnet. Bund und Länder haben inzwischen beschlossen, ihnen unter die Arme zu greifen. Wie die Bundesregierung mitteilte, sollen in Abstimmung mit den Kommunen Finanzhilfen und Mittel für Härtefälle zur Verfügung gestellt werden. Dies gelte insbesondere für Freiberufler und private Kultureinrichtungen. +++

+++ In Afrika ist das Coronavirus inzwischen in 18 Ländern nachgewiesen. Am Freitag kamen Kenia, Äthiopien, der Sudan und Guinea hinzu. Bei den meisten Fällen handelt es sich entweder um Ausländer oder Reisende, die aus dem Ausland zurückkehrten. In den meisten Ländern liegt die Zahl der Fälle im einstelligen Bereich. +++

+++ Auch in Thüringen bleiben von Dienstag an alle Schulen und Kitas geschlossen. Das teilte Thüringens Bildungsminister Holter (Linke) mit. +++

+++ Der Start des Sommersemesters wird an den nordrhein-westfälischen Hochschulen vorerst bis zum 19. April, dem Ende der Osterferien, verschoben. Das teilte die Landesregierung mit. Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten am 6. April beginnen. +++

+++ In Österreich bleiben ab Montag alle Geschäfte, die nicht für die Grundversorgung notwendig sind, geschlossen. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, müssen außerdem Restaurants, Bars und Cafes um 15 Uhr schließen. Bundeskanzler Kurz forderte alle Arbeitnehmer auf, nach Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten. Das Paznauntal und die Gemeinde St. Anton am Arlberg wurden unter Quarantäne gestellt. +++

+++ Auch Baden-Württemberg schließt alle Schulen und Kindertagesstätten bis zum Ende der Osterferien. Das teilte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in Stuttgart mit. +++

+++ Mit einem zweiten gestorbenen Mann in Baden-Württemberg sind bislang sieben Tote in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Deutschland bekannt. Es handele sich um einen 80 Jahre alten Mann aus Kirchheim unter Teck (Kreis Esslingen), der in einer Klinik behandelt wurde und positiv auf das neuartige Virus getestet worden war, teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. +++

+++ Der von der Ausbreitung des Coronavirus besonders betroffene Kreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) hat die Bundeswehr um Notfallhilfe gebeten. Dabei gehe es um Laborkapazitäten, um mehr Menschen testen zu können und zeitnah Ergebnisse zu bekommen, sagte eine Kreis-Sprecherin. Im Kreis Heinsberg sind nach Angaben vom Freitag inzwischen 553 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. +++

+++ Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises stellt die Fahrten ihrer 14 Schiffe umfassenden Flotte wegen der Ausbreitung des Coronavirus zunächst bis Anfang April ein. In den kommenden drei bis vier Tagen beenden die Schiffe ihre Fahrten an geeigneten Standorten, von denen die Passagiere nach Hause gebracht werden können, wie ein Aida-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. +++

Das Kreuzfahrtschiff AIDAsol vor der Hamburger Elbphilharmonie. (picture alliance / Imagebroker)Kreuzfahrtschiff AIDAsol in Hamburg (picture alliance / Imagebroker)

+++ Auch Rheinland-Pfalz schließt wegen der Ausbreitung des Coronavirus ab Montag die Schulen und Kindertagesstätten. Die Regelung gilt zunächst bis Ende der Osterferien am 17. April, wie das Bildungsministerium am Freitag mitteilte. Eine Notbetreuung werde vor Ort ermöglicht. Rheinland-Pfalz ist das achte Bundesland, das flächendeckende Schulschließungen ankündigt. Näheres zum Thema Schule und Kitas finden Sie hier. +++

+++ Die Europäische Union stockt ihre finanziellen Hilfen wegen der Coronavirus-Epidemie auf. Kommissionspräsidentin von der Leyen kündigte in Brüssel an, Investitionen von insgesamt 37 Milliarden Euro auf den Weg zu bringen. Außerdem werde die EU für Unternehmen Kredite in Höhe von acht Milliarden Euro bereitstellen. Die Vorschriften zur Begrenzung der Staatschulden und bei Staatshilfen sollen gelockert werden. Von der Leyen sagte, es sei nicht möglich, das Virus zu stoppen, aber seine Ausbreitung müsse verlangsamt werden. +++

+++ Auch Nordrhein-Westfalen schließt in der kommenden Woche wegen des Coronavirus alle Schulen. Sie sind ab Montag bis zum Ende der Osterferien am 19. April geschlossen. Auch die Kitas werden ab Montag geschlossen. Alten- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser dürfen grundsätzlich nicht mehr besucht werden. Näheres zum Thema Schule und Kitas finden Sie hier. +++

+++ Die weltweite Zahl der Toten durch die Coronavirus-Pandemie ist auf mehr als 5000 gestiegen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf offizielle Angaben der einzelnen Länder. Die meisten Todesfälle gab es demnach in China und Italien. +++

+++ In der spanischen Provinz Katalonien sind vier Gemeinden zur Sperrzone erklärt worden. Knapp 70.000 Einwohner dürfen das Sperrgebiet nicht mehr verlassen. +++

+++ Tschechien hat seine Grenzen für alle Reisenden geschlossen. Nach Angaben des Innenministers dürfen tschechische Bürger auch nicht mehr ausreisen. +++

+++ Die Bundesregierung hat Hilfen für die deutschen Unternehmen wegen des Coronavirus angekündigt. Finanzminister Scholz erklärte in Berlin, es werde Steuererleichterungen in Milliardenhöhe für die Firmen geben. Zudem sagte Scholz unbegrenzte Kreditprogramme zu. "Unser Land steht vor einer sehr ernsten Situation", sagte Scholz. Angesichts von Schulschließungen, Absagen von Veranstaltungen und anderen Einschränkungen sei es selbstverständlich, dass jeder "ein mulmiges Gefühl" habe. Die Krise werde "sehr spürbare Folgen" haben, wenn es um die wirtschaftlichen Konsequenzen gehe. +++

+++ In Mecklenburg-Vorpommern sind von Montag an wegen des Coronavirus Schulen und Kindergärten in Rostock und im Landkreis Ludwigslust-Parchim geschlossen. Dies verkündete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitag in Schwerin. +++

+++ Der englische Fußballverband setzt den Spielbetrieb der Profis bis Anfang April aus. Frühestens ab dem 3. April soll der Ball in der Premier League und in anderen Wettbewerben wieder rollen, heißt es auf der Webseite. +++

Leroy Sane von Manchester City (l.) kämpft gegen Trent Alexander-Arnold of Liverpool um den Ball während des Premier-League-Matchs im Etihad-Stadion, Manchester. (imago sportfotodienst - Andrew Yates)Auch die Premier League pausiert. (imago sportfotodienst - Andrew Yates)

+++ Nepal lässt Bergsteiger nicht mehr auf den Mount Everest. Sämtliche Gipfelexpeditionen zwischen März und Mai seien ausgesetzt worden, teilte Tourismusminister Yogesh Bhattarai mit. Es handle sich um eine Vorsichtsmaßnahme wegen der Coronavirus-Epidemie. In Nepal gibt es bislang einen bestätigten Krankheitsfall. +++

+++ Die Bundeswehr testet ihre Soldaten vor einem Auslandseinsatz auf das Coronavirus. Man bereite sich zudem auch in der Truppe auf höhere Fallzahlen vor, sagt ein Sprecher des Verteidigunsministeriums. Daher habe man 1200 Betten für das eigene Personal vorbereitet und Isolationseinrichtungen geschaffen. Manöver etwa mit ausländischen Truppen würden eingeschränkt. +++

+++ In Deutschland befinden sich derzeit nach Angaben des Gesundheitsministeriums 23 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. Man habe 28.000 Intensivbetten und 500.000 Krankenhausbetten, sagt ein Sprecher des Ministeriums. In Europa sei dies "absolute Spitze". Nun würden die Krankenhäuser aufgefordert, mehr Betten in Intensivbetten umzuwandeln, um auf eine wachsende Anzahl von Fällen vorbereitet zu sein. +++

+++ Die Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bleiben von Montag an bis zum 19. April geschlossen. Das teilten das Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium in Kiel mit. Schleswig-Holstein ist damit das sechste Bundesland, das sich zu einem solchen Schritt entschließt. +++

+++ Auch in Kroatien werden Schulen und Universitäten für zwei Wochen geschlossen. Ab Montag soll der Unterrichtsstoff online oder über Sonderkanäle des Fernsehens vermittelt werden, kündigt Ministerpräsident Andrej Plenkovic an. +++

+++ Bahnreisende können ab der kommenden Woche nach den Worten von Bahnchef Richard Lutz Spartickets in Gutscheine umtauschen, um Reisen leichter abzusagen. Das gelte zunächst für Reisen bis Ende April, sagte Lutz im Bundesverkehrsministerium in Berlin. Normalerweise sind Sparpreise zwar günstiger als flexible Tickets, können aber nicht ohne Weiteres umgetauscht oder zurückgegeben werden. Es sei wichtig, damit ein Zeichen zur Beruhigung zu senden, sagte Lutz. Die Bahn werde den Betrieb möglichst aufrecht erhalten. Der Fernverkehr nach Italien wurde allerdings eingestellt. Direktverbindungen dorthin seien voraussichtlich bis zum 3. April nicht mehr möglich, teilte das Unternehmen mit. +++

+++ Auch das Bundesland Bremen schließt von Montag an alle Schulen und Kitas. Der Senat sehe diese Maßnahme als notwendig an, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, teilte die Landesregierung nach einer Sondersitzung mit. Bremen ist damit das fünfte Bundesland, das sich zu einem solchen Schritt enstcheidet. +++

+++ Die FDP verschiebt ihren für den 16. und 17. Mai geplanten Bundesparteitag bis auf weiteres. "Die Gesundheit unserer Delegierten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Journalistinnen und Journalisten, Gäste sowie der Dienstleister vor Ort hat Vorrang", teilt die Partei mit. +++

+++ Die Entwicklung eines Impfstoffs laufe auf Hochtouren, sagte der Biochemiker Klaus Cichutek vom Paul-Ehrlich-Institut im Deutschlandfunk. Auch zwei deutsche Firmen seien mit vielversprechenden Konzepten beteiligt. Man profitiere von jahrelangen Vorarbeiten und hoffe nun, verhältnismäßig schnell ans Ziel zu kommen. Klinische Phase-1-Tests können Cichutek zufolge noch dieses Jahr starten. Dabei werde die grobe Verträglichkeit bei 20 bis 100 Probanden überprüft. Mit einer offiziellen Zulassung sei aber nicht innerhalb des kommenden Jahres zu rechnen. Zuvor stehen laut dem Biochemiker größere Patientenstudien an. +++

+++ Verkehrsminister Andreas Scheuer appelliert an die Deutschen, möglichst auf private Reisen zu verzichten. Diese sollten auf das "absolut Notwendige" beschränkt werden, sagt der CSU-Politiker in Berlin. +++

+++ Bulgarien ruft wegen der Coronavirus-Epidemie den Notstand aus. Diese Maßnahme gelte bis zum 13. April, beschließt das Parlament einstimmig. Nun können Reiseverbote und Schulschließungen angeordnet werden. Die Polizei darf zudem eingreifen, wenn Quarantänevorschriften nicht beachtet werden. +++

+++ Die Europäische Fußball-Union hat den Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League wegen der Coronavirus-Krise vorerst ausgesetzt. Betroffen ist davon unter anderem Bayern München. +++

+++ Auch in Deutschland laufen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts im April klinische Studien mit dem Medikament Remdesivir an, um dessen Wirksamkeit gegen die Lungenkrankheit COVID-19 zu testen. Er sei optimistisch, dass mit dem Mittel eine Verbesserung erzielt werden könne, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Remdesivir sei eines von mehreren Medikamenten, dessen Wirksamkeit demnächst in drei deutschen Kliniken erprobt werde. Derartige Studien dauerten gewöhnlich einige Wochen. +++

+++ Der Bundestag hat im Eiltempo die Erleichterung von Kurzarbeit ermöglicht, um die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus abzufedern. Das Parlament verabschiedete mit den Stimmen aller Fraktionen in einem Durchgang ein Gesetz, das die Bundesregierung ermächtigt, per Verordnung den Zugang zur Kurzarbeit zu erleichtern und die Kosten für Unternehmen zu senken. Die entsprechende Verordnung mit den konkreten Regeln soll von der Bundesregierung bereits am kommenden Mittwoch oder in der Woche darauf beschlossen werden. +++

+++ Die Deutsche Fußball Liga will den Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga vom kommenden Dienstag an bis zum 2. April unterbrechen. Der Spieltag an diesem Wochenende solle aber so weit möglich weiter ohne Zuschauer in den Stadien stattfinden, teilte die DFL am Freitag mit. +++

+++ Das Robert-Koch-Institut zählt 2369 Infektionen in Deutschland. Dies sei ein starker Anstieg um etwa zehn Prozent gegenüber dem Vortag, sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Die meisten Fälle verzeichne Nordrhein-Westfalen mit 688 Infektionen. Das RKI appelliert an alle Menschen in Deutschland, ihre sozialen Kontakte einzuschränken. "Jeder von uns möge einfach nachdenken, was er noch zwingend tun muss", sagte Wieler. +++

+++ Südkorea meldet erstmals seit dem Ausbruch des Coronavirus Mitte Januar mehr Genesungen als Neuinfektionen. Die Zahl der neuen Ansteckungsfälle ging am Freitag auf 114 von 110 am Donnerstag zurück, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen. Demgegenüber wurden 177 Patienten aus Krankenhäusern entlassen, in denen sie zur Behandlung isoliert worden waren. +++

+++ Wegen des Coronavirus bleiben beim deutschen Einzelhandel viele Kunden weg. Fast zwei Drittel der rund 700 befragten Unternehmen berichteten von sinkender Nachfrage, teilt der Handelsverband HDE mit. +++

+++ Armeniens Regierung ordnet die sofortige Schließung aller Bildungseinrichtungen bis zum 23. März an. Bislang sind sechs Corona-Fälle in dem Land bestätigt. +++

+++ Tschechiens Regierung weist alle Rückkehrer aus sogenannten Hochrisikostaaten an, sich selbst in Quarantäne zu begeben. Insgesamt 18 Länder fallen unter die Regelung, darunter die Nachbarn Deutschland und Österreich, aber auch die USA und Japan. Bislang galt die Auflage nur für Italien. +++

+++ Bayern will wegen des Coronavirus die Besuche in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen einschränken, um Alte und Kranke zu schützen. Jeder Patient und Altenheim-Bewohner solle pro Tag nur einen Besucher für maximal eine Stunde empfangen, sagt Gesundheitsministerin Melanie Huml. +++

+++ "Wir sind in außergewöhnlichen Zeiten", sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz im Bundestag. Ein Ausdruck davon sei, dass das Parlament am Freitag in nur einem Tag die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes beschließen wolle. Unternehmen werde damit geholfen, in der Corona-Krise liquide zu bleiben. Deutschland habe schon in der globalen Finanzkrise 2008/09 gute Erfahrungen mit dem Instrument gemacht. +++

+++ Bayern schließt von Montag an alle Schulen und Kindergärten bis zum Ende der Osterferien am 19. April. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) an. Nach Ansicht von Virologen seien diese fünf Wochen entscheidend für die Verlangsamung der Ausbreitung des Virus, danach werde man eine Bestandsaufnahme machen. +++

+++ Schulen und Kitas in Berlin stellen von nächster Woche an stufenweise ihren Betrieb ein. Das teilte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Freitag mit. Die Schließung soll am Montag mit den Oberstufenzentren beginnen. +++

+++ Schulen und Kindergärten in ganz Deutschland sollten nach Ansicht des Virologen Alexander Kekulé geschlossen bleiben, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Bundesweite Schließungen seien "absolut alternativlos", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin". Jedes infizierte Kind würde statistisch gesehen zwei bis drei andere Kinder anstecken. Das würde eine "Infektionslawine" auslösen, die nur schwer zu stoppen sei. +++

+++ Estland hat den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben der Regierung in Tallinn gilt der Notstand bis zum 1. Mai. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen ab Montag geschlossen bleiben. Auch öffentliche Veranstaltungen sind untersagt. +++

+++ Der Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, Bartsch, unterstützt den Kurs der Regierung zur Stabilisierung der Wirtschaft. Er teile ausdrücklich, dass alles getan werden müsse, damit die Wirtschaft angesichts der Ausbreitung des Virus am laufen gehalten werde, sagte Bartsch im Deutschlandfunk (Audio-Link). +++

+++ Im Saarland werden ab Montag bis zu den Osterferien alle Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen. Dies geschehe aufgrund der Situation als Grenzland zum Risikogebiet Grand Est in Frankreich, teilte die Staatskanzlei während der Nacht im Namen von Ministerpräsident Hans mit. Für Familien soll eine Notbetreuung sichergestellt werden. +++

+++ Australien ruft seine Bürger auf, keine Gruppen mit über 500 Menschen zu bilden. Am Montag werde eine entsprechende Kampagne gestartet, kündigte Ministerpräsident Scott Morrison an. In dem Land wurden bislang 156 Ansteckungen registriert, drei Menschen sind an der Infektion gestorben. +++

+++ In Berlin stehen heute die befürchteten schwerwiegenden Folgen für die deutsche Volkswirtschaft im Mittelpunkt. Wirtschaftsminister Altmaier und Finanzminister Scholz wollen die Öffentlichkeit über weitere mögliche Stützungs- und Koordinierungsmaßnahmen informieren. Im Gespräch waren zuletzt etwa eine Aufstockung von Kreditprogrammen oder Bürgschaften für Unternehmen, um Zahlungsschwierigkeiten zu verhindern. +++

+++ Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau kündigt an, sich für 14 Tage in Quarantäne zu begeben. Seine Frau hat sich mit dem Coronavirus angesteckt, er selbst zeige keine Symptome, teilt sein Büro mit. +++

+++ Die sieben wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G7) bekräftigen nach Angaben des US-Finanzministeriums den Willen zur Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie. Ziel bleibe, abgestimmt gegen die Auswirkungen auf Gesundheit und Wirtschaft vorzugehen. +++

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