Die Nachrichten

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Newsblog zu Covid-19+++ Coronavirus: Entwicklungen von Montag, 30. März, bis Dienstag, 31. März +++

Frau mit Mundschutz in der Bahn.  (AFP/PIERRE-PHILIPPE MARCOU)
Die Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden. (AFP/PIERRE-PHILIPPE MARCOU)

Das US-Einreiseverbot für Europäer wird verlängert. Spanien verschärfte seine Ausgangsbeschränkungen. Bund und Länder in Deutschland haben ihre Kontaktsperren zum Teil schon verlängert. Weltweit sind mehr als 730.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog.

Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier in unserem Newsblog.

Dienstag, 31. März

+++ US-Präsident Trump hat einem russischen Bericht zufolge ein Hilfsangebot von Staatschef Putin angenommen. Die Nachrichtenagentur Interfax meldet unter Berufung auf Putins Sprecher Peskow, ein russisches Flugzeug mit medizinischer Ausrüstung und Schutzkleidung werde schon bald Richtung USA aufbrechen.

+++ Saudi-Arabien ruft Muslime auf, Pläne für eine Mekka-Wallfahrt Hadsch in diesem Jahr zunächst zurückzustellen. Zu der einwöchigen Pilgerfahrt reisen jährlich etwa 2,5 Millionen Menschen in das Königreich.

+++ UNO und Welthandelsorganisation WTO rufen gemeinsam dazu auf, Lieferketten für Nahrungsmittel von allen Handels-Restriktionen zu schützen, die wegen der Coronakrise erlassen werden. Verwerfungen im Transport der Agrarprodukte oder Reiseverbote für Saisonarbeiter könnten zum Verderben der Waren führen. Es drohten Exportbeschränkungen und in der Folge Nahrungsmittelknappheit.

+++ "Bitte keine Aprilscherze": Das Bundesgesundheitsministerium bittet, "auf erfundene Geschichten zu der Coronavirus-Thematik zu verzichten", um der Gefahr von Falschinformationen zu begegnen.

+++ Bei der Zahl der Virus-Toten liegen die USA mit 3.415 inzwischen vor China (3.309), aber noch hinter Italien (12.428), Spanien (8.269), und Frankreich (3.032). Damit verzeichnet Italien weiterhin die weltweit meisten Todesopfer.

+++  Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer - G20 - nehmen bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie insbesondere die Schuldenprobleme der ärmeren Staaten ins Visier. Zudem soll den Märkten in Schwellenländern finanziell unter die Arme gegriffen werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung nach einer Videokonferenz der G20-Finanzminister und -Notenbanker.

+++ Die Zahl der Virustoten in Italien ist aus Sicht des nationalen Gesundheitsinstituts ISS womöglich höher als offiziell angegeben. So würden in den offiziellen Coronavirus-Daten keine Personen berücksichtigt, die zu Hause oder in Pflegeheimen sterben. Die überwiegende Zahl an Tests fand demnach nur in Krankenhäusern statt.

+++ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (beide CDU) sprechen sich gegen eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit aus. In der jetzigen Lage sehe er keine Notwendigkeit dazu, sagte Spahn. Er sehe aber eine zunehmende Bereitschaft zum freiwilligen Tragen des Mund-Nasen-Schutzes.

+++ Die Zwangspause in der Bundesliga und der 2. Liga verlängert sich wie erwartet bis mindestens 30. April. Einen entsprechenden Vorschlag des DFL-Präsidiums beschlossen vergangene die Bosse der 36 Profiklubs bei der ersten virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) einstimmig.

+++ Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat in Berlin betont, dass die Krankheit Covid-19 kein Medien-Hype sei. Es sei bedauerlich, dass es immer noch Personen gebe, die dies annähmen, sagte er. Wer so denke, unterschätze die Erkrankung. Wieler beonte, man müsse die Entwicklung der Infektionszahlen mindestens bis Ostern beobachten, um eine Aussage über den weiteren Verlauf treffen zu können. In Deutschland gibt es nach aktuellen RKI-Erhebungen 61.913 bestätigte Corona-Infektionen - rund 4.600 mehr als gestern. 583 Menschen starben an den Folgen. Sie waren im Durchschnitt 80 Jahre alt. Das RKI rechnet mit einer Erhöhung der Coronavirus-Sterberate in Deutschland.

+++ Die Stadt Jena hat als erste Stadt in Deutschland eine Pflicht zu Mundschutz-Masken angeordnet. In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend sein. Die Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden, heißt es. Neben Masken seien auch Tücher oder Schals als Schutz möglich, wenn sie Nase und Mund bedeckten. oder Schals als Schutz anerkannt.  

Der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag, Erwin Rüddel, sagte im Deutschlandfunk, angesichts des aktuellen Mangels an solchen Masken müsse die Versorgung von medizinischem Personal im Vordergrund stehen. Erst dann solle das Tragen eines Mundschutzes in der Bevölkerung zum Standard werden. Die österreichische Regierung hatte gestern unter anderem eine Mundschutz-Pflicht für Einkäufe in Supermärkten angekündigt. Dem Thema „Atemschutzmasken" haben wir uns gesondert gewidmet.

+++ Indonesien ruft nationalen Gesundheitsnotstand aus. Zugleich kündigt Präsident Widodo Hilfen für Menschen mit geringerem Einkommen an. Dabei gehe es um den Ausbau der Sozialhilfe, Lebensmittelhilfen und Strompreisrabatte.

+++ Das Coronavirus breitet sich zunehmend in Alten- und Pflegeheimen aus. Nach dem Tod von 17 Bewohnern in einer Einrichtung in Wolfsburg melden zwei weitere niedersächsische Heime in Wildeshausen und in der Nähe von Peine Infektionen. Auch in Seniorenheimen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen Anhalt gibt es nachgewiesene Fälle. Mindestens zwei Bewohner in einem Alten- und Pflegeheim in Köln starben an den Folgen der Infektion.

+++ Der zweitgrößte Londoner Flughafen Gatwick ist seit heute geschlossen. Grund ist der Rückgang des Passagieraufkommens im Zuge der Coronavirus-Krise. Bereits vor einer Woche hatte der im Stadtzentrum gelegene London-City-Airport den Flugverkehr eingestellt.

+++ In Spanien ist eine verschärfte Kontaktsperre in Kraft getreten. Die Regierung in Madrid ordnete an, dass alle Arbeitnehmer bis zum 9. April zu Hause bleiben müssen, die in nicht wesentlichen Wirtschaftssektoren tätig sind. Die Beschäftigten sollen weiter ihr Gehalt bekommen und die nicht geleisteten Stunden später nachholen. Viele Unternehmer und Regionalpräsidenten kritisierten die neuen Maßnahmen.

+++ Rumänien hat eine Region im Nordosten des Landes zum Sperrgebiet erklärt. Betroffen sind die Stadt Suceava und acht benachbarte Dörfer. Zur Begründung hieß es, dort seien mehr als ein Viertel aller Infektionen mit dem Coronavirus aufgetreten. Als Infektionsherd gilt vor allem das Kreiskrankenhaus der Stadt Suceava. Dort haben sich die Hälfte der Patienten sowie hundert Ärzte und Pfleger infiziert.

+++ Bayern hat angeordnet, dass die Ausgangsbeschränkungen bis zum Ende der Osterferien am 19. April dauern werden. Auch das Saarland beschloss eine Verlängerung bis einschließlich 20. April. In einer Telefonkonferenz erklärten die Innenminister von Bund und Länder am Abend übereinstimmend, dass die Maßnahmen -Zitat- in aller Konsequenz aufrechterhalten und durchgesetzt werden müssten. Bundesinnenminister Seehofer betonte, man sei erst am Anfang der Pandemie und dürfe nicht frühzeitig die notwendigen Maßnahmen zur Unterbrechung der Infektionsketten aufheben.

+++Das US-Einreiseverbot für Europäer wird verlängert. Präsident Trump erklärte in Washington, diese und ähnliche Beschränkungen blieben in Kraft und würden möglicherweise sogar noch verschärft. Das werde dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen.

+++ Kanada unterstützt die Ureinwohner dabei, sich wegen der Corona-Pandemie in der arktischen Wildnis zu verteilen. Dafür würden rund 2,6 Millionen kanadische Dollar zur Verfügung gestellt, teilte die Regierung in Ottawa mit. 

+++ Home-Office, Streamen, Gaming: Viele fragen sich, ob die Leitungen in der Corona-Pandemie ausreichend sind. Die WDR-Kollegen von Quarks beruhigen: Es sind noch ausreichend Kapazitäten vorhanden, die locker noch erweitert werden können. Weitere Informationen dazu haben wir hier für Sie:

+++Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Westerfellhaus, verlangt, Angehörige sterbender Bewohner nicht auszuschließen. Er sagte der FAZ, es müsse möglich sein, dass Familienmitglieder die Hand eines sterbenden Elternteils in Pflegeheimen halten könnten, wenn sie etwa dabei Handschuhe trügen. Hier sei die Menschenwürde berührt.

+++Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation, Ryan, warnt vor der Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus innerhalb der Familien. In weiten Teilen der Welt fänden die meisten Ansteckungen wegen der Ausgangsbeschränkungen jetzt im Wohnumfeld statt, in der Familie, sagte Ryan in Genf. Deshalb müssten alle zuhause ihre Gesundheit strikt überwachen. Verdachtsfälle müssten schnell erkannt und von den anderen Familienmitgliedern getrennt werden.

+++Der Präsident der Bundesärztekammer, Reinhardt, plädiert dafür, die Kontaktsperre für jene Menschen zu lockern, die eine Corona-Ansteckung überwunden haben. Dafür wäre es gut, möglichst viele Bundesbürger auf Antikörper zu testen, sagte Reinhardt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Alle, die immun seien könnten dann wieder zur Arbeit gehen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

+++In den USA sind nach Angaben von Präsident Trump bislang mehr als eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Trump sprach bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington von einem wichtigen Meilenstein im Krieg gegen das Virus. US-Gesundheitsminister Azar erklärte, täglich würden inzwischen fast 100.000 Tests ausgeführt.

Montag, 30. März

+++ New Yorks Gouverneur Cuomo appellierte an das medizinische Personal anderer Bundesstaaten, nach New York zu kommen, um zu helfen. Es würden dringend Krankenschwestern und Ärzte gebraucht. Die Zahl der Corona-Toten in New York stieg um 253 auf 1.218. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt bei mehr als 66.000.

+++ In Frankreich sind 418 weitere Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Nach Angaben der Behörden vom Abend wurden mehr als 1.590 erkrankte Menschen in die Krankenhäuser eingeliefert, wo mittlerweile fast 21.000 Personen wegen der Corona-Pandemie behandelt werden.

+++ In Italien ist die Zahl der nachgewiesen Corona-Fälle seit gestern um 4.050 auf fast 102.000 gestiegen. Wie der Katastrophenschutz in Rom mittteilte, starben weitere 812 Menschen an den Folgen der Infektionen. Damit gibt es offziell 11.591 gemeldete Tote.

+++ Auch beim dritten Test von Bundeskanzlerin Merkel auf das neue Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Wie ein Regierungssprecher in Berlin mitteilte, wird die Kanzlerin auch in den kommenden Tagen ihre Amtsgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne führen.

+++ Bundesgesundheitsminister Spahn hat eine Verordnung unterzeichnet, die den Einsatz von Medizinstudenten als Helfer während der Corona-Pandemie erleichtern soll. Demnach soll das eigentlich im April anstehende zweite Staatsexamen auf den April nächsten Jahres verschoben werden. Studierende, die diesen zweiten der insgesamt drei großen Prüfungsteile des Medizinstudiums normalerweise jetzt absolvieren würden, sollen stattdessen das Praktische Jahr vorziehen.

+++ Der Präsident der Bundesärztekammer, Reinhardt, plädiert dafür, die Kontaktsperre für jene Menschen zu lockern, die eine Corona-Ansteckung überwunden haben. Dafür wäre es gut, möglichst viele Bundesbürger auf Antikörper zu testen, sagte Reinhardt der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Alle, die immun seien, könnten dann wieder zur Arbeit gehen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

+++ In deutschen Krankenhäusern werden momentan rund 7.000 Menschen mit der Infektionskrankheit Covid-19 behandelt. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf die Deutsche Krankenhausgesellschaft. Demnach befinden sich rund 1.500 Patienten auf Intensivstationen, von denen etwa 1.100 beatmet werden müssen.

+++ Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat Anträge auf einstweilige Anordnungen gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Coronakrise zurückgewiesen. Die Regelungen hätten "aller Voraussicht nach" eine hinreichende gesetzliche Grundlage, heißt es in dem Beschluss. Rechtsmittel gebe es nicht. Die Antragsteller hatten argumentiert, dass schwere Nachteile vermieden werden müssten.

+++ Die EU-Kommission hat die Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, die Freizügigkeit für Saisonarbeitskräfte in der Coronakrise nicht einzuschränken. Die Grenzkontrollen zur Eindämmung der Pandemie seien verständlich, erklärte die Behörde in Brüssel. Systemrelevante Arbeitskräfte müssten ihr Ziel trotzdem unbedingt ohne Zeitverlust erreichen können. Erntehelfer sollten in der Krise wie medizinisches Personal oder Sicherheitskräfte als systemrelevant eingestuft werden.
Erntehelfer stechen auf einem Feld von Spargelbauer Bolte im Landkreis Nienburg/Weser den ersten Spargel der Saison. (dpa / picture alliance / Raphael Knipping)Viele Landwirte beklagen, dass es nicht ausreichend Erntehelfer gebe - diese kommen oft aus Osteuropa. (dpa / picture alliance / Raphael Knipping)

+++ Das Land Niedersachsen hat mit sofortiger Wirkung einen Aufnahmestopp für alle Pflegeheime verhängt. Patienten aus Krankenhäusern dürften ebenso wenig in Einrichtungen gebracht werden wie Bewohner aus dem häuslichen Bereich, erklärte Gesundheitsministerin Reimann.

+++ Das Parlament in Ungarn hat das geplante Corona-Notstandsgesetz verabschiedet. Es erlaubt Ministerpräsident Orban, ohne zeitliche Beschränkung und ohne parlamentarische Kontrolle allein mit Verordnungen zu regieren. Die EU-Kommission hatte das Gesetz scharf kritisiert.

+++ Das Internationale Olympische Komitee hat den neuen Termin für die Sommerspiele in Tokio bekannt gegeben. Sie sollen nun am 23. Juli 2021 und damit fast genau ein Jahr später als ursprünglich geplant beginnen und bis zum 8. August dauern.

+++ Weltweit haben sich inzwischen mehr als 735.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Laut den Zahlen der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität sind 735.560 Ansteckungen bestätigt. Rund 34.800 Menschen starben demnach an der Lungenkrankheit Covid-19, 156.507 sind genesen.

+++ Spanien meldet inzwischen mehr Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, als China. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Madrid stieg die Zahl der Infizierten auf mehr als 85.000. 7.300 Menschen seien gestorben.

+++ Über den Bund sind inzwischen 20 Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken gegen das Coronavirus beschafft worden. Sie seien an die Länder und Kassenärztliche Vereinigungen ausgeliefert worden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Berlin. Die Beschaffung von Schutzausrüstung laufe weiter. Auch Unternehmen anderer Branchen hätten mittlerweile umgestellt und produzierten Masken, darunter etwa in der Textilindustrie.

+++ Die Wirtschaft in Deutschland wird in diesem Jahr nach Einschätzung der sogenannten Wirtschaftsweisen wegen der Corona-Pandemie spürbar schrumpfen. In einem Sonderbericht zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gehen die Experten im besten Fall von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 2,8 Prozent aus. Sollten die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie und die Erholung der Wirtschaft länger dauern, könnte der Rückgang auch doppelt so hoch ausfallen. Die Wirtschaftsweisen empfehlen Deutschland ein Konjunkturprogramm.

+++ In Bayern werden die strikten Ausgangsbeschränkungen zum Schutz vor dem Coronavirus bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Ministerpräsident Söder erklärte, für eine Exit-Debatte sei jetzt nicht die Zeit. Wirtschaftsminister Aiwanger teilte mit, dass mehrere Unternehmen in Bayern an einem Schnelltest arbeiten, der eine Infektion mit dem Coronavirus binnen weniger Minuten feststellen soll.

+++ Die Menschen in Österreich müssen künftig beim Einkaufen eine Schutzmaske tragen. Bundeskanzler Kurz sagte, die Masken würden ab Mittwoch verteilt.

+++ Das UNO-Flüchtlingshilfswerk fordert wegen der Gefahren durch die Ausbreitung des Coronavirus, die überfüllten Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln sofort zu räumen. Ein Sprecher des UNHCR sagte, die Menschen lebten dort bereits jetzt unter extrem risikoreichen Bedingungen.

+++ Die Zahl der Menschen, die sich in Deutschland nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt haben, hat sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf knapp 57.300 erhöht. Das war im Vergleich zu den gestern vorgelegten Daten eine Zunahme um mehr als 4.700. 455 Menschen sind laut RKI an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das Institut weist allerdings darauf hin, dass der Anstieg tatsächlich noch höher ausgefallen sein könnte. Der Grund: Am Wochenende wurden nicht aus allen Gesundheitsämtern Daten an das RKI übermittelt. Die amerikanische Johns-Hopkins-Universität, die andere Quellen auswertet, kommt deshalb bereits auf höhere Zahlen: Demnach sind in Deutschland 62.435 Menschen infiziert und 541 infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

+++ Die Bundesregierung stellt sich Forderungen nach einer baldigen Lockerung der Kontaktbeschränkungen entgegen. Finanzminister Scholz nannte es im ARD-Fernsehen "zynisch" zu verlangen, dass gesundheitliche Fragen hinter wirtschaftlichen Fragen zurücktreten sollten. Wirtschaftsminister Altmaier schrieb auf Twitter, Forderungen nach einer Lockerung der Maßnahmen seien verfrüht und deshalb falsch, solange eine deutliche Verlangsamung der Zahl der Neuinfektionen nicht erreicht sei.

+++ In Italien verlangsamt sich die Zunahme der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöhte sich dem Zivilschutz zufolge um gut 5.200 auf knapp 97.700. Das ist der geringste Anstieg seit Mittwoch. 10.779 Menschen sind an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Ausgangssperre in Italien wird Medienberichten zufolge um weitere zwei Wochen bis zum 18. April verlängert.

+++ Die CDU-Spitze berät heut per Schaltkonferenz über den Stand der Maßnahmen gegen die Corona-Krise und die Hilfen für Bürger und Unternehmen. Im Präsidium werde es unter der Leitung von Parteichefin Kramp-Karrenbauer wohl auch darum gehen, ob und wo hier nachjustiert werden müsse, hieß es in Parteikreisen.

 


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