Die Nachrichten

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Newsblog zu Covid-19+++ Coronavirus: Entwicklungen von Sonntag, 22. März, und Montag, 23. März +++

Man sieht die beiden Pflegekräfte und die Seniorin undeutlich durch ein Fenster an der Fassade. Daneben zwei weitere Fenster. (Bernat Armangue / AP / dpa)
Mitarbeiter des Pflegeheims Monte Hermoso in Madrid helfen einer älteren Frau, sich auf das Bett zu legen. (Bernat Armangue / AP / dpa)

Das Bundeskabinett hat massive Hilfsmaßnahmen beschlossen - für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken. Das Robert Koch-Institut meldet derweil einen Anstieg der Infektionen um 4.000 Fälle. Damit liegt die Zahl der nachweislich infizierten Menschen in Deutschland bei mehr als 22.600. Die wichtigsten Entwicklungen in unserem Newsblog.

Das hier ist unser Archiv. Den aktuellen News-Blog finden Sie hier.

Entwicklungen vom Montag, 23. März

+++ Großbritannien hat im Kampf gegen das Coronavirus nun auch weitreichende Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das verkündete Premierminister Johnson in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation. Die Menschen dürfen die Häuser nur noch in bestimmten Fällen verlassen, so etwa für den Weg zur und von der Arbeit, zum Einkaufen oder zur Versorgung von Hilfsbedürftigen.

+++ In Frankreich sind die bestehenden Ausgangsbeschränkungen verschärft worden. Straßenmärkte wurden geschlossen und Sportmöglichkeiten weiter reduziert. Premierminister Philippe begründete die Entscheidungen damit, das viele Franzosen immer noch zu unvorsichtig seien.

+++ Die Niederlande haben das Versammlungsverbot bis zum 1. Juni verlängert. Sollte dieses nicht eingehalten werden, soll es eine Ausgangssperre geben.


+++ In Spanien haben Soldaten bei Desinfektionsarbeiten in Altenheimen mehrere tote Senioren entdeckt. Die Leichen sind dort offensichtlich länger unbemerkt geblieben. Die Regierung in Madrid kündigte Ermittlungen an. Man werde gegen die Verantwortlichen für solche Missstände "unerbittlich vorgehen". In der vergangenen Woche hatten mehrere Berichte über zahlreiche Tote in Altenheimen die spanische Offentlichkeit bewegt.

+++In Sachsen-Anhalt gibt es einen ersten Todesfall. In Halle sei bereits am Samstag eine 80-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen gestorben, bei der auch das Coronavirus festgestellt worden sei, teilte die Stadt am Abend mit. Es sei die erste bekannte Tote im Zusammenhang mit Corona in dem Bundesland, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums.

 
+++ Auch Rheinland-Pfalz und das Saarland haben schwer kranke Covid-19-Patienten aus Frankreich aufgenommen. Fünf Notfall-Patienten wurden in das Uniklinikum in Homburg verlegt worden. Im pfälzischen Kandel sind inzwischen zwei in Behandlung. Beide hätten Vorerkrankungen, würden beatmet, seien aber stabil und in relativ gutem Zustand, heißt es. Weitere Krankenhäuser stünden zur Aufnahme französischer Patienten bereit.

+++ Die UEFA hat angekündigt, die Endspiele ihrer Club-Wettbewerbe zu verlegen. Sowohl das Finale der Champions League in Istanbul, das für den 30. Mai geplant war, als auch das für den 27. Mai geplante Endspiel der Europa League in Danzig werden verlegt. Auch das für den 24. Mai in Wien angesetzte Endspiel in der Champions League der Frauen soll einen neuen Termin bekommen. 

+++ In Italien ist den vierten Tag in Folge die Zahl der Todesopfer um mehr als 600 Menschen gestiegen. Insgesamt sind jetzt über 6.000 Covid-19-Patienten gestorben, fast doppelt so viele wie in China. In absoluten Zahlen sei der Zuwachs jedoch der geringste seit Donnerstag, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Die Zahl der bekannten Infektionen wuchs auf mehr als 63.900. 

Allerdings verzeichnete die Behörden auch den zweiten Tag in Folge einen geringeren Anstieg an Coronavirus-Neuinfektionen. Demnach gab es 4.789 neue Fälle. Das waren rund 700 weniger als gestern. Es werde aber noch ein paar Tage dauern, heißt es, bevor man wisse, ob es einen Positivtrend in Italien gebe.

+++ Erstmals überhaupt werden die Schulden- und Defizitregeln in der EU vorübergehend ausgesetzt. Dem stimmten die EU-Wirtschafts- und Finanzminister zu. Die EU-Wirtschafts- und Finanzminister stimmten am frühen Abend einem Vorschlag der Europäischen Kommission vom Freitag zu. Mit der Aussetzung soll erreicht werden, dass den EU-Staaten genügend Mittel für die Eindämmung der Infektionen und zur Stützung der Wirtschaft zur Verfügung stehen. Der EU-Stabilitäts- und Wachstumspakt schreibt eigentlich vor, dass das Haushaltsdefizit in den Mitgliedsländern nicht mehr als drei Prozent betragen darf. Zudem soll die Staatsverschuldung nicht größer als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sein.

+++ Bundeskanzlerin Merkel kann nach Angaben von Regierungssprecher Seibert auch in häuslicher Quarantäne ihre Dienstgeschäfte in vollem Umfang ausführen. Es gehe ihr gut, erklärte er in Berlin. Sie habe sich heute auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Das erste Ergebnis sei negativ ausgefallen. Weitere Tests würden in den nächsten Tagen durchgeführt, führte Seibert aus.

+++ Aufruf zur Solidarität mit Obdachlosen. Der Mainzer Sozialmediziner Gerhard Trabert erklärte, Menschen ohne festen Wohnsitz seien aufgrund der Pandemie und der Schutzvorkehrungen besonders gefährdet. Anlauf- und Hilfestellen wie Tafeln, Teestuben, Ausgabestellen für den Tagessatz an Unterstützungsgeld oder Schutzräume seien weitgehend geschlossen. Viele Obdachlose hätten eine chronische Erkrankung, führte Trabert aus. Andere wiesen darauf hin, dass aufgrund der Ausgangs-Beschränkungen weniger Menschen in der Öffentlichkeit seien, um kleinere Spenden zu geben. Der von Trabert gegründete Verein "Armut und Gesundheit in Deutschland" fordert von der Politik ein Versorgungskonzept für Wohnungslose.

+++ Indien hat jetzt für mindestens 700 Millionen Menschen Ausgangsbeschränkungen erlassen. Nach Angaben des indischen Gesundheitsministeriums sind in 19 Bundesstaaten komplette Ausgangssperren in Kraft. In neun anderen Regionen ist das öffentliche Leben zum Teil eingeschränkt worden.

+++ Das Hilfspaket der Regierung soll über einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro gestemmt werden. Hier noch einmal wichtige Punkte aus dem Hilfspaket, das das Bundeskabinett beschlossen hat:

Mit dem Hilfspaket unterstützt der Bund Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise. Kleinunternehmer ebenso wie Freiberufler und Selbsttständige erhalten unbürokratische Soforthilfen im Umfang von insgesamt 50 Milliarden Euro. Unternehmen von bis zu fünf Beschäftigten können einen einmaligen Zuschuss von 9.000 Euro erhalten.
Bei bis zu zehn Beschäftigten sind es einmalig 15.000 Euro. Das Geld muss nicht zurückgezahlt werden.
Das Gesundheitswesen bekommt 55 Milliarden Euro, um auf die Krise reagieren zu können. So soll etwa die Zahl der Intensivbetten verdoppelt werden. Heute sind es 28.000.
Bei der Grundsicherung wird für den Zeitraum März bis Juni auf die Vermögensprüfung verzichtet, um Bürokratie zu erleichtern.
Auch der Kinderzuschlag wird leichter zugänglich.
Verdienstausfälle für Eltern wegen einer behördlichen Schließung von Schulen und Kita sollen abgemildert werden - darum wird das Infektionsschutzgesetz um einen Pa
Freie Wohlfahrtsverbände - die weniger Rücklagen haben - sollen Abschläge erhalten, damit ihre Einrichtungen nicht aufgeben müssen.
Weitere Gelder werden bereitgestellt, um Schutzausrüstungen zu besorgen, einen Impfstoff zu entwickeln und die Bundeswehr für Unterstützungsleistungen einzusetzen.
Damit die Hilfen rasch ankommen, soll im Schnellverfahren bereits am Mittwoch der Bundestag und am Freitag der Bundesrat den Maßnahmen zustimmen.
 
+++ Algerien hat eine Ausgangssperre in der Hauptstadt Algier von 19 Uhr bis 7 Uhr erlassen. Zudem wird die Stadt Blida vollständig abgeriegelt. Dort ist das Zentrum des Corona-Ausbruchs in dem Land. Die Maßnahmen greifen ab morgen und sollen zunächst 10 Tage dauern.

+++ Lockdown auch in Südafrika. Präsident Ramaphosa verhängt Ausgangsbeschränkungen. Mehr Hintergründe über die Ausbreitung des Coronavirus in Afrika . 

+++ Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass die wegen der Corona-Krise getroffenen Maßnahmen in Deutschland bald greifen könnten. "Wir sehen den Trend, dass sich die exponentielle Wachstumskurve etwas abflacht", sagte Wieler am Montag in Berlin. Für hundertprozentige Aussagen sei es aber noch zu früh. Insgesamt nehme die Epidemie weltweit weiter stark zu.

+++ Die steigenden Zahlen mit Corona-Infizierten bringen das Gesundheitssystem in einigen Ländern bereits an die Grenzen. Auch in Deutschland könnte es zu wenig Ärzte und Pfleger geben, um alle Erkrankten ausreichend zu versorgen. Hilfe könnten jene Menschen leisten, die bereits mit dem Coronavirus infiziert und nun immun dagegen sind. Einige Länder und Experten haben diese Gruppe schon im Blick - wir haben zusammengetragen.

+++ Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci rät älteren Menschen, konsequent zu Hause zu bleiben. Alle Berlinerinnen und Berliner über 70 sollten sich in Selbstquarantäne begeben, denn: Abstand sei immer noch der sicherste Schutz vor einer Infektion.

+++ Auch der Bundeswirtschaftsminister rechnet, dass das Wachstum in Deutschland wegen der Corona-Krise einbrechen könnte. Peter Altmaier sagte nach der Kabinettssitzung, der Rückgang des Bruttoinlandsproduktes werde mindestens so hoch sein wie in der Finanz- und Bankenkrise von 2008/9. Damals waren es minus 5,6 Prozent.

+++ Für die Entwicklungs- und Schwellenländer lassen sich die Folgen der Corona-Pandemie nach Einschätzung von Misereor noch lange nicht absehen. Erst in ein bis zwei Monaten werde sich das Ausmaß der Krankheitswelle abzeichnen, sagte Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon in einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Die Lebensverhältnisse in vielen Ländern des Südens würden die Ausbreitung des Virus mutmaßlich begünstigen: "Allein in Indien leben 70 Millionen Menschen dicht gedrängt in Slums", gab Bröckelmann-Simon zu bedenken. "Da können Sie Abstandhalten zur Eindämmung von Infektionen vergessen."

+++ Das Bundeskabinett hat das umfangreiche Hilfspaket für die Wirtschaft beschlossen. Geplant wird dabei mit einem Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro.

+++ Wie breitet sich das Coronavirus in Europa aus? Das können Sie in unserem Info-Artikel nachlesen, den wir laufend aktualisieren - .

+++ Neue Zahlen vom Robert Koch-Institut: In Deutschland sind demnach 22.672 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Das ist ein Anstieg um mehr als 4.000 im Vergleich zu den Zahlen von gestern. Die Zahl der Toten wird mit 86 angegeben.

+++ Die Coronavirus-Krise könnte Deutschland nach Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts mehr als eine halbe Billion Euro und mehr als eine Million Jobs kosten. Die Kosten würden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt sei, sagte Ifo-Präsident Fuest. Je nach Szenario werde die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte schrumpfen. Das entspreche Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro.

+++ Unser Hauptstadtkorrespondent Stephan Detjen beobachtet die Lage in Berlin.

+++ Von heute an sind in ganz Deutschland Versammlungen von mehr als zwei Personen untersagt. Ausnahmen sind Familien und Menschen, die zusammen in einem Haushalt leben. In Bayern, im Saarland und in Sachsen gibt es schärfere Regeln, ebenso in Berlin und Brandenburg. Dort darf die eigene Wohnung nur noch wegen triftiger Gründe verlassen werden darf. Bundesweit sollen über das Kontaktverbot hinaus Restaurants und Gaststätten sowie Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Frisöre, Kosmetikstudios und Massagesalons schließen.

+++ In den USA ist ein Hilfspaket zur Abmilderung von Folgen der Corona-Krise im Kongress vorerst gescheitert. Bei einer ersten Abstimmung über Verfahrensfragen verweigerten die oppositionellen Demokraten ihre Zustimmung. Deren Vorsitzender im Senat, Schumer, kritisierte, der Entwurf sehe zu viel Hilfen für bestimmte Industrien und zu wenig für Arbeiter und Krankenhäuser vor.

+++ Die EU-Finanzminister befassen sich heute in einer Video-Konferenz mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise. Die EU-Kommission wird dabei ihre Pläne für die Lockerung der Vorgaben für Staatsbeihilfen vorstellen. Kommissionspräsidentin von der Leyen hat vorgeschlagen, wegen der Krise erstmals überhaupt die Regeln für Haushaltsdefizite im EU-Stabilitätspakt auszusetzen.

+++ Das Bundeskabinett kommt heute zusammen, um weitere Hilfsmaßnahmen für Unternehmen, Beschäftigte und Kliniken zu beschließen. Es geht darum, die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise abzumildern. Nach dem Beschluss des Kabinetts entscheidet dann bereits am Mittwoch im Schnellverfahren der Bundestag, am Freitag der Bundesrat. Zur Finanzierung der Hilfsmaßnahmen wird ein Nachtragshaushalt über 156 Milliarden Euro aufgelegt. Dafür findet die Notfallregel bei der Schuldenbremse Anwendung.

Entwicklungen von Sonntag, 22. März

+++ In den USA sind durch die Coronavirus-Pandemie innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 Menschen gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesopfer insgesamt auf 389.

+++ Bundesverkehrsminister Scheuer warnt vor feindlichen Übernahmen deutscher Unternehmen als Folge der Corona-Krise. Finanziell geschwächte Firmen könnten ins Visier internationaler Investoren geraten, sagte der CSU-Politiker. Er sei bereits in Gesprächen mit anderen Ministerien, um solche Pläne abzuwehren.

+++ Die geplante Verwendung von Handy-Daten zur Eindämmung des Corona-Virus wird es nun vorerst doch nicht geben. Das Vorhaben stieß bei Datenschützern auf Bedenken, und das Thema kommt deshalb nicht auf die Tagesordnung der morgigen Kabinettssitzung.

+++ Großbritanniens Premierminister Johnson hat die Briten aufgefordert, sich an die Anweisungen der Regierung zu halten. Wenn die Menschen nicht zwei Meter Abstand voneinander hielten, werde man härtere Maßnahmen ergreifen.

+++ Bundeskanzlerin Merkel hat sich vorsichtshalber in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte. 

+++ Das Versammlungsverbot soll nach den Worten von Bundeskanzlerin Merkel für mindestens zwei Wochen gelten. 

+++ Bayern will das gerade erst beschlossene bundesweite Versammlungsverbot so nicht umsetzen.

+++ Auch Sachsen hat jetzt eine landesweite Ausgangsbeschränkung angeordnet.

+++ Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben nach dpa-Informationen ein bundesweit einheitliches Versammlungsverbot vereinbart. Demnach sollen Versammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich untersagt sein. Ausgenommen sind davon demnach Familien und in einem Haushalt lebende Personen. Für 17.30 ist eine PK Merkels angekündigt.

+++ EU-Ratspräsident Michel hat angesichts der Corona-Krise den Aufbau eines europäischen Zivilschutzes und eines Krisenzentrums gefordert. Derzeit fehle ein einheitliches Kommando.

+++ In den Niederlanden haben die Behörden die Bevölkerung per Handy-Alarm aufgefordert, möglichst zu Hause zu bleiben - und nicht Strände, Parks und Naturschutzgebiete aufzusuchen.  

+++ Tschechien will seine Grenzen wegen der Gefahr durch das Coronavirus mindestens ein halbes Jahr lang geschlossen halten. Ausnahmen gelten für Pendler und Lkw.

+++ In Großbritannien sollen sich Risiko-Patienten für drei Monate isolieren. Der staatliche Gesundheitsdienst NHS soll die Betroffenen in den nächsten Tagen anschreiben. Dazu zählen unter anderem Menschen mit schweren Atemwegserkrankungen, Leukämie oder Organtransplantationen.

+++ 394 Todesfälle in Spanien innerhalb von 24 Stunden. Laut Regierung in Madrid ein Anstieg um 30 Prozent.

+++ Der saarländische Ministerpräsident Hans hat die strikten Ausgangsbeschränkungen in seinem Bundesland verteidigt. Zugleich plädierte er im DLF für bundesweit gültige Maßnahmen.

+++ Medien: Spanien will die Ausgangssperre landesweit bis zum 12. April verlängern.

+++ Die Bundesregierung rechnet offenbar auf Grund der Corona-Krise mit einem Wirtschaftseinbruch von fünf Prozent in diesem Jahr. Das berichtet die "Bild am Sonntag".

+++ Weltweit haben sich mehr als 300.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Mehr als 13.000 Erkrankte sind gestorben. Laut Johns Hopkins Universität sind rund 92.400 Menschen weltweit wieder genesen.

+++ Bundeswehr hilft im Kreis Heinsberg: Soldaten übergaben 3.000 Atemschutzmasken, 15.000 Mundschutzmasken und 8.000 Kittel an die Hilfskräfte in Erkelenz. Außerdem wurden zwei Beatmungsgeräte zur Verfügung gestellt.  

+++ Der Iran lehnt US-Hilfe bei der Virus-Bekämpfung ab. Der Oberste Führer, Chamenei, zeigte sich anlässlich des persischen Neujahrsfestes zugleich optimistisch, dass das Land die Corona-Krise besiegen wird.

+++  Das Robert Koch-Institut meldete heute früh 18.610 Infizierte, das waren 1.948 mehr als am Vortag. Gestern war die Zahl der Krankheitsfälle noch um 2.705 gewachsen. 55 Menschen sind gestorben.

Zugleich wies das Institut darauf hin, am Wochenende seien nicht aus allen Ämtern Daten übermittelt worden, so dass der tatsächliche Anstieg der Fallzahlen höher liegen könne als gemeldet.

Das Johns Hopkins Institute hat indes höhere Zahlen: 22.364 Infektionen, 84 Todesfälle.

+++ Auch der britische Premier Johnson schlägt jetzt Alarm. Wenn nicht alles unternommen werde, um das Virus einzudämmen, könne auch das britische Gesundheitssystem ähnlich wie das in Italien bald überlastet werden, sagte er unter anderem dem "Sunday Telegraph".

+++ Die Streaming-Plattform Netflix will in ganz Europa in den kommenden 30 Tagen ihre Übertragungsgeschwindigkeiten drosseln, um die wegen der Corona-Krise besonders belasteten Internet-Kapazitäten zu schonen. Derzeit arbeiten viele Menschen online von zuhause aus.

+++ Die Gewerkschaft der Polizei forderte von den Regierungschefs der Länder klare Ansagen, wenn sie wegen der Corona-Krise Ausgehbeschränkungen und Verbote verkünden. Es sei wichtig, dass die zuständigen Spitzen der Verwaltung ihre Entscheidungen erklärten, sagte der stellvertretende GdP-Vorsitzende Radek der dpa. Es müsse deutlich gemacht werden, dass Verstöße gegen Ausgehbeschränkungen auch geahndet würden. Kein Verständnis zeigte Radek für Menschen, die sich von dem Aufruf zu mehr sozialer Distanz nicht angesprochen fühlten. Manche Bürger verhielten sich immer noch unsolidarisch – in solchen Fällen drohten Geldbußen oder auch Haftstrafen.

+++ Der Stromverbrauch in Deutschland wird wegen der Coronavirus-Krise in Deutschland zurückgehen. Werksschließungen und Produktionseinschränkungen in der Industrie führten dazu, zudem seien die Großhandelspreise für Strom seien bereits deutlich gefallen. Das teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BdEW) mit. Allerdings hat das laut Strompreis-Vergleichsportal Verivox zunächst keinen großen Einfluss auf den Strompreis für Endverbraucher. "Im Gegenteil: Die Strompreise haben in Deutschland im März mit 30,14 Cent pro Kilowattstunde ein neues Rekordhoch erreicht."

+++ US-Vizepräsident Pence und seine Frau sind negativ auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte eine Sprecherin auf Twitter mit. Ein Mitarbeiter von Pence war erkrankt. Der Vizepräsident selber hatte seinen Test als reine Vorsichtsmaßnahme bezeichnet, er habe keinerlei Symptome.

+++ El Salvador verhängt im Kampf gegen das Coronavirus eine 30-tägige Ausgangssperre. Damit solle die weitere Ausbreitung des Virus verlangsamt werden, teilte die Pressestelle des Präsidenten Bukele über Twitter mit. Ausnahmen gebe es lediglich zum Einkaufen und für bestimmte Arbeiten.

+++ Die italienische Regierung hat wegen der Corona-Krise die Schließung aller "nicht lebensnotwendigen" Unternehmen und Fabriken angeordnet. Ministerpräsident Conte sagte in einer Fernsehansprache, landesweit werde jegliche Produktion eingestellt, die nicht ausdrücklich notwendig, entscheidend und unverzichtbar sei, um die Versorgung mit grundlegenden Waren und Dienstleistungen sicherzustellen. Ausgenommen seien unter anderem Supermärkte, Banken, Post und Apotheken.


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Die Entwicklung von Freitag, 21. bis Samstag, 22. März können Sie hier nachlesen: Newsblog zu Covid-19.

Newsblog zum Coronavirus / Covid-19: Entwicklungen vom Mittwoch, 18. März, bis Donnerstag, 19. März 2020

Newsblog zum Coronavirus / Covid-19: Entwicklungen von Montag, 16. März bis Dienstag, 17. März 2020 

Die Entwickung von Sonntag, 15. März, können Sie in unserem archivierten Newsblog hier nachlesen

Die Entwicklung von Freitag, 13. März, bis Samstag, 14. März hier, die Entwicklungen von Mittwoch, 11. März, bis Donnerstag, 12. März, hier.

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