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Newsblog zum Coronavirus+++ Coronavirus: Entwicklungen vom 1. Juni und 2. Juni +++

Abendstimmung am Platz der Republik im Zentrum von Jerewan, der Hauptstadt Armeniens (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)
Platz der Republik im Zentrum von Jerewan (Archivbild) (dpa / picture alliance / Jens Kalaene)

In Armenien droht die Regierung mit einem weiteren kompletten Lockdown. In Europa verlagert sich der Schwerpunkt der Pandemie laut WHO zufolge mittlerweile Richtung Osteuropa und Russland. In Frankreich gibt es seit heute eine Corona-App. Weitere Entwicklungen in unserem Newsblog.

Dienstag, 2. Juni

+++ In Armenien droht die Regierung mit einem weiteren kompletten Lockdown. Dazu werde es kommen, wenn sich die Bevölkerung nicht an die Sicherheitsvorschriften halte, sagt Ministerpräsident Nikol Paschinjan in einem Facebook-Video. Neue Einschränkungen des öffentlichen Lebens könnten eine schwere Wirtschaftskrise auslösen, warnte er. Man habe nur ein bis drei Tage Zeit, um zu reagieren. 

+++ In Europa hat sich der Schwerpunkt der Coronavirus-Pandemie der Weltgesundheitsorganisation zufolge mittlerweile in den Osten verlagert. Gegenwärtig gebe es in Westeuropa einen stetigen Rückgang der Infektionszahlen, während in Russland und Osteuropa insgesamt immer noch ein Anstieg verzeichnet werde, sagt die WHO-Sprecherin Margaret Harris. Russland zählt inzwischen über 423.000 nachgewiesene Infektionen. Nur in den USA und in Brasilien gibt es mehr.

Die Weltgesundheitsorganisation, WHO, in Genf (www.imago-images.de)WHO in Genf (www.imago-images.de)

+++ Trotz steigender Infektionszahlen hebt Pakistan fast alle Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus auf. Der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan begründete den Schritt damit, dass die landesweite Ausgangssperre 25 Millionen Arbeiterinnen und Arbeiter treffe. Meist handelt es sich um Tagelöhner, deren Familien schon vor der Corona-Pandemie arm waren.

+++ Außenminister Maas strebt eine Aufhebung der Reisewarnung für Europa an. "Wir bereiten für das Kabinett morgen einen Beschluss vor, der zurzeit noch innerhalb der Regierung abgestimmt wird", sagte Maas in Berlin. Ziel sei es, die aktuell weltweit gültige Reisewarnung für die Länder der Europäischen Union und assoziierte Staaten durch Reisehinweise zu ersetzen. 

+++ Die Große Koalition berät jetzt im Kanzleramt in Berlin über ein milliardenschweres Konjunkturpaket. Nach Angaben der SPD sollen heute allerdings noch keine Festlegungen getroffen werden; vielmehr sollen die Verhandlungen morgen fortgesetzt werden. Im Gespräch waren zuletzt etwa Einmalzahlungen an Familien mit Kindern, Kaufprämien für Autos, Steuerentlastungen für Unternehmen und eine frühere Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Bundesfinanzminister Scholz will außerdem für ein Entlastungsprogramm für überschuldete Städte und Gemeinden werben. Forschungsministerin Karliczek fordert neue Anreize für Forschung und Innovation.

+++ Die von Gesundheitsminister Spahn geplante Ausweitung der Corona-Tests könnte die Krankenkassen in diesem Jahr bis zu 7,6 Milliarden Euro kosten. Das geht aus einer Stellungnahme des GKV-Spitzenverbands hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorlag.

+++ Indonesien hat wegen der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus für dieses Jahr die islamische Pilgerfahrt Hadsch abgesagt. Aus dem größten muslimisch geprägten Land reisen üblicherweise mehrere hunderttausend Menschen nach Mekka und Medina in Saudi-Arabien. Gläubige warten in der Regel viele Jahre darauf, die Wallfahrt antreten zu können. Dieses Jahr waren rund 200.000 Indonesier dafür angemeldet. Saudi-Arabien hatte zuletzt erklärt, der Hadsch sei bis auf weiteres ausgesetzt.

+++ In vielen Städten in den USA protestieren seit Tagen Menschen gegen rassistische Polizeigewalt. Das könnte die weitere Ausbreitung des Corona-Virus im Land begünstigen, vermuten Gesundheitsfachleute im Magazin The Atlantic. Gesundheitlich problematisch könnte sein, wenn Menschen in der Menge laut rufen und wenn die Polizei Pfefferspray oder Tränengas einsetzt, was Getroffene unter anderem niesen und husten lässt. Bei den Protesten tragen aber offenbar viele Menschen eine Maske zum Schutz für sich und andere.

+++ Grünen-Fraktionschef Hofreiter hat sich im Deutschlandfunk über das geplante Konjunkturpaket geäußert.

+++ Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet sieht den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Gefahr. Es sei eine seiner größten Sorgen, dass eine stärkere gesellschaftliche Spaltung drohe als während der Flüchtlingskrise, sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Während viele dank relativ gesicherter Einkommen dem entschleunigten Leben in Corona-Zeiten vielleicht sogar etwas Gutes abgewinnen könnten, müssten andere um ihre Jobs, ihre Einkünfte oder gar ihre Existenz fürchten

+++ In Frankreich treten heute zahlreiche weitere Lockerungen in Kraft. Eine der wichtigsten: Die Restaurants öffnen wieder. In den "grünen" Zonen mit wenig Neuinfektionen dürfen auch die Innenbereiche öffnen. Paris dagegen zählt noch als "zone orange". Darum dürfen dort nur die Außenbereiche öffnen.

+++ Die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland ist wegen der Corona-Krise im Mai auf 7,3 Millionen gestiegen. Nach Angaben des Ifo-Instituts war die Zahl noch nie so hoch

+++ Die Große Koalition berät heute über ein milliardenschweres Konjunkturpaket. Bei dem Treffen im Kanzleramt mit Spitzenvertretern der drei Regierungsparteien CDU, CSU und SPD geht es vor allem um Maßnahmen zur Unterstützung von Unternehmen, Familien und Kommunen. Im Vorfeld gingen die Vorstellungen teils deutlich auseinander. Es wird erwartet, dass das Konjunkturpaket ein Volumen zwischen 50 und 100 Milliarden Euro erreichen könnte.

+++ Heute startet in Frankreich die neue Corona-Tracing-App "Stop Covid". Staatssekretär Cédric O hatte zuletzt der Nachrichtenagentur AP gesagt: "Es ist keine Zauberlösung, aber es ist nützlich und notwendig". Der große Unterschied zur geplanten deutschen App: Die Daten werden sowohl auf dem Smartphone als auch auf einem nationalen Server gespeichert. Die Technologie in Frankreich wird auch nicht von Google und Apple unterstützt.

+++ Die Luftfahrtorganisation der Vereinten Nationen hat ihre Empfehlungen für den Flugverkehr während der Corona-Pandemie veröffentlicht. Wie sie in Montreal mitteilte, rät die ICAO unter anderem zu Temperaturmessungen bei den Passagieren am Beginn und am Ende des Fluges, zur Maskenpflicht für Reisende und Besatzung sowie zu Abständen von einem Meter zwischen den Passagieren.

+++ Der jüngste Corona-Ausbruch in Göttingen hat auch Konsequenzen für hunderte Schüler in der Stadt. Die Behörden verschärften die Sicherheits- und Hygieneregelen an zahlreichen Schulen. Unter anderem gilt nun außerhalb der Klassenräume die Maskenpflicht.

Montag, 1. Juni

+++ Das neue Coronavirus wird unter anderem über die Tröpfcheninfektion verbreitet – da ist sich die Wissenschaft einig. Der Berliner Virologe Christian Drosten vermutet, dass diese bei der Verbreitung von Viren eine genauso große Rolle spielen wie die Tröpfchen. Das Robert-Koch-Institut äußert sich da verhaltener.

+++ Tschechien öffnet seine Grenze ab dem 15. Juni wieder für Touristen aus Deutschland. Das beschloss das Kabinett in Prag, wie Gesundheitsminister Vojtech bekanntgab. Grundlage ist ein neues Ampel-Modell, das Länder nach Risikogruppen einteilt. Grünes Licht bekommen neben Deutschland und allen anderen Nachbarstaaten Tschechiens unter anderem auch die Schweiz und Kroatien. Damit entfallen auch die bisherigen Einschränkungen für grenzüberschreitende Berufspendler.

+++ Erstmals seit März ist in Spanien ein Tag vergangen, ohne dass ein neuer Corona-Toter gemeldet wurde. In den 24 Stunden von Sonntag bis Montag habe es außerdem nur 71 bestätigte Neuinfektionen gegeben, sagte der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle, Fernando Simón. Spanien hatte den ersten Todesfall der Corona-Pandemie am 3. März vermeldet, den nächsten zwei Tage später. In der Folge stieg die Zahl der Infizierten und Toten exponentiell an.

+++ Auf Instagram veröffentlichte der Palast ein Foto, auf dem die 94-Jährige auf einem Pferd durch den Park von Schloss Windsor reitet. Dorthin hatte sich die Queen wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie zusammen mit ihrem 98-jährigen Mann Philip zurückgezogen. Beide gehören aufgrund ihres Alters zur Hochrisikogruppe. Thronfolger Charles hatte sich mit dem Coronavirus infiziert.

+++ Die Behörden begründeten die Entscheidung mit Ansteckungsgefahren während der Corona-Pandemie. Die Organisatoren der Mahnwache halten das Argument für vorgeschoben. Sie kritisierten, dass ihre politische Kundgebung untersagt wurde, Schulen in Hongkong jedoch wieder öffnen dürften.

+++ In mehreren deutschen Städten ist am Pfingstwochenende die Polizei eingeschritten, weil gegen Corona-Schutzmaßnahmen verstoßen wurde. In Berlin hatten sich Menschen auf der Spree und dem Landwehrkanal in hunderten Schlauchbooten versammelt und die Mindestabstände nicht eingehalten. Die Veranstaltung unter dem Motto "Für die Kultur - Alle in einem Boot" wurde beendet. Auf Sylt wurde ein Strandzugang in der Gemeinde Kampen wegen zu vieler Besucher geschlossen. In Köln verzeichnete das Ordnungsamt mehr als 100 Verstöße gegen Corona-Regeln. Städtische Mitarbeiter beklagten eine zunehmend aggressive Stimmung, hieß es. Insbesondere junge Menschen nähmen die Auflagen kaum noch ernst.

+++ Nach zehn Wochen darf man in den Niederlanden wieder Restaurants, Museen und Kinos besuchen. Um zwölf Uhr öffneten auch Cafés, Theater und Strandpavillons unter Auflagen wieder die Türen. Gastwirte und Kultureinrichtungen dürfen jeweils nur 30 Gäste empfangen. Diese müssen eineinhalb Meter Sicherheitsabstand halten. Alle Besucher, auch von Museen und Kneipen, müssen vorab reservieren. Im öffentlichen Nahverkehr muss nun ein Mundschutz getragen werden.

+++ Das teilte das Unternehmen in Frankfurt am Main mit. Auch die von der EU-Kommission verlangten Zugeständnisse habe der Aufsichtsrat akzeptiert, hieß es. Die Lufthansa soll demnach einige Start- und Landerechte in Frankfurt und München Konkurrenten überlassen. Das war im Aufsichtsrat zunächst auf Widerstand gestoßen.

Insgesamt umfasst das mit der Bundesregierung ausgehandelte Stützungsprogramm neun Milliarden Euro. Die endgültige Zustimmung wird Ende Juni auf einer Hauptversammlung erwartet.

+++ Trotz heftiger Kritik haben in Großbritannien einige Schulen nach wochenlanger Schließung wieder geöffnet. Rund zwei Millionen Schüler im Alter von vier bis sechs sowie von zehn bis elf Jahren durften heute wieder in den Unterricht zurückkehren. Kritiker aus dem Bildungsbereich halten die Öffnung jedoch für verfrüht. Die Leiter von Grundschulen erwarteten laut einer Umfrage, dass rund die Hälfte der Eltern ihre Kinder nicht in die Schule schickt. 

+++ Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass Patienten mit anderen Krankheiten als Covid-19 in vielen Ländern schlechter versorgt wurden. Das hat im Mai eine Umfrage der Weltgesundheitsorganisation in 155 Ländern ergeben. Demnach schränkte ein Drittel der Staaten die Behandlung akuter Herz-Kreislauf-Probleme ein. In 42 Prozent der Länder litt die Versorgung von Krebspatienten. Grund war in den meisten Fällen, dass das medizinische Personal für Covid-19-Patienten abgestellt war.

+++ In zahlreichen Ländern sind zum heutigen Monatswechsel Lockerungen von Corona-Regeln in Kraft getreten - ungeachtet teils weiter steigender Infektionszahlen. In Großbritannien nahmen einige Schulen den Unterricht auf. Die polnische Fluggesellschaft LOT bietet nach zweieinhalb Monaten wieder Inlandsflüge an, ebenso wie Turkish Airlines in der Türkei. Mit langen Warteschlangen vor den Läden endete in Südafrika das achtwöchige Alkoholverbot.

+++ Nach zehn Wochen darf man in den Niederlanden wieder Restaurants, Museen und Kinos besuchen. Gastwirte, aber auch Kultureinrichtungen dürfen jeweils nur 30 Gäste empfangen. Diese müssen eineinhalb Meter Sicherheitsabstand halten. Reservierungen sind Pflicht. Auch in Finnland haben Restaurants wieder geöffnet.

+++ Bundespräsident Steinmeier hat sich bei Kindern und Eltern für ihr Durchhaltevermögen in der Corona-Krise bedankt. Anlässlich des heutigen "Internationalen Kindertages" sagte Steinmeier in einem Fernseh-Interview, der Kindertag sei gerade in diesen Zeiten besonders wichtig, weil die Kinder auf so vieles hätten verzichten müssen. Grünen-Chefin Baerbock forderte auf Twitter, Schulen und Kitas jetzt "mit Volldampf" wieder täglich zu öffnen.

+++ Jeder zweite Deutsche würde sich nach einer Umfrage gegen das Coronavirus impfen lassen, wenn es einen Impfstoff gäbe. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Jeder Vierte würde dies "vielleicht" tun. Jeder Fünfte der 2.056 Befragten lehnt eine Impfung ab. Männer würden sich eher impfen lassen als Frauen.

+++ Indien hat den geltenden Lockdown laut Medienberichten bis zum 30. Juni verlängert. Außerhalb von Hochrisikogebieten dürften aber bereits ab dem 8. Juni Gotteshäuser, Hotels, Restaurants und Einkaufszentren wieder öffnen. Schulen und andere Bildungseinrichtungen blieben jedoch weiterhin - bis zu einer Neueinschätzung der Lage im Juli - geschlossen. Auch der internationale Flugverkehr ist bis dahin weiter ausgesetzt.

+++ Die USA haben große Mengen des umstrittenen Malariamittels Hydroxychloroquin nach Brasilien geliefert. In einer gemeinsamen Erklärung beider Länder hieß es, das Medikament solle dem Pflegepersonal und den Ärzten zur Verfügung gestellt werden, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Zudem solle der Wirkstoff als Therapeutikum für infizierte Menschen dienen. Mehr zur Suche nach einem Wirkstoff, der bei Covid-19 hilft, . 

+++ Vor den morgigen Beratungen der Koalition über ein Konjunkturpaket in der Corona-Krise hat die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand Steuerentlastungen gefordert. In einem entsprechenden Eckpunktepapier heißt es, in der gegenwärtigen Situation müsse der Druck von den Unternehmen genommen werden. Keinesfalls dürfe es jetzt zur Einführung einer Vermögensabgabe kommen. 

+++ Nach einer 48-stündigen, weitgehenden Ausgangssperre in der Millionenmetropole Istanbul und 14 weiteren türkischen Städten und Provinzen dürfen die Menschen ihre Häuser wieder verlassen. Zudem wurden um Mitternacht Reisebeschränkungen für die betreffenden Städte und Provinzen aufgehoben. Die Einwohner dürfen ihre Region nun das erste Mal seit Anfang April wieder verlassen. Das war zuvor nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich.

+++ Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Deutschland seit gestern 333 weitere Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen liegt damit bei 181.815. An oder mit dem Virus gestorben sind in Deutschland laut RKI 8.511 Menschen. Damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 11. Etwa 165.900 Menschen haben der Schätzung des Instituts zufolge die Infektion überstanden.

+++ Das brasilianische Gesundheitsministerium bestätigt einen Anstieg um 16.409 Coronavirus-Fälle auf 514.849. In den letzten 24 Stunden sind demnach 480 weitere Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Zahl der Todesfälle steigt offiziellen Angaben zufolge auf 29.314. Damit verzeichnet Brasilien nach den USA rein zahlenmäßig den zweitgrößten Ausbruch der Infektion. 

+++ Die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen, Göring-Eckardt, hat die Bundesregierung aufgefordert, ein wissenschaftliches Beratergremium zur Coronavirus-Krise einzusetzen. Sie sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, ein solcher Pandemierat solle mit Experten aus unterschiedlichen Disziplinen besetzt sein und über den Sommer ein Gutachten erarbeiten. Es sei ein Fehler, dass es ein solches Gremium in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern noch nicht gebe. Statt chaotischer Einzelmaßnahmen werde eine fundierte Gesamtanalyse gebraucht sowie eine offene, sachliche Debatte, so Göring-Eckardt. Sie mahnte, Bundeskanzlerin Merkel müsse noch vor dem Sommer über ihre weitere Strategie im Umgang mit der Krise informieren.

+++ Wer eine Krankschreibung wegen einer Erkältung braucht, muss dafür ab jetzt wieder zum Arzt. Die Sonderregelung für telefonische Krankschreibungen wegen der Corona-Krise ist ausgelaufen. Sie war in den vergangenen Monaten mehrmals verlängert worden, um Ansteckungsmöglichkeiten zu verringern und Arztpraxen zu entlasten. Das Ende der Regelung wurde begründet mit der aktuellen Entwicklung bei den Infektionen. Außerdem seien nun ausreichend Masken und andere Schutzausrüstung in den Praxen vorhanden. Der Deutsche Hausärzteverband hatte gefordert, die Sonderregelung mindestens bis Ende Juni zu verlängern.

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