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Newsblog zum Coronavirus+++ Debatte über mögliches Ende der Maskenpflicht +++

Ein Metallschild weist auf die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung am Rheinboulevard in der Zeit zwischen 10 und 22 Uhr hin.  (IMAGO / Future Image / C. Hardt)
Die Stadt Köln hat an zahlreichen Orten eine erweiterte Maskenpflicht erlassen (IMAGO / Future Image / C. Hardt)

Bundesjustizministerin Lambrecht hat eine Debatte über die Maskenpflicht angestoßen. Die Sieben-Tage-Inzidenz hierzulande sinkt weiter und liegt nun auf 17,3. Einer Studie zufolge fühlt sich eine große Mehrheit der jungen Europäer in der Pandemie nicht wertgeschätzt. Einzelheiten in unserem Newsblog

Sonntag, 13. Juni

+++ Vor dem Hintergrund niedriger Coronavirus-Infektionszahlen hat Bundesjustizministerin Lambrecht dazu aufgefordert, die Pflicht zum Tragen von Masken zu überprüfen. Die Länder müssten klären, ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig sei, wenn die Inzidenzzahlen niedrig seien, sagte die SPD-Politikerin der Zeitung "Bild am Sonntag". Das gelte auch für die Schulen, denn Schülerinnen und Schüler seien von der Maskenpflicht besonders betroffen. Bundestags-Vizepräsident Kubicki forderte ein komplettes Ende der Verpflichtung. Dies wurde wiederum von dem SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach kritisiert:

Mehr zum Thema: In einem ausführlichen Beitrag gehen wir im Detail auf die Debatte über einen möglichen Wegfall der Maskenpflicht ein - auch mit dem Blick von Forscherinnen und Forschern und der Lage in anderen Ländern. 

+++ Die Fußball-Nationalmannschaft aus Venezuela hat zum Auftaktspiel der Copa America 15 Spieler nachnominiert.

Der Grund sind mehrere Coronafälle im Team. Wie die südamerikanische Fußball-Konföderation CONMEBOL mitteilte, wurden insgesamt 13 Mitglieder der Delegation positiv getestet. Mindestens acht Spieler und auch Mitglieder des Trainerstabs seien betroffen. Venezuela eröffnet das umstrittene Turnier mit einem Spiel gegen Brasilien. Mehr zu den durch die Corona-Pandemie bedingten Problemen bei der Copa America lesen Sie in unserer Sportmeldung.

+++ Die Berliner Polizei hat in der Nacht zum Sonntag erneut Parks wegen lauter Musik und Verstößen gegen Hygieneauflagen geräumt. Im Vergleich zur Nacht zuvor sei es bei den Einsätzen aber entspannter zugegangen, sagte ein Sprecher. Kollegen seien nicht angegriffen worden.

+++ Die Sieben-Tage-Inzidenz von Ansteckungen mit dem Coronavirus in Deutschland ist weiter gesunken. Sie liegt nun bei 17,3 nach 18 am Vortag, wie das Robert Koch-Institut mitteilte.

Das RKI-Logo in blauer Schrift auf weißem Papier. (dpa/Marijan Murat)Das RKI-Logo (dpa/Marijan Murat)

Die Gesundheitsämter haben dem RKI binnen eines Tages 1.489 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 951 weniger als vor einer Woche. Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge 18 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet.

Eine detailliertere Übersicht über die Entwicklungen rund um die Corona-Zahlen haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

+++ Ganz Österreich sowie zahlreiche andere Länder und Regionen gelten seit heute nicht mehr als Corona-Risikogebiete. Die Bundesregierung strich auch die verbliebenen zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg von der Liste, ebenso wie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz. Auch die Inseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder geltennicht mehr als Risikogebiete, darunter die USA und Kanada. Wer aus einem dieser Gebiete auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

Fast ein Jahr lang hatte das Auswärtige Amt wegen der Corona-Pandemie eine generelle Reisewarnung für zahlreiche Regionen in Europa ausgesprochen. Ab dem 1. Juli gilt sie erst ab einer Inzidenz von 200 und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben. Von nicht notwendigen, touristischen Reisen wird dann lediglich "abgeraten". Die Liste der Risikogebiete wird aber weiterhin regelmäßig aktualisiert. Eine Übersicht über die aktuellen Einstufungen.

+++ Die große Mehrheit der jungen Europäer fühlt sich einer Studie zufolge in der Pandemie nicht wertgeschätzt. Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Verweis auf die repräsentative TUI-Jugendstudie "Junges Europa", die kommende Woche vorgestellt werden soll. Demnach finden mehr als drei Viertel der insgesamt mehr als 6.000 Befragten zwischen 16 und 26 Jahren, dass ihr Verzicht während der Corona-Pandemie von der Gesellschaft nicht anerkannt wird. Für die Studie waren im April 2021 junge Menschen aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Polen befragt worden.

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