Die Nachrichten
Die Nachrichten

Newsblog zum Coronavirus+++ Die Einträge vom 4.11 bis zum 6.11 +++

Eine Hand hält eine Spritze in der Hand (Picture Alliance / dpa / Christoph Schmidt)
Bund und Länder haben sich auf eine Impfstrategie gegen das Corona-Virus verständigt. (Picture Alliance / dpa / Christoph Schmidt)

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Westerfellhaus, kritisiert die erneute Isolierung von Menschen in Pflegeheimen. Bund und Länder haben sich auf eine Impfstrategie gegen das Corona-Virus verständigt. Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 23.399 neue Coronavirus-Fälle gemeldet. Weitere Entwicklungen im Newsblog.

Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier in unserem Newsblog

Freitag, 6. November

+++ Frankreich hat in den vergangenen 24 Stunden mehr als 60.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Das meldeten die französischen Gesundheitsbehörden am Abend. Es handelt sich um einen Höchstwert seit Beginn der groß angelegten Tests.

+++ In Köln haben nach Angaben der Zeitung "Die Welt" zeitweise 800 Bürgerinnen und Bürger nichts von ihrer Coronainfektion gewusst. Man habe diese Menschen bislang nicht über ihr positives Ergebnis informieren können, habe der Kölner Sozialdezernent Harald Rau der Zeitung gesagt. Weil sie von ihrer Infektion nichts wussten, sei vermutlich ein Teil der Betroffenen weiter seinem Alltag nachgegangen, anstatt sich in Quarantäne zu begeben. 

+++ Das Corona-Sonderkreditprogramm der staatlichen Förderbank KfW wird bis Ende Juni 2021 verlängert. Das teilen das Bundesfinanz- und das Wirtschaftsministerium in Berlin mit. Damit sollen Unternehmen bei Bedarf weiterhin schnell an Liquidität kommen. Die EU-Kommission muss der Verlängerung noch zustimmen.

+++ Die Bundesregierung stuft ganz Italien ab Sonntag als Corona-Risikogebiet ein. Die täglichen Corona-Neuinfektionen dort erreichten einen neuen Höchstwert. Binnen 24 Stunden wurden in Italien etwas mehr als 37.800 neue Fälle gemeldet.

+++ Die Medizinethikerin Christiane Woopen hat sich für eine gesetzliche Regelung der im Fall knapper medizinischer Ressourcen notwendigen Triage ausgesprochen. "Die Situation der Triage ist vom Gesetzgeber nicht ausreichend geregelt", sagte Woopen, die Vorsitzende des Europäischen Ethikrats ist, dem "Spiegel".

+++ Beschäftigte in Schlachthöfen haben einer neuen Untersuchung zufolge ein stark erhöhtes Infektionsrisiko bei einem Corona-Ausbruch in ihrem Betrieb. Besonders gefährdet seien Mitarbeiter mit Werk- oder Zeitverträgen, berichtete das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Zu diesem Ergebnis komme eine Sonderauswertung des Bundesarbeitsministeriums auf der Grundlage von Daten der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe.

Schweine hängen in einem Schlachthof. (Getty Images / Glowimages)In einem Schlachthof (Getty Images / Glowimages)

+++ Fitnessstudios in Nordrhein-Westfalen müssen nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts geschlossen bleiben. Das Gericht in Münster lehnte einen Eilantrag ab, den Vollzug der Coronaschutzverordnung vorläufig auszusetzen. Die Antragstellerin, die in Köln und Umgebung insgesamt elf Fitnessstudios betreibt, hatte erklärt, die Regelung greife in ihre verfassungsrechtlich geschützte Berufsausübungsfreiheit ein.

+++ In Dänemark haben sich seit Juni mindestens 214 Menschen mit einer ursprünglich bei Nerzen aufgetretenen Variante des Coronavirus infiziert. Das teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Freitag mit. 200 der Fälle wurden in der Region Nordjütland nachgewiesen. In dieser Region befinden sich besonders viele Nerzfarmen. Landesweit wurde Sars-CoV-2 bereits in 216 Zuchtanlagen gefunden. Die dänische Regierung hatte am Mittwoch angeordnet, dass alle Nerze im Land - etwa 15 bis 17 Millionen Tiere - getötet werden sollen.

Dänemark, Gjoel: Nerze stehen ihren Käfigen in einem Bauernhof in Gjoel in Nordjütland. (Ritzau Scanpix/AP/Mads Claus Rasmussen)Dänemark tötet aus Corona-Sorge alle Nerze. (Ritzau Scanpix/AP/Mads Claus Rasmussen)

+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 21.506 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Damit stieg die Zahl erstmals über die Marke von 20.000. Gestern waren 19.990 Neuinfektionen registriert worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 166 auf 11.096.

+++ Dennoch zeigen nach Ansicht von Wissenschaftlern des Robert-Koch-Instituts einige Entwicklungen, dass möglicherweise eine Trendumkehr bei den steigenden Infektionszahlen bevorstehen könnte. Die Reproduktionszahl (R-Wert) lag in Deutschland laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,79 (Vortag: 0,81). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa acht weitere Menschen anstecken. Liegt der Wert für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

+++ Angesichts eines neuen Höchststands von mehr als 58.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages verschärft Frankreich die Maßnahmen an Gymnasien. Der Unterricht solle teilweise digital abgehalten werden, teilte die Regierung mit. Mindestens die Hälfte des Unterrichts müsse aber weiterhin in den Klassen stattfinden.

+++ Während fast ganz Europa mit harten Maßnahmen gegen die zweite Corona-Welle kämpft, hat Finnland die Pandemie gut im Griff. Die Zahl der Neuinfektionen in dem skandinavischen Land geht zurück. Die Infektionsrate lag in den vergangenen zwei Wochen im Schnitt bei 45,7 Fällen je 100.000 Einwohner - die niedrigste in der EU. Und auch die wirtschaftlichen Folgen durch die Seuche fallen in Finnland weit milder aus als bei den europäischen Nachbarn. 

+++ Mit Wasserwerfern hat die Polizei in Slowenien am Donnerstagabend eine Demonstration gegen die von der Regierung beschlossenen Corona-Beschränkungen aufgelöst. Zuvor hatten von linken Gruppen angeführte Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude in Ljubljana Pflastersteine und Leuchtraketen auf Polizisten geworfen und geschossen, wie die Nachrichtenagentur STA berichtete. Mindestens drei Menschen, darunter ein Polizist, wurden verletzt.  

Nach den Corona-Regeln sind öffentliche Versammlungen auf nur sechs Personen beschränkt. (Jure Makovec / AFP)Nach den Corona-Regeln sind öffentliche Versammlungen auf nur sechs Personen beschränkt. (Jure Makovec / AFP)

+++ Der Pharmakonzern AstraZenaca will bis Ende des Jahres Ergebnisse seiner Testreihen für einen Impfstoff gegen das Coronavirus vorlegen, die dessen Wirksamkeit belegen. Das teilte der Vorstandsvorsitzende des britisch-schwedischen Unternehmens, Pascal Soriot, mit. Sollte der Nachweis der Effektivität und Sicherheit gelingen, könnten staatliche Gesundheitsbehörden ihn überprüfen und den Impfstoff zulassen.

Donnerstag, 5. November

+++ In Frankreich ist die Corona-Lage weiterhin extrem angespannt - der Druck auf die Intensivstationen wächst. Mehr als 58.000 Personen hätten am Vortag ein positives Ergebnis auf einen Corona-Test erhalten, sagte der Direktor der nationalen Gesundheitsbehörde, Salomon. Das ist ein neuer Spitzenwert in dem Land mit 67 Millionen Einwohnern.

+++ Der 90-jährige Patriarch der Serbisch-Orthodoxen Kirche, Irinej, ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus ins Krankenhaus eingeliefert worden. Vor zehn Tagen hatte er die Messe für das Oberhaupt seiner Kirche in Montenegro, Bischof Amfilohije, gehalten. Auch dieser war mit dem Coronavirus infiziert. 

+++ Die seit dieser Woche geltenden neuen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stoßen bei einer Mehrheit von 56 Prozent der Deutschen grundsätzlich auf Zustimmung, jedem vierten Bürger (24 Prozent) gehen sie zu weit. Dabei werden die verschiedenen Maßnahmen unterschiedlich stark akzeptiert, wie aus einer in Köln veröffentlichten ARD-Umfrage hervorgeht. So befürworten zwar 71 Prozent die Schließung von Bars und Kneipen, zugleich lehnen aber 57 Prozent die erneute Schließung von Restaurants ab. Insgesamt finden acht von zehn Bundesbürgern (79 Prozent) den Satz richtig: "Ohne strenge Regeln bekommen wir die Corona-Krise nicht in den Griff."

+++ In Italien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen auf einen neuen Höchstwert seit Beginn der Pandemie gestiegen. Die Gesundheitsbehörden registrierten am Donnerstag mehr als 34.500 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden. Insgesamt zählten die Behörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land nun fast 825.000 Infektionen mit dem Virus. Die Zahl der neuen Covid-19-Todesfälle kletterte ebenfalls deutlich auf 445 Opfer innerhalb eines Tages. 

+++ Aus Sorge vor einer Ausbreitung einer bei Nerzen aufgetretenen Mutation des Coronavirus erlässt die dänische Regierung weitreichende Beschränkungen in der Region Nordjütland. In sieben Kommunen wird der öffentliche Nahverkehr eingestellt, die knapp 280.000 Einwohner werden eindringlich aufgefordert, in ihrer jeweils eigenen Kommune zu bleiben. Schüler der fünften bis achten Klasse sollen ab Montag aus der Ferne unterrichtet werden, gleiches gilt für Studenten weiterführender Bildungseinrichtungen, wie die dänische Ministerpräsidentin Frederiksen bekanntgab.

+++ Eine großangelegte Münchner Antikörper-Studie hat eine hohe Dunkelziffer von Infizierten bei der ersten Corona-Welle entdeckt. Der Untersuchung mit rund 3.000 Münchner Haushalten zufolge hatten bis Anfang Juni rund 1,8 Prozent der Bevölkerung Antikörper gegen das Virus entwickelt. Das sei viermal mehr als der Anteil der damals nachgewiesenen Infektionen, teilten die Forscher der Infektions- und Tropenmedizin der Uniklinik München mit.

Volle Fußgängerzonen trotz vieler Corona-Neuinfektionen in München. Die meisten Menschen tragen Maske. (imago/Alexander Pohl)Volle Fußgängerzonen trotz vieler Corona-Neuinfektionen in München (imago/Alexander Pohl)

+++ Nach einem Corona-Ausbruch unter Anhängern einer Freikirche in Villingen-Schwenningen prüft das Landratsamt im Schwarzwald eine Anzeige gegen die Kirche. Knapp 60 Personen hätten sich im Zusammenhang mit zwei Gottesdiensten Ende Oktober mit dem Virus infiziert, teilte eine Sprecherin der Behörde mit. Die Zahl der Folgefälle nehme weiter zu. Insgesamt besuchten demnach rund 150 Menschen die Gottesdienste. Über eine Anzeige denke man nach, weil es in der Verantwortung der Kirche gelegen habe, vollständige Teilnehmerlisten vorzulegen. Auf den Listen fehlten aber teils die Adressen. Zudem seien falsche Namen und Telefonnummern angegeben worden.

+++ Beim Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim in Laichingen (Alb-Donau-Kreis) sind zwei weitere Bewohner gestorben. Die Zahl der Toten, bei denen das Virus nachgewiesen worden war, erhöhe sich damit auf 17.

+++ Saarlands Ministerpräsident Hans hält mögliche Schließungen im Einzelhandel oder in Schulen und Kitas im Gespräch. Am 16. November müsse gegebenenfalls zwischen Bund und Ländern über weitere Verschärfungen diskutiert werden, sagte er in Berlin. Er gehe allerdings davon aus, dass der Teil-Shutdown im November Wirkung zeigen und die Zahl der Neuinfektionen nach unten bringen werde. Dann könne man von weiteren Einschränkungen absehen.

+++ Im Kampf gegen das Coronavirus will Ungarn künftig russischen Impfstoff "Sputnik V" importieren. Außenminister Szijjarto teilte auf Facebook mit, man werde im Dezember damit beginnen, kleine Mengen aus Russland zu importieren. Dieser würde dann vor der Zulassung finalen Tests unterzogen. Ende Januar könnten die Importe dann aufgestockt werden.

+++ Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus hat die griechische Regierung einen dreiwöchigen Lockdown von Samstag an für das ganze Land verfügt. Er könne nicht zulassen, dass das Gesundheitssystem überlastet werde, begründete Premier Mitsotakis den harten Schritt in einer Fernsehansprache. Ab Samstag müssen alle Läden außer Supermärkten, Apotheken und anderen lebenswichtigen Geschäften schließen. Außerdem gilt von 21.00 bis 5.00 Uhr eine allgemeine Ausgangssperre. Ausgenommen sind Berufstätige, die vom Arbeitgeber eine entsprechende Bestätigung mitführen. Wer tagsüber einkaufen oder zum Arzt gehen will, muss per SMS darüber informieren. Die Schulen im Land werden - bis auf Kindergärten und Grundschulen - auf Online-Betrieb umstellen. Es gilt eine generelle Maskenpflicht. 

+++ Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hält die Lage der Corona-Neuinfektionen in Deutschland trotz der hohen Zahlen für beherrschbar. "Dass die Lage außer Kontrolle ist, würde ich nicht sagen", sagte die Verbandspräsidentin Teichert dem Südwestrundfunk (SWR). Teichert räumte aber ein, dass es den Gesundheitsämtern an Personal fehle. "Das wird auf jeden Fall zu einem Problem führen."

+++ Die Bundeswehr wird weitere 1.000 Soldaten für Hilfseinsätze in der Corona-Krise bereithalten. Das Gesamtkontingent wachse damit bis spätestens Ende November auf 16.000 Männer und Frauen, sagte Generalleutnant Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber, am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Geprüft werde derzeit auch, weitere Soldaten für den Notfall als Reserve - wohl einige Tausend mehr - einzuplanen. "Die zweite Welle ist offenkundig über Deutschland und Europa massiver hereingebrochen als von vielen erwartet", sagte Schelleis. Inzwischen seien 5.600 Soldaten in der Corona-Hilfe gebunden. 

Ein Soldat der Bundeswehr steht neben einem roten Verbotsschild. (imago / Noah Wedel)Wir müssen leider draußen bleiben: Der Bezirksregierung Friedrichshain-Kreuzberg will keine Soldaten bei der Kontakt-Nachverfolgung Corona-Infizierter. (imago / Noah Wedel)

+++ Angesicht steigender Corona-Zahlen hat die norwegische Regierung weitere Einschränkungen angekündigt. Einreisende aus Ländern mit hohen Infektionsraten müssen von Montag an einen negativen Corona-Test vorweisen und zehn Tage in Quarantäne gehen. Das gelte auch für Verwandtenbesuche, sagte Ministerpräsidentin Solberg.

+++ Die neue stadtweite Maskenpflicht in Düsseldorf soll ab sofort mit Kontrollen des Ordnungsamts durchgesetzt werden, bei denen gegebenenfalls auch Bußgelder verhängt werden. Am Mittwoch - dem ersten Tag der neuen Regelung - habe man noch keine entsprechenden Verfahren eingeleitet, sondern Menschen ohne Maske nur angesprochen, so ein Stadtsprecher. Ab jetzt gebe es intensivere Kontrollen. Ohne Maske seien beim ersten Verstoß 50 Euro fällig. Die Allgemeinverfügung der Stadt sehe zwar theoretisch Bußgelder bis 25 000 Euro vor - bislang sei das Maximum aber 300 Euro bei einem Wiederholungsfall gewesen, hieß es von der Stadt.

+++ Die Corona-Pandemie hat einem Bericht der Europäischen Umweltagentur zufolge nur kurzfristig positive Auswirkungen auf die Umwelt. Zwar sei in vielen europäischen Ländern die Luftqualität besser geworden, weil unter anderem weniger Auto gefahren wurde, heißt es in einem Bericht. Auf der anderen Seite sei aber der Verbrauch von Einwegkunststoff gestiegen.

+++ Die AfD will notfalls mit juristischen Mitteln verhindern, dass ihr für Ende November geplanter Parteitag wegen der Corona-Beschränkungen ausfällt. Parteichef Meuthen sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei in der Partei der starke Wille vorhanden, den Parteitag stattfinden zu lassen

+++ Gegen die Corona-Beschränkungen in diesem Monat sind beim Berliner Verwaltungsgericht inzwischen knapp 80 Eilanträge eingegangen. Zwei Kammern des Gerichts seien damit befasst, sagte ein Sprecher. Wann sie entscheiden werden, sei noch offen. Ein großer Teil der Anträge kommt demnach von Gastronomen. Sie wenden sich dagegen, dass sie ihre Lokale im November für Gäste schließen müssen.

+++ Berlins Schulen bekommen weitere Ausrüstung für einen besseren Schutz vor dem Coronavirus. Die Gesundheitsverwaltung stelle den Schulämtern jeweils bis zu 40.000 Mund-Nasen-Schutzmasken zur Verfügung - insgesamt 480.000 Stück, teilte die Bildungsverwaltung mit. Die medizinischen Einwegmasken sollen den Bezirksämtern demnach in den nächsten Tagen geliefert und von dort an die Schulen verteilt werden. Zudem könnten die Bezirke palettenweise Handdesinfektionsmittel abrufen; 8.500 Liter habe ein Pharmakonzern gespendet, hieß es.

Mehr zum Thema Corona-Tests finden Sie hier

+++  In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 27.000 überschritten.
Innerhalb von 24 Stunden kamen 27.143 neue Fälle hinzu, die meisten davon (3.888) in der Region Großpolen im Westen das Landes, wie das polnische Gesundheitsministerium mitteilte. Im gleichen Zeitraum seien 367 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 

+++ Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven hat sich freiwillig in Isolation begeben, nachdem jemand aus seinem Umkreis mit einer Person zusammen war, die positiv auf Covid-19 getestet wurde. Das teilte Löfven auf seiner Facebook-Seite mit.

+++ Der Einzelhandel in Deutschland rechnet auch in der Corona-Krise mit steigenden Umsätzen im Weihnachtsgeschäft. Insgesamt würden die Verbraucher in den Monaten November und Dezember voraussichtlich rund 104 Milliarden Euro ausgeben, prognostiziert der Handelsverband Deutschland. Das entspräche einem Plus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Kundinnen und Kunden seien aber deutlich weniger in den Innenstädten unterwegs, sondern würden vor allem online shoppen.

Ein Mann sitzt allein auf einer Bank vor einem geschmückten Weihnachtsbaum. (imago images/photothek/Florian Gaertner)Das Weihnachtsgeschäft wird auch in der Corona-Krise gut, hofft der Handelsverband Deutschland. (imago images/photothek/Florian Gaertner)

+++ In den USA sind erstmals mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag festgestellt worden. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden gestern 102.831 neue Fälle registriert. 1.097 Infizierte starben.

+++ Rund um die französische Hauptstadt Paris werden die Einschränkungen des öffentlichen Lebens verschärft. Nach Angaben von Bürgermeisterin Hidalgo sollen Geschäfte, die Getränke und Speisen zum Mitnehmen anbieten, schon um 22 Uhr schließen müssen.

+++ Die slowakische Regierung hat die landesweite Ausgangssperre bis zum 14. November verlängert.

+++ In England tritt heute ein Teil-Lockdown mit ähnlichen Regeln wie in Deutschland in Kraft.

Eine Frau im Vordergrund ist nur unscharf zu sehen, die Menschen im Hintergrund teils scharf. Einige tragen Mund-Nasen-Masken. Über ihnen hängt ein rotes Schild mit der Aufschrift "Clearance", im Hintergrund eine Glasfront. (Alastair Grant/AP/dpa)Auch in London gelten verschärfte Corona-Maßnahmen. (Alastair Grant/AP/dpa)

+++ Die EU-Kommission geht davon aus, dass die Corona-Pandemie spürbare Auswirkungen auf die Wirtschaft in der Eurozone und auf in der gesamten Europäischen Union hat. EU-Wirtschaftskommissar Gentiloni sprach bei der Vorstellung der Konjunkturprognose in Brüssel von großen Unsicherheiten. Zuletzt war die Wirtschaft der Eurozone und der gesamten EU stark gewachsen, nachdem sie wegen der coronabedingten Maßnahmen eingebrochen waren.

+++ Immer öfter kommen Corona-Labore mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher, beklagt das Robert Koch-Institut. DEmnach meldeten in der vergangenen Woche fast 70 Labore einen Rückstau von insgesamt 98.931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labore mit 20.799 abzuarbeitenden Proben, wie aus dem RKI-Lagebericht von Mittwochabend hervorgeht.

55 Labore nannten laut RKI zuletzt Lieferschwierigkeiten für Reagenzien, unter anderem zum Auswerten der Tests, Plastikverbrauchsmaterial und Pipettenspitzen.

Ein Arzt eines hält in Schutzkleidung ein Reagenzglas für Personen, die den Test auf das Coronavirus COVID-19 durchführen müssen.   (Getty Images / KONTROLAB / LightRocket / Salvatore Laporta)Ein Arzt während eines Drive-Through-Covid-19-Tests. (Getty Images / KONTROLAB / LightRocket / Salvatore Laporta)

+++ Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut innerhalb von 24 Stunden 19.990 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie damit nachgewiesenermaßen 597.583 mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Personen, die infolge oder mit dem Coronavirus starben, stieg um 118 auf insgesamt 10.930.

+++ Wie andere europäische Staaten verhängt nun auch Zypern im Kampf gegen das Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre. Sie tritt heute in Kraft, wie Gesundheitsminister Ioannou mitteilte. Außerdem müssen alle Restaurants, Bars und Cafés um 22.30 Uhr schließen. Die Maßnahmen gelten zunächst bis Ende des Monats.

+++ Die AfD will notfalls mit juristischen Mitteln verhindern, dass ihr für Ende November geplanter Parteitag wegen der Corona-Beschränkungen ausfällt.

Das Logo der AfD  (picture-alliance/ZumaWire/Sachelle Babbar)Das Logo der AfD (picture-alliance/ZumaWire/Sachelle Babbar)

Der AfD-Vorsitzende Meuthen sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei in der Partei der starke Wille vorhanden, den Parteitag stattfinden zu lassen und dafür notfalls auch den Rechtsweg zu beschreiten. Nach derzeitigem Stand dürften höchstens 250 Personen zusammenkommen. Die AfD hat 600 Delegierte.

Mittwoch, 4. November

+++ In Italien haben sich die Corona-Neuinfektionen auf hohem Niveau stabilisiert. Die Behörden registrierten 30.550 neue Infektionen mit dem Virus binnen 24 Stunden. Die Zahl war damit niedriger als am Ende der vergangenen Woche. Dennoch sollen für die rund 60 Millionen Bürger von Freitag an unter anderem Ausgangssperren von 22 Uhr bis 5 Uhr gelten. Ausgenommen sind Fahrten zur Arbeit oder aus medizinischen Gründen. Zudem müssen Museen und Ausstellungen schließen. Höhere Schulen müssen auf Online-Unterricht umstellen. Die Verschärfungen gelten zunächst für vier Wochen. Sie werden in eigens von der Regierung benannten Risikozonen mit unterschiedlich umgesetzt.

+++ Frankreich meldet 40.558 Neuinfektionen. Das teilte das Gesundheitsministerium des Landes mit. Allerdings sei dies nur eine Mindestzahl an Neuinfektionen, da es Probleme bei der Datenerfassung gegeben habe. Für Montag hatten die Behörden eine Rekordzahl von 52.518 Neuinfektionen bekanntgegeben. Die Gesamtzahl der gemeldeten Infektionen beträgt nun über 1,5 Millionen. Weitere 394 Personen seien an oder mit dem Virus gestorben, so das Ministerium. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona betrage 38.674.

Medizinisches Personal betreut einen von Covid-19 betroffenen Patienten im Krankenhaus "Nouvel Hôpital Civil" in Straßburg. (dpa / AP / Jean-Francois Badias)Covid-19-Patient in französischer Klinik (dpa / AP / Jean-Francois Badias)

+++ Die slowakische Regierung hat die landesweite Ausgangssperre bis zum 14. November verlängert. Unter Ministerpräsident Matovic waren zuvor drastische Maßnahmen erlassen worden. In einem Massentest sollte die gesamte Bevölkerung auf eine Infektion mit dem Coronavirus hin untersucht werden. Wer kein negatives Testergebnis vorweisen kann, darf seine Wohnung auch nicht für den Weg zur Arbeit verlassen. Als Ausnahmen gelten nur dringende Besorgungen oder ein Test auf eine Corona-Infektion. Besonders unübersichtlich ist die Lage für Touristen oder Geschäftsreisende auch aus Deutschland. Für die Einreise in die Slowakei ist zwar kein negatives Testergebnis erforderlich, doch gilt ohne den Nachweis das Verbot, sich frei im Land zu bewegen. Die versprochenen Testmöglichkeiten an der Grenze gibt es bislang nicht.

+++ Die Zahl der Corona-Toten in Spanien ist nach Änderung der Zählart auf 38.118 gestiegen. Am Vortag hatte die Zahl der Todesopfer noch 36.495 betragen. Die Gesamtzahl der Infektionen erhöhte sich den Behörden zufolge auf 1,284 Millionen von 1,259 Millionen am Vortag. Spanien ist eines der am härtesten von der Pandemie betroffenen Länder.

+++ Mit fast 500 Toten innerhalb eines Tages hat Großbritannien den höchsten Stand an Todesfällen von Corona-Infizierten seit Mitte Mai erreicht. Die zuständige Statistikbehörde meldete 492 Fälle, in denen die Patienten innerhalb von vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Virus getestet worden waren. So hoch lag die Zahl der Todesfälle nicht mehr seit dem 19. Mai, als 500 Opfer gezählt wurden.

+++ Polen hat wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen einen erneuten Teil-Lockdown verhängt. Die Pandemie werde immer schlimmer, deshalb müsse das Land entschlossen reagieren, sagte Regierungschef Morawiecki bei einer virtuellen Pressekonferenz. Ab Samstag müssen deshalb die meisten Geschäfte in Einkaufszentren schließen. Nur Supermärkte, Apotheken und Friseursalons dürfen offen bleiben. Auch Kinos, Theater und Galerien können nicht mehr besucht werden. Hotels in Polen dürfen nur noch Geschäftsreisende beherbergen. Nachdem bereits ältere Schüler und Studenten auf Fernunterricht umsteigen mussten, ordnete die Regierung dies nun auch für die Klassen eins bis drei an.

+++ Außenminister Heiko Maas muss sich erneut in Quarantäne begeben, weil er Kontakt mit einer infizierten Person gehabt habe, teilt das Auswärtige Amt mit. Er selbst sei aber am Nachmittag negativ getestet worden. Maas hatte am Vormittag einen gemeinsamen Auftritt mit seinem griechischen Kollegen absagen müssen. Maas und Staatsminister Michael Roth hatten Montagabend an einer Veranstaltung teilgenommen, bei der bei einem ausländischen Delegationsteilnehmer Covid-19 diagnostiziert wurde. Darüber sei das Auswärtige Amt heute informiert worden.

+++ 41 Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut Kapazitätsengpässe wegen der Corona-Pandemie gemeldet. Dabei gehe es in 34 Fällen darum, dass Infektionsschutzmaßnahmen nicht mehr vollständig vorgenommen werden könnten, wie das Bundesgesundheitsministerium in Berlin mitteilte. In sieben Fällen könne dies in den nächsten Tagen nicht mehr sichergestellt werden. Der Bund bietet bei Kapazitätsengpässen etwa beim Nachverfolgen von Kontaktpersonen infizierter Menschen Unterstützung an. In den Gesundheitsämtern und bei Corona-Tests helfen nach Angaben des Verteidigungsministeriums derzeit 5.350 Soldaten.

+++ Das Oberverwaltungsgericht in Sachsen-Anhalt hat den Teil-Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bestätigt. Die Richter wiesen den Antrag einer Hotelkette gegen das touristische Beherbergungsverbot, die Schließung von Gaststätten und weitere verhängte Maßnahmen ab, wie eine Sprecherin mitteilte. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut heute 17.214 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Das sind rund 1.900 mehr als gestern. Die Zahl der Todesopfer stieg demnach um 151.

+++ Die Schweiz greift zur Bewältigung der Viruskrise erneut auf die Hilfe der Armee zurück. Mehrere Kantone hätten angesichts der rasant zunehmenden Infektionszahlen um deren Unterstützung gebeten, erklärt die Regierung. Bis zu 2.500 Soldaten sollen Krankenhäuser mit Infrastruktur wie etwa Beatmungsgeräten, bei der Pflege oder beim Patiententransport unterstützen. Der Einsatz ist bis Ende März befristet und muss noch vom Parlament verabschiedet werden. 

+++ In der Schweiz ist die Zahl der neuen Positiv-Tests auf einem neuen Höchststand. Die Gesundheitsbehörde meldet 10.073 neue Fälle. Die Zahl liegt damit erstmals über der Marke von 10.000. Das Land hat rund 8,5 Millionen Einwohner. Weitere 73 Menschen starben, die positiv getestet wurden. Die Schweiz weist europaweit eine der höchsten Neuansteckungsraten aus. Dennoch hat das Land im Vergleich zu Nachbarn wie Deutschland oder Frankreich vergleichsweise milde Einschränkungen des Alltagslebens beschlossen.

+++ Europa ist laut einer britischen Studie offenbar das Sprungbrett für die Coronavirus-Pandemie gewesen. Britische Fachleute haben sich Erbgut-Material von fast 27.000 Corona-Infizierten weltweit angesehen und rekonstruiert, wie sich der Erreger weltweit verbreitet hat. Demnach sprang Sars-CoV-2 zwar ursprünglich in China von Fledermäusen auf den Menschen über. Als die ersten Infizierten nach Europa kamen, seien dort aber nicht schnell und effektiv genug Reisebeschränkungen erlassen worden. So sei der Erreger Anfang März in die USA und zurück nach Ostasien getragen worden.

+++ Ein Corona-Test bei Berlins Regierendem Bürgermeister Müller (SPD) ist negativ ausgefallen. Das teilte eine Sprecherin des Senats mit. Am Dienstag war bekanntgeworden, dass sich Brandenburgs Ministerpräsident Woidke (SPD) mit dem Coronavirus infiziert hat. Müller hatte mit Woidke zusammen am Samstag an der Eröffnung des neuen Hauptstadt-Flughafens BER in Schönefeld teilgenommen.

+++ In Deutschland sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums mittlerweile 5.350 Soldaten im Corona-Einsatz. In fast 250 Gesundheitsämtern helfen sie beispielsweise bei der Kontaktnachverfolgung, aber es werde auch medizinisches Personal eingesetzt oder es würden Lagerflächen zur Verfügung gestellt. Insgesamt hatte die Bundeswehr bis zu 15.000 Soldaten für den Einsatz bei der Corona-Hilfe angeboten.

+++ In Polen sind 24.692 weitere Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden - das sind so viele binnen 24 Stunden nachgewiesene neue Fälle wie nie zuvor. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 373. Auch das ist ein Höchstwert. Die Regierung will im Laufe des Tages weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung der Seuche ankündigen. Einen vollständigen Lockdown will sie aber vermeiden.

+++ Eine Ansteckung von Kindern mit dem Coronavirus in Kitas ist einer neuen Studie zufolge wenig wahrscheinlich, wie die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet. Forschende um Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, hatten über mehrere Wochen die Abstriche von 825 Kindern in Kitas und 372 Mitarbeitern in Hessen untersucht. Dabei wurden nur zwei Probanden positiv getestet - zwei Erzieherinnen. Bei den Kindern gab es keinen positiven Test. "In den zwölf Wochen Beobachtungszeitraum hat sich wohl keines der mehr als 800 untersuchten Kinder infiziert", sagt Ciesek. "Die Wahrscheinlichkeit scheint also extrem gering zu sein, dass sich Kinder anstecken."

Eine Erzieherin mit Mundschutz, hält einen ihrer Schützlinge in einer Kindertagesstätte im Arm.  (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)Mit dem Ende der Sommerferien Mitte August müssen mehr Kinder als je zuvor in der Corona-Pandemie in den Kitas betreut werden. (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

+++ Im nahezu kompletten Stadtgebiet von Düsseldorf gilt seit heute eine Maskenpflicht für Fußgänger. Ausnahmen gelten nur für nicht bebaute Gegenden wie Wälder, Parks und Grünanlagen, wie die Stadt mitteilte. Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt reagiert damit auf die drastisch gestiegenen Corona-Infektionszahlen: Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz lag zuletzt bei bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Die Maskenpflicht gilt nicht für Rad- und Autofahrer.

+++ Minijobber gehören zu den Verlierern der coronabedingten Rezession, erklärt das Berliner DIW-Institut. Sie verlieren demnach in einer Wirtschaftskrise vergleichsweise schnell ihre Beschäftigung. "Deshalb trifft sie die derzeitige Situation besonders hart", sagt DIW-Experte Markus Grabka. Einer DIW-Studie zufolge lag die Zahl der Minijobber im Juni um 850.000 oder zwölf Prozent unter dem Vorjahresniveau.

+++ Mit fast 19.800 nachgewiesenen Neuinfektionen binnen 24 Stunden meldet Russland einen Höchstwert. Die Zahl der Ansteckungsfälle stieg um 19.768 auf über 1,69 Millionen. Allein in Moskau kamen über 5800 Fälle hinzu. Die Behörden verzeichnen 389 weitere Todesfälle, die Gesamtzahl liegt nun bei 29.217.

+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut 17.214 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Wie das RKI weiter mitteilte, sind dies 1.862 mehr als gestern. Zunächst hatte das RKI 16.498 Neuinfektionen gemeldet, diese Zahl dann aber nach oben korrigiert. Das RKI hat auch die Angaben zu den Todesfällen aktualisiert, danach starben 151 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt stieg die Zahl der Todesfälle auf 10.812. Die Zahl der Genesenen wird auf 371.500 geschätzt. Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag in Deutschland laut dem gestrigen RKI-Lagebericht bei 0,94 und ist damit im Vergleich zum Vortag leicht gesunken. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Durchschnitt knapp einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Mehr Informationen zum Anstieg der Infektionszahlen finden Sie hier

Eine Bedienstete weist in einem Terminal des Frankfurter Flughafens den Weg zur Anmeldung für einen Corona-Test.  (picture alliance / Frank Rumpenhorst)Corona-Testzentrum am Flughafen Frankfurt (picture alliance / Frank Rumpenhorst)

+++ Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ist nach eigenen Angaben trotz Corona-Einschränkungen voll arbeitsfähig. "Zur Vorsorge für etwaige Erkrankungs- oder Quarantänefälle wird in allen Arbeitsbereichen beginnend ab dem 4. November 2020 erneut ein Zwei-Schichten-System eingeführt, das gegebenenfalls den Weiterbetrieb durch die jeweils andere Schicht ermöglicht", teilte Deutschland höchstes Gericht mit. "Zudem bleiben Außenkontakte und die Präsenz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf das Notwendigste beschränkt." 

+++ Der dänische Justizminister Nick Hækkerup ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er werde sich deshalb in der nächsten Zeit zu Hause isolieren, teilte der Minister auf Facebook mit. Hækkerup hatte wegen Krankheitssymptomen am Montag einen Corona-Test gemacht und sich seitdem zu Hause aufgehalten. Er zählt in der Corona-Krise neben Regierungschefin Mette Frederiksen und Gesundheitsminister Magnus Heunicke zu den wichtigsten Akteuren der sozialdemokratischen Regierung in Kopenhagen. Ministerpräsidentin Frederiksen, die am Freitag an einem Treffen mit Hækkerup teilgenommen hatte, mache schnellstmöglich einen Corona-Test und isoliere sich, bis das Testergebnis vorliege, teilte ihr Büro via Twitter mit.

+++ Das Luftfahrtbundesamt (LBA) hat einem Zeitungsbericht zufolge in 21 Fällen gegen Fluggesellschaften Bußgelder verhängt, die Ticketkosten von Corona-bedingt stornierten Flügen nicht fristgerecht zurückbezahlt haben sollen. Das habe ein Sprecher der Behörde auf Anfrage mitgeteilt, berichtet das "Handelsblatt". Details zur Höhe der Geldstrafen habe er nicht genannt. Insbesondere die in der Corona-Krise vom Staat gestützte Lufthansa stand zuletzt in diesem Zusammenhang in der Kritik. Verbraucherschützer hatten der Airline eine mangelnde Rückzahlung stornierter Flüge vorgeworfen.

+++ In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 92.500 Neuinfektionen. Damit steigt die Zahl der Ansteckungsfälle binnen 24 Stunden auf rund 9,42 Millionen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben, stieg um mindestens 1.142 auf 232.748. Die USA sind sowohl bei den Infektions- als auch bei den Todesfällen das am stärksten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

+++ Indien meldet 46.253 nachgewiesene Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Mit 8,3 Millionen Ansteckungsfällen liegt das Land weltweit auf Platz zwei hinter den USA. Seit dem Höhepunkt im September verlangsamt sich die Ausbreitung, und die täglich gemeldeten Neuinfektionen sind zurückgegangen. Seit zehn Tagen liegt die Zahl unter 50.000.

Hier geht es zu unserem Archiv.

Nachrichtenportal