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Newsblog zum Coronavirus+++ Die Entwicklungen vom 16. bis 17. September +++

Ein Passant geht mit Mundschutzmaske über den Place du Trocadéro, während im Hintergrund ein Teil des Eiffelturms zu sehen ist. (dpa-Bildfunk / AP / Michael Euler)
In Frankreich ist eine neue Höchstzahl bei den Corona-Infektionen registriert worden. (dpa-Bildfunk / AP / Michael Euler)

In Frankreich melden die Behörden fast 10.600 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - eine neue Höchstzahl. Die Weltgesundheitsorganisation nennt den Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Europa alarmierend. Bundespräsident Steinmeier würdigt die Solidarität mit Italien in der Krise. Weitere Entwicklungen in unserem Newsblog.

Donnerstag, 17. September

+++ Kurz vor Beginn eines zweiten Corona-Lockdowns in Israel hat Ministerpräsident Netanjahu eine mögliche weitere Verschärfung der vorgesehenen Einschränkungen angekündigt. Netanjahu sagte, angesichts der immer weiter steigenden Infektionszahlen könnte dies notwendig sein. Der Lockdown beginnt am Freitag. Dann dürfen sich alle Menschen nur noch im Ausnahmefall weiter als 500 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Möglicherweise wird die Entfernung aber noch vergrößert. Schulen und Kindergärten bleiben jedenfalls ebenso geschlossen wie Einkaufszentren, Hotels und Freizeiteinrichtungen.

+++ In Frankreich wurden mehr als 10.000 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Mit 10.593 Fällen sei das eine neue Höchstzahl seit der Einführung von umfassender Testung im ganzen Land. "Santé Publique" teilte mit, 50 weitere Menschen seien an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das Verhältnis von positiven Fällen zur Anzahl der getesten Personen bleibt mit 5,4 Prozent stabil. Der bisherige Höchststand war am 12. September mit 10.561 Neuinfektionen registriert worden. Alle Zahlen aus Frankreich finden Sie hier.

+++ Nach heftiger Kritik an Verzögerungen bei Coronavirus-Testergebnissen hat New York ein eigenes städtisches Labor eröffnet. Die Einrichtung in Manhattan sei speziell für Einwohner der Millionenmetropole gedacht und solle dabei helfen, die Wartezeit auf ein Test-Ergebnis auf maximal 48 Stunden zu drücken, sagte Bürgermeister Bill de Blasio. Die Kapazität des Labors solle bis November schrittweise von derzeit rund 3000 auf 20 000 Coronavirus-Tests pro Tag hochgefahren werden.

+++ Die französische Regierung hat weitere Regionen im Land aufgefordert, strengere Maßnahmen im Kampf gegen Corona zu verhängen. Für die Städte Lyon und Nizza sollten die Behörden bis Samstag Vorschläge machen, sagte Frankreichs Gesundheitsminister Véran. In Städten wie Paris, Lille, Toulouse, Rennes und Dijon seien die kritischen Schwellenwerte noch nicht erreicht.

+++ Das serbische Gesundheitsministerium führt eine elektronische Registrierungspflicht für Bürger ein, die aus einem als Corona-Risikogebiet eingestuften Land zurückkehren. Konkret bedeutet das, dass Serben, die aus Kroatien, Bosnien-Herzegowina oder Montenegro in ihre Heimat zurückkehren, einen Fragebogen ausfüllen müssen, der auf der Webseite des Gesundheitsministeriums zugänglich ist.

+++ Bundespräsident Steinmeier hat bei einem Besuch in Italien die grenzüberschreitende Solidarität beider Länder in der Corona-Krise gelobt. Bei einem Treffen mit dem italienischen Präsidenten Mattarella in Mailand hob Steinmeier die engen Verbindungen beider Staaten hervor

+++ In Österreich sind die Corona-Schutzmaßnahmen wegen steigender Infektionszahlen wieder verschärft worden. Unter anderem werden Zusammenkünfte auf zehn Personen beschränkt.

+++ Die Bundespolizei hat innerhalb von fünf Tagen fast 15.000 Reisende an Bahnhöfen oder in Zügen ermahnt, weil sie keinen Mund-Nasen-Schutz trugen.

+++ Für das morgige Saison-Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen Bayern München und Schalke 04 sind nun doch keine Zuschauer zugelassen. Grund ist die steigende Zahl an Corona-Neuinfektionen in der Landeshauptstadt.

+++ Die Weltgesundheitsorganisation hat den Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Europa als alarmierend bezeichnet. Die wöchentlichen Fallzahlen seien höher als in der ersten Hochphase im März.

+++ Das Supercup-Spiel zwischen Bayern München und dem FC Sevilla am 24. September findet wie geplant in Budapest statt, obwohl die Stadt vom RKI als Risikogebiet eingestuft wird. 

+++ Die EU-Kommission hat Vorgaben gemacht, wie die Mitgliedsstaaten die Gelder des milliardenschweren Corna-Wiederaufbaufonds am besten einsetzen sollen. Ziel ist demnach, dass die Mittel so schnell wie möglich fließen können und zu einer Konjunkturerholung nach der Pandemie beitragen.

+++ Die deutsche Justiz ermittelt in mehr als 10.000 Fällen wegen erschlichener Corona-Soforthilfen und anderer Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit der Pandemie. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Euro.

+++ In Deutschland ist die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden wieder auf mehr als 2.000 gestiegen: Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut 2.194 neue Ansteckungen.

+++ Durch die Corona-Pandemie sind laut einer Unicef-Studie weltweit 150 Millionen Kinder zusätzlich in Armut geraten. Das ist ein Anstieg von 15 Prozent. Insgesamt seien jetzt etwa 1,2 Milliarden Kinder von Armut betroffen.

+++ Rotes Kreuz und Roter Halbmond beklagen eine Diskriminierung von Ausländern in asiatischen Ländern wegen der Pandemie. In einer Umfrage in mehreren Staaten wurden häufig Migranten und andere Ausländer für die Verbreitung des Virus verantwortlich gemacht.

Mittwoch, 16. September

+++ In Frankreich tritt morgen ein großer Teil der Mitarbeitenden von privaten Corona-Testeinrichtungen in den Streik. Das kündigte eine der größten französischen Gewerkschaften an. Die Aktion ist landesweit auf einen Tag ausgelegt. Die Mitarbeiter klagen über Überlastung, aggressive Patienten und zu wenig Geld. "Unsere Arbeitsbedingungen, das ist wie Stalingrad", sagte ein Angestellter eines Labors bei Paris, der sich an dem Streik beteiligen will.

+++ Das Robert Koch-Institut hat die österreichische Hauptstadt Wien und die ungarische Hauptstadt Budapest als Corona-Risikogebiete erklärt. Das Bundesland Wien wird damit als einziges Risikogebiet in Österreich aufgeführt. Außerdem gelten in Frankreich nun auch die Region Hauts-de-France und das Überseegebiet La Réunion als Risikogebiete. Damit warnt auch das Auswärtige Amt vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Wien und der anderen aufgeführten Gebiete aufgrund hoher Corona-Infektionszahlen. Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. Meist folgt kurz nach der Einstufung als Risikogebiet eine entsprechende Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Eine Übersicht über die Coronavirus-Risikogebiete finden Sie hier in unserer Liste.  

+++ Großbritannien verzeichnet 3.991 Neuinfektionen binnen eines Tages - so viele an einem Tag wie seit Anfang Mai nicht mehr. Premierminister Johnson beteuert vor einem Parlamentsausschuss, er wolle "keinen zweiten Lockdown". Das wäre für das Land vollkommen falsch. Die finanziellen Konsequenzen wären katastrophal. Er werde alles in seiner Macht stehende tun, um einen weiteren Lockdown zu verhindern. Johnson kündigt an, die Zahl der Corona-Tests erheblich auszuweiten. "Wir werden bis Ende Oktober auf 500.000 pro Tag kommen." Auch bekräftigt er vor dem Ausschuss, seine Regierung werde eine Untersuchung zu ihrem Umgang mit der Pandemie einleiten. Einen konkreten Zeitraum dafür nannte er aber nicht.

+++ Nach massiver Kritik an einer Studie zum neuen russischen Corona-Impfstoff müssen sich die Autoren jetzt in einer Stellungnahme äußern. Eine Sprecherin des medizinischen Fachblatts "The Lancet", das die Impfstudie veröffentlicht hatte, erklärte, es habe zu viele offene Fragen gegeben. Hintergrund ist ein offener Brief von 40 internationalen Wissenschaftlern. Sie äußern darin erhebliche Zweifel an der Untersuchung und fordern von Moskau Zugriff auf die Originaldaten. Das in Russland entwickelte Serum gegen das Coronavirus war das weltweit erste, das für eine breite Anwendung in der Bevölkerung zugelassen wurde. Bereits nach der Freigabe Mitte August hatte es international Kritik gegeben, da diese vor Abschluss wichtiger Tests erfolgte.

Wir haben zusammengefasst, wie weit die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus ist.

+++ Der Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, schickt sich selbst und die Mitarbeitenden seines Büros ab 1. Oktober für eine Woche in Zwangsurlaub. Dieser Schritt soll dazu beitragen, die durch die Epidemie entstandene Finanzlücke abzumildern. Durch den Ausbruch des Coronavirus habe die Stadt neun Milliarden Dollar an Einnahmen verloren, sagt de Blasio vor Journalisten. "Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Es ist für sie und ihre Familien hart. Aber es ist zu diesem Zeitpunkt das richtige."

+++ Die Beschäftigten von rund 20 Corona-Testkliniken in Südfrankreich streiken wegen schlechter Arbeitsbedingungen. Sie seien überlastet und gefährdet, sagte ein Vertreter der Gewerkschaft. Eine angemessene Entschädigung gebe es nicht. Einige hätten zwar einen Bonus von 250 Euro erhalten, sagte eine der Streikenden. Sie forderten jedoch 1.000 Euro und eine bessere Bezahlung für langjährige Mitarbeitende. Ein Teil der Kliniken musste geschlossen werden, das Haupttestzentrum bleibt jedoch offen.

+++ Die Bundesregierung will die österreichische Hauptstadt Wien laut einem Medienbericht zum Risikogebiet erklären. Die Zeitung "Der Standard" schreibt unter Berufung auf Regierungskreise, dies solle am Nachmittag geschehen. Grund sei, dass die Zahl der neuen Infektionen in Wien seit dem 5. September bei deutlich über 50 Fällen pro 100.000 Einwohner liege.

+++ Die Bundesregierung hat die zur Abfederung der Corona-Krise geltenden Finanzhilfen bei der Kurzarbeit bis in das Jahr 2021 hinein gebilligt. Das Kabinett stimmte einem Gesetzentwurf und zwei Verordnungen von Arbeitsminister Heil zu. Damit wird der Anspruch auf Kurzarbeitergeld vorerst von zwölf auf 24 Monate erweitert. Arbeitgeber bekommen zudem bis Mitte 2021 die bei Kurzarbeit fälligen Sozialbeiträge zu 100 Prozent von der Bundesagentur für Arbeit erstattet. Die Mehrausgaben beziffert Heil für das kommende Jahr auf etwa fünf Milliarden Euro.

+++ Die Corona-Krise trifft die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit weniger hart als andere Industriestaaten. Einer OECD-Prognose zufolge wird das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik auf das Jahr gerechnet um 5,4 Prozent einbrechen. Im Juni war die Organisation noch von minus 6,6 Prozent ausgegangen. Stärkere wirtschaftliche Einbrüche werden für Frankreich (minus 9,5 Prozent), Italien (minus 10,5) und für die Euro-Zone insgesamt erwartet (minus 7,9). In den USA erwartet die OECD einen Rückgang um nur 3,8 Prozent, in China sogar ein Wachstum von 1,8 Prozent.

+++ Die Vereinten Nationen befürchten, dass im Zuge der Corona-Krise immer mehr Menschen in ausbeuterische Arbeitsverhältnisse gedrängt werden. Schon jetzt sei angesichts wachsender Arbeitslosigkeit in vielen Ländern eine Aushöhlung von Arbeits- und Sozialstandards zu beobachten, erklärte der UNO-Experte für moderne Sklaverei, Obokata, in Genf. Manche Staaten meinten, damit der angeschlagenen Wirtschaft helfen zu können. Auf lange Sicht würden sie aber einen hohen Preis zahlen.

+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden gut 1.900 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das waren etwa 500 mehr als am Montag. Damit sind rechnerisch derzeit etwa 18.295 aktive Infektionsfälle bekannt. Neu gemeldet wurden sechs Todesfälle. Die Zahl der Menschen in Deutschland, die an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben sind, stieg auf 9.368.

+++ Die spanische Hauptstadt Madrid verhängt in Stadtteilen mit einer schnellen Ausbreitung des Coronavirus einen Lockdown. Von den Maßnahmen seien wahrscheinlich südliche Arbeiterviertel betroffen, in denen die Ansteckungsraten seit August ständig zugenommen hätten, teilte der stellvertretende Gesundheitschef der Region, Zapatero, mit. Dazu gehörten Beschränkungen der Bewegungsfreiheit. Zur Begründung hieß es, die Infektionskurve solle vor Beginn des Herbstes abgeflacht werden, um Komplikationen zu verhindern, die kaltes Wetter mit sich bringen könne.

Wir haben zusammengestellt, was passieren könnte, wenn Coronavirus und Grippewelle aufeinander treffen.

+++ Die Veranstaltungsbranche vermisst eine effektive Unterstützung von Seiten der Politik in der Corona-Krise. Bei der Verteilung der Hilfen gebe es eine große Schieflage, sagte Sandra Beckmann von der Initiative für Veranstaltungswirtschaft im Dlf (Audio-Link). Die Branche werde häufig als "das Partyvolk" wahrgenommen. Beckmann erklärte, sie wünsche sich, dass die Regierung stärker anerkenne, dass die Branche seit Jahrzehnten Besucherströme regele und Veranstaltungen sicher mache. Vor dem Hintergrund der Zulassung von Zuschauern zu Bundesliga-Spielen sei sie nun auch "relativ positiv gestimmt", dass es auch bei anderen Events bald Lockerungen geben könnte.

Hier erfahren Sie, wie es um Diskotheken und Clubs in der Coronakrise steht.

+++ EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat angesichts der Corona-Pandemie eine engere Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten in der Gesundheitspolitik angekündigt. Man brauche eine stärkere europäische Gesundheitsunion, sagte sie in ihrer ersten Rede zur Lage der Union im Europäischen Parlament in Brüssel. Konkret schlug die Kommissionschefin eine neue EU-Agentur für biomedizinische Forschung und Entwicklung vor. Zudem forderte sie das Parlament auf, mehr Mittel für das Gesundheitsprogramm "EU for Health" auszuhandeln.

+++ Die irische Regierung muss doch nicht in Quarantäne. Irische Medien berichten, dass der Corona-Test eines Ministers negativ ausgefallen sei. Deshalb sei die Maßnahme nicht mehr erforderlich. Gesundheitsminister Donnelly hatte Covid-19-Symptome gezeigt. Als Vorsichtsmaßnahme waren seine Kollegen aufgefordert worden, sich zu isolieren. Auch das Parlament müsse nach dem Negativtest nun doch nicht pausieren, schreiben die Medien.

+++ Jüdische Gemeinden in Deutschland feiern die bevorstehenden Feiertage wegen der Corona-Pandemie kürzer und einfacher als sonst. Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschland habe besprochen, Maßnahmen im Einklang mit den Corona-Anordnungen zu treffen, sagte das Vorstandsmitglied der Rabbinerkonferenz, Apel, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dazu gehöre die persönliche Voranmeldung, Beschränkung der Teilnehmerzahl mit genügend Abstand der Plätze, Maskenpflicht und der Verzicht auf Gemeindegesang. Kleine Synagogen würden ihre Feiern in größere Räume verlegen. Das jüdische Neujahrsfest (Rosch Haschana) wird am 19. und 20. September gefeiert, gefolgt vom Versöhnungstag (Jom Kippur) am 28. September.

+++ Indien ist nach den USA das zweite Land, in dem mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen wurden. Nach Daten des Gesundheitsministeriums kamen in den vergangenen 24 Stunden 90.123 Fälle hinzu. Weitere 1290 Menschen starben, die positiv getestet wurden. Damit steigt die Gesamtzahl der Todesfälle auf 82.066.

+++ Der australische Bundesstaat Victoria geht davon aus, dass ein Teil der Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus zum Ende des Monats gelockert werden kann. Das erklärten die Gesundheitsbehörden und verwiesen auf sinkende Neuinfektionszahlen in der größten Stadt Melbourne. Sollte der Trend anhalten, dürften Fabriken, Lagerhäuser und Baustellen den Betrieb am 28. September wieder aufnehmen und Kinderbetreuungseinrichtungen wieder öffnen. Die Bewohner dürften sich allerdings weiterhin nur innerhalb eines fünf Kilometer großen Umkreises um ihren Wohnsitz bewegen. Auch die nächtliche Ausgangssperre bleibe vorerst bestehen.

+++ China verbietet den Import von Geflügelwaren einer weiteren US-Fleischverarbeitungsfabrik. Grund sind nachgewiesene Corona-Infektionen bei Beschäftigten des betroffenen Unternehmens.

+++ Das Bundeskabinett befasst sich in seiner heutigen Sitzung mit der geplanten Verlängerung des Kurzarbeitergelds in der Corona-Pandemie. Erwartet wird eine Verdoppelung der Bezugsdauer auf bis zu 24 Monate. Bereits im August hatten sich die Spitzen von Union und SPD auf die Verlängerung verständigt, um Beschäftigte und Unternehmen in der Krise zu unterstützen. Thema im Kabinett sind auch Verbesserungen beim Elterngeld und der Elternzeit.

+++ Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut geht davon aus, dass es in Deutschland mehrere unterschiedliche Impfstoffe gegen das Coronavirus geben wird. Dies sei angesichts der großen Zahl von potenziellen Herstellern wahrscheinlich, sagte die stellvertretende Vorsitzende der Kommission, Wicker, der Funke Mediengruppe. Dabei könnte es sein, dass einzelne Impfstoffe für bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders geeignet wären - zum Beispiel für Ältere. Die Bundesregierung erwartet, dass ein Impfstoff gegen das Coronavirus in den ersten Monaten des nächsten Jahres zur Verfügung steht.

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