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Newsblog zum Coronavirus+++ Die Entwicklungen vom 7. und 8. Juni +++

Der große Airbus A380 im Luftraum über Frankfurt. (Lufthansa)
Das Großraumflugzeug Airbus A380 fliegt mit rund 500 Passagieren nach New York. Weitere Flüge führen von Frankfurt nach Hongkong, Washington und München.  (Lufthansa)

Die USA haben ihre Reisewarnung für Deutschland gelockert. Der Virologe Drosten warnt vor Rückschlägen für die Corona-Impfkampagne. Einreisende nach Deutschland, die für die Fußball-EM akkreditiert sind, müssen nicht in Quarantäne. Weitere Meldungen in unserem Newsblog.

Dienstag, 8. Juni

+++ Die USA haben in der Corona-Pandemie ihre Reisewarnung für amerikanische Staatsbürger für Ziele wie Deutschland und Dutzende andere Länder gelockert. Das Außenministerium in Washington bewertet Reiseziele auf einer Skala von eins bis vier - die Bundesrepublik steht neben Ländern wie Italien, Frankreich, Mexiko oder Kanada seit Dienstag nun wieder auf Stufe drei des Warnsystems. Das bedeutet, dass US-Bürger ihre Reisepläne überdenken sollen. Zuvor galt die höchste Stufe vier, die für mehrere andere EU-Länder wie Portugal, Belgien, die Niederlande und Polen aufrecht erhalten wurde.

+++ Die Bundesregierung hat die Einreiseregelung während der Fußball-Europameisterschaft angepasst und sieht von einer Quarantänepflicht ab. Dadurch werden für die Fußball-EM (11. Juni bis 11. Juli) akkreditierte Personen von der Quarantänepflicht, auch nach Einreise aus einem Virusvariantengebiet, ausgenommen.

Die festgelegte Reihenfolge bei der Corona-Impfung ist seit dem 07.06. bundesweit aufgehoben. Mit dem Ende der sogenannten Priorisierung haben alle Menschen ab zwölf Jahren nun zumindest theoretisch die Möglichkeit, einen Impftermin zu erhalten. Doch Geduld ist weiterhin gefragt, und in einigen Bundesländern wird die Priorisierung auch noch aufrechterhalten. Hier das Wichtigste dazu.

+++ Der Virologe Christian Drosten hat vor Rückschlägen für die Corona-Impfkampagne über den Sommer in Deutschland gewarnt. Man müsse aufpassen, dass die Menschen künftig nicht nachlässig würden und sich zum Beispiel die Zweitimpfung nicht mehr abholten, weil sie keine Lust mehr hätten oder es zu kompliziert sei, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité im Podcast "Coronavirus-Update" (NDR-Info). Ziel seien mindestens 80 Prozent Zweifachimpfungen, zumindest in der "impffähigen erwachsenen Bevölkerung", erinnerte er.

+++ In Frankreich treten am Mittwoch weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. Die abendliche Ausgangssperre wird etwa von 21 Uhr auf 23 Uhr nach hinten verschoben. Auch die Einreise nach Frankreich wird aus zahlreichen Ländern wie Deutschland erleichtert. Es reicht dann ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder ein negativer Antigentest, der nicht älter als 72 Stunden ist. Zuvor war ein PCR-Test verpflichtend. Restaurants dürfen zudem ihre Innenräume mit einer Auslastung von 50 Prozent wieder öffnen.

Die Bundesregierung hat Einreisebestimmungen verabschiedet, die auch Reisen zu touristischen Zwecken erleichtern. Wir erklären, für wen die Einreisequarantäne wegfällt – und was dazu notwendig ist.

+++ CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat vom Koalitionspartner SPD verlangt, die Anschuldigungen im Streit über die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken öffentlich zurück zu nehmen. Man solle zeigen, "dass man auch eine zu Ende gehende Wahlperiode und eine zu Ende gehende Koalition mit Anstand beenden kann und nicht mit Foulspiel und Lüge", sagte der Chef der CSU-Abgeordneten im Bundestag vor einer Fraktionssitzung. Das Vorgehen bei den Masken sei zwischen dem Gesundheits- und dem Arbeitsministerium verabredet gewesen. 

+++ Auch Gesundheitsminister Spahn selbst zeigte sich irritiert über das Verhalten der SPD. Unter Koalitionspartnern sei das "ein schwieriger Umgang", sagte Spahn im ARD-"Morgenmagazin". Vor rund einem halben Jahr habe die Große Koalition über den Umgang mit den Masken beraten. Jetzt stelle sich "schon die Frage", weshalb kurz vor einer Wahl "so etwas hochkommt", sagte er. Das Entscheidende sei, dass die Sicherheit bei Schutzmasken vorgehe. "Da gab es nie einen Streit", sagte Spahn weiter.

Die FDP hatte in der Sache einen Sonderermittler gefordert, die Linke beantragte eine Aktuelle Stunde im Bundestag. SPD-Fraktionschef Mützenich wies die Forderung nach einer Entschuldigung zurück. Spahn solle lieber an der Aufklärung mitwirken, "was wir jetzt auch in den Ausschüssen tun werden", sagte Mützenich in Berlin.

Berechtigte Kritik oder Wahlkampfgetöse? Die SPD wirft dem Bundesgesundheitsministerium vor, es habe an Obdachlose und Behinderte minderwertige Schutzmasken verteilen wollen. Minister Spahn (CDU) weist die Kritik und Rücktrittsforderungen zurück. Erweisen sich die Vorwürfe am Ende als haltlos? Lesen Sie hier die Hintergründe

+++ Das Bundesland Bremen hat nach Angaben des Senats als erstes Bundesland mehr als die Hälfte seiner Bevölkerung gegen Corona geimpft. Mit den Impfungen am Dienstag sei die Marke von 50 Prozent überschritten worden, teilte das Gesundheitsressort mit. Außerdem habe bereits ein Viertel aller Bremerinnen und Bremer mit einer Zweitimpfung den vollen Impfschutz erhalten.

+++ Der Kinderschutzbund kritisiert vor dem Hintergrund der deutschen Pandemiepolitik, dass Kinderrechte nun doch nicht ins Grundgesetz aufgenommen werden sollen. Schon in der in der Corona-Krise habe man oft den Eindruck gehabt, dass Kinder in der Politik keine hohe Priorität hätten. Dieser Eindruck setze sich jetzt beim Umgang mit den Kinderrechten fort, sagte der Präsident der Organisation, Hilgers. Woran es hakte, können Sie hier nachlesen.

+++ Bundesgesundheitsminister Spahn hat Kritik an der Aufhebung der Reihenfolge bei den Corona-Impfungen zurückgewiesen. Der Schritt sei nötig gewesen, um dynamisch weiterimpfen zu können, sagte der CDU-Politiker im ARD-Fernsehen. Dennoch könnten nun nicht alle innerhalb von ein oder zwei Wochen geimpft werden. Im Laufe des Juli könne voraussichtlich allen Impfwilligen ein Angebot gemacht werden. 

+++ Laut Spahn sind bei den Über-60-Jährigen über 80 Prozent und bei den 18- bis 59-Jährigen 40 Prozent mindestens einmal geimpft. Auf Twitter betonte er: "Wollen wir eine Impfquote von über 75 Prozent erreichen, müssen wir mindestens noch 15 Millionen Menschen überzeugen." 

+++ Während der Corona-Pandemie haben psychische Probleme in vielen Industrieländern einer Studie zufolge zugenommen. Wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - OECD - mitteilte, sei der Anstieg der psychischen Leiden vor allem bei jungen Leuten zu beobachten. In einigen Ländern hätten sich Angststörungen und Depressionen verdoppelt. Gründe seien die Angst vor einer Ansteckung, aber auch die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, hieß es

+++ Der Deutsche Städtetag appelliert an Bund und Länder, die Kommunen wegen der Pandemie auch in diesem und im nächsten Jahr mit Milliardenhilfen zu unterstützen. Der Präsident des Städtetages, Leipzigs Oberbürgermeister Jung, sagte im Deutschlandfunk, man habe "richtig Angst", alleingelassen zu werden. Nach jetzigem Stand fehlten den Kommunen dieses Jahr mehr als neun und im kommenden Jahr rund zehn Milliarden Euro. Wenn das von Bund und Ländern jeweils zu 50 Prozent ausgeglichen werde, könne man durchstarten.

+++ Die deutschen Unternehmen erholen sich nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie. Wie das "Handelsblatt" berichtet, stehe in Gastronomie, Hotellerie und Freizeitwirtschaft beinahe jedes fünfte Unternehmen finanziell vor dem Aus. Das habe eine Sonderauswertung der DIHK-Konjunkturumfrage ergeben. Besser als noch zu Beginn des Jahres beurteilten dagegen viele unternehmensnahe Dienstleister etwa aus den Bereichen Vermietung, Messe- und Kongresswirtschaft ihre finanzielle Situation. Und von den Einzelhändlern klage noch ein Viertel über Liquiditätsengpässe und ein Drittel über einen Eigenkapitalrückgang.

+++ Die Hilfsorganisation Caritas International fordert vor dem G7-Gipfel in Cornwall, den Patentschutz für Corona-Impfstoffe befristet aufzuheben. Caritas-Präsident Neher sagte im Deutschlandfunk, das sei nur ein Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie. Es gehe darum, die globale Gesundheitsversorgung auf den Prüfstand zu stellen. Der weltweite Süden müsse langfristig in die Lage versetzt werden, selbst Impfstoff herzustellen.

Das Foto zeigt eine Impfung in Kampala/Uganda im Juni 2021. (imago)Die meisten afrikanische Staaten beispielsweise sind den Industriestaaten beim Impfen gegen Covid-19 deutlich hinterher, einfach, weil es an Impfstoff fehlt. (imago)

In vielen Industrienationen wurden längst viele Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Viele ärmere Länder warten bis heute auf die begehrten Vakzine. Die Covax-Initiative sollte für eine gerechtere Verteilung sorgen - doch eine weltweite Teilhabe ist noch weit entfernt. Ein Überblick.

+++ Auch wenn die aktuellen Corona-Zahlen auf ein Abflachen der Pandemie hindeuten, hat der Berliner Physik-Professor Dirk Brockmann davor gewarnt, das Virus zu unterschätzen. Brockmann sagte im DLF, in der Pandemie habe es zuletzt immer wieder Überraschungen gegeben. Die aktuelle Entwicklung mit den deutlich sinkenden Zahlen sei zwar erfreulich, um Entwarnung zu geben, sei es aber noch zu früh. Vor allem die so genannte Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde, sei noch schwer einzuschätzen.

Wie gefährlich ist die indische Variante überhaupt? Hier finden Sie einen Überblick

+++ Inzidenz in Deutschland sinkt weiter: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen liegt jetzt bei 22,9 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Gestern lag die Inzidenz bei 24,3 und vor einer Woche bei 35,2. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI 1.204 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Das sind rund 580 weniger als vor einer Woche. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 140 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet.

Ausführliche Informationen zu Infektionen, Impfungen und der Belegung von Intensivbetten finden Sie hier.

+++ Wegen Komplikationen wollen aktuell 18 Geimpfte das Land Nordrhein-Westfalen in die Haftung nehmen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurde bislang noch keiner der Anträge positiv beschieden. Das Land hat in den Impfzentren die unmittelbare Haftung übernommen und die Impfärzte und das Personal davon freigestellt. Dafür wurde auch eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Anträge auf Entschädigung beim Land prüfen laut Ministerium die Landschaftsverbände. Unter den 18 bisher vorliegenden Fällen sei kein Todesfall, so das Ministerium.


+++ Im Streit um die geplante Verteilung von angeblich minderwertigen Corona-Schutzmasken an benachteiligte Menschen fordert die FDP die Einsetzung eines Sonderermittlers. FDP-Bundestagsfraktionsvize Theurer sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Faktenlage deute auf eine lange Fehlerkette von Gesundheitsminister Spahn hin. Leider sei es für einen Bundestags-Untersuchungsausschuss zu spät, sagte Theurer mit Blick auf die Bundestagswahl im September. Deshalb sei ein Sonderermittler nötig, der am besten vom Bundesrechungshof kommen sollte.

Montag, 7. Juni

+++ Die Weltgesundheitsorganisation hat wenige Tage vor Beginn des G7-Gipfels an die reichen Länder appelliert, umgehend für die dringend nötigen Corona-Impfstoffe im ärmeren Teil der Welt zu sorgen. Die G7-Staaten hätten bei ihrem Treffen im englischen St. Ives die Macht, zusätzliche 100 Millionen Dosen allein im Juni und Juli zur Verfügung zu stellen, um die weltweiten Impfziele zu erreichen, sagte WHO-Chef Tedros in Genf. "Das baldige Teilen von Impfstoff ist die beste Art, die akute Phase der Pandemie zu beenden." Bisher seien fast 44 Prozent aller Dosen in den reichen Ländern verabreicht worden, aber nur 0,4 Prozent in den armen Regionen. "Besonders frustrierend an diesen Zahlen ist, dass sich daran seit Monaten nichts geändert hat."

+++ Als zweites EU-Land nach Ungarn verimpft die Slowakei seit Montag den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Das Präparat wird zunächst nur in der Hauptstadt Bratislava und in der Stadt Zilina im Norden des Landes verabreicht. Bisher haben sich 5.000 Impfwillige für eine Sputnik V-Spritze angemeldet. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat Sputnik V bisher noch nicht zugelassen.

+++ Die wegen der Abstandsregeln erweiterten Terrassen von Restaurants und Bars in Paris sollen bleiben. Das kündigte die Stadt an. Betreibende in der Gastronomie müssen sie künftig genehmigen lassen. Dann sollen sie jedes Jahr vom 1. April bis zum 31. Oktober erlaubt sein. Für die Terrassen gelten besondere Regelungen. So müssen sie um 22.00 Uhr schließen und am Ende der Saison vollständig wieder abgebaut werden.

+++ Die Ständige Impfkommission will ihre Corona-Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren am Donnerstag bekanntgeben. Das teilte eine Sprecherin des Robert Koch-Instituts mit. Es wird erwartet, dass das Expertengremium mangels ausreichender Datenbasis keine generelle Impfempfehlung für alle Kinder ausspricht, sondern den Impfstoff zunächst vor allem etwa für vorerkrankte Kinder vorsieht.

Ein Jugendlicher kurz vor einer Impfung, im Vordergrund sind Hände in Handschuhen zu sehen, die eine Spritze halten.  (imago images / Sven Simon )Auch Kinder und Jugendliche sollen bald gegen das Coronavirus geimpft werden. (imago images / Sven Simon )

+++ Der US-Pharmakonzern Moderna hat eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche in der EU beantragt. Bei einem positiven Votum der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wäre er das zweite für Jugendliche zugelassene Vakzin, nach dem Impfstoff von Biontech/Pfizer. Moderna hatte bereits Ende Mai mitgeteilt, dass sein Mittel bei Menschen im Alter von 12 bis 17 Jahren "hochwirksam" sei. Dies sei aus klinischen Studien in den USA hervorgegangen.

+++ Die Bundesregierung hält eine Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen über Ende Juni hinaus für notwendig. Es lasse sich jetzt allerdings noch nicht sagen, welche Einschränkungen dann noch nötig seien und welche Maßnahmen man im August oder September ergreifen müsse, sagte Regierungssprecher Seibert in Berlin. Vorerst befinde sich das Land aber weiterhin in der Pandemie. Bis Ende dieses Monats gilt die "Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite". Ein Antrag der Koalition, über den der Bundestag am Donnerstag abstimmen soll, sieht eine Verlängerung vor. Ein Zeitraum wird in der Beschlussvorlage nicht angegeben.

Fußgänger:innen mit Mund-Nase-Masken beim Spaziergang in der Stadt. (imago / Malte Mueller)Wie lange müssen wir noch Abstand halten und Masken tragen. (imago / Malte Mueller)

+++ Nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers sind noch 18 Bewohner eines Hochhauses in Dresden unter Quarantäne. Ob sich einige der Bewohner mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt hätten, sei weiter unklar, sagte eine Stadtsprecherin auf Anfrage. Die Ergebnisse der sogenannten Sequenzierung würden für Mittwoch erwartet.

+++ Nach Ermittlungen wegen Betrugsverdachts sind bei einem Anbieter von Corona-Schnelltests die gemeldeten Zahlen deutlich zurückgegangen. Dies deute auf ein tatsächlich illegales Vorgehen hin, heißt es in einem Bericht des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums. Ein ähnliches Absinken der Testzahlen habe es bei den landesweiten Daten nicht gegeben. Vor rund einer Woche hatten WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" berichtet, dass Reporter an Testzentren eines Bochumer Betreibers wesentlich weniger Kunden gezählt hätten, als abgerechnet worden seien. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein. Zwei Firmenverantwortliche sitzen in Untersuchungshaft.

+++ Der Virologe Christian Drosten und die Virologin Sandra Ciesek werden 2021 mit der Urania-Medaille ausgezeichnet. Der Festakt zur Preisverleihung findet am 3. September statt, die Laudatio werde der Journalist und Moderator Jan Böhmermann halten. Das teilte das Wissenszentrum und Bürgerforum Urania Berlin mit. Mit der Ehrung von Drosten und Ciesek solle im zweiten Jahr der Corona-Pandemie "ein starkes Zeichen für gelungene Wissenschaftskommunikation" gesetzt werden. Mit dem Podcast "Das Coronavirus - Update" informieren Ciesek von der Uniklinik Frankfurt am Main und Drosten von der Charité Berlin jede Woche ein Millionenpublikum über den neuesten Stand der Forschung zur Covid-19-Pandemie.

Die Virologin Sandra Ciesek und der Virologe Christian Drosten. (dpa / Collage: Deutschlandradio)Die Virologin Sandra Ciesek und der Virologe Christian Drosten. (dpa / Collage: Deutschlandradio)

+++ Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt der Corona-Inzidenzwert jetzt in allen 16 Bundesländern unter 30. Den niedrigsten Wert meldet Mecklenburg-Vorpommern mit 8,6, den höchsten Wert das Saarland mit 29,8.

+++ Spanien öffnet heute seine Grenzen für geimpfte Reisende aus aller Welt. Gegen das Coronavirus geimpfte Menschen "und ihre Familien" seien im Land willkommen und zwar unabhängig von ihrem Herkunftsland, hatte die Regierung Ende Mai erklärt. Auch ausländische Kreuzfahrtschiffe dürfen wieder anlegen. Spanien ist nach Frankreich das zweitbeliebteste Reiseziel der Welt. Im vergangenen Jahr brach die Zahl der auslänischen Besucher um 77 Prozent ein.

+++ Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut binnen eines Tages 1.117 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind rund 860 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken und liegt jetzt bei 24,3. Deutschlandweit wurden laut RKI 22 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus verzeichnet.

+++ Ab heute gibt es keine Priorisierung von einzelnen Bevölkerungsgruppen für eine Corona-Impfung mehr. Damit können sich alle in Deutschland lebenden Menschen ab zwölf Jahren um einen Termin bemühen. Da der Impfstoff aber weiterhin knapp ist, mahnten Ärztevertreter und Bundesgesundheitsminister Spahn zur Geduld. Es könne nicht jeder kurzfristig einen Impftermin bekommen.

+++ Die Corona-Situation könnte dazu führen, dass beim ZDF einige Fußball-EM-Spiele nicht vor Ort, sondern aus Deutschland kommentiert werden. Betroffen sind die Partien, die in England und Schottland stattfinden. Derzeit müssen sich Reisende nach einem Aufenthalt im Virusvariantengebiet Großbritannien bei ihrer Rückkehr nach Deutschland in eine 14-tägige Quarantäne begeben, die auch nicht durch einen Corona-Test verkürzt werden kann. Sollte sich diese Situation nicht ändern, werde aus dem Studio kommentiert, so das ZDF.

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