Die Nachrichten

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Newsblog zum Coronavirus+++ Entwicklungen vom 11. bis 12. Juni +++

Eine Mitarbeiterin von Biontech steht im Labor des Unternehmens.  (Stefan Albrecht/Biontech)
Ein Labor der Firma Biontech (Stefan Albrecht/Biontech)

Das deutsche Unternehmen "Biontech" erhält für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus von der Europäischen Investitionsbank einen Kredit in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro. Schweden verzeichnet die bislang höchste Anzahl von Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. Die Weltgesundheitsorganisation rechnet mit einem weiteren Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie in Afrika und Lateinamerika. Weitere Entwicklungen in unserem Newsblog.

Freitag, 12. Juni

+++ In einem von einer Corona-Infektionswelle betroffenen Spargelhof im bayerischen Inchenhofen (Kreis Aichach-Friedberg) sind bislang 95 Personen positiv getestet worden.

Insgesamt seien 525 Mitarbeiter untersucht worden, teilte das örtliche Landratsamt mit. Derzeit würden die Kontaktpersonen der Erkrankten ermittelt. Weiter hieß es, keiner der Getesteten habe zum Zeitpunkt des Abstrichs Symptome einer Covid-19-Erkrankung gezeigt.

Wegen der ersten positiven Tests bei Saisonarbeitern hatte der Betrieb Ernte und Verkauf vor gut einer Woche eingestellt und die Spargelsaison vorzeitig beendet.

+++ Die FDP-Bundestagsfraktion fordert die Aufhebung des Pandemie-Notfalls in Deutschland.

Wenn es in sieben Bundesländern nur noch eine zweistellige Anzahl aktiver Corona-Fälle gebe, könne man eine nationale Notlage schwer begründen, sagte der FDP-Innenpolitiker Kuhle dem "Spiegel". Zudem liege keine Überlastung des Gesundheitssystems mehr vor.

Konstantin Kuhle, Generalsekretär der FDP Niedersachsen, spricht während eines Landesparteitages zu den Delegierten. (picture alliance / dpa / Peter Steffen)Der FDP-Politiker Kuhle (picture alliance / dpa / Peter Steffen)

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hatte der Bundestag Ende März eine sogenannte "epidemische Lage von nationaler Tragweite" festgestellt. Das daraufhin beschlossene Gesetz gibt dem Bund für höchstens ein Jahr zusätzliche Kompetenzen, um im Krisenmanagement schneller reagieren zu können.

+++ Angesichts weiterhin hoher Covid-19-Zahlen wird Schweden von seinen Nachbarländern zunehmend isoliert.

Nach Dänemark und Finnland folgte nun auch Norwegen einem ähnlichen Modell der Reisebeschränkungen. So sollen Reisen zwischen Norwegen und den anderen nordischen Ländern Finnland, Island sowie Dänemark mitsamt Grönland und den Färöer-Inseln ab Montag wieder ohne zehntägige Quarantäne möglich sein; im Falle Schwedens gelte dies zunächst aber nur für die Insel Gotland.

Menschen in einer Bar in Stockholm am 20. April. Trotz der Coronakrise steht in Schweden das öffentliche Leben nicht still. (www.imago-images.de)Menschen in einer Bar in Stockholm am 20. April. Trotz der Coronakrise steht in Schweden das öffentliche Leben nicht still. (www.imago-images.de)

Deutschland wird seine Warnung vor Reisen nach Schweden voraussichtlich aufrechterhalten. Schweden ist im Kampf gegen die Pandemie einen Sonderweg mit freizügigeren Maßnahmen gegangen.

+++ Die Lufthansa will Passagieren vor Abflug die Möglichkeit von Tests auf das Coronavirus anbieten. Nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" will das Unternehmen an den Flughäfen in Frankfurt am Main und München die Dienstleistung zur Verfügung stellen. In Testcentern könnten sich Passagiere auf das Virus untersuchen lassen. Das Ergebnis liege binnen vier Stunden vor.

Das Angebot richte  sich vor allem an Reisende, die in Länder fliegen, die bei der Einreise einen Corona-Test verlangen. Falls Sie eine Reise planen: Diese Corona-Regeln gelten beim Reisen mit der Bahn und Flugzeugen

+++ Die deutschen Leichtathletik-Meisterschaften dürfen am 8. und 9. August in Braunschweig stattfinden.

Die Stadt genehmigte nach Angaben des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) die Veranstaltung. Das Durchführungs- und Hygiene-Konzept des DLV sei positiv beurteilt worden, heißt es. Zuschauer im Stadion seien aufgrund des deutschlandweiten Verbots für Großveranstaltungen nicht zugelassen.

+++ US-Präsident Trump sichert sich angesichts der Gefahr von Ansteckungen mit dem Coronavirus während seiner Wahlkampfauftritte rechtlich ab. Teilnehmer müssen zustimmen, dass sie die Veranstalter im Falle einer Erkrankung nicht verklagen. In den USA wurden bislang mehr als zwei Millionen Coronavirus-Infektionen und mehr als 113.000 Todesfälle bestätigt.

+++ Mütter sollen ihre Neugeborenen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch bei vermuteter oder bestätigter Corona-Infektion stillen.

"Die Vorteile des Stillens überwiegen", sagte WHO-Chef Tedros in Genf. Kinder hätten nach aktuellem Forschungsstand der WHO ein geringeres Risiko, sich mit Corona anzustecken. Allerdings seien sie deutlich anfälliger für andere Krankheiten, wenn sie nicht gestillt werden.

+++ Veranstalter einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in München sind mit einem Eilantrag am Bundesverfassungsgericht gescheitert.

Sie wollten erreichen, dass sich an der für morgen geplanten Kundgebung bis zu 10.000 Menschen beteiligen dürfen. Die Stadt München hat die Teilnehmerzahl erneut auf 1.000 beschränkt.

+++ In Brandenburg werden die Corona-Auflagen gelockert. Die Kontaktbeschränkung auf bis zu zehn Menschen fallen laut Ministerpräsident Woidke ab Montag weg, die Abstands- und Hygieneregeln müssten aber weiterhin eingehalten werden. Die Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz ab sechs Jahren wird allerdings von öffentlichen Bussen und Bahnen und dem Einzelhandel auf Krankenhäuser, Pflegeheime, Reisebusse und Schiffsausflüge erweitert. Mehr Details

+++ Die Coronavirus-Epidemie in Europa ist nach Einschätzung der EU-Kommission noch nicht vorbei. Die Regierungen müssten weiterhin auf Tests und Kontrolle setzen, sagt Gesundheitskommissarin Kyriakides in einer Videokonferenz mit den EU-Gesundheitsministern. Nachdem EU-Staaten die Beschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert haben und es in den vergangenen Tagen vielerorts Massendemonstrationen gab, wird eine neue Infektionswelle befürchtet. Wie groß das Risiko durch die Kundgebungen eingeschätzt wird, haben wir hier zusammengefasst

+++ Das Bundeskabinett hat einen ersten Teil des Konjunkturpakets auf den Weg gebracht. Damit will Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier es "schaffen, dass die Talsohle der konjunkturellen Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte durchschritten wird". Die größte Einzelmaßnahme seien die geplanten Überbrückungshilfen für Unternehmen im Volumen von 25 Milliarden Euro. Weitere Einzelheiten können Sie hier nachlesen.

+++ Die Deutsche Bahn will als Reaktion auf die veränderten Arbeitsgewohnheiten in der Corona-Krise ein neues Pendler-Ticket anbieten. Das neue Ticket soll laut "Wirtschaftswoche" für 20 Fahrten auf einer ausgewählten Strecke gelten und bis zu 33 Prozent günstiger sein als eine Monatskarte. Mit dem Ticket wolle die Bahn jenen Pendlern entgegen kommen, die nicht mehr täglich zu ihrem Arbeitsplatz führen, sondern tageweise von zu Hause aus arbeiteten.

+++ Australien hat die Corona-Epidemie nach Einschätzung von Experten in den Griff bekommen. In der zurückliegenden Woche seien nur noch 38 Fälle bekanntgeworden, wobei mehr als die Hälfte davon auf aus Übersee zurückkehrende Reisende entfielen, teilte der oberste Gesundheitsberater der Regierung mit. Ministerpräsident Scott Morrison kündigte vor einigen Tagen einen Drei-Stufen-Plan an, um die meisten Sperrmaßnahmen bis Juli aufzuheben.

+++ Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind in Deutschland im Vergleich zum Vortag 258 weitere Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Infektionen liegt damit bei 185.674. An oder mit dem Virus gestorben sind in Deutschland laut RKI 8.763 Menschen. Damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um acht. Etwa 171.600 Menschen haben der Schätzung des Instituts zufolge die Infektion überstanden. Damit sind rechnerisch noch 5.311 Menschen akut erkrankt (nachgewiesene Infektionen minus Genesene und Tote).

Wie wir in der Nachrichtenredaktion mit den Zahlen zur Corona-Pandemie umgehen, erklären wir in diesem Artikel: Aus der Nachrichtenredaktion - Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum

+++  In Indien meldet das Gesundheitsministerium einen Anstieg der festgestellten Infektionen um 10.956 innerhalb von 24 Stunden auf nun insgesamt knapp 298.000. Damit überholt das Land Großbritannien und liegt nun - nach absoluten Zahlen gesehen - weltweit auf Platz vier. Die Zahl der Todesfälle wird in Indien mit 8.498 angegeben.

Menschen in Kalkutta stehen in einer Reihe und warten auf Essen, das von einer NGO ausgeteilt wird. (pricture alliance / Pacific Press / Amlan Biswa)Sind auf die Essensausgabe angewiesen: Zahlreiche indische Arbeitsmigranten, die wegen des Coronavirus keine Arbeit und kein Einkommen mehr haben. (pricture alliance / Pacific Press / Amlan Biswa)

+++ Die türkische Regierung hat enttäuscht auf den Beschluss der Bundesregierung reagiert, die Warnung für Reisen in die Türkei vorerst aufrechtzuerhalten. Außenminister Cavusoglu sagte dem Magazin "Der Spiegel", die Gründe seien nur schwer zu verstehen. Für die Sicherheit der Türkei-Reisenden in der Corona-Pandemie sei gesorgt, und die ergriffenen Maßnahmen würden unter anderem vom TÜV Süd überprüft. Ankara erwarte deshalb, dass Deutschland seine Reisewarnung zum frühestmöglichen Zeitpunkt aufhebe, betonte Cavusoglu. Wie es generell mit dem Reisen aussieht? Ein Überblick

+++ Angesichts der drohenden Stellenstreichungen bei der Lufthansa ist eine Debatte über das von der Bundesregierung zugesagte Rettungspaket entbrannt. Die Linke kritisierte die Ausgestaltung der Hilfen für die Fluggesellschaft: Das Paket enthalte keinerlei Sicherheiten für die Beschäftigten der Lufthansa und werde zu einem Kahlschlag führen. Die Union hingegen verteidigte die Staatshilfen mit der Begründung, es sei nie gut, wenn eine Regierung in das operative Geschäft eines Unternehmens eingreife. Mehr dazu hier

+++ Die britische Wirtschaft ist infolge der Corona-Pandemie stark eingebrochen. Nach Angaben des Statistikamts in London lag das Bruttoinlandsprodukt im April 20,4 Prozent unter dem Niveau von März. Danach verzeichneten alle Wirtschaftssektoren Rückgänge in bisher ungekanntem Ausmaß.

+++ Die Luftfahrtbranche in Großbritannien geht juristisch gegen gegen die neue Quarantänepflicht für Einreisende vor. Dazu gibt es einen gemeinsamen Vorstoß der British Airways Mutter IAG und der Billigfliegers Easyjet und Ryanair. Die Airlines argumentieren, dass die Auflage die krisengeschüttelten Fluggesellschaften und den Tourismus im Land weiter belasten. Zudem gebe es wissenschaftlich keine Notwendigkeit für die strengen Regeln. 

+++ Die Corona-Pandemie droht laut den Vereinten Nationen Millionen Mädchen und Jungen neu in die Kinderarbeit zu zwingen. Nach rund zwei Jahrzehnten Rückgang könne das weltweite Ausmaß der Beschäftigung von Minderjährigen wieder steigen, warnten UN-Organisationen anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit am Freitag in Genf. Die Bundesregierung will den Kampf gegen Kinderarbeit und sexuelle Ausbeutung von Kindern zu einem Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft machen, die am 1. Juli beginnt und sechs Monate dauert.

Kinder arbeiten auf dem Boden sitzend in einer Kobaltmine im Kongo. (picture alliance / Amnesty International / Thomas Coombes)Kinderarbeit in Kobaltminen (picture alliance / Amnesty International / Thomas Coombes)

+++ Deutschland wird seine Warnung vor Reisen nach Schweden voraussichtlich aufrechterhalten. Das Auswärtige Amt verweist auf seiner Internetseite darauf, dass für eine Aufhebung der Reisewarnung bestimmte Pandemiekriterien erfüllt sein müssten. Das sei aktuell in Schweden nicht der Fall. Die Zahl der Neuinfizierten überschreite seit Tagen den festgelegten Grenzwert. Schweden hatte geringere Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ergriffen als die übrigen Staaten der EU.

+++ Mit einer Aktion an der brasilianischen Copacabana haben Aktivisten gegen den Umgang der brasilianischen Regierung mit der Corona-Pandemie protestiert. Am dem Strand gruben sie 100 symbolische Gräber und stellten schwarze Kreuze auf. Man wolle damit der Opfer der Pandemie gedenken und zugleich Präsident Bolsonaro kritisieren, hieß es. Bolsonaro hatte in der Vergangenheit die von dem neuartigen Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 als "kleine Grippe" bezeichnet. Die Zahl der registrierten Infektionen liegt in Brasilien mittlerweile bei über 800.000. Fast 41.000 Menschen starben in Zusammenhang mit dem Virus.

+++ Der US-Leitindex Dow Jones hat den größten Tagesverlust seit März verzeichnet, also seit Beginn der Coronakrise. Er verlor knapp sieben Prozent. Gründe dafür sind laut Beobachtern die Angst vor einer zweiten Corona-Welle und eine pessimistische Einschätzung der Konjunkturlage durch die US-Notenbank. Noch zu Beginn der Woche war der Dow Jones Index auf dem höchsten Stand seit Ende Februar.

Donnerstag, 11. Juni

+++ Das deutsche Unternehmen "Biontech" erhält für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus von der Europäischen Investitionsbank einen Kredit in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro. Wie die EU-Kommission in Brüssel bekanntgab, wird das Geld in zwei Tranchen ausgezahlt und soll im Falle einer erfolgreichen Testphase unter anderem zur Erweiterung der Produktionskapazitäten verwendet werden. Biontech habe als erstes europäisches Unternehmen mit der klinischen Prüfung eines Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen. Die ausführliche Meldung finden Sie hier. Lesen Sie außerdem unser Update zum bisherigen Stand der Forschung über einen Impfstoff.

+++ Schweden verzeichnet die bislang höchste Anzahl von Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. 1474 Erkrankungen seien hinzugekommen, teilt die Gesundheitsbehörde mit. Sie erklärte den Rekord-Anstieg als "direkte Konsequenz vermehrter Tests". Dadurch seien auch Fälle erfasst worden, bei denen die Betroffenen nur milde Symptome gezeigt hätten. Insgesamt seien nunmehr 48.300 Infektionen bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten kletterte den Angaben zufolge um 19 auf 4814. Pro Kopf sind das deutlich mehr als in den benachbarten nordeuropäischen Ländern, aber weniger als in den am schlimmsten betroffenen europäischen Staaten Spanien, Großbritannien und Italien. Schweden hat mehr auf freiwillige Maßnahmen statt auf Vorschriften gesetzt. Die Sterblichkeitsrate liegt höher als in anderen nordischen Staaten.

+++ Bundesaußenminister Maas hat wegen der Corona-Pandemie bei Reisen ins europäische Ausland an die Eigenverantwortlichkeit der Urlauber appelliert. Die Infektionslage sei nach wie vor äußerst fragil, so dass jeder Reisende seine Entscheidung genau abwägen solle, sagte der SPD-Politiker nach einer Videokonferenz mit zwölf europäischen Außenministern. Die vollständige Meldung finden Sie hier.

Heiko Maas (SPD), Außenminister, gibt eine Pressekonferenz zum aktuellen Stand bei Reisewarnungen und - einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.  (dpa-news / Fabrizio Bensch)Außenminister Heiko Maas (dpa-news / Fabrizio Bensch)

+++ Millionen Schülerinnen und Schüler in Russland werden wegen der Corona-Krise keine Abschlussprüfung ablegen müssen. Ein entsprechendes Dekret unterschrieb Ministerpräsident Michail Mischustin in Moskau. Jugendliche, die nach der Schule eine Ausbildung beginnen, können demnach mit ihrem Abschlusszeugnis an eine Berufsschule wechseln. Wer an einer Universität studieren will, muss aber eine Aufnahmeprüfung ablegen.

+++ Die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus wird noch dauern, und so richten sich einige Hoffnungen darauf, die Krankheit Covid-19 künftig wenigstens besser behandeln zu können. Noch in diesem Sommer werden Studienergebnisse erwartet.

+++ Die Europäische Kommission hat sich dafür ausgesprochen, den Einreisestopp in die EU von Juli an schrittweise aufzuheben. Die seit Mitte März geltende Regelung soll nach dem Vorschlag der Kommission noch einmal bis Ende Juni verlängert werden. Bis dahin sollen die Mitgliedsstaaten dann eine Liste von Ländern erarbeiten, aus denen die Einreise ab dem 1. Juli wieder erlaubt werden kann. Berücksichtigt werden soll, wie stark das Coronavirus in den Ländern verbreitet ist und ob die Länder ihrerseits EU-Bürger einreisen lassen. Der generelle Einreisestopp in die EU gilt aktuell bis zum 15. Juni.

+++ Die Weltgesundeitsorganisation rechnet mit einem weiteren Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie in Afrika. Die Covid-19-Fälle auf dem Kontinet dürften weiter zunehmen, bis ein Impfstoff verfügbar sei, erklärte WHO-Regionaldirektor Moeti in Genf. In Südafrika, Algerien und Kamerun gebe es derzeit Corona-Hotspots. Dort seien strikte Maßnahmen notwendig, um die Bevölkerung zu schützen. Besonders stark steigen die Infektionszahlen derzeit in Lateinamerika

+++ Bundesumweltministerin Schulze will sich dafür einsetzen, dass bei der Digitalisierung stärker auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit geachtet wird. Die SPD-Politikerin sagte in Berlin, dies solle ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft werden. Für Mitte Juli sei ein virtuelles Treffen der europäischen Umweltminister geplant. Als Beispiel für mögliche Verbesserungen nannte sie den Ausbau einer energieeffizienteren Infrastruktur zur Speicherung und Übertragung von Daten. Außerdem müssten IT-Produkte und Kommunikationstechnologien langlebiger werden.

Die Umweltministerin stellte eine Erhebung des Wuppertal-Instituts vor, wonach die Coronakrise in Deutschland die Datenströme um rund zehn Prozent vergrößert hat, vor allem durch die Nutzung von Streaming-Angeboten und den Einsatz von Videokonferenzen.

+++ In der Berichterstattung über die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und der Welt spielen Zahlen eine zentrale Rolle. Als Nachrichtenredaktion gehört es zu unseren Aufgaben, die Daten zu sichten, einzuordnen und zu entscheiden, welches die relevantesten Zahlen sind. Ein Einblick in unsere Überlegungen.

Eine Menschenmenge in einer Großstadt, die einen Zebrastreifen überquert. (EyeEm / Marc Bruxelle)Welches sind die relevanten Zahlen? (EyeEm / Marc Bruxelle)

+++ Bundesbildungsministerin Karliczek hat sich für den Einsatz von Lehramtsstudierenden an Schulen während der Corona-Pandemie ausgesprochen. Mit einigen Bundesländern gebe es Gespräche darüber, wie Studierende als Unterstützung in den Unterricht eingebunden werden können, sagte die CDU-Politikerin im ARD-Fernsehen. 

+++ Bei der Lufthansa droht ein umfangreicher Abbau von Arbeitsplätzen. Das Unternehmen plant, 22.000 Vollzeitstellen zu kürzen. Ziel sei es, durch Kurzarbeit und Krisenvereinbarungen betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Zuletzt war von mehr als 10.000 gefährdeten Arbeitsplätzen die Rede.

+++ Datenschützer warnen vor betrügerischen Corona-Warn-Apps, die zur Zeit weltweit in Umlauf seien. Sicherheitsfachleute teilten in Kalifornien mit, die Apps sähen täuschend echt aus, seien aber dafür gemacht, Nutzerdaten auszuspähen. Es kursierten derzeit mindestens ein Dutzend solcher Apps. Wer sie auf seinem Smartphone installiere, öffne die Tür für Schadsoftware und ermögliche, dass Daten abgegriffen würden. Diese Apps werden demnach aber nicht über offizielle Kanäle wie den Google Play Store oder den Apple Store verbreitet, sondern über andere Apps und Internetseiten.

+++ Der Deutsche Richterbund fordert eine schnellere Digitalisierung der Justiz. Bundesgeschäftsführer Rebehn sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Ausnahmesituation in der Corona-Pandemie habe die Lücken in der IT-Ausstattung von Gerichten und Staatsanwaltschaften offengelegt. Diese gelte es nun zu beheben. Das Gesetz lasse es beispielsweise zu, dass Zivilprozesse online verhandelt werden könnten. 

+++ Mehr als zwei Millionen Menschen haben sich in den USA seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Damit hat sich die Zahl innerhalb von rund sechs Wochen verdoppelt. Am 29. April 2020 galten eine Million Menschen als infiziert. Die Zahlen gingen in der Nacht zum Donnerstag aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Landesweit starben in den USA bisher knapp 113.000 Menschen an oder mit der Lungenkrankheit Covid-19. 534.000 Menschen gelten in den USA als genesen.

+++ Pharmaunternehmen weltweit suchen nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Manche testen ihre Wirkstoffe bereits an Menschen. Wir geben einen Überblick über die Forschung.

+++ Die Zahl der Personen, die akut mit dem Coronavirus infiziert sind, ist in Deutschland offenbar erstmals seit zwei Monaten wieder gestiegen. Auf der Grundlage von Daten des Robert Koch-Instituts sind derzeit rund 5.460 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert und gemeldet.

+++ Zahlreiche Außenminister der Europäischen Union beraten heute über die bevorstehende Wiederaufnahme des Reiseverkehrs in der Corona-Pandemie. Neben Bundesaußenminister Maas nehmen unter anderem die Ländervertretungen von Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich und Kroatien an der Videokonferenz teil. Hauptaugenmerk der Gespräche ist nach Angaben des Auswärtigen Amts die Frage, wie das grenzüberschreitende Reisen in Europa möglichst sicher erfolgen kann. 

Eine Luftaufnahme des Flughafens in Berlin Tegel. (dpa / picture alliance / Ralf Hirschberger)Der Flughafen Berlin Tegel (dpa / picture alliance / Ralf Hirschberger)

+++ Die Sommerferien rücken näher – und damit die Frage, ob und wie Urlaub in diesem Sommer während der Corona-Pandemie möglich ist. Badeferien in Italien oder auf Mallorca dürften klappen. Schwieriger wird es bei Urlaub außerhalb der EU.

+++ Bundeskanzlerin Merkel (CDU) berät um 10 Uhr mit Chinas Ministerpräsident Li über Konsequenzen aus der Corona-Krise. In der Videokonferenz soll es um die bilateralen Beziehungen, wirtschaftspolitische und internationale Themen gehen, wie Regierungssprecher Seibert ankündigte. Eines der zentralen Themen des Gesprächs dürfte die Frage sein, wie die wirtschaftliche Zusammenarbeit angesichts des Abschwungs in Folge der Corona-Krise wieder angekurbelt werden kann.

+++ Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Montgomery, sorgt sich um den Kampf gegen das Coronavirus in Afrika. Die Lage dort sei dramatisch, sagte Montgomery der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In vielen Ländern der Südhalbkugel fehlten für die Gesundheitsversorgung und für Impfungen breiter Bevölkerungsteile schlicht die Mittel. Hier sollte die Weltgesundheitsorganisation dringend einspringen. Montgomery forderte mehr Geld der WHO-Mitgliedsstaaten.

+++ US-Präsident Donald Trump will inmitten der Corona-Pandemie erstmals wieder eine Wahlkampfkundgebung abhalten. Sie solle in einer Woche in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma stattfinden, erklärte Trump im Weißen Haus in Washington. Weitere Veranstaltungen seien in Florida, Texas und Arizona geplant. Trump bewirbt sich im November um eine zweite Amtszeit. 

Donnerstag, 11. Juni

+++ Das deutsche Unternehmen "Biontech" erhält für die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus von der Europäischen Investitionsbank einen Kredit in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro. Wie die EU-Kommission in Brüssel bekanntgab, wird das Geld in zwei Tranchen ausgezahlt und soll im Falle einer erfolgreichen Testphase unter anderem zur Erweiterung der Produktionskapazitäten verwendet werden. Biontech habe als erstes europäisches Unternehmen mit der klinischen Prüfung eines Covid-19-Impfstoffkandidaten begonnen. Die ausführliche Meldung finden Sie hier. Lesen Sie außerdem unser Update zum bisherigen Stand der Forschung über einen Impfstoff.

+++ Schweden verzeichnet die bislang höchste Anzahl von Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages. 1474 Erkrankungen seien hinzugekommen, teilt die Gesundheitsbehörde mit. Sie erklärte den Rekord-Anstieg als "direkte Konsequenz vermehrter Tests". Dadurch seien auch Fälle erfasst worden, bei denen die Betroffenen nur milde Symptome gezeigt hätten. Insgesamt seien nunmehr 48.300 Infektionen bestätigt. Die Zahl der Corona-Toten kletterte den Angaben zufolge um 19 auf 4814. Pro Kopf sind das deutlich mehr als in den benachbarten nordeuropäischen Ländern, aber weniger als in den am schlimmsten betroffenen europäischen Staaten Spanien, Großbritannien und Italien. Schweden hat mehr auf freiwillige Maßnahmen statt auf Vorschriften gesetzt. Die Sterblichkeitsrate liegt höher als in anderen nordischen Staaten.

+++ Bundesaußenminister Maas hat wegen der Corona-Pandemie bei Reisen ins europäische Ausland an die Eigenverantwortlichkeit der Urlauber appelliert. Die Infektionslage sei nach wie vor äußerst fragil, so dass jeder Reisende seine Entscheidung genau abwägen solle, sagte der SPD-Politiker nach einer Videokonferenz mit zwölf europäischen Außenministern. Die vollständige Meldung finden Sie hier.

Heiko Maas (SPD), Außenminister, gibt eine Pressekonferenz zum aktuellen Stand bei Reisewarnungen und - einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.  (dpa-news / Fabrizio Bensch)Außenminister Heiko Maas (dpa-news / Fabrizio Bensch)

+++ Millionen Schülerinnen und Schüler in Russland werden wegen der Corona-Krise keine Abschlussprüfung ablegen müssen. Ein entsprechendes Dekret unterschrieb Ministerpräsident Michail Mischustin in Moskau. Jugendliche, die nach der Schule eine Ausbildung beginnen, können demnach mit ihrem Abschlusszeugnis an eine Berufsschule wechseln. Wer an einer Universität studieren will, muss aber eine Aufnahmeprüfung ablegen.

+++ Die Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus wird noch dauern, und so richten sich einige Hoffnungen darauf, die Krankheit Covid-19 künftig wenigstens besser behandeln zu können. Noch in diesem Sommer werden Studienergebnisse erwartet.

+++ Die Europäische Kommission hat sich dafür ausgesprochen, den Einreisestopp in die EU von Juli an schrittweise aufzuheben. Die seit Mitte März geltende Regelung soll nach dem Vorschlag der Kommission noch einmal bis Ende Juni verlängert werden. Bis dahin sollen die Mitgliedsstaaten dann eine Liste von Ländern erarbeiten, aus denen die Einreise ab dem 1. Juli wieder erlaubt werden kann. Berücksichtigt werden soll, wie stark das Coronavirus in den Ländern verbreitet ist und ob die Länder ihrerseits EU-Bürger einreisen lassen. Der generelle Einreisestopp in die EU gilt aktuell bis zum 15. Juni.

+++ Die Weltgesundeitsorganisation rechnet mit einem weiteren Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie in Afrika. Die Covid-19-Fälle auf dem Kontinet dürften weiter zunehmen, bis ein Impfstoff verfügbar sei, erklärte WHO-Regionaldirektor Moeti in Genf. In Südafrika, Algerien und Kamerun gebe es derzeit Corona-Hotspots. Dort seien strikte Maßnahmen notwendig, um die Bevölkerung zu schützen. Besonders stark steigen die Infektionszahlen derzeit in Lateinamerika

+++ Bundesumweltministerin Schulze will sich dafür einsetzen, dass bei der Digitalisierung stärker auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit geachtet wird. Die SPD-Politikerin sagte in Berlin, dies solle ein Schwerpunkt der deutschen EU-Ratspräsidentschaft werden. Für Mitte Juli sei ein virtuelles Treffen der europäischen Umweltminister geplant. Als Beispiel für mögliche Verbesserungen nannte sie den Ausbau einer energieeffizienteren Infrastruktur zur Speicherung und Übertragung von Daten. Außerdem müssten IT-Produkte und Kommunikationstechnologien langlebiger werden.

Die Umweltministerin stellte eine Erhebung des Wuppertal-Instituts vor, wonach die Coronakrise in Deutschland die Datenströme um rund zehn Prozent vergrößert hat, vor allem durch die Nutzung von Streaming-Angeboten und den Einsatz von Videokonferenzen.

+++ In der Berichterstattung über die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland und der Welt spielen Zahlen eine zentrale Rolle. Als Nachrichtenredaktion gehört es zu unseren Aufgaben, die Daten zu sichten, einzuordnen und zu entscheiden, welches die relevantesten Zahlen sind. Ein Einblick in unsere Überlegungen.

Eine Menschenmenge in einer Großstadt, die einen Zebrastreifen überquert. (EyeEm / Marc Bruxelle)Welches sind die relevanten Zahlen? (EyeEm / Marc Bruxelle)

+++ Bundesbildungsministerin Karliczek hat sich für den Einsatz von Lehramtsstudierenden an Schulen während der Corona-Pandemie ausgesprochen. Mit einigen Bundesländern gebe es Gespräche darüber, wie Studierende als Unterstützung in den Unterricht eingebunden werden können, sagte die CDU-Politikerin im ARD-Fernsehen. 

+++ Bei der Lufthansa droht ein umfangreicher Abbau von Arbeitsplätzen. Das Unternehmen plant, 22.000 Vollzeitstellen zu kürzen. Ziel sei es, durch Kurzarbeit und Krisenvereinbarungen betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Zuletzt war von mehr als 10.000 gefährdeten Arbeitsplätzen die Rede.

+++ Datenschützer warnen vor betrügerischen Corona-Warn-Apps, die zur Zeit weltweit in Umlauf seien. Sicherheitsfachleute teilten in Kalifornien mit, die Apps sähen täuschend echt aus, seien aber dafür gemacht, Nutzerdaten auszuspähen. Es kursierten derzeit mindestens ein Dutzend solcher Apps. Wer sie auf seinem Smartphone installiere, öffne die Tür für Schadsoftware und ermögliche, dass Daten abgegriffen würden. Diese Apps werden demnach aber nicht über offizielle Kanäle wie den Google Play Store oder den Apple Store verbreitet, sondern über andere Apps und Internetseiten.

+++ Der Deutsche Richterbund fordert eine schnellere Digitalisierung der Justiz. Bundesgeschäftsführer Rebehn sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Ausnahmesituation in der Corona-Pandemie habe die Lücken in der IT-Ausstattung von Gerichten und Staatsanwaltschaften offengelegt. Diese gelte es nun zu beheben. Das Gesetz lasse es beispielsweise zu, dass Zivilprozesse online verhandelt werden könnten. 

+++ Mehr als zwei Millionen Menschen haben sich in den USA seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Damit hat sich die Zahl innerhalb von rund sechs Wochen verdoppelt. Am 29. April 2020 galten eine Million Menschen als infiziert. Die Zahlen gingen in der Nacht zum Donnerstag aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Landesweit starben in den USA bisher knapp 113.000 Menschen an oder mit der Lungenkrankheit Covid-19. 534.000 Menschen gelten in den USA als genesen.

+++ Pharmaunternehmen weltweit suchen nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2. Manche testen ihre Wirkstoffe bereits an Menschen. Wir geben einen Überblick über die Forschung.

+++ Die Zahl der Personen, die akut mit dem Coronavirus infiziert sind, ist in Deutschland offenbar erstmals seit zwei Monaten wieder gestiegen. Auf der Grundlage von Daten des Robert Koch-Instituts sind derzeit rund 5.460 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert und gemeldet. Das sind so viele wie seit Mitte April nicht mehr.

+++ Zahlreiche Außenminister der Europäischen Union beraten heute über die bevorstehende Wiederaufnahme des Reiseverkehrs in der Corona-Pandemie. Neben Bundesaußenminister Maas nehmen unter anderem die Ländervertretungen von Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich und Kroatien an der Videokonferenz teil. Hauptaugenmerk der Gespräche ist nach Angaben des Auswärtigen Amts die Frage, wie das grenzüberschreitende Reisen in Europa möglichst sicher erfolgen kann. 

Eine Luftaufnahme des Flughafens in Berlin Tegel. (dpa / picture alliance / Ralf Hirschberger)Der Flughafen Berlin Tegel (dpa / picture alliance / Ralf Hirschberger)

+++ Die Sommerferien rücken näher – und damit die Frage, ob und wie Urlaub in diesem Sommer während der Corona-Pandemie möglich ist. Badeferien in Italien oder auf Mallorca dürften klappen. Schwieriger wird es bei Urlaub außerhalb der EU.

+++ Bundeskanzlerin Merkel (CDU) berät um 10 Uhr mit Chinas Ministerpräsident Li über Konsequenzen aus der Corona-Krise. In der Videokonferenz soll es um die bilateralen Beziehungen, wirtschaftspolitische und internationale Themen gehen, wie Regierungssprecher Seibert ankündigte. Eines der zentralen Themen des Gesprächs dürfte die Frage sein, wie die wirtschaftliche Zusammenarbeit angesichts des Abschwungs in Folge der Corona-Krise wieder angekurbelt werden kann.

+++ Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Montgomery, sorgt sich um den Kampf gegen das Coronavirus in Afrika. Die Lage dort sei dramatisch, sagte Montgomery der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In vielen Ländern der Südhalbkugel fehlten für die Gesundheitsversorgung und für Impfungen breiter Bevölkerungsteile schlicht die Mittel. Hier sollte die Weltgesundheitsorganisation dringend einspringen. Montgomery forderte mehr Geld der WHO-Mitgliedsstaaten.

+++ US-Präsident Donald Trump will inmitten der Corona-Pandemie erstmals wieder eine Wahlkampfkundgebung abhalten. Sie solle in einer Woche in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma stattfinden, erklärte Trump im Weißen Haus in Washington. Weitere Veranstaltungen seien in Florida, Texas und Arizona geplant. Trump bewirbt sich im November um eine zweite Amtszeit. 

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