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Newsblog zum Coronavirus+++ Entwicklungen vom 15. bis 16. Juni +++

Die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen sind am 15. Juni in den Regelbetrieb zurückgekehrt. Im Bild: Schülerinnen und Schüler der Klasse1c der Eichendorff-Grundschule sitzen im Klassenraum mit dem Blick zur Tafel. (dpa/Marcel Kusch)
Die Grundschulen in Nordrhein-Westfalen sind am 15. Juni in den Regelbetrieb zurückgekehrt. (dpa/Marcel Kusch)

Die Rückkehr der nordrhein-westfälischen Grundschulen in den Normalbetrieb ist nicht überall geglückt. Peking ergreift Maßnahmen, um den neuen Covid-19-Ausbruch zu stoppen. Neuseeland ist nicht mehr Coronavirus-frei. Weitere Entwicklungen in unserem Newsblog.

Dienstag, 16. Juni

+++ In Nordrhein-Westfalen gehen die Grundschüler seit Montag wieder in voller Klassenstärke in den Unterricht und müssen dort keinen Abstand halten. Doch wie der WDR meldet, musste mindestens eine Schule gleich wieder schließen: Ein Kind, das dort seit Tagen in die Betreuung gegangen war, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Alle 350 Schüler und sämtliche Lehrkräfte müssen nun für 14 Tage in Quarantäne. In weiteren Schulen in Nordrhein-Westfalen wurden wegen infizierter Kinder einzelne Lerngruppen nach Hause geschickt. Eltern- und Lehrerverbände hatten teils heftig gegen die vollständige Öffnung der Grundschulen zwei Wochen vor Beginn der Sommerferien protestiert.

+++ Die Behörden in Peking haben angesichts des neuen Coronavirus-Ausbruchs in der chinesischen Haupstadt die zweithöchste Gefahrenstufe ausgerufen. Ein- und Ausreisen werden ab sofort wieder streng kontrolliert, die Schulen stellen wieder auf Fernunterricht um, und Unternehmen wurden aufgerufen, wenigstens Teile ihrer Belegschaft von zuhause arbeiten zu lassen. So will die Stadtregierung verhindern, dass sich das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 wieder ausbreiten. In China waren wochenlang kaum noch Infektionen gemeldet worden. Seit vergangenem Donnerstag wurden in Peking nun aber mehr als 100 Neuansteckungen bekannt. Wie der Sender CCTV berichtet, wurden einige Wohngebiete komplett abgeriegelt. In öffentlichen Verkehrsmitteln ist wieder nur eine begrenzte Zahl an Fahrgäste erlaubt.

Maskiertes Personal desinfiziert ein Marktgelände in Peking, um den neuen Coronavirus-Ausbruch in der chinesischen Hauptstadt zu stoppen. (imago/Chen Zhonghao )Maskiertes Personal desinfiziert ein Marktgelände in Peking, um den neuen Coronavirus-Ausbruch in der chinesischen Hauptstadt zu stoppen. (imago/Chen Zhonghao )

+++ Neuseeland, das sich vor gut drei Wochen für Coronavirus-frei erklärt hatte, meldet neue Covid-19-Fälle. Zwei Frauen, die über Großbritannien eingereist waren, sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums positiv getestet worden. Die beiden hatten sich zwar nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen Auckland wie vorgeschrieben in Quarantäne begeben; nach Absprache mit den Behörden seien sie aber schon nach sechs Tagen weiter nach Wellington gefahren, um eine sterbende Verwandte zu sehen. Dort wurden sie positiv auf das Coronavirus getestet und erneut isoliert. Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, Bloomfield, erklärte, es würden jetzt alle Kontakte der Frauen während der Reise nachverfolgt.

+++ In Spanien haben Umweltschützer gegen die geplanten Auto-Kaufprämien protestiert, die nicht nur für Elektroautos, sondern auch für Benzin- und Dieselfahrzeuge gelten sollen. Aktivisten von Greenpeace brachten in der Nähe des Parlaments in Madrid in 5 Metern Höhe ein Transparent mit der Aufschrift "Keine öffentlichen Gelder für verschmutzende Unternehmen" an. Benzin- und Dieselantriebe seien mit dem Klimaschutz unvereinbar, erklärte die Organisation auf ihrer Internetseite. Die spanische Regierung will die hart von der Coronakrise getroffenen Autoindustrie mit insgesamt 3,75 Milliarden Euro unterstützen. Sie ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Spaniens und sichert etwa zwei Millionen Arbeitsplätze.

In Deutschland hatte sich die Branche mit ihrer Forderung nach Prämien für den Kauf von Verbrennern nicht durchsetzen können.

+++ In zahlreichen französischen Städten haben Tausende Menschen für bessere Arbeitsbedingungen des Pflege- und Gesundheitspersonals demonstriert. Landesweit fanden nach Angaben von Gewerkschaften mehr als 220 Versammlungen statt, unter anderem in Paris, Marseille, Lyon und Bordeaux. Auch in den elsässischen Städten Straßburg, Colmar und Mülhausen ging das Pflegepersonal auf die Straßen, wie die Zeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" meldete. Die Region Grand Est war von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Bei den Kundgebungen kam es vereinzelt zu Ausschreitungen. In Paris setzte die Polizei Tränengas ein.

Nationale Proteste des Pflegepersonals in Frankreich, hier in Paris. (Alain JOCARD/AFP)Nationale Proteste des Pflegepersonals in Frankreich (Alain JOCARD/AFP)

+++ Die neue Corona-Warn-App des Bundes steht zum Download bereit. Die Anwendung soll das Nachverfolgen von Kontakten und möglichen Infektionen erleichtern. Die App kann messen, ob sich Smartphone-Nutzer über eine längere Zeit näher als etwa zwei Meter gekommen sind. Ist einer von ihnen positiv getestet worden und hat dies in der App angegeben, meldet sie anderen Anwendern, dass sie sich in der Nähe eines Infizierten aufgehalten haben. Auf diese Weise sollen Infektionsketten möglichst unterbrochen werden. Dafür werden die Daten nur auf den jeweiligen Smartphones der Nutzer gespeichert. Zudem ist die Nutzung der Anwendung freiwillig. Die wichtigsten Fragen zur App beantworten wir hier. Mit der Corona-Warn-App beschäftigt sich auch der Dlf-Podcast "Der Tag".

Sie finden die App in den App-Stores von Google und Apple. Aktuelle Zahlen zu Infektionen in Deutschland gibt es hier.

Und hier ein Interview zu den Chancen und Risiken der App.

+++ Die Gewerkschaft IG Metall fordert im Zusammenhang mit der neuen Corona-Warn-App Regeln zum Schutz der Beschäftigten. Ihnen dürften keine Nachteile entstehen, wenn sie die App nicht nutzten, sagte die stellvertretende IG-Metall-Vorsitzende Benner der Deutschen Presse-Agentur. Umgekehrt dürfe der Arbeitgeber auch keine Vorteile gewähren, wenn Arbeitnehmer eine solche App verwendeten. Die Gewerkschaft rief die Betriebsräte dazu auf, in den Unternehmen Vereinbarungen für eine Warn-App festzuschreiben.

+++ In Frankreich wird die dortige Warn-App offenbar nicht genug genutzt. Bisher haben sie 1,5 Millionen Nutzer heruntergeladen, nach Angaben der Regierung wären aber mindestens 6 Millionen Downloads nötig.

+++ Großbritannien wird ab sofort den Wirkstoff Dexamethason zur Behandlung von Corona-Patienten einsetzen. Das Steroid-Medikament solle jetzt auf die Liste der Standardverfahren gegen Covid-19 gesetzt werden, teilte Gesundheitsminister Hancock in London mit. Er verwies auf eine klinische Studie. Danach hat das Medikament die Sterblichkeit von Schwerstkranken um ein Drittel gesenkt.

Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19. Das haben wir hier für Sie zusammengefasst.

+++ Österreich stockt die Hilfen für die Wirtschaft in der Coronakrise auf. In Summe stünden nun 50 Milliarden Euro zur Verfügung, sagte Bundeskanzler Kurz nach einer zweitägigen Regierungsklausur von ÖVP und Grünen. Bisher war von einem Rettungspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro die Rede. Nun kommen laut Kurz noch umfangreiche Maßnahmen zur Erleichterung von Investitionen hinzu.

+++ Angesichts bestehender Wissenslücken rund um das Coronavirus und die Erkrankung Covid-19 fordert der Medizinstatistiker Gerd Antes eine koordinierte Forschungsaktion. Um Wissenslücken etwa zur Dunkelziffer, Todesursachen oder zur Infektiosität zu schließen, fehle ein Masterplan, sagte der Professor der Universität Freiburg im Deutschlandfunk.

+++ Mehr als acht Millionen Menschen haben sich nach jüngsten Zahlen der Johns Hopkins-Universität mittlerweile weltweit mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 angesteckt. Mehr als 436.400 Menschen starben den Angaben der Universität zufolge bisher im Zusammenhang mit dem Erreger. Die meisten Infizierten gab es demnach in den USA mit 2,1 Millionen bestätigten Fällen und auch die meisten Toten - mehr als 116 000 Menschen starben dort bisher.

+++ Die Zahl der aktiven Corona-Infektionen in Deutschland ist rechnerisch auf unter 5.000 gesunken. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wurden seit gestern 378 neue Fälle gemeldet, insgesamt sind es damit 186.839. Gestorben in Zusammenhang mit dem Virus sind seit gestern neun Menschen, insgesamt 8.800. Etwa 173.100 Personen haben die Infektion nach Schätzung des RKI überstanden.

+++ Der Ökumenische Kirchentag im Mai 2021 in Frankfurt am Main soll sich organisatorisch wie inhaltlich stark nach der Corona-Krise richten. Der Deutsche Evangelische Kirchentag plane die kommende Veranstaltung als eine "Art Sonder-Edition unter Corona-Bedingungen", sagte Generalsekretärin Julia Helmke dem Online-Portal "evangelisch.de". "Eine besondere Handlungsanweisung ist nun, dass wir für voraussichtlich weniger Menschen vor Ort planen." Gleichzeitig wollten aber die Initiatoren mit Internet-Angeboten mehr Menschen erreichen

+++ In der Türkei nimmt die Zahl der erfassten Neuinfektionen wieder zu. Nach offiziellen Angaben wurden innerhalb eines Tages rund 1.600 neue Infektionen gemeldet. Anfang des Monats hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen bei rund 800 gelegen.

+++ Die Einschränkungen in Bayern sollen weiter gelockert werden: Künftig sollen sich im öffentlichen Raum wieder bis zu zehn Personen treffen dürfen - bislang sind solche Treffen auf Angehörige zweier Haushalte beschränkt. Darauf und auf eine ganze Reihe weiterer Lockerungen verständigte sich der Koalitionsausschuss von CSU und Freien Wählern am späten Montagabend in München, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Nach drei Monaten soll demnach auch der Katastrophenfall beendet werden. 

+++ Die FDP hat den Bundestag aufgefordert, die der Regierung verliehen Sonderrechte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wieder zu kassieren. Die derzeitige Lage in Deutschland "rechtfertigt die Sonderrechte der Regierung nicht länger", sagte der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle der Deutschen Presse-Agentur. Er fügte hinzu: "Eine epidemische Lage von nationaler Tragweite, mit der die Rechte des Parlaments eingeschränkt werden, liegt nicht mehr vor." Ende März hatte der Bundestag eine "epidemische Lage von nationaler Tragweite" festgestellt. Das daraufhin beschlossene Gesetz gibt dem Bund für höchstens ein Jahr zusätzliche Kompetenzen, um im Krisenmanagement schneller reagieren zu können.

Montag, 15. Juni

+++ Die Oscar-Verleihung wird wegen der Corona-Pandemie verschoben: Statt wie gewohnt im Februar soll sie im kommenden Jahr erst am 25. April stattfinden. Das teilte die Academy in Beverly Hills mit. Der Aufschub soll es Regisseurinnen und Regisseuren ermöglichen, ihre Filme fertigzustellen und in die Kinos zu bringen. 

+++ Der Fußballverein Bayer Leverkusen würde das DFB-Pokalfinale Anfang Juli gegen Bayern München gerne vor einigen Tausend Zuschauern spielen. Dazu fordert der Verein ein Hygienekonzept vom DFB. Dies wäre dann "ein guter Test für die neue Saison", findet der Leverkusener Geschäftsführer Carro. 

+++ Tennis: Die US Open sollen nach dem Willen der Veranstalter trotz der Pandemie planmäßig ab Ende August in New York gespielt werden - allerdings ohne Zuschauer. 

+++ "Ein Heilsversprechen ist sie nicht." So lautet die Einschätzung des IT-Journalisten Peter Welchering zur Corona-App, die ab morgen in Deutschland verfügbar sein soll. Das Gespräch mit Welchering und unserem Medizin-Experten Volkart Wildermuth über die Tracing-App aus der Sendung "Forschung Aktuell" gibt es hier zum Nachhören.

+++ Finnland hat den vor drei Monaten wegen der Corona-Krise verhängten Ausnahmezustand aufgehoben.

+++ In Berlin-Neukölln ist wegen eines Corona-Ausbruchs ein Wohnblock mit vermutlich mehreren hundert Bewohnerinnen und Bewohnern unter Quarantäne gestellt worden. Das bestätigte Gesundheitsstadtrat Liecke, nachdem örtliche Medien darüber berichtet hatten. Die genaue Zahl der Bewohner ist den Behörden nach eigenen Angaben nicht bekannt. Es soll in dem Haus mehr als 50 Infektionsfälle geben. Zuerst war das Coronavirus bei zwei Schulkindern festgestellt worden. 

+++ Die Handball-Mannschaft Füchse Berlin hat sich bei ihren Fans dafür bedankt, dass sie für ausgefallene Spiele ganz überwiegend kein Geld zurückverlangt haben. 

+++ Zu viel spontane Freude bei der Grenzöffnung zu Polen? Der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), Wilke, hat sich selbst beim Gesundheitsamt angezeigt, weil er seinen Amtskollegen aus der Nachbarstadt Slubice umarmt hat. Denn damit verstießen die beiden Politiker gegen das Abstandsgebot. Wilke erklärte, er habe seinen Kollegen Olejniczak in der Nacht von Freitag auf Samstag auf der Oderbrücke eigentlich nur mit den Ellenbogen begrüßen wollen. Dann seien sie sich aber doch in die Arme gefallen.

Rene Wilke, Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), umarmt Mariusz Olejniczak, Bürgermeister von Slubice, auf der Stadtbrücke zwischen den beiden Städten nach Öffnung der Grenze. Die beiden Politiker werden dabei fotografiert. (picture alliance / PAP / Lech Muszynski)"Die Geste war nicht geplant, aber wichtig", sagt René Wilke über seine vielfach fotografierte Umarmung mit Mariusz Olejniczak (picture alliance / PAP / Lech Muszynski)
 
+++ Die EU-Kommission hat am Montag eine neue Website vorgestellt, die Fragen rund um Reisen in europäische Länder beantworten soll. Auf reopen.europa.eu kann man nachlesen, wo noch Quarantäne-Bestimmungen gelten, was in Restaurants zu beachten ist und welche sonstigen Corona-Vorschriften es in den einzelnen Ländern gibt. Die ersten deutschen Touristen auf Mallorca wurden unterdessen mit Beifall begrüßt. Einzelheiten zu den aktuellen Reiseregelungen haben wir hier zusammengefasst

+++ Die Neuverschuldung des Bundes steigt in diesem Jahr auf insgesamt 218,5 Milliarden Euro. Nach Informationen unseres Hauptstadtstudios aus dem Bundesfinanzministerium wird der zweite Nachtragshaushalt 62,5 Milliarden Euro umfassen. Im ersten Nachtragsetat im März hatte sich die Regierung bereits 156 Milliarden Euro als Neuverschuldung bewilligen lassen. Der Nachtragshaushalt soll das wegen der Corona-Krise geplante Konjunkturpaket finanzieren. 

+++ Der Bund beteiligt sich an dem in der Corona-Impfstoffforschung aktiven Tübinger Biotechunternehmen CureVac. In den kommenden Tagen werde die staatliche KfW-Bank für 300 Millionen Euro 23 Prozent der Anteile an dem Unternehmen zeichnen, kündigte Bundeswirtschaftsminister Altmaier an. Mit dieser Beteiligung solle CureVac finanzielle Sicherheit gegeben werden. Auf die geschäftspolitischen Entscheidungen werde der Bund keinen Einfluss nehmen, sagte Altmaier. CureVac arbeitet gemeinsam mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut an der Herstellung eines Impfstoffs.

+++ Wie drastisch eine Covid-19-Erkrankung ausfällt, hängt offenbar auch vom sozialen Status ab: Eine Untersuchung der AOK Rheinland/Hamburg und des Instituts für Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Düsseldorf ergab, dass Bezieher von Arbeitslosengeld Zwei ein um 84 Prozent höheres Risiko haben, wegen einer Coronavirus-Infektion ins Krankenhaus zu müssen.

+++ Bundesaußenminister Maas hat die Urlauber nach der Aufhebung der Reisewarnung zu weiterer Vorsicht aufgerufen. Eine erneute Rückholaktion werde es nicht geben, wenn sich das Corona-Geschehen in den jeweiligen Ländern ändern sollte, sagte der SPD-Politiker im ZDF. So wie es jetzt aussehe, könnten die Reisewarnungen aber auch für Nicht-EU-Länder in den nächsten Wochen gelockert werden.

+++ Die Tourismusbranche verzeichnet nach den Einbrüchen durch die Corona-Pandemie wieder mehr Buchungen. Zuwächse sehe man insbesondere bei den erdgebundenen Reisen innerhalb Deutschlands und nun aber auch wieder in Richtung Mittelmeer, teilte der Deutsche Reiseverband mit. Flugreisen dürften am ehesten wohl wieder nach Griechenland, Kroatien und Portugal starten. 

Wohnmobile stehen auf einem Stellplatz am Meer nebeneinander aufgereiht (picture alliance / Rolf Haid)Wohnmobile an der Adriaküste (picture alliance / Rolf Haid)

+++ Die Regierung in Tunesien hat den dortigen Corona-Ausbruch für beendet erklärt. In dem nordafrikanischen Land, das auch bei Urlaubern aus Europa beliebt ist, wurden zuletzt kaum neue Infektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie ist das Coronavirus in Tunesien nach offiziellen Angaben bei knapp 1.100 Menschen nachgewiesen worden, es gab im Zusammenhang damit 49 Todesfälle.

+++ Die Bundesregierung stellt morgen die deutsche Corona-App vor. Gesundheitsminister Spahn will der Öffentlichkeit die Funktionsweisen zusammen mit den Ministern Seehofer, Lambrecht und Braun präsentieren. Nach Angaben von Regierungssprecher Seibert steht die Anwendung dann auch zum Download bereit. Patientenschützer haben die Erwartungen schon einmal gedämpft. Sie könne ein zusätzlicher Baustein für den Eigenschutz sein. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wie genau sie funktioniert, haben wir hier für Sie zusammengestellt

+++ Nach neuen Infektionsfällen mit dem Corona-Virus sind in Peking zehn weitere Stadtviertel abgeriegelt worden. Zentrum ist diesmal ein Großhandelsmarkt im Nordwesten der Stadt. Wie die Behörden mitteilten, wurden der Markt sowie nahegelegene Schulen geschlossen sowie zehn Viertel der Gegend unter Quarantäne gestellt. Erst am Samstag waren in Peking elf Wohngebiete abgeriegelt worden, nachdem sich auf einem anderen Großmarkt im Süden das Coronavirus ausgebreitet hatte. Dort handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um ein Sars-CoV-2-Virus, das sich vom bisherigen Coronavirus-Typ unterscheidet.

+++ Die reduzierte Mehrwertsteuer würde die Verbraucherpreise nach Angaben des Statistischen Bundesamts bei einer vollständiger Weitergabe um 1,6 Prozent senken. Die tatsächlichen Auswirkungen seien aber schwierig zu prognostizieren, teilte die Behörde mit. Es gebe keinerlei gesetzliche Verpflichtung, die Senkung auch an die Verbraucher weiterzuleiten. 

+++ Seit Mitternacht sind die Reisewarnungen für die meisten europäischen Länder aufgehoben und die Kontrollen an den deutschen Grenzen beendet. Die Maßnahmen wurden vor drei Monaten zur Eindämmung der Corona-Pandemie verhängt. Damit dürfen Menschen aus Deutschlands Nachbarländern wieder ohne besonderen Grund einreisen. Wie könnte damit der Urlaub im Corona-Sommer 2020 aussehen? Am sichersten ist es nach Einschätzung des Virologen Schmidt-Chanasit wohl in Deutschland.

+++ Wegen der Coronavirus-Pandemie sitzen noch mindestens 42.000 Angestellte von Kreuzfahrtgesellschaften auf ihren Schiffen fest. Das berichtete die US-Zeitung "Miami Herald". Die Menschen bekämen keinerlei Lohn und manche von ihnen litten selbst an Covid-19. Weiter hieß es, in Kroatien hätten etwa 3000 Beschäftigte der Carnival Cruise Line an Land gehen dürfen, um in ihre Heimatländer zurückzukehren. Eine ähnliche Aktion habe das Unternehmen MSC Cruises für 1000 indische Angestellte in Europa und Südamerika gestartet.

+++ Auch Studierende sollen Soforthilfen vom Staat erhalten, wenn sie durch die Corona-Pandemie in finanzielle Notlage geraten sind. Das kündigte Bundesbildungsministerin Karliczek in der "Augsburger Allgemeinen" an. Ab morgen könnten Betroffene Hilfen beantragen, die sie nicht zurückzahlen müssen. Bis zu 500 Euro Zuschuss pro Monat sieht das Nothilfeprogramm für Studierende vor. Diese können nach Angaben der CDU-Ministerin bundesweit einheitlich und online angefordert werden. Das Geld steht Karliczek zufolge Studentinnen und Studenten aus dem In- und Ausland zu, unabhängig von Alter und Semesterzahl.

Das Foto zeigt Studierende an der Universität in Leipzig. (picture-alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)Auch Studierende sollen in der Corona-Krise unterstützt werden. (picture-alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)

+++ Die Bundesregierung will in dieser Woche das geplante Hilfsprogramm zum Erhalt von Ausbildungsplätzen auf den Weg bringen. Laut einem Eckpunktepapier, das mehreren Medien vorliegt, werden die Kosten auf 500 Millionen Euro geschätzt. Kernstück ist demnach eine Prämie, die pro abgeschlossenem Ausbildungsvertrag und nach erfolgreicher Probezeit gezahlt werden soll. Der Zuschuss beträgt zwischen 2.000 und 3.000 Euro und soll kleinen und mittelständischen Unternehmen zugute kommen, die "in erheblichem Umfang" von der Corona-Krise getroffen wurden und die Zahl ihrer Lehrstellen dennoch nicht gekürzt oder sogar erhöht haben.

Sonntag, 14. Juni

+++ Kurz vor der Wiederöffnung der meisten Grenzen in Europa hat Bundesgesundheitsminister Spahn die Deutschen zur Vorsicht ermahnt. Grundsätzlich solle sich wegen der andauernden Corona-Gefahr jeder überlegen, ob eine weite Reise mit dem Flugzeug oder der Bahn jetzt unbedingt nötig sei, sagte Spahn im "Bericht aus Berlin". Spahn verwies auf die rasante Coronavirus-Ausbreitung durch Winterurlauber vor einigen Monaten, die etwa aus dem österreichischen Party-Ort Ischgl zurück nach Deutschland kamen. "Jetzt darf nicht Ballermann das nächste Ischgl werden", so Spahn.

+++ Das neue Coronavirus wird unter anderem über die Tröpfcheninfektion verbreitet – da ist sich die Wissenschaft einig. Neue Erkenntnisse rücken aber auch sogenannte Aerosol-Partikel, kleine Schwebeteile in der Luft, in den Fokus. Der Berliner Virologe Christian Drosten vermutet, dass diese bei der Verbreitung von Viren eine genauso große Rolle spielen wie die Tröpfchen. Das Robert-Koch-Institut äußert sich da verhaltener.

+++ In Frankreich werden die wegen der Corona-Pandemie verhängten Beschränkungen weiter gelockert. Staatspräsident Macron sagte in einer Fernsehansprache, ab morgen dürften Restaurants und Cafés im stark vom Virus betroffenen Großraum Paris komplett wieder öffnen. Bisher wurden Gäste nur auf Außenterrassen bedient. Bewohner von Alten- und Pflegeheimen können landesweit wieder Besuch empfangen, und ab dem 22. Juni sollen fast alle Schulen wieder für den Präsenzunterricht öffnen.

Mit 29.398 Coronavirus-Toten ist Frankreich eines der am stärksten betroffenen Länder in Europa. 

+++ Spanien will seine Grenzen neun Tage früher als bisher geplant für Bürger aus Schengenstaaten schon ab dem 21. Juni öffnen. Bisher sollte dies am 1. Juli erfolgen. Die Grenzkontrollen würden ab kommenden Sonntag für alle aus anderen Schengenstaaten Einreisenden aufgehoben, sagte Regierungschef Sánchez in einer Videokonferenz mit den Chefs der Regionalregierungen. Nur die Grenze zu Portugal werde auf Wunsch des Nachbarlandes erst zum 1. Juli geöffnet. Auch die bisher für Ausländer geltende 14-tägige Quarantänepflicht nach der Einreise solle ab dem 21. Juni entfallen. Sánchez begründete die Lockerungen mit den weiter niedrigen Corona-Fallzahlen. 

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